Artischocke

Die Artischocke steht hierzulande schon lange auf dem Speiseplan und ziert viele Rezepte. Trotzdem hat sie ihren Ruf als Superfood erst seit einiger Zeit und soll gegen viele gesundheitliche Beschwerden halten. Doch gehört die Artischocke nun tatsächlich zu den hochwirksamen Heilpflanzen? Dieser Artikel widmet sich der Pflanze auf Basis wissenschaftlicher Studien und beleuchtet die positiven Effekte, die das Essen der Artischocke mit sich bringen kann.

Artikel durch 38 anerkannte Studien verifiziert

Artischocke - Informationen zur delikaten Heilpflanze

Artischocken helfen bei Völlegefühl und halten Leber und Galle gesund – so lautet der Volksglaube seit Jahrhunderten. Die moderne Wissenschaft konnte die traditionellen Annahmen bislang nicht uneingeschränkt bestätigen, enthüllte allerdings weitere Qualitäten der Artischockenwirkstoffe: Durch ihr lipidsenkendes und antioxidatives Potenzial könnten Artischocken unter Umständen zur Prävention von Gefäßkrankheiten beitragen.

Was sind Artischocken?

Artischocken (Cynara scolymus) sind Gewächse aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die bereits vor 2000 Jahren systematisch gezüchtet wurden und heute ausschließlich Form von Kulturpflanzen existieren. Auf bis zu zwei Meter hohen Stängeln sitzen die knospigen Blütenstände der Pflanze, welche traditionell als Gemüse verzehrt werden. Die etwa 80 Zentimeter langen Laubblätter der Artischocke dienen dagegen allein zur Gewinnung von Tee und Extrakten zur naturheilkundlichen Therapie. Artischockenknospen, die nicht geerntet werden, bilden eine auffällige violette Blüte mit fedrigen Borsten aus. Blütenstände im Frühstadium hingegen bergen einige essbare Teile: Der fleischige Boden, wird von den darauf liegenden Härchen, dem sogennanten „Heu“, befreit und anschließend gekocht oder gebraten. Die Blätter gart man in Salzwasser und zieht den essbaren Teil am unteren Drittel anschließend mit den Zähnen ab. Kleine Exemplare, die durch Züchtung keine Dornen aufweisen, können im Ganzen gebraten oder frittiert werden – diesbezüglich existieren zahlreiche Varianten und Rezepte.

Neben ihren Qualitäten als kalorienarmes und ballaststoffreiches Gemüse im Rahmen einer gesunden Ernährung, sind Artischocken reich an Kalium und Eisen. Zudem liefern sie diverse sekundäre Pflanzenstoffe, die nachweislich positiv auf die menschliche Gesundheit einwirken.

Inhaltsstoffe der Artischocke – ein wertvolles Gemüse

Die wirksamen Inhaltsstoffe in der Artischockenpflanze sind in erster Linie die enthaltenen Polyphenole. Im Speziellen führen Wissenschaftler die gesundheitsförderlichen Effekte von Cynara scolymus vor allem auf drei Stoffgruppen zurück: (1)

  • Caffeolchinasäuren: Sie kommen vor allem in den jungen Laubblättern als 5-O-Monocaffeoylchinasäure (Chlorogensäure), 1,5-O-Dicaffeoylchinasäure und 1,3-O-Dicaffeoylchinasäure (auch bekannt als Cynarin) vor. Arzneimittelpflanzen enthalten 3 bis 4 Prozent Caffeolchinasäuren in der Trockenmasse, wobei der Gehalt mit dem Alter der Blätter abnimmt.
  • Flavonoide: Die häufigsten Vertreter sind hier Luteolin-7-O-glucosid (Cynarosid), Luteolin-7-O-rutinosid (Scolymosid) und Luteolin-7-O-rutinosyl-4-O-glucosid (Cynarotriosid). Der Gehalt an Flavonoiden steigt mit zunehmendem Wachstum der Blätter bis zum Herbst an und macht etwa 0,3 bis 0,7 Prozent aus.
  • Sesquiterpenlactone: Die Substanzen mit bitterem Geschmack kommen in Blättern der Pflanzen in einem Anteil von 0,5 bis 4 Prozent vor.

Der menschliche Organismus ist dazu in der Lage, Polyphenole aus Artischocken aufzunehmen und für sich verfügbar zu machen. Zu großen Teilen sind die sekundären Pflanzenstoffe im Anschluss an den Verzehr im Blut nachweisbar. (2) Der Polyphenolgehalt der Artischocke schwankt je nach Sorte leicht und erstreckt sich auf sämtliche Teile der Pflanze. Die Laubblätter weisen höhere Wirkstoffgehalte in einem späten Wachstumsstadium auf, während die Blütenköpfe im Frühstadium besonders reich an Polyphenolen sind. (3) Artischocken, die lange und bei hohen Temperaturen gelagert werden, wandeln mit der Zeit den gesundheitsfördernden Ballaststoff Inulin in die Zuckerarten Fruktose und Saccharose um. (4)

Wozu braucht der Mensch Artischocken?

Bereits seit Jahrhunderten wird die Artischocke in der Volksmedizin zur Behandlung diverser Beschwerden eingesetzt, deren Heilung ihr auch noch heutzutage nachgesagt wird. Typische Beispiele sind

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Völlegefühl, Blähungen
  • Lebererkrankungen
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Arteriosklerose

Laut wissenschaftlichen Studienergebnissen übt Artischockenextrakt eine lindernde Wirkung auf die Symptome von Verdauungsstörungen im Rahmen eines Reizdarmsyndroms sowie einer Dyspepsie aus. (30) (31) (32) (33) (34) (35) Auch einen senkenden Effekt auf Cholesterin, Triglyceride (10) (11) (12) (13) (14) (15) und Blutzucker (20) (21) konnten Wissenschaftler im Rahmen von Doppelblindstudien beobachten. Während ein günstiger Effekt auf die Lebergesundheit noch nicht zweifelsfrei in klinischen Studien nachgewiesen werden konnte, beweisen Artischocken ein hohes antioxidatives Potenzial (5): Ein Gramm essbarer Anteil Artischocken bewies im Laborversuch eine Eisen-III reduzierende antioxidative Kapazität, die 62,6mg Vitamin C beziehungsweise 159mg Vitamin E entspricht. (6) Dass der Konsum von Artischocken im Körper die Aktivität von antioxidativ wirkenden Enzymen wie Glutathionperoxidase steigern kann und Marker für oxidativen Stress mindert, demonstrierten bislang sowohl Tierversuche (6) als auch Studien mit menschlichen Probanden. (18) (19) (22)

Die sekundären Pflanzenstoffe der Artischocke, vor allem Chlorogensäure, Cynarin,  Luteolin-7-O-glucosid (Cynarosid) und Luteolin-7-O-rutinosid (Scolymosid) besitzen zudem antimikrobielle Wirkungen, die sich effektiver gegen Pilze als gegen Bakterien richten. (7)

Welche Dosis wird empfohlen?

Der Konsum frischer Artischocken im Rahmen einer vielseitigen Ernährung benötigt keine Dosisempfehlungen. Für die Frischware konnten Wissenschaftler zudem nachweisen, dass die üblichen Zubereitungsformen wie Dünsten, Kochen und Braten den Gehalt an Caffeolchinasäuren signifikant ansteigen lassen. Im Vergleich zur Rohware verfügen gekochte und gedünstete Artischocken damit über eine 8-fach bzw. 15-fach erhöhte antioxidative Kapazität. (8)

Bei Präparaten aus Trockenextrakt empfehlen die Hersteller, je nach Droge-Extrakt-Verhältnis, eine Dosierung von 600mg bis 2400mg pro Tag. Vergleichbare Mengen erhielten auch Teilnehmer von klinischen Studien, bei denen im Allgemeinen keine Nebenwirkungen auftraten. Tee auf getrockneten Artischockenblättern gilt in einer Dosierung bis zu 6 Gramm pro Tag als risikoloses Naturheilmittel.

Menschen, die auf Artischocken oder Korbblütler-Gewächse allergisch reagieren, sollten von der Einnahme von Artischockenextrakten unbedingt absehen. Allergien können auch bei Menschen entstehen, die Artischockenpflanzen und ihren Inhaltsstoffen übermäßig intensiv ausgesetzt sind. (9)

Wirkung von Artischocken

Seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts untersuchen Forscher die medizinischen Wirkungen der Artischockenpflanze. Insbesondere ihre Vorteile für die Gefäßgesundheit stehen dabei im Fokus.

Artischocken als Lipidsenker

Bereits seit den 1960er Jahren erforschen Wissenschaftler die Möglichkeit, mithilfe von Artischocken und Artischockenprodukten den Cholesterin- und Triglyceridspiegel zu senken. Studien, die seither publiziert wurden, beschreiben eine Reduktion der Blutfette zwischen 2 und 25 Prozent, wobei der Effekt von der Dosis abzuhängen scheint.(10) Eine aktuelle Metaanalyse aus dem Jahr 2017 bestätigt diese Datenlage. Anhand der Auswertung von 9 Studien mit insgesamt 702 Teilnehmern errechneten die Autoren folgende Ergebnisse für den Einsatz von Artischockenpräparaten als Lipidsenker: Das Gesamtcholesterin der Probanden fiel durchschnittlich um 17,6mg/dl, das LDL-Cholesterin um 14,9mg/dl und die Triglyceride um 9,2mg/dl. Auf das als gesundheitlich positiv geltende HDL-Cholesterin nahm der Artischockenextrakt keinen Einfluss. (11)

  1. Artischockenextrakt reduziert das LDL-Cholesterin
    Innerhalb einer Doppelblindstudie an Patienten, die einen durchschnittlichen Cholesterinspiegel von über 280mg/dl aufwiesen, demonstrierten Wissenschaftler den lipidsenkenden Effekt eines kommerziellen Präparates mit Artischockenextrakt. Nach 6 Wochen Studiendauer maßen die Wissenschaftler bei Teilnehmern, die täglich 1800mg Artischockenextrakt erhalten hatten, eine durchschnittliche Senkung des Cholesterinspiegels um 18,5 Prozent. In der Placebogruppe verzeichnete man dagegen nur einen Rückgang um 8,6mg/dl. Allein das LDL-Cholesterin sank bei den Probanden der Artischockengruppe um 22,9 Prozent; das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin verbesserte sich damit um 20,2 Prozent. Keiner der Teilnehmer berichtete während des Studienzeitraumes von Nebenwirkungen. (12)
  2. Artischockenwirkstoffe erhöhen das HDL-Cholesterin
    Innerhalb einer Doppelblindstudie an 92 übergewichtigen Teilnehmern im Alter von durchschnittlich 54 Jahren erreichten 250mg Artischockenextrakt im Vergleich mit dem Placebo nach einer Studiendauer von 8 Wochen einen signifikanten Anstieg des HDL-Cholesterins. Gleichzeitig verbesserte sich das Verhältnis zwischen Gesamtcholesterin bzw. LDL-Cholesterin auf der einen und HDL-Cholesterin auf der anderen Seite. (13)
  3. Artischockenextrakt senkt das Gesamtcholesterin
    Eine Doppelblindstudie an 131 Teilnehmern, die einen hohen Cholesterinspiegel aufwiesen (230 bis 309 mg/dl) aber ansonsten gesund waren, untersuchten Forscher die Auswirkungen einer 12-wöchigen Therapie mit 1280mg Artischockenextrakt pro Tag. Im Endeffekt zeigte die Artischockengruppe eine leichte Senkung des Gesamtcholesterins von durchschnittlich 277mg/dl auf 265mg/dl, während der Cholesterinspiegel der Placebogruppe um 1,9 Prozent anstieg. (14)
  4. Artischockenblattextrakt wirkt lipidsenkend und antioxidativ im Tierversuch
    An Ratten, die 4 Wochen lang auf eine hoch cholesterinreiche Ernährung gesetzt wurden, untersuchten Wissenschaftler den lipidsenkenden und antioxidativen Effekt von Extrakt aus Artischockenblättern. Nach einer Verabreichung in der Dosis von 1,5g pro Kilogramm Körpergewicht über einen Zeitraum von 14 Tagen senkte der Artischockenextrakt den Cholesterin- und Triglyceridspiegel der Versuchstiere signifikant. Er verminderte gleichzeitig die Aktivität von Malondialdehyd, welches als Marker für oxidativen Stress gilt, und hob den Anteil von Vitamin E und dem antioxidativen Enzym Glutathionperoxidase in der Leber an. (15)

Artischocken und Blutdruck

Bei Patienten mit leichtem Bluthochdruck (140-159/90-99 mmHg) setzten Forscher über einen Zeitraum von 12 Wochen entweder ein Placebo oder 50 bzw. 100mg Artischockensaftkonzentrat ein. Im Ergebnis sank der systolische Blutdruck der Artischocken-Gruppe signifikant gegenüber der Basislinie vor der Studie; der diastolische Blutdruck verbesserte sich zudem signifikant gegenüber der Placebogruppe. (16)

Artischocken und Arteriosklerose

Als erstes Anzeichen einer Arteriosklerose gilt eine verminderte Funktion der Endothelschicht, d.h. der die innere Gefäßwand auskleidenden Zellen. Diese äußert sich in einer verringerten Fähigkeit der Gefäße, sich durch Weitung an einen erhöhten Druck anzupassen (flussvermittelte Vasodilatation).

  1. Artischockenextrakt verbessert die flussvermittelte Vasodilatation
    28 Probanden mit leicht oder stärker erhöhten Blutfetten erhielten 6 Wochen lang 20ml Artischockensaftkonzentrat pro Tag. Im Anschluss der Studie maßen die Wissenschaftler in der Artischocken-Gruppe eine leichte Senkung des Cholesterins (von 261 auf 244mg/dl), welche jedoch bei der Kontrollgruppe etwas größer ausfiel (von 267 auf 249mg/dl).Bei den Teilnehmern der Artischockengruppe maß man zudem eine signifikante Verbesserung der flussvermittelten Vasodilatation und eine gleichzeitige Verbesserung diverser Entzündungsmarker. Derartige Veränderungen blieben in der Placebogruppe aus. (17)
  2. Artischocken steigern antioxidative Aktivität der Endothelzellen
    Innerhalb von Laborversuchen an Endothelzellen beobachteten Wissenschaftler, dass Artischockenextrakt die Produktion des Enzyms NO-Synthase (Stickstoffmonoxidsynthase) innerhalb der Zelle steigert. NO-Synthase trägt zur Umwandlung der Aminosäure L-Arginin zu Stickstoffmonoxid bei, welches wiederum als Radikalfänger fungiert und den oxidativen Stress im Organismus mindert. Eine verringerte Aktivität von NO-Synthase begünstigt somit die Entstehung von Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (18) Andere Untersuchungen zeigen, dass Artischockenextrakt sowohl in Endothelzellen als auch in weißen Blutkörperchen das Vorkommen reaktiver Sauerstoffverbindungen mindert, welche oxidativen Stress auslösen und dadurch Gefäßerkrankungen fördern. (19)

Artischocken und Diabetes

Sowohl klinische Studien als auch Tierversuche geben den Hinweis, dass Artischocken im Rahmen einer Diabetesbehandlung von Nutzen sein könnten.

  1. Artischockenextrakt reduziert erhöhten Blutzucker
    Im Versuch mit 55 Probanden, die eine gestörte Nüchternglukose als Frühanzeichen von Diabetes 2 aufwiesen, demonstrierten Wissenschaftler die Auswirkungen von Artischocken auf prädiabetische Blutparameter. Nach der 8-wöchigen Einnahme von 600mg Artischockenextrakt täglich sank der Nüchternblutzucker der Artischocken-Gruppe um 9,6 Prozent und der HOMA-Index, ein Parameter zur Einschätzung einer Insulinresistenz, um 11, 7 Prozent. Bei der Placebogruppe zeigten sich hingegen keine signifikanten Veränderungen zum Vorab-Zustand. (20)
  2. Artischockenextrakt senkt oxidativen Stress in diabetischen Ratten
    Ratten, bei denen Wissenschaftler durch die Gabe von Streptozotocin eine Diabeteserkrankung provozierten, zeigten unter der Behandlung mit Artischockenextrakt eine signifikante Verringerung ihres oxidativen Stresses. Die Forscher maßen bei ihnen eine deutliche Zunahme des antioxidativen Enzyms Glutathion, während Marker für oxidativen Stress, Malondialdehyd und 8-Hydroxydesoxyguanosin, deutlich zurückgingen. Zwischen den Dosen von 0,2g und 1,0g pro Kilogramm Körpergewicht zeigte sich im Versuch keine Effektsteigerung. (21)

Antioxidatives Potenzial der Artischocke

Hochleistungssport reduziert das antioxidative Potenzial innerhalb der Zellen. Anhand der polnischen Ruder-Nationalmannschaft untersuchten Wissenschaftler daher die Möglichkeit, durch Artischockenextrakt die antioxidativen Prozesse im Körper zu unterstützen. Im Vergleich zur Kontrollgruppe wies das Blut von Ruderern, die 5 Wochen lang täglich 1200mg Artischockenextrakt zu sich genommen hatten, eine signifikant erhöhte totale antioxidative Kapazität sowie einen niedrigeren Serumcholesterinspiegel auf. (22) Den körperlichen Beschwerden nach erhöhtem Alkoholkonsum, einem „Kater“, konnte die Gabe von 1920mg Artischockenextrakt jedoch nicht vorbeugen, wie eine Doppelblindstudie an 15 Teilnehmern darstellte. (23)

Artischocken und die Lebergesundheit

Seit Jahrhunderten wird Artischocken eine heilende Wirkung auf Leber und Galle zugeschrieben. Aktuelle Studien liefern uneindeutige Ergebnisse zu diesem Thema.

  1. Artischockenextrakt senkt erhöhte Leberenzyme gleich effektiv wie ein Placebo
    In einer randomisierten Doppelblindstudie verabreichten Forscher 60 Patienten, die an einer nichtalkoholischen Fettleber litten, über den Zeitraum von 2 Monaten entweder ein Placebo oder 2700mg Artischockenextrakt täglich. Im Ergebnis zeigte die Artischocken-Gruppe gegenüber der Placebogruppe eine signifikante Reduktion im Serumcholesterin, den Triglyceriden und dem Blutzucker. Die fraglichen Enzyme ALT und AST, welche bei einer Fettleber erhöht sind, sanken signifikant in beiden Versuchsgruppen. (24)
  2. Artischockenextrakt mindert teilweise die Symptome einer Hepatitis-C-Erkrankung
    Siebzehn Patienten, die unter einer chronischen Leberentzündung im Rahmen einer Hepatitis-C-Erkrankung litten, profitierten nur begrenzt von der 12-wöchigen Einnahme von 3200mg Artischockenblattextrakt. Während Erschöpfungssymptome und Gelenkschmerzen sich spürbar verbesserten, konnte der Wirkstoff die Enzymaktivität von Aminotransferase (ALT) nicht normalisieren. (25)
  3. Artischocken schützen Rattenleber vor Medikamentenvergiftung
    Bei Ratten konnten Wissenschaftler einen gewissen leberschützenden Effekt von Artischockenextrakt nachweisen. Versuchstiere, die gleichzeitig 1,5g Artischockenextrakt pro Kilogramm Körpergewicht erhielten, erlitten durch die Gabe von Paracetamol weniger Leberschäden als die Kontrollgruppe. Ihr oxidativer Stress minderte sich und sie wiesen weniger DNA-Schäden und weniger abgestorbenes Lebergewebe auf. (26) Wie die Einnahme von Artischockensaftkonzentration eine durch Medikamente ausgelöste Lebervergiftung therapieren kann, beschreiben auch Einzelfälle bei menschlichen Patienten. (27)
  4. Artischocke mildert Anzeichen einer Bleivergiftung im Tierversuch
    Bei Ratten, die 6 Wochen lang mit Blei versetztes Futter erhielten, beobachteten Wissenschaftler die positiven Effekte von Artischockenextrakt auf die Entgiftungsprozesse und die Leberfunktion. Versuchstiere, die zusätzlich 300mg Artischockenextrakt pro Kilo Körpergewicht erhielten, wiesen einen um 35 Prozent verringerten Bleigehalt im Blut auf. Zusätzlich sanken auch ihre Triglyceride, Cholesterinwerte und die erhöhten Leberenzyme ALT, ALP und AST signifikant. (28)

Artischocken und die Nierenfunktio

Ebenfalls ausschließlich im Tierversuch beschrieben wurde bislang die schützende Wirkung von Artischockenextrakt auf die Niere. Ratten, denen durch Gentamicin eine Schädigung der Nieren beigebracht wurde, wiesen normalisierte Nierenparameter und minimierte Gewebeschäden auf, wenn sie zusätzlich 200 bis 600mg Artischockenextrakt aufnahmen. (29)

Artischocken bei Verdauungsbeschwerden

Dyspepsie ist der Oberbegriff für einen Symptomkomplex aus Übelkeit, Völlegefühl, Erbrechen, Aufstoßen, Blähungen und Völlegefühl. Artischockenextrakt erwies sich in diesen Fällen bereits in mehreren Studien als wirksam.

  1. Artischockenextrakt lindert Dyspepsie-Beschwerden
    Innerhalb einer Doppelblindstudie verabreichten Forscher 247 Patienten, die an Dyspepsie litten, täglich 2-mal 320mg Artischockenextrakt. Die Artischocken-Gruppe zeigte nach 6 Wochen Behandlung gegenüber der Placebogruppe signifikant verbesserter Werte auf der Symptom-Skala sowie auf einer Skala zur allgemeinen Lebensqualität. (30)In einer offenen Studie, die 516 Teilnehmer umfasste, erfuhren Dyspepsie-Betroffene nach 2-monatiger Einnahme von 320 bzw. 640mg Artischockenextrakt am Tag eine durchschnittliche Verbesserung von 40 Prozent auf der allgemeinen Skala zu Dyspepsie-Beschwerden. (31) Andere Versuche mit Artischockenextrakt in Kombination mit weiteren pflanzlichen Wirkstoffen erreichten bis zu 50 Prozent Symptomverbesserung bei 79 Prozent der teilnehmenden Dyspepsie-Betroffenen. (32)
  2. Artischocken mildern Reizdarmsyndrom
    208 Betroffene mit Reizdarmsyndrom erprobten innerhalb einer Studie den Effekt von Artischockenextrakt auf ihre Beschwerden. Nach der 2-monatigen Einnahme zeigte sich eine signifikante Veränderung innerhalb der Symptombeschreibung von „abwechselndem Durchfall und Verstopfung“ hin zu einem Normalzustand. Die allgemeine Symptomskala für Dyspepsie zeigte einen durchschnittlichen Rückgang der Beschwerden der Teilnehmer um 41 Prozent und ihre allgemeine Lebensqualität stieg um 20 Prozent an. (33)
  3. Artischockenballaststoff fördert die Darmflora
    Eine aus Artischocken gewonnene besonders langkettige Form des Ballaststoffes Inulin erwies sich innerhalb einer Doppelblindstudie als förderlich für die Darmflora der Teilnehmer. Im Vergleich zur Kontrollgruppe wiesen Stuhlproben der Inulin-Gruppe wesentlich höhere Anzahlen an Laktobazillen und Bifidobakterien auf, die sich als nützliche Bewohner der Darmflora nachweislich positiv auf die menschliche Gesundheit auswirken. (34) Verstopfungsbeschwerden konnten Wissenschaftler innerhalb einer klinischen Studie noch effektiver lindern, indem sie Artischocken zusätzlich mit dem Mikroorganismus Lactobacillus paracasei anreicherten. (35)

Krebs und Artischocken

In In-vitro-Versuchen konnte Artischockenextrakt innerhalb von Zellen eines Mesothelioms (einer Krebsart des Herzbeutels und des Bauchfells) das Wachstum und die Weiterverbreitung signifikant hemmen. Bei Versuchstieren führte die Fütterung von Artischockenextrakt zu einer Wachstumsreduktion der Tumoren. (36) Auch bei Brustkrebszellen rief Artischockenextrakt in vitro eine Verminderung des Zellwachstums vor und konnte teilweise den programmierten Zelltod (Apoptose) induzieren. (37) Ähnliche Effekte konnten Wissenschaftler für den Extrakt der Artischocke auf menschliche Leberkrebszellen beobachten. (38)

Quellenangaben

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