Avocado

Avocados gelten hierzulande mittlerweile als echtes Superfood, welches als sehr gesund eingestuft wird. Dies hat dazu geführt, dass die Nachfrage sprunghaft anstieg und es mittlerweile zahlreiche neue Rezepte gibt. Ob Salat oder als Guacamole – Avocado ist heute gefragter denn je. Doch kann die Beere mit dem großen Kern die Versprechungen halten, die von vielen Seiten gemacht werden? Dieser Artikel widmet sich der Avocado auf Basis wissenschaftlicher Studien.

Artikel durch 68 anerkannte Studien verifiziert

Avocado – Nähwerte, Kalorien und Studien zur Wirkung

Ob als Guacamole, mit Mango und Hühnchen oder als Salat – Avocado erlebt einen Boom. Die Frucht ist im Zuge des Superfood-Trends zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. In der Botanik Persea americana Mill. bezeichnet, stammt die Pflanze ursprünglich aus Mittelamerika. Deren Nutzung ist bereits seit mehreren tausend Jahren im natürlichen Verbreitungsgebiet belegt. Mit der Eroberung Süd- und Mittelamerikas kam die Avocado nach Europa.

Quasi zum Synonym für Superfood – neben Chia-Samen oder Gojibeeren – wurde die Avocado durch ihre hohen Gehalte verschiedener Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Eine Avocado enthält unter anderem Natrium, Kalium und Phosphor – sowie:

  • Vitamin A
  • B-Vitamine
  • Vitamin C
  • Vitamin K.

Darüber hinaus enthält Avocado verschiedene Aminosäuren – wie die essenziellen Vertreter Leucin und Isoleucin. Letztere haben – neben der Proteinsynthese – auch im Zusammenhang mit der Energiegewinnung (durch Ketokörper) Bedeutung. Lässt sich die positive Haltung in der Ernährung gegenüber der Avocado aufrechterhalten, wenn vermeintliche Wirkungen evidenzbasierten Studienergebnissen gegenübergestellt werden?

Was ist Avocado?

P. americana gehört zur Klasse der Bedecktsamer (Magnoliopsida) und ist Teil der Familie Lauraceae (oder Lorbeergewächse). Hierbei handelt es sich um eine Pflanzenfamilie mit circa 45 Gattungen und mit bis zu 2.850 Arten (1). Hauptverbreitungsgebiet der Lorbeergewächse sind die Tropen und Subtropen. Natürliche Vorkommen der Pflanzenfamilie sind weltweit dokumentiert. Zu den in Europa und Kleinasien lange bekannten Pflanzen gehören unter anderem Zimt (Cinnamomum) und Lorbeer (Laurus nobilis).

Innerhalb der Lorbeergewächse gehört die Avocado zur Gattung Persea, zu der etwa 150 verschiedene Arten gehören. Deren Ursprung vermuten Paläobotaniker im Paläozän. Vom heutigen Westafrika aus haben sich die Pflanzen rund um den Globus verbreitet. Neben der Avocado ist heute unter anderem Persea indica von größerer Bedeutung – allerdings eher vor dem forstwirtschaftlichen Hintergrund.

Avocado: Beere, Birne oder Steinfrucht?

Bekannt ist P. americana vorrangig für den gleichnamigen Fruchtkörper. Es handelt sich dabei im botanischen Kontext um eine Beere (2). Ein einzelner Kern oder Samen wird von einem nährstoffreichen Fruchtfleisch umgeben, welches in reifem Zustand sehr leicht zugänglich ist. Aufgrund der besonderen Form, der Haptik und der Konsistenz des Fruchtfleischs haben sich verschiedene Trivialnamen eingebürgert, wie:

  • Butterfrucht
  • Alligatorbirne.

Paläobotaniker gehen davon aus, dass die Avocado zu jenen Spezies gehört, auf welche das sogenannte Megafaunal dispersal Syndrome (3) zutrifft.

Hintergrund: Form und Größe der Frucht bzw. der darin enthaltenen Samen spiegelt die Reproduktionsstrategie wider. Viele Pflanzen haben im Verlauf der Evolution kleine Samen entwickelt, die sich von Vögeln und Kleintieren transportieren lassen. Je größer ein Samen und damit die Frucht werden, umso stärker fokussiert sich die Reproduktion auf große Pflanzenfresser. Zur amerikanischen Megafauna gehörten zum Beispiel die Gattungen:

  • Macrauchenia,
  • Cuvieronius oder
  • Xenorhinotherium.

Dass das Aussterben dieser Megafauna nicht zum Verschwinden von P. americana geführt hat, ist wahrscheinlich auch auf die frühe Nutzung der Frucht durch den Menschen zurückzuführen. Einige Autoren vertreten die Ansicht, dass die Pflanze bereits seit wenigsten 9.000 Jahren bis 10.000 Jahren durch indigene Bewohner Mesoamerikas benutzt wurde (4).

Anhand der Ikonographie lässt sich eine Nutzung der Avocado für die Maya und Azteken – also die Vorkolonialzeit – nachweisen. Die mesoamerikanische Bevölkerung betrieb die Verbreitung der Pflanze und ließ erste Ansätze für deren Kultivierung erkennen. Erste Berichte nach der Landung der Europäer in Amerika stammen aus den Jahren 1519 und 1526. Bereits diese Quellen gehen auf den besonderen Geschmack der Avocado ein. Im 16. Jahrhundert begann die weltweite Verbreitung der Pflanze – durch Spanier, welche die Avocado auf den Philippinen ansiedelten. Im 19. Jahrhundert folgten die Kanaren und Hawaii. Die moderne Kultivierung der Avocado begann allerdings erst in den frühen 1900er Jahren in den USA (Florida).

Die bekannten Zuchtsorten lassen sich auf drei verschiedene, in der Natur vorkommende Typen zurückführen:

  • Typ Mexiko
  • Typ Guatemala (5)
  • Typ West-Indien.

Avocado: Die Nährwerte

Als Superfood werden Lebensmittel bezeichnet, die gesundheitsfördernde Stoffe – wie zum Beispiel sekundäre Pflanzenstoffe oder Vitamine – in besonders hoher Dosis enthalten. Bei der Avocado sind es gleich mehrere Aspekte, welche die Stellung als Superfood begünstigen.

100 Gramm Avocado enthalten 8,53 Gramm Kohlenhydrate, von denen aber nur 0,66 Gramm auf Zucker entfallen. Beim überwiegenden Teil handelt es sich um Ballaststoffe.

Ernährungswissenschaftler haben die Avocado in den letzten Jahren auch im Zusammenhang mit dem Gehalt an Carotinoiden und Tocopherol untersucht. Das Ergebnis: In der Frucht steigt die Konzentration der allgemein als gesundheitlich positiv eingestuften Verbindungen mit Fortschreiten der Saison. Eine Studie der University of California konnte zeigen, dass der Gehalt an Carotinoiden und Tocopherol in den im September geernteten Avocados am höchsten war (6).

Ein Grund, warum die Avocado zunehmend das Interesse der Öffentlichkeit weckt, ist der Gehalt einfach ungesättigter Fettsäuren (7). Parallel ist der Zuckergehalt gegenüber anderen Beeren/Früchten gering, der Ballaststoffgehalt etwas höher. Einige Autoren befürworten vor diesem Hintergrund die Verwendung von P. americana als Nährstoffquelle für den Übergang von der Stillphase und für Kleinkinder (8).

Avocado – Nährwerte im Überblick (9):

NährstoffGehalt je 100 Gramm
Wasser73,23 Gramm
Kalorien160 Kcal
Eiweiß2 Gramm
Fettsäuren2,126 Gramm
Kalzium12 mg
Magnesium29 mg
Phosphor52 mg
Niacin1,738 mg
Betacarotin62 µg
Vitamin K21 µg
Cyanidin0,33 mg

Die Wirkung der Avocado: Der Superfood-Gedanke

Avocados sind im Handel bereits seit Jahrzehnten vertreten. In den letzten Jahren hat sich die Nachfrage dramatisch verändert. Allein die drei großen Produzenten:

  • Mexiko
  • Dominikanische Republik
  • Kolumbien

haben 2013 rund 2,16 Millionen Tonnen Avocado für den Weltmarkt produziert. Die Einfuhr nach Deutschland ist – laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (10) – in den Jahren zwischen 2011 bis 2015 von 29.267 Tonnen auf 44.645 Tonnen gestiegen.

Für diesen erheblichen Schub bei der Nachfrage nach Avocado sind mehrere Faktoren verantwortlich. Ein Aspekt ist die zunehmende Diversifikation im Bereich Ernährung. Mit der deutlichen Zunahme alternative Konzepte (Vegetarier, vegan usw.) sind Ersatzprodukte gefragt. Aufgrund der Inhaltsstoffe – wie ungesättigten Fettsäuren – wird sie in vegan-/vegetarischen und alternativen Ernährungsempfehlungen als Butterersatz zum Beispiel als Brotaufstrich benannt (11). Ein zweiter Grund ist die zunehmende Fokussierung auf eine gesunde Ernährung allgemein und der Wunsch, sich durch bestimmte Nährstoffquellen vor Erkrankungen gezielt zu schützen.

Die Avocado ist in der jüngeren Vergangenheit in die Gruppe sogenannter Superfoods aufgestiegen. Hierbei handelt es sich um Nahrungsmittel, denen – aufgrund des Gehalts an verschiedenen Inhaltsstoffen – eine besondere chemoprotektive Wirkung zugeschrieben wird.

  • Das Essen von Avocado soll (so diverse Internetquellen) die Gesundheit von Haut und Haaren verbessern.
  • Avocado sorgt mit den enthaltenen Inhaltsstoffen für eine Stärkung des kardiovaskulären Systems. Gleichzeitig sorgt die Frucht von P. americana dafür, dass sich die Nervenleistung verbessert.
  • In der Avocado sind verschiedene sogenannte Antioxidantien enthalten. Damit wirkt der Verzehr oxidativem Stress entgegen – etwa durch reaktive Sauerstoffspezies – und wirkt so den Ursachen einiger schwerer Krankheiten entgegen.
  • Der hohe Gehalt an Fett macht die Avocado im Rahmen verschiedener Diätkonzepte – etwa ketogener Diäten – interessant.
  • Avocados enthalten Ballaststoffe, welche als wertvoll für die Darmtätigkeit und Darmgesundheit angesehen werden.
  • In den Früchten von P. americana sind diverse Aminosäuren enthalten. Aufgrund dieser Tatsache wird die Avocado immer wieder als Alternative für typische Proteinquellen angesehen.

Ganz von der Hand sind die der Pflanze zugeschriebenen Wirkungen nicht zu weisen.

Diverse Forschergruppen haben sich in der Vergangenheit mit P. americana intensiv beschäftigt. Neben der auffallend hohen Qualität als Nährstofflieferant zeigen Studien, dass in der Pflanze phytochemische Wirkstoffe stecken, die durchaus chemoprotektive Wirkung – etwa in Zusammenhang mit der Krebsentstehung – haben (12). Über diese Effekte hinaus haben Experimente mit Avocado-Extrakten (mit 50 Prozent Methanol) Schutzwirkung gegenüber der gentoxischen Wirkung von Cyclophosphamid auf Lymphozyten in vitro entfaltet (13). Hierbei handelt es sich um ein Oxazaphosphinan, welches als Zytostatikum in der Krebstherapie eine Rolle spielt und in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen Verwendung findet. Dessen Wirksamkeit stehen teils erhebliche Nebenwirkungen gegenüber (14).

Darüber hinaus verweisen Biologie und Medizin darauf hin, dass Avocados schmerzlindernde, antientzündliche und cholesterinsenkende Wirkung haben.

Was ist beim Verzehr zu beachten?

Nahrungsergänzungsmittel und Superfoods gelten als besonders gesund. Diese Haltung wird vor dem Hintergrund einer zunehmenden Nachfrage gezielt gefördert. Vergessen werden darf in diesem Zusammenhang nicht, dass einer überdurchschnittlich hoher Verzehr bestimmter Nahrungsmittel zum Problem werden kann. Hintergrund: Superfoods enthalten ein breites Spektrum unterschiedlicher organischer Verbindungen, die in bestimmten Situationen nicht immer so gesund sind.

In höherer Dosierung können einige der Inhaltsstoffe eventuell toxisch bzw. gewebeschädigend wirken. Für P. americana haben sich in der Vergangenheit diverse Forschergruppen mit entsprechenden Fragstellungen beschäftigt. Eine brasilianische Studie untersuchte die Gentoxizität des aus dem Fruchtfleisch der Avocado gewonnenen Öls – im Labor und in vivo im Tierversuch.

Im Rahmen der Untersuchung zeigte sich zwar keine gentoxische Wirkung. Aber: Für die höchste Dosis ließ sich eine Anhebung des ASAT (Aspartat-Aminotransferase) nachweisen. Ein Effekt, welcher auf eine Schädigung der Leber hindeutet (15). Verantwortlich machen die Autoren für die Gewebeschädigung den hohen Gehalt an Palmitinsäure.

Aufgrund des hohen Fettgehalts – auch wenn ungesättigte Fettsäuren positiv wahrgenommen werden – sollte sich das Essen von Avocado auf eine halbe bis ganze Frucht beschränken. Ein weiteres Problem betrifft die Belastung mit Pestizidrückständen. Untersuchungen im Labor ordnen Avocado regelmäßig im Bereich der wenig belasteten Nahrungsmittel ein. Bei Tests des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurden in 80 Prozent der Proben keine Rückstände festgestellt (16). Die Verbraucherzentrale schätzt, dass zwischen 70 Prozent bis 50 Prozent der Avocados unbelastet sind (17).

Aber: Ein angemessener Verzehr ist auch vor dem Hintergrund von Land- und Ressourcenverbrauch in Erwägung zu ziehen.

Wirkung der Avocado – Studien im Überblick

Die Wahrnehmung der Avocadopflanze fokussiert sich in erster Linie auf die Frucht. Verschiedene Studien haben sich in der Vergangenheit mit den Nährstoffgehalten der Avocado beschäftigt. Die Kultursorte „Hass“ zeichnet sich zum Beispiel durch einen hohen Gehalt einfach ungesättigter Fettsäuren aus. Letztere machen mehr als 70 Prozent der Fettsäuren des Avocadoöls aus (18). Darüber hinaus enthält eine Hass-Avocado Mineralstoffe wie Kalium oder Magnesium und diverse Vitamine. In den letzten Jahren entdeckt die Wissenschaft zunehmen, dass auch andere Teile der Pflanze – wie zum Beispiel Blätter und Samen positive Wirkung haben können (19).

Antioxidative Eigenschaften der Avocado

Seit klar ist, welche Auswirkungen freie Radikale – wie reaktive Sauerstoffspezies (ROS) – auf die Zellgesundheit und Entstehung schwerer Krankheiten haben, suchen Medizin und Biologie nach antioxidativ wirksamen Substanzen. Radikalfänger haben Wissenschaftler in den letzten Jahren in diversen Früchten identifiziert. Hierzu gehört auch die Avocado. In den Schalen und Samen des Lorbeergewächses wurden unter anderem:

  • Hydroxyzimtsäuren
  • Procyanidine (Oligomere Proanthocyanidine)
  • Catechine

gefunden (20).

  1. Avocado verbessert GSH-Status
    GSH – auch bekannt als Glutathion – ist ein Peptid, das im Organismus eine besondere Rolle übernimmt. Durch die Thiolgruppe besitzt die Verbindung reduzierende Eigenschaften. Damit kann GSH im Körper reaktive Sauerstoffspezies deaktivieren. Im Rahmen dieser Reaktion entsteht Glutathiondisulfid (GSSG). Das GSH/GSSG Verhältnis ist ein wichtiger Parameter zur Bewertung der oxidativen Stresssituation (21).Im Tierversuch ist Wissenschaftlern bei der Betrachtung mitochondrialer Schädigung der Nachweis gelungen, dass P. americana in der Lage ist, das GSH/GSSG Verhältnis zu beeinflussen – und zwar positiv. In der Studie zeigten diabetische Goto-Kakizaki Ratten nach sechs Monaten eine deutliche Verringerung beim Glutathion. Mit Avocadoöl ließ sich der Glutathionstatus wieder deutlich verbessern (22). Vor dem Hintergrund ihrer Ergebnisse bewertet die Studiengruppe den Einfluss von Avocadoöl auf die Mitochondrien positiv.Die Wirkung von P. americana auf den oxidativen Status haben in der Vergangenheit mehrerer Studien beobachtet (23). Daher wird heute davon ausgegangen, dass Avocados verschiedene Antioxidantien enthalten, welche nicht nur positive auf die Situation in Organen wie der Leber oder den Nieren wirken (24). Autoren gehen inzwischen von entsprechenden Effekten auch auf neurodegenerative Erkrankungen aus, die in Verbindung mit Fehlfunktionen der Mitochondrien stehen – wie Alzheimer oder Friedreich-Ataxie (Morbus Friedreich) (25) (26)

P. americana und Krebs

Tumorerkrankungen sind heute für einen erheblichen Anteil der weltweiten Sterbefälle verantwortlich. Bösartige Neubildungen der Lunge oder des Darms nehmen hier eine besonders dominante Stellung ein. In den letzten Jahren haben sich das Verständnis für die Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten verbessert. Die Medizin sucht inzwischen verstärkt nach Optionen, um die Entstehung der Tumore so früh wie möglich stören zu können oder Nebenwirkungen in der Behandlung zu verringern. In diesem Zusammenhang rücken Pflanzenstoffe bereits seit Jahren immer mehr in den Fokus (27). Und auch P. americana wird vor diesem Hintergrund für die Forschung zunehmend interessant.

  1. Avocado löst Apoptose von Krebszellen aus
    Im Bereich der Krebsforschung setzt die Medizin seit Jahren verstärkt auf die Suche nach phytochemischen Substanzen (28), welche die Entstehung und das Wachstum von Krebszellen verhindern sollen. Dahinter steht unter anderem die Idee, den programmierten Zelltod der Tumorzellen (Apoptose) auszulösen.Eine Gruppe von US-Forschern hat Avocado auf diese Wirksamkeit hin untersucht. Extrakte aus dem Fleisch der Frucht lösen – so die Ergebnisse der Laborversuche – tatsächlich selektiv die Apoptose von Zelllinien der Mundhöhlenkarzinome aus (29). Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Konzentration reaktiver Sauerstoffspezies.Eine positive Wirkung auf den Zelltod taucht auch in anderen Studien auf. Mexikanische Forscher haben anhand von P. americana var. drymifolia allerdings nicht den Einfluss auf ROS untersucht. Der Fokus lag auf dem Einfluss von Defensin auf Brustkrebs-Zelllinien. Hierbei handelt es sich um antimikrobielle Peptide, deren Funktionen bzw. die Prozesse bisher noch nicht vollständig verstanden werden (30)  (31).Defensin erfüllt zwar in erster Linie eine Abwehrfunktion. Bekannt ist aber auch, dass Defensin auf Krebszellen von Säugetieren einwirken kann (32). Das Defensin der Avocado war nicht nur in der Lage, die Funktionsfähigkeit der Zelllinien zu hemmen. Seitens der Autoren wird auf den Einfluss des Defensins auf den programmierten Zelltod hingewiesen (33).
  2. Avodaco-Persin hemmt Krebszellen
    In P. americana sind Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe – neben Spurenelementen und ungesättigten Fettsäuren – enthalten. Avocados sind in den letzten Jahren vor diesem Hintergrund zunehmend beliebter geworden. Wiederkäuer oder Pferde sind hingegen nicht in der Lage, Avocados zu verwerten. Der Grund: In den Früchten sind Verbindungen (wie Persin) enthalten. Diese können für Tiere toxisch wirken (34).Für den Menschen ist deren Verwertung unproblematisch. Studien haben zeigen können, dass das Persin aus der Avocado in geringer Dosis krebszellhemmend wirkt (35). Diese Wirkung wurde bisher nur für Brustkrebs angenommen (36)  (37). Eine australisch-neuseeländische Studie hat den Einfluss der Persine auf Eierstockkrebs untersucht (38).
  3. Avocatin B löst selektiven Zelltod bei Leukämie aus
    Akute myeloische Leukämie (AML) ist eine Erkrankung des blutbildenden Systems. Besonders im höheren Lebensalter ab 60 Jahren ist die Prognose teils ungünstig, die Remission sinkt hier mitunter deutlich. So lag die 5-Jahres-Überlebensrate von Patienten in den USA in der Altersgruppe zwischen 50 – 64 bei 25 Prozent (39).Eine Studiengruppe aus Kanada gelang in vitro der Nachweis, dass Inhaltsstoffe der Avocado bei AML den selektiven Zelltod einzelner Tumorzellen auslösen können. Für diese Wirkung gehen die Forscher von einem Zusammenhang mit Avocatin B und den Besonderheiten der Mitochondrien in den Leukämiezellen aus (40). Die Krebsforschung vertritt heute die Ansicht, dass Krebszellen Energie nicht nur über Glykolyse, sondern auch Fettsäureoxidation gewinnen können (41). Ein Punkt, an dem Avocatin B – so die Meinung der Studiengruppe – ansetzt.

Avocado in der Behandlung von Arthrose

Arthrose – in der englischsprachigen Literatur auch als Osteoarthritis bezeichnet – ist eine degenerative Erkrankung der Gelenke. Ein Merkmal der Erkrankung ist die Schädigung und Rückbildung des Knorpelgewebes. Damit fehlt dem Gelenk die dämpfende Wirkung des Gewebes. Schreitet die Erkrankung fort, kann der Knochen zunehmend in Mitleidenschaft gezogen werden – was sich durch Umbildungsprozesse bemerkbar macht.

Neben einer Überlastung oder durch Entzündungen ausgelöste Erkrankungen kann die Arthrose auch in Verbindung mit Mineralisationsdefiziten stehen (42). In der Behandlung richtet sich der Fokus inzwischen auf verschiedene Ansätze. Neben operativen Maßnahmen stehen die Schmerzbehandlung (43)  (44) und eine Einflussnahme auf das Entzündungsgeschehen im Mittelpunkt. Für die Behandlung sucht die Medizin in der jüngeren Vergangenheit auch nach Möglichkeiten, Pflanzenstoffe gezielt einzusetzen.

  1. Avocado und Soja in der Behandlung von Kniegelenkarthrose
    In der Behandlung von Arthrose wird weltweit auf Arzneimittel aus der Gruppe nichtsteroidaler Antirheumatika/nichtsteroidaler Antiphlogistika (auch NSAID) gesetzt (45). Diese Substanzen haben sich in der Vergangenheit zwar als wirksam erwiesen, zeigen aber auch erhebliche Nebenwirkungen. Sogenannte Avocado-soybean Unsaponifiable (ASU) werden seit einiger Zeit auf ihre Anwendbarkeit bei Arthrose überprüft.Eine Studie aus Frankreich konnte beispielsweise zeigen, dass deren Anwendung bei Arthrose der Hüfte positiven Einfluss auf die Spalte des Gelenkzwischenraums hat (46). ASU wirkt sich positiv auf verschiedene Faktoren aus, welche das Fortschreiten der Arthrose beeinflussen – wie das Entzündungsgeschehen (47) oder die Kollagensynthese (48).Polnische Forscher untersuchten die Wirkung der Avocado-soybean Unsaponifiable an über 4.800 Probanden im Hinblick auf deren Relevanz für Kniegelenkarthrose. Nach Ende der sechsmonatigen Studienperiode zeigten sich deutliche Veränderungen bezüglich des Schmerzempfindens als auch bei der Beweglichkeit. Parallel sank die Zahl der mit NSAID behandelten Probanden im Verlauf der Studie (49). Zu ähnlichen Erkenntnissen – etwa im Hinblick auf die Verringerung der Medikation (50) oder der Beweglichkeit (51) – kommen weitere Untersuchungen mit dem Fokus auf ASU und Arthrose.
  2. ASU beeinflusst Arthrosesymptome der Hüftgelenke positiv
    Das aus Avocado und Sojaöl gewonnen Extrakt ASU (Avocado-soybean Unsaponifiable) hat in der Vergangenheit positiven Einfluss auf Entzündungsreaktionen und die Proteoglykan-Synthese gezeigt. Letztere sind am Aufbau von Kollagen beteiligt (52). Untersuchungen konnten zeigen, dass ASU die Symptome einer Arthrose des Hüftgelenks verbessert – unter anderem in Bezug auf die Schmerzen (53).Studien, die sich mit dem Einfluss des Extrakts auf die strukturelle Komponente beschäftigen, sind in der Vergangenheit allerdings zu keinen eindeutigen Ergebnissen gekommen (54). Die Erkenntnisse – speziell hinsichtlich der Veränderungen des Gelenkzwischenraums – kommen allerdings als Ansatz für weitere Forschungen in Frage

Avocado und das kardiovaskuläre System

Die Verwendung von Avocado als Nährstoffquelle reicht weit zurück. Die indigene Bevölkerung verwendete die Frucht allerdings auch vor dem Hintergrund pharmazeutischer Aspekte. Inzwischen richten Biologie und Medizin ihre Aufmerksamkeit ebenfalls auf die Avocado. Bekannt ist beispielsweise der Einfluss auf Entzündungen. Parallel weckt die Wirkung auf den LDL-Spiegel (Low Density Lipoprotein) Interesse. Zwei Gründe, warum P. americana im Zusammenhang mit kardiovaskulären Erkrankungen zunehmend mehr Aufmerksamkeit genießt (55).

  1. P. americana und das Thromboserisiko
    Blutplättchen spielen in der Blutgerinnung und damit den körpereigenen Blutungsstillungsmechanismen eine dominante Rolle. Diese für den Organismus wichtige Funktion kann sich ins Gegenteil verkehren. Blutplättchen (Thrombozyten) können aggregieren (sich zusammenlagern) und bilden so einen Pfropfen in Blutgefäßen – die Thrombose. Studien haben in der Vergangenheit positive Einflüsse auf die Thrombozytenaggregation festgestellt.Mexikanische Forscher konnten im Labor hierfür verantwortliche Stoffe aus dem Fruchtfleisch der Avocado identifizieren. Es handelt sich um Acetogenine, von denen sich Persenone-C als besonders wirksam erwies. Damit bietet Avocado möglicherweise das Potenzial einer präventiven Anwendung bezüglich des Thromboserisikos (56).
  2. Avocado beeinflusst LDL-Spiegel positiv
    LDL-Cholesterin wird umgangssprachlich gern als das schlechte Cholesterin bezeichnet. Dabei handelt es sich hierbei um eine Verbindung, die durchaus wichtige Funktionen im Organismus übernimmt. Das sogenannte Low Density Lipoprotein ist für den Transport von Cholesterin zuständig. Allerdings geht die Medizin heute auch davon aus, dass LDL an der Beteiligung verschiedener Erkrankungen beteiligt ist. Dazu gehört Arteriosklerose – aber auch für Alzheimer wird eine entsprechende Verbindung diskutiert.In einer gemeinsamen Studie US-amerikanischer und australischer Wissenschaftler ließ sich eine positive Wirkung der Avocado auf den LDL-Spiegel nachweisen. Im Vergleich mehrerer Diätansätze zeigte die Avocadodiät die besten Ergebnisse in Bezug auf die Absenkung der LDL-Konzentration und der LDL Partikelanzahl (57).
  3. Positiver Einfluss von Avocadoöl auf Blutfette
    P. americana beinhaltet neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen auf ungesättigte Fettsäuren, die von Medizin und Ernährungswissenschaft allgemein als gesundheitlich förderlich eingestuft werden. In den letzten Jahren haben sich Studiengruppen vermehrt mit der Avocado beschäftigt. Im Tierversuch zeigte das aus der Frucht gewonnene Öl positive Wirkung auf Blutfettwerte – wie LDL-Cholesterin und VLDL (very low-density Lipoprotein). Parallel erreichte das Öl in der Versuchsanordnung eine Verringerung der hsCRP (high sensitivity CRP) Konzentration, was als positiver Effekt auf Entzündungen gewertet wird (58).

Avocado und die Wirkung auf Diabetes

Diabetes Typ II ist eine Stoffwechselerkrankung, die mit verschiedenen Risikofaktoren in Verbindung gebracht wird. Übergewicht/Fettleibigkeit, Störungen im Fettstoffwechsel und gestörte Glukosetoleranz werden dem metabolischen Syndrom zugerechnet und gelten als Einflussfaktoren auf die Entstehung der Erkrankung. Aufgrund des Gehalts an verschiedenen Nähstoffen – wie den ungesättigten Fettsäuren – rückt P. americana in der Behandlung und Prävention zunehmend in den Fokus (59).

  1. Avocado schützt das Gehirn bei Diabetes
    Diabetes wird zwar salopp einfach als Zuckerkrankheit bezeichnet. In der Praxis handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, die zu einer oxidativen Lipiddegeneration und einer starken Anhebung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) führt. In der Folge können aus einer manifesten Diabetes verschiedene Komplikationen – wie die diabetische Enzephalopathie – entstehen (60). Außerdem führt die Erkrankung zu Fehlfunktionen in den Mitochondrien.

    Das Öl von P. americana ist nicht in der Lage, die mitochondrialen Funktionen zu schützen (61). Eine mexikanische Forschergruppe hat zudem festgestellt, dass das Öl der Avocado Einfluss auf die Konzentration der ROS nimmt, die Lipiddegeneration verringert und das GSH/GSSG-Verhältnis nimmt (62).
  2. Avocadoextrakt hemmt Schlüsselenzyme bei Diabetes Typ 2
    Diabetes Typ II entsteht nicht ausschließlich durch eine Insulinresistenz bzw. einen Insulinmangel. Einige Formen der Erkrankung gehen auf andere Störungen des Glucosestoffwechsels zurück – es entsteht ein insulinunabhängiger Diabetes.Im Rahmen einer Studie sind deren Autoren der Frage nachgegangen, inwiefern Avocadoextrakt an diesen Schlüsselenzymen der Pankreas ansetzen kann. Das Ergebnis: Im Laborversuch war das Extrakt tatsächlich in der Lage, die mit Diabetes Typ II in Verbindung stehenden Enzyme zu hemmen. Parallel reduzierte sich der oxidative Stress in den Zellen (63). Die Mechanismen dahinter können eine Erklärung sein, warum Avocado in der Volksheilkunde als Mittel gegen Diabetes bereits bekannt ist.

Antibakterielle Wirkung von P. americana

Avocado wird in der Öffentlichkeit in erster Linie als reichhaltige Nährstoffquelle angesehen. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass in den Beeren von P. americana nicht nur Vitamine, sondern auch Mineralstoffe, Spurenelementen und einfach ungesättigte Fettsäuren stecken. Avocado enthält darüber hinaus weitere Inhaltsstoffe – welche sich die Heilkunde indigener Ethnien bereits zunutze gemacht hat (64). Hier wurden Pflanzenteile in der Vergangenheit gegen Infektionen eingesetzt. Die antimikrobielle Wirkung lässt sich inzwischen im Labor nachweisen.

Eine taiwanesische Forschergruppe hat aus dem Fruchtfleisch unreifer Avocados Derivate von Fettalkoholen nachweisen können. Einige der Isolate – so die Ergebnisse der Studie – sind gegen Mycobacterium tuberculosis wirksam. Ein insofern interessantes Ergebnis, als das M. tuberculosis auf einige Antibiotika nur begrenzt anspricht (65).

Die antibakterielle Wirkung konnte in weiteren Studien nachgewiesen werden. Forscher aus Mexiko untersuchten den Einfluss eines Extrakts aus den Samen von P. americana auf Clostridium sporogenes. Hierbei zeigte sich eine hemmende (inhibitorische) Wirkung sowohl in Bezug auf vegetative Zellen als auch Endospore (66). Vor dem Hintergrund solcher Erkenntnisse scheint Avocado bzw. deren Extrakt in Zukunft vielleicht eine Rolle als Antibiotikaalternative spielen zu können.

  1. Avocado-Extrakt wirksam gegen Candida albicans-Biofilm
    Pflanzen nutzen chemische Substanzen, um sich gegen Schädlinge – wie Pilze – zur Wehr zu setzen (67). Studienautoren gehen der Frage nach, wie weit die anti-mikrobielle Wirkung von P. americana geht. In einer brasilianischen Studie sind die Autoren der Frage nachgegangen, inwiefern ein Extrakt auf Candida albicans-Biofilme wirkt.Hierfür wurde ein glykolhaltiger Extrakt in unterschiedlicher Konzentration verwendet. Das Ergebnis: Hinsichtlich der CFU/mL (colony forming units per milliliter) hat das P. americana Extrakt eine deutlich positive Wirkung entfalten können. Parallel konnten die Autoren zeigen, dass das Extrakt zytotoxische Wirkung auf Makrophagen hat (68).

 


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