Baldrian

Baldrian gehört zu den Heilpflanzen, die sich in der Bevölkerung bereits einer großen Bekanntheit erfreuen. Vor allem als Beruhigungsmittel werden Extrakte und Tee aus der Baldrianwurzel häufig verwendet. Doch wie wirkt Baldrian genau und gibt es eventuell noch andere Krankheiten, gegen die die Heilpflanzen wirken? In diesem Artikel widmen wir uns dem Baldrian auf Basis wissenschaftlicher Studien etwas detaillierter.

Artikel durch 42 anerkannte Studien verifiziert

Baldrian - Wirkung, Dosierung und Einsatzgebiete

Nicht jeder Organismus lässt sich durch Baldrian beruhigen: Katzen reagieren häufig euphorisch und erregt, wenn sie mit der Pflanze in Kontakt kommen, da sie die enthaltenen Alkaloide wie Sexuallockstoffe wahrnehmen. Auf den menschlichen Organismus übt Baldrianextrakt hingegen eine konträre Wirkung aus – für uns gilt die pflanzliche Arznei als wirksames Schlafmittel. Damit ist das Potenzial von Baldrian als Naturheilmittel jedoch bei Weitem nicht erschöpft: Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass die Heilpflanze zusätzlich im Bereich der Schmerzbehandlung, bei psychischen Erkrankungen und im Rahmen von koronaren Herzerkrankungen eine positive Wirkung entfalten kann.

Was ist Baldrian?

Der Name „Baldrian“ bezeichnet keine einzelne Pflanze, sondern stellt einen Sammelbegriff für rund 250 Pflanzenarten aus der Familie der Baldriangewächse (Valerianoidae) dar. Das Verbreitungsgebiet der Gesamtheit der Baldriane erstreckt sich über die klimatisch gemäßigten Regionen Asiens, Afrikas und Europas bis hin nach Nordamerika und über Teile der südamerikanischen Tropen. In Mitteleuropa erscheinen die hiesigen Baldrian-Arten zumeist als krautige, an Wald- und Wegrändern wachsende Pflanzen. Sie durchlaufen eine mehrjährige Vegetationsperiode und erreichen dabei Wuchshöhen von 50 Zentimetern bis zu einem Meter. Für medizinische Anwendungen wird zumeist der sogenannte Echte Baldrian (Valeriana officinalis) genutzt, welcher gefiederte Blätter sowie charakteristische weiße bis rosafarbene Blüten besitzt. Neben der Verwendung als Heilpflanzen werden einige Baldrian-Arten auch als Zierpflanzen in Gärten und Parkanlagen kultiviert.

Inhaltsstoffe von Baldrian

Den Grundstoff für Baldrianextrakte und -präparate liefert die Wurzel der Pflanze. Sie enthält Alkaloide und ätherische Öle in Form von Monoterpenen und Sesquiterpenen. (1) Letztere erzeugen den beruhigenden und schlaffördernden Effekt, für den Baldrian bekannt ist, indem sie auf die GABA-Rezeptoren der Nervenzellen einwirken. (2) (3) Diese Transmembranproteine sind in Rückenmark und Gehirn weit verbreitet und setzen bei Aktivierung die Erregbarkeit der Nervenzellen herab. Neben Baldrian üben zum Beispiel Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine oder Barbiturate ihre Wirkung über die Stimulation der GABA-Rezeptoren aus. Wissenschaftler konnten im EEG von gesunden Probanden erkennen, dass Baldrian eine signifikante, wenn auch wesentlich geringere Unterdrückung der Aktivität des zentralen Nervensystems auslöst. (4)

Für den angstlösenden Effekt von Baldrian ist laut wissenschaftlichen Studien vor allem der Inhaltsstoff Valeriansäure verantwortlich. (5) Diese kurzkettige Fettsäure entsteht durch die Zersetzung der ätherischen Öle in der Pflanze und schwankt bei verschiedenen Baldrianarten deutlich im Gehalt. So liefert die chinesische Baldrian-Art Valeriana sisymbriifolia einen Valeriansäureanteil von 0,02 Prozent, während der sogenannte „Echte Baldrian“ (Valeriana officinalis) 0,07 Prozent Valeriansäure enthält.(6)

Wozu braucht der Mensch Baldrian?

Auszüge aus der Baldrianwurzel in Form von Extrakten oder Dragees stellen hierzulande ein beliebtes pflanzliches Arzneimittel dar. Häufig kombinieren Hersteller dabei Baldrian mit den Extrakten anderer Pflanzen, z.B. Passionsblume, Zitronenmelisse, Weißdorn oder Hopfen. Als mögliche Gebiete für die Anwendung werden zumeist die Folgenden beschrieben:

  • Schlaflosigkeit
  • Innere Unruhe
  • Gereiztheit
  • Anspannungszustände
  • Stress
  • Verspannungen
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Angstzustände
  • Depressionen

Zwar wurde die schlaffördernde Wirkung von Baldrian in Studien zuweilen bezweifelt (7), jedoch liegen diverse Untersuchungen vor, in denen der Pflanzenextrakt im Vergleich mit medikamentösen Schlafmitteln einen äquivalenten Effekt erzielen konnte. (10) Baldrianpräparate besitzen dabei den Vorteil, dass sie selbst bei längerer Einnahme der Konzentration und dem Reaktionsvermögen während des Tages nicht abträglich sind. (19) Die Wirksamkeit von Baldrian kann laut klinischen Studien zudem die Symptome im Rahmen einer Chemotherapie (16), die Beschwerden des Restless Legs Syndroms (17) sowie einer Fibromyalgie (34) deutlich mindern. Sein positiver Einfluss auf die Psyche umfasst die Beruhigung in akuten Stresssituationen (23) sowie die Verbesserung des Symptombildes von Hyperaktivität, Angststörungen und Depressionen. (27) (28) (29) (30) (31)

Welche Dosierung wird empfohlen?

Bevor Schlafstörungen, Unruhe, Gereiztheit oder psychische Erkrankungen mit Baldrianpräparaten behandelt werden, sollte ein Facharzt zunächst eine mögliche organische Ursache die Beschwerden ausschließen. Da Baldrian den Wachheitszustand am Tag nicht beeinträchtigt, empfiehlt es sich, täglich eine moderate Dosis über einen Zeitraum von mehreren Wochen einzunehmen.

Innerhalb von wissenschaftlichen Studien erhielten die Teilnehmer zumeist Mengen von 600 bis 1000mg Baldrianextrakt während einer Periode von vier bis acht Wochen, ohne dabei erwähnenswerte Nebenwirkungen zu verspüren. Als eine relativ häufige Begleiterscheinung einer Baldrianbehandlung beschrieben Studienteilnehmer allerdings das Auftreten lebhafter Träume. (25)

Einzeldosen von 1500 bis 1800mg Baldrian beruhigen innerhalb kurzer Zeit, können allerdings in Einzelfällen paradoxe Effekte wie ein gesteigertes Angstempfinden hervorrufen. (23)

Als besonders effektiv haben sich zudem Kobinationspräparate bzw. -therapien mit Johanniskraut sowie Zitronenmelisse erwiesen. (13) (30)

Wirkung von Baldrian

Wissenschaftliche Studien zu Baldrian beleuchten neben seinem Einfluss auf die Schlafqualität und -struktur (8) auch seine Wirkungen auf die Psyche und auf schmerzhafte Symptome.

Baldrian und Schlafstörungen

Diverse klinische Studien weisen darauf hin, dass Baldrian den Schlaf verbessert, ohne dabei stärkere Nebenwirkungen zu verursachen. (9) Wissenschaftler erprobten das Potenzial der Naturheilpflanze sowohl an gesunden als auch an chronisch erkrankten Probanden.

  1. Baldrian erzielt eine vergleichbare Wirkung wie medikamentöse Schlafmittel
    Deutsche Wissenschaftler stellten die Wirksamkeit von Baldrian der des Schlafmittels Oxazepam innerhalb einer Doppelblindstudie mit 202 gesunden Teilnehmern gegenüber. Nach einer sechswöchigen Behandlung mit 600mg Baldrian oder 10mg Oxazepam am Tag steigerte sich in beiden Wirkstoffgruppen die Schlafqualität in vergleichbarere Weise. Im Zuge dessen verbesserten sich bei den Teilnehmern folgende Faktoren: Die Erholung nach dem Aufstehen, die psychische Stabilität am Abend, die Traumerinnerung und die Schlafdauer. Innerhalb des Versuchs klagten 29 Patienten der Baldrian-Gruppe und 36 Patienten der Oxazepam-Gruppe über Nebenwirkungen. (10)
  2. Baldrian-Hopfen-Extrakt steigert Schlafdauer und -qualität
    Nachdem 42 Teilnehmer einer Doppelblindstudie entweder 2 Milliliter Baldrian-Hopfen-Extrakt oder ein Placebo erhielten, verbrachten sie zwei aufeinanderfolgende Nächte im Schlaflabor. Die entscheidenden Parameter für eine Beurteilung des Schlafes ermittelten Forscher dabei mittels EEG. Die Datenanalyse ergab, dass die Teilnehmer der Wirkstoffgruppe nicht nur eine längere Schlafphase durchlebten, sondern zusätzlich eine größere Zeitspanne im Tiefschlaf verbrachten, was gleichbedeutend mit einer Erhöhung der Schlafqualität ist. (11)
  3. Baldrian wirkt bei Schlaflosigkeit in den Wechseljahren
    Schlafstörungen gelten als häufig auftretende Beschwerde während der Wechseljahre. Im Hinblick auf eine nebenwirkungsarme Therapiemöglichkeit erforschten Wissenschaftler an 100 Studienteilnehmerinnen im Alter zwischen 50 und 60 Jahren die Wirkung von Baldrian als Schlafmittel. Nachdem die Teilnehmerinnen der Baldrian-Gruppe über einen Zeitraum von vier Wochen zweimal täglich 530mg Wurzelextrakt einnahmen, wiesen 30 Prozent von ihnen eine signifikante Steigerung der Schlafqualität auf. Innerhalb der Placebogruppe stellte sich ein derartiger Effekt nur bei 4 Prozent der Probandinnen ein. (12) Neben Baldrianextrakt als Monopräparat erwies auch ein Baldrian-Zitronenmelissen-Extrakt seine schlaffördernde Wirkung bei postmenopausalen Frauen. (13)
  4. Baldrian reduziert Schlaflosigkeit bei Kindern
    In einer offenen Studie erprobten Forscher den Einsatz von Baldrian-Zitronenmelissen-Extrakt in der Therapie von 918 an Schlaflosigkeit und Dyskinesien leidenden Kindern. Die Kernsymptome Schlaflosigkeit und Unruhe verbesserten sich bei den Betroffenen durchschnittlich von „moderat bis schwer“ hin zu „leicht bis nicht vorhanden“. Insgesamt erlebten 80,9 Prozent der Patienten eine Verbesserung ihrer Schlafstörungen und 70,4 Prozent einen Rückgang der Ruhelosigkeit. Weitere Begleitsymptome verminderten sich bei 37,8 Prozent der Studienteilnehmer. (14) Auch bei Kindern mit intellektuellen Defiziten setzten Mediziner Baldrian als Schlafmittel ein und es zeigte sich, dass es erfolgreich wirkt. (15)
  5. Baldrian verbessert Schlaf, Erschöpfung und Stimmung während der Krebstherapie
    Innerhalb einer placebokontrollierten Doppelblindstudie erforschten Wissenschaftler das Potenzial von Baldrian als Schlafmittel innerhalb einer Krebstherapie. 227 Teilnehmer erhielten über den Zeitraum von 8 Wochen jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen entweder ein Placebo oder 450mg Baldrian. Die Teilnehmer der Baldriangruppe berichteten sowohl über reduzierte Einschlafprobleme als auch über weniger Schläfrigkeit am Tag. Innerhalb der Untersuchung mittels psychologischer Skalen, dem Brief Fatigue Inventory (BFI) und dem Profile of Mood State (POMS), erreichte die Baldriangruppe signifikant bessere Werte. (16)
  6. Baldrian mildert die Symptome eines Restless Legs Syndrom
    Im Rahmen einer Doppelblindstudie erhielten Patienten, die an einem Restless Legs Syndrom litten, während eines Zeitraumes von 8 Wochen entweder ein Placebo oder 800mg Baldrian pro Tag. Innerhalb der Baldriangruppe verbesserten sich sowohl die Symptome des RLS als auch die Schläfrigkeit während der Tageszeit signifikant. Die Studie veranschaulichte eine deutliche Korrelation zwischen der Stärke der Symptome des Restless Legs Syndromes und dem Schlafbedürfnis zur Tageszeit. (17)

Baldrians Einfluss auf den Wachzustand

Trotz schlaffördernder Wirkung scheint Baldrian die Reaktion und die kognitiven Funktionen der Anwender am Folgetag kaum zu beeinflussen.

  1. Baldrian erhält die Verkehrstüchtigkeit
    Für Baldrian wird ein ähnlicher Wirkmechanismus angenommen, wie ihn manche Beruhigungsmittel (Benzodiazepine) auslösen, indem sie die GABA-Rezeptoren beeinflussen. Obgleich für die Konsumenten von Benzodiazepinen durchaus eine erhöhte Verkehrsunfallrate erwiesen ist, konnte Baldrian innerhalb einer Doppelblindstudie das Fahrvermögen der Testpersonen nicht herabsetzen. Ihre Ergebnisse im Fahrsimulator unterschieden sich nicht signifikant, wenn sie eine Einzeldosis von 1600mg Baldrian oder ein Placebo erhielten. (18)
  2. Baldrian beeinträchtigt nicht die Funktionen im Wachzustand
    Im Vergleich mit einem Placebo sowie dem Schlafmittel Flunitrazepam untersuchten Wissenschaftler an 102 Probanden die Auswirkungen einer Baldrianeinnahme auf den Wachheitszustand. Getestet wurden die mittlere Reaktionszeit, die Aufmerksamkeit und die Koordinationsfähigkeit am Folgetag nach der Einnahme von 600mg Baldrianwurzelextrakt. Im Ergebnis beeinflusste das Naturheilmittel als einmalig verabreichte Dosis bei den Testpersonen keinen der Parameter. Auch eine kontinuierliche Einnahme des Baldrians über die Dauer von 14 Tagen unterschied sich in der Wirkung auf den Wachheitszustand am Folgetag nicht vom Effekt des Placebos. (19)
  3. Baldrian lässt die psychomotorischen und kognitiven Fähigkeiten unbeeinträchtigt
    Um den Einfluss von Baldrian auf psychomotorische und kognitive Aspekte zu untersuchen, stellten Wissenschaftler 600mg, 1200mg und 1800mg Baldrianextrakt in ihrer Wirkung jeweils dem Effekt von 10mg Valium gegenüber. Während Valium im Vergleich zu einem Placebo sowohl Psychomotorik als auch Kognition signifikant beeinträchtigte, ließen sämtliche Baldrian-Dosen die Aspekte unbeeinträchtigt.(20) Zu den selben Ergebnissen kam eine Studie, die verschiedene Baldrian-Konzentrationen mit dem Beruhigungsmittel Triazolam verglich.(21) Obgleich die Datenlage nicht aussagekräftig ist, legt das subjektive Empfinden von Studienteilnehmern nahe, dass Baldrian bei Personen, die Benzodiazepine wie Valium und Triazolam über einen langen Zeitraum missbräuchlich einnehmen, die anschließend auftretende Schlaflosigkeit indern kann. (22)

Baldrian, Stress und Ängste

Neben seiner schlaffördernden Wirkung soll Baldrian gemäß allgemeiner Auffassung zusätzlich entspannend, angstlösend und beruhigend wirken.

  1. Baldrian setzt akuten Stress herab
    Innerhalb einer Doppelblindstudie untersuchten Wissenschaftler den Effekt von 600mg, 1200mg und 1800mg Baldrian-Melissen-Extrakt auf in einer Akutsituation erzeugten Stress. Der Erregungszustand der Probanden wurde dabeu durch die 20 Minuten dauernde Defined Intensity Stressor Simulation (DISS) hervorgerufen. Während 600mg Extrakt die mittels der DISS ausgelösten Angst- und Stressgefühle messbar herabsetzten, steigerte die höchste Dosis im Versuch (1800mg) paradoxerweise die Negativempfindungen. Alle Dosen führten bei einem Wahrnehmungstest (Stroop Task), bei dem mehrere Informationen gleichzeitig erfasst werden müssen, zu einem leichten Abfall der Leistung. (23)
  2. Baldrian vermindert vegetative Begleiterscheinungen eines Stresstests
    Eine siebentägige Einnahme von Baldrian konnte bei gesunden Probanden die vegetativen Reaktionen auf einen Stresstest messbar verringern. Gegenüber der Kontrollgruppe sank sowohl der systolische Blutdruck als auch die unter Stressbedingungen gemessene Herzfrequenz der Baldrian-Gruppe. (24) Das generelle und von den Probanden alltäglich erlebte Stresslevel  konnte eine 6-wöchige Therapie mit 600mg Baldrianextrakt pro Tag signifikant senken. 58 Prozent der Teilnehmer klagten während der Studie nicht über Nebenwirkungen – als häufigste Begleiterscheinung traten bei 16 Prozent der Probanden lebhafte Träume auf. (25)
  3. Baldrian mildert Ängste bei einer Hysterosalpingographie
    Die Hysterosalpingographie ist eine kontrastmittelgestützte Untersuchung der Gebärmutter, welche bei den Patientinnen Ängste und Schmerzerwartungen auslöst. Patientinnen, die eine Einzeldosis von 1500mg Baldrianextrakt einnahmen, zeigten 30 Minuten vor dem Eingriff messbar reduzierte Angstgefühle im Vergleich mit Patientinnen, die nicht behandelt wurden. Bezogen auf das subjektive Empfinden der Angstgefühle, welches mittels einer visuellen Analogskala ermittelt wurde, reduzierte jedoch auch ein Placebo die Intensität – wenn auch nicht so stark wie der Baldrianextrakt. (26)

Baldrian und psychische Störungen

Aufgrund seiner erwiesenen Beruhigungseffekte im zentralen Nervensystem erproben Wissenschaftler den Einsatz von Baldrian bei unterschiedlichen psychischen Erkrankungen.

  1. Baldrian lindert die Beschwerden hyperaktiver Kinder
    Mediziner behandelten 169 Schulkinder unter 12 Jahren innerhalb einer offenen Studie mit 640mg Baldrianextrakt und 320mg Zitronenmelissenextrakt täglich. Die teilnehmenden Kinder litten an Hyperaktivität und Konzentrationsproblemen, ohne dabei vollständig dem Symptombild einer ADHS-Erkrankung zu entsprechen. Nach 7 Wochen sanken die mittels eines standardisierten Fragebogens ermittelten Symptome der Aufmerksamkeitsschwäche von durchschnittlich 75 Prozent auf 14 Prozent. Die Hyperaktivitätsrate verminderte sich von 61 Prozent auf 13 Prozent, während die Impulsivität von 59 auf 22 Prozent zurückging. Laut Beobachtung der Eltern machten die Kinder zudem Fortschritte im Sozialverhalten und erlebten eine verbesserte Schlafphase. (27)
  2. Baldrian hilft bei generalisierten Angststörungen
    Im Vergleich einer Behandlung von Angst-Patienten mit Valium, Baldrian oder einem Placebo, erreichten nur Valium und Baldrian eine signifikante Verbesserung der Symptomatik. Der Effekt wurde dabei mithilfe der Hamilton-Angst-Skala gemessen, die durch Fremdbeurteilung die Schwere einer Angststörung ermittelt. (28) Eine Internet-basierte Studie mit 391 Teilnehmern konnte dagegen keinen signifikanten Unterschied der angstlösenden Effekte von Baldrian und dem verwendeten Placebo feststellen. (29)
  3. Baldrian unterstützt die Therapie von Depressionen mit Johanniskraut
    Johanniskraut hat sich bereits in diversen Studien als wirksames Antidepressivum erwiesen. Sein Inhaltsstoff Hyperforin beeinflusst sowohl die Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin als auch die GABA-Rezeptoren, sodass es bei Anwendern zu einer messbaren Stimmungsaufhellung kommt. Ähnlich wie medikamentöse Antidepressiva entfaltet Johanniskraut jedoch erst nach mehreren Wochen der Einnahme seine Wirkung. Studien zeigen, dass eine Kombination mit Baldrian die depressiven und ängstlichen Symptome der Studienteilnehmer wesentlich schnelle mildert als eine Monotherapie mit Johanniskrautpräparaten. (30) Getestet wurde dabei eine Kombination von 1000mg Baldrian und 600mg Johanniskraut täglich.Für bestimmte Inhaltsstoffe von Baldrian, einige Sesquiterpene, bestätigten Forscher zudem im Tierversuch eine signifikante antidepressive Wirkung. (31) Sie wird nach wissenschaftlichem Standard mithilfe des sogenannten Forced Swimming Test bei Mäusen ermittelt.
  4. Baldrian reduziert die Symptome einer Zwangsstörung
    Innerhalb einer randomisierten Doppelblindstudie prüften Wissenschaftler die Auswirkungen einer Baldrian-Behandlung auf Patienten, die an einer Zwangsstörung litten. Nach der Einnahme von 765mg Baldrianextrakt über die Dauer von 8 Wochen reduzierte Baldrian die Symptome der Zwangsstörung im Vergleich zum Placebo in signifikanter Weise. Abgesehen von leichter Schläfrigkeit traten die Nebenwirkungen betreffend zwischen Baldrian-Gruppe und Placebogruppe keine messbaren Unterschiede auf. (32)

Baldrian und Schmerzen

  1. Baldrian hilft bei Menstruationsbeschwerden
    An einer Gruppe von 100 Frauen ermittelten Forscher die Wirkung von Baldrian auf Schmerzen während der Monatsblutung. Gegenüber der Placebogruppe besserten sich die Beschwerden der Teilnehmerinnen in der Baldrian-Gruppe signifikant, nachdem sie über zwei Monatszyklen hinweg dreimal am Tag 255mg Baldrian eingenommen hatten. Den Positiveffekt schreiben die Wissenschaftler den krampflösenden und entspannenden Eigenschaften von Baldrian zu. (33)
  2. Baldrianbäder lassen Fibromyalgie-Symptome temporal abklingen
    An 39 Fibromyalgie-Patienten erprobten Wissenschaftler die Wirkung von Baldrian und Kiefernöl als therapeutische Badezusätze. Ein 10-minütiges Bad in warmem Wasser mit Baldrianzusatz steigerte das Wohlbefinden der Patienten und führte zu einem verbesserten Schlaf. Zusätzlich reduzierten sich die Schmerzen der Patienten, die an standardisierten Druckpunkten (Tender-Points) gemessen wurden, signifikant. Kiefernöl als Badezusatz erhöhte zwar ebenso das Wohlbefinden der Patienten, setzte allerdings gleichzeitig die Schmerzschwelle an definierten Druckpunkten herab. (34) Bei an Schlafstörungen leidenden Arthritis-Patienten schnitt Baldrian-Extrakt in der Wirkung nicht signifikant besser ab als das Placebo. (35)

Baldrian und Fruchtbarkeit

Bei gesunden männlichen Probanden erhöhte die Einnahme von Baldrian die Anzahl der aktiven Spermien und verminderte den Anteil der inaktiven, ohne sich dabei jedoch positiv auf den Fruchtbarkeitsindex auszuwirken. In der Kombination von Ginseng und Baldrian zeigte sich zusätzlich ein positiver Trend in der Gesamtanzahl der Spermien und der Erhöhung des Fruchtbarkeitsindexes. (36)

Baldrian und Herzerkrankungen

Gemäß der vorliegenden Studienergebnisse zeigt sich Baldrian hilfreich bei Symptomen einer Herzerkrankung sowie bei den möglichen Begleiterscheinungen einer Herzoperation.

  1. Baldrian schwächt Symptome einer koronaren Herzerkrankung ab
    Im Versuch mit 82 Herzpatienten beobachteten Wissenschaftler, dass die Therapie mit Baldrianöl die Anzahl der Brustschmerzattacken (Angina pectoris) verringerte und ihre Dauer verkürzte. Gleichzeitig senkte die Behandlung die Blutfettwerte und übte dabei keine Negativeffekte auf die Gesundheit von Leber und Nieren aus. (37)
  2. Baldrian beugt Abnahme der kognitiven Fähigkeiten im Umfeld einer Bypassoperation vor
    Innerhalb einer Doppelblindstudie erhielten 61 Patienten, denen eine Koronaraterienbypass-Operation bevorstand, entweder 1060mg Baldrian pro Tag oder ein Placebo. Ziel des Versuchs war es, den Einfluss von Baldrian auf die Minderung der kognitiven Fähigkeiten kurz nach dem Eingriff zu  untersuchen. Die mittels eines Tests (Mini Mental State Examination) ermittelte kognitive Kapazität der Baldrian-Gruppe reduzierte sich von einem präoperativen Index von 27.03 auf 26,52 am 10. Tag nach der Operation. Zwei Monate nach dem Eingriff hatte sich der Index wieder auf 27.45 gesteigert. Für die Placebogruppe fielen die Ergebnisse signifikant schlechter aus: Von 27.37 vor der OP fiel der Index auf 24.0 (10. postoperativer Tag) und erreichte bis zum 60. Tag nach dem Eingriff nur eine leichte Steigerung auf 24.83. Baldrian besitzt somit das Potenzial, die Erholung der kognitiven Fähigkeiten nach einer Bypassoperation effektiv zu unterstützen. (38)

Baldrian und Krebserkrankungen

Der beruhigende Effekt von Baldrian gründet sich auf die Interaktion seiner Inhaltsstoffe mit dan GABA-Rezeptoren. Wissenschaftler entdeckten darüber hinaus, dass eine Einflussnahme auf die GABA-Rezeptoren unter Umständen das Wachstum von Krebs hemmen könnte. Im Versuch löste man bei Ratten die Entstehung von Leberkrebs auf, wobei einige der Versuchstiere mit ihrem Trinwasser Baldrianextrakt erhielten. Im Ergebnis hemmte Baldrian die Krebsentwicklung, indem er die Leberzellen vor den Schäden durch Oxidation schützte, die Ausbreitung der Krebszellen verhinderte und bei ihnen den Zelltod (Apoptose) auslöste. (39) Im In-vitro-Versuch verhinderten Baldrianwirkstoffe zudem die Krebsentwicklung in menschlichen Eierstockzellen. (40)

Baldrian und das Gehirn

Aus der Baldrianart Valeriana jatamansi isolierten Wissenschaftler drei bislang unbekannte Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Iridoide. Die Substanzen bewiesen mittlere neuroprotektive Fähigkeiten bei menschlichen Nervenzellen, die dem Neurotoxin MPP+ ausgesetzt wurden. (41) Die Gabe von Baldrian wirkte sich zudem positiv auf Mäuse aus, bei denen Wissenschaftler durch die Gabe von D-Galaktose eine Demenzerkranung erzeugten. Baldrian konnte die kognitiven Fähigkeiten verbessern und stimulierte das Zellwachstum sowie die Differenzierung der neuronalen Vorläuferzellen (Neuroblasten). (42)

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