Bromelain

Bromelain galt lange Zeit als echtes Super-Food und ist unter gesundheitsbewussten Menschen nach wie vor sehr beliebt. Es handelt sich dabei um ein Enzym mit eiweissspaltender Wirkung und kommt vor allem in der Ananaspflanze vor. Neben seiner Nutzung als Entzündungshemmer könnte Bromelain auch noch viele weitere positive Wirkungen für den menschlichen Körper mit sich bringen. Dieser Artikel soll Bromelain sowie seine Wirkungen auf Basis wissenschaftlicher Studien etwas genauer aufzeigen und erklären.

Artikel durch 46 anerkannte Studien verifiziert

Bromelain - Informationen und Studien zur Wirksamkeit

Wer frische Ananas in Desserts oder Kuchen verarbeitet, bekommt die Wirkung der enthaltenen Enzyme unangenehm zu spüren: Gelatine verfestigt sich nicht mehr und nimmt unter Umständen ein bitteres Aroma an. Während sich die enzymatische Aktivität in der Küche als nachteilig erweist, stößt sie im menschlichen Körper vielfach positive Effekte an. Daher setzen Mediziner das Ananas-Enzym Bromelain bereits seit Jahrzehnten als pflanzliches Therapeutikum bei Schmerzen und Schwellungen ein. Diverse Studien innerhalb der vergangenen Dekade beleuchten zusätzlich sein Potential auf dem Feld von Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf- und Immunsystem.

Was ist Bromelain?

Was ist Bromelain?

Bromelain lautet die Bezeichnung einer Familie von proteolytischen sulfhydrylhaltigen Enzymen aus der Ananaspflanze. Sie gehören zu den sogenannten Cysteinproteasen; Enzyme mit einer eiweißspaltenden Wirkung. Als weitere Cysteinprotease findet sich in der Ananas unter anderem das Ananain. Bekannt ist auch die Cysteinprotease Papain, die in den Schalen und Kernen der Papayafrucht vorkommt.

Bromelain wird aus dem Pflanzensaft der Ananasstaude gewonnen – sowohl aus ihrem Stamm, als auch aus den unreifen Früchten. In der Zusammensetzung von Bromelain-Präparaten unterscheidet man daher zwischen Stamm- und Frucht-Bromelain, wobei meist eine Mischung beider Substanzen eingesetzt wird. Bereits im Jahre 1876 wurde Bromelain als chemische Substanzgruppe beschrieben; seit 1957 erforschen Wissenschaftler seine Wirkung als Arzneimittel. Über die medizinische Anwendung hinaus nutzt die Industrie das Ananas-Enzym zum Zartmachen von Fleisch und zur Klärung von Fruchtsaft. Ferner dient es als Stabilisator für Latexfarben und gibt Gelatineprodukten eine weichere Konsistenz.

Da Bromelain hitzeempfindlich ist, verliert es durch hohe Temperaturen seine proteolytische Wirkung. Ananas aus Konservendosen kann daher ohne Bedenken gemeinsam mit Geliermitteln zubereitet werden.

Wozu braucht der Mensch Bromelain?

Bromelain ist kein essentieller Teil der menschlichen Ernährung – beweist jedoch als Arzneimittel vielfach positive Effekte. Mediziner ordnen Bromelainpräparate in die Gruppe der Antiphlogistika,  der Entzündungshemmer, ein. Über die Therapie von entzündlichen Prozessen hinaus scheint Bromelain laut aktueller Forschung bei weiteren Indikationen eine Wirkung zu offenbaren: Es hilft bei der Behandlung von Schwellungen nach Traumata oder Operationen(1), es verhindert die Bildung von Thromben im Gefäßsystem(2) und es könnte durch seine immunmodulatorischen Fähigkeiten(3) im Zusammenhang mit Autoimmunkrankheiten und Krebstherapie von Nutzen sein.(4)

Allgemein wird die Einnahme von Bromelain empfohlen bei:

  • Postoperativen Schmerzen und Schwellungen
  • Asthma
  • Nasenschleimhaut- und Nebenhöhlenentzündungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Gelenkschmerzen, Arthritis
  • Sehnenreizungen
  • Sportverletzungen

Welche Dosis wird empfohlen?

Wer von der therapeutischen Wirkung des Bromelains profitieren will, muss zu einem Präparat aus der Apotheke greifen. In der reifen Ananasfrucht selbst kommt das Enzym in einer zu geringen Dosis vor, als dass es spürbare Prozesse im Körper anstoßen könnte. Zudem zersetzt die Magensäure einen Großteil des durch Speisen aufgenommenen Bromelains – zur Therapie verwendet man daher magensaftresistente Kapseln und Dragees, die erst im Dünndarm ihre Inhaltsstoffe freisetzen.

Dass Bromelain durch den Verdauungstrakt als intaktes Enzym in den Blutkreislauf aufgenommen werden könnte, war lange Zeit strittig. Heute besteht in der Fachwelt Enigkeit darüber, dass die großen Moleküle des Enzyms teilweise unzersetzt durch die Darmschleimhaut in die Blutbahn übergehen.(5)Dieser Prozess wird als Persorption bezeichnet. Kurze Zeit nach der oralen Gabe lässt sich Bromelain dann im Blutplasma nachweisen.(6)

Bromelain unterliegt als Naturprodukt einer biologischen Variabilität. Zudem setzen die Herstellungsprozesse für Nahrungsergänzungsmittel seine Enzymaktivität teilweise herab. Daher weisen alle Präparate neben dem Gewichtsmaß (mg) auch die standartisierte Einheit für die physiologische Aktivität des Bromelain aus: die F.I.P.-Einheit; festgelegt durch die Fédération Internationale Pharmaceutique. 60 bis 100 mg Bromelain entsprechen, je nach Qualität, 500 F.I.P.-Einheiten. Das Bundesinstitut für Arzneimitttel und Medizinprodukte empfiehlt eine tägliche Dosis zwischen 80 mg und 320 mg Bromelain (200 bis 800 FIP-Einheiten).(7) Dass auch eine vielfache Überdosierung keine schwerwiegenden Nabenwirkungen nach sich zieht, zeigten Versuche, in denen Probanden kurzzeitig eine tägliche Dosis von über 38.000 F.I.P.-Einheiten zu sich nahmen. Außer Völlegefühl, Blähungen und Durchfällen beklagten sie keine weiteren Symptome.(8) Zudem fanden sich in den vorliegenden Studien bislang keine Hinweise auf eine embryotoxische Wirkung oder das Hervorrufen von Fehlbildungen beim Fötus. Insgesamt beurteilen Wissenschaftler die Toxizität von Bromelain als sehr niedrig.(9)

Mögliche Nebenwirkungen einer Bromelain-Einnahme sind neben Magen- und Darmbeschwerden auch Hautausschläge und asthmaähnliche Symptome. Da Bromelain die Konzentration von Gerinnungsfaktoren im Blut herabsetzen kann, warnen Fachleute davor, es mit anderen gerinnungshemmenden Mitteln wie Acetylsalicylsäure (ASS) zu kombinieren.(10)

Zudem kann Bromelain den Spiegel bestimmter Antibiotika (Tetracycline) im Blut erhöhen, bzw. stark schwanken lassen.(11) Anders als häufig für Enzyme angegeben, empfehlen Mediziner, Bromelain zwischen den Mahlzeiten einzunehmen.(12)

Die Dosierung für Bromelain im Überblick:

Empfohlene Tagesdosis (in mg)Emfohlene Tagesdosis (in F.I.P.)
80 bis 320 mg200 bis 800 F.I.P.

 

 

Wirkung von Bromelain

Neben klinischen Studien wurden viele Versuche mit Bromelain im ex vivo-Verfahren durchgeführt, wobei der Wirkstoff an aus dem Körper entnommenen und im Labor angezüchteten Zellkulturen getestet wird. Andere Versuchsreihen untersuchen die Wirkung von Bromelain auf verschiedene Krankheiten im Mausmodell. Da die Veträglichkeit der Präparate hoch ist und kaum Nebenwirkungen auftreten, zögern Fachleute nicht, aus den positiven Ergebnissen von Labor- und Tierversuchen Therapie-Empfehlungen abzuleiten.

Bromelain, Schmerz und Schwellungen

Bromelain senkt den Spiegel des Gewebshormons Bradykinin, das an der Entstehung von Schmerzen und Schwellungen beteiligt ist.(13) Auf diese Weise macht das Enzym die kleinen Blutgefäße weniger durchlässig und verhindert, dass sich Flüssigkeit im umliegenden Gewebe sammelt. In der Praxis werden die Enzympräparate nach Verletzungen und Operationen eingesetzt.

  1. Bromelain bessert Beschwerden nach Weisheitszahnextraktion
    In einer klinischen Studie verordneten Ärzte 80 Teilnehmern nach einer Weishaitszahnoperation entweder ein Bromelainpräparat in Kombination mit Schmerzmedikamenten oder ausschließlich Schmerzmittel.(14) Jeweils 3 Stunden, 48 Stunden und 7 Tage nach dem Eingriff kontrollierten die Mediziner drei Parameter: Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen. Alle Symptome waren in der Bromelaingruppe signifikant geringer ausgeprägt als in der Kontrollgruppe – zudem benötigten die Teilnehmer mit Enzymen etwas geringere Dosen der Schmerzmedikation.
  2. Bromelain beweist eine vergleichbare Wirksamkeit wie Diclofenac
    In einer klinische Doppelblindstudie stellten Wissenschaftler den Effekt von Bromelain der Wirkung von Diclofenac und einem Placebo gegebüber. Für die 45 Probanden ergab sich nach der Entfernung eines Weisheitszahnes eine messbare Senkung postoperativer Schmerzen, falls sie Bromelain oder Diclofenac erhielten  – jedoch nicht unter Einfluss des Placebos. Der signifikante Rückgang der Schwellung aufgrund der Einnahme von Diclofenac konnte bei der Bromelaingruppe nicht festgestellt werden. Dennoch erzielte Bromelain ein ebenso signifikant verbessertes postoperatives Allgemeinbefinden wie Diclofenac im Vergleich zu der Placebogruppe.(15)
  3. Kein Unterschied zwischen Placebo und Bromelain nach Weisheitszahn-OP
    Die vielversprechenden Ergebnisse anderer Studien konnte eine weitere klinische Doppelblindstudie nicht bestätigen, in der 34 Patienten nach einer Weisheitszahnextraktion entweder ein Placebo oder 150 mg Bromelain erhielten. Hier ergaben sich keine signifikanten Unterschiede in der postoperativen Symptomatik.(16)
  4. Ananas-Enzyme in der Plastisch-ästhetischen Chirurgie
    Die einzige randomisierte, placebokontrollierte Studie zu Bromelain im Bereich der ästhetischen Chirurgie fand bereits im Jahre 1964 statt. Hier dokumentierten Ärzte die Auswirkungen von Ananas-Enzymen und Placebo auf den Heilungsverlauf nach einer Nasenoperation. Gemessen wurde die Schleimsekretion, die Entzündung der Nasenschleimhaut und die Atemwegspassage. Positive Ergebnisse bei 90 Prozent der Bromelain-Patienten standen nur 9 Prozent in der Placebogruppe gegenüber.(17)Spätere Untersuchungen, die das Abklingen der Schwellung nach einer Nasenoperation unter dem Einfluss von Bromelain, Kühlung, Antihistaminika und Kombinationsverfahren beurteilten, bescheinigten dem Bromelain dagegen keine signifikante Wirkung.(18)
  5. Bromelain bei Operationen des Abdomens
    Dass Bromelain eventuell in der Lage ist postoperativen Verwachsungen im Bauchraum vorzubeugen, veranschaulichten Forscher im Versuch mit Ratten. Nach einer Entfernung des Blinddarms wiesen die mit Bromelain behandelten Tiere gegenüber den unbehandelten die geringere Rate von Verwachsungen im Bereich von Bauchfell und Organen auf.(19)
  6. Weniger Schmerzen und Schwellungen nach Verletzungen durch Bromelain
    Bei Patienten mit Frakturen der langen Knochen in Armen und Beinen beobachteten tschechische Wissenschaftler eine wesentlich geringere Schwellung, wenn die Betroffenen nach dem Richten des Bruchs eine Enzymkombination mit Bromelain (90mg) erhielten. Das Emzympräparat wirkte hier signifikant besser als ein herkömmliches abschwellendes Medikament.(20)Auch Untersuchungen durch praktizierende Orthopäden ergaben, dass Bromelain nach einem stumpfen Trauma wirksam die Schwellung sowie Schmerzen in Ruhe und in Bewegung reduzierte.(21)Insgesamt empfehlen Sportmediziner daher, Bromelain aufgrund seiner entzündungsregulierenden Wirkung für die Therapie von Sportverletzungen (Gelenkverletzungen und Weichteilschwellungen) einzusetzen. Dabei könnte das Präparat in der richtigen Dosierung eine Alternative zu  nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac bieten. Eine präventive Einnahme beim Sport sehen die Ärzte jedoch kritisch.(22)
  7. Bromelain als vielversprechende Neuerung in der Verbrennungschirurgie
    Bei tiefschichtigen Verbrennungswunden müssen zerstörte Hautschichten zunächst abgetragen werden, um dem gesunden Gewebe die Heilung zu ermöglichen. Bei althergebrachten Methoden ließ sich dabei eine zusätzliche Schädigung des gesunden Gewebes kaum vermeiden. Neue Enzymgele arbeiten dagegen präzise: sie werden einige Stunden lang auf das verbrannte Areal aufgebracht und ermöglichen anschließend eine einfache Ablösung der geschädigten Gewebepartien. Medizier gehen davon aus, dass die betreffenden Präparate durch ihre sanfte Wirkweise in einigen Fällen Operationen auch nach schweren Verbrennungen unnötig machen könnten.(23)

Bromelain bei Atemwegserkrankungen

Von einer Rhino-Sinusitis sprechen Mediziner bei einer Entzündung der Nasenschleimhäute und der gleichzeitigen Entzündung der Nasennebenhöhlen-Schleimhäute. Symptome äußern sich als  laufende oder verstopfte Nase, Druckgefühl im Kopfbereich und im abnehmenden Geruchssinn. Die charakteristischen Beschwerden entwickeln sich in manchen Fällen zum chronischen Leiden und treten gemeinsam mit Nasenpolypen auf.

  1. Hochdosiertes Bromelain lindert chronische Rhino-Sinusitis
    Eine deutsche Studie untersuchte den Effekt von Bromelain auf Fälle von chronischer Rhino-Sinusits. Nachdem die Patienten drei Monate lang Bromelaintabletten (500 F.I.P.-Einheiten) erhalten hatten, stellte man eine messbare Verbesserung der Symptomatik fest. Stärker profitierten allerdings die Patiente ohne zusätzliche Nasenpolypen von der Behandlung. Im Mittel hatten die Teilnehmer täglich 6 Tabletten eingenommen (3000 F.I.P.-Einheiten) und dabei keine erwähnenswerten Nebenwirkungen festgestellt.(24)
  2. Bromelain-Monopräparate helfen Kindern mit akuter Nebenhöhlenentzündung
    Eine deutsche Kohortenstudie analysierte die Daten von 116 Kindern unter 11 Jahren, die akut an einer Nasennebenhöhlenentzündung erkrankt waren. Die Patienten erhielten entweder eine Behandlung mit einem Bromelain-Monopräparat, einem Standardverfahren oder der Kombination von beidem. In der Bilanz ergab sich eine durchschnittliche Erkrankungsdauer von 6,66 Tagen unter Gabe des Bromelain-Monopräparates, 7,95 Tagen bei der Standardtherapie und 9,06 Tagen im Falle der kombinierten Behandlung.(25)
  3. Bromelain und Asthma
    Im Mausmodell konnte die Gabe von Bromelain eine allergiebedingte Asthmaerkrankung deutlich abschwächen. Laut den Autoren der Studie ließe sich ein vergleichbarer Effekt eventuell auch auf Menschen übertragen.(26)Andere Ergebnisse weisen darauf hin, dass Bromelain selbst stark allergisierendes Potential besitzt und somit einen Auslöser für Asthmaerkrankungen darstellen könnte.(27) Eine verstärkte Immunreaktion auf Enzyme wie Bromelain, Papain und Trypsin fanden Wissenschaftler vor allem bei Menschen, die den Substanzen in pulverisierter Form täglich ausgesetzt sind: Bei Arbeitern in einer Fabrik für Narungsergänzungspräparate.(28)

Bromelain und das Gefäßsystem

Da es die Bildung des körpereigenen Enzyms Plasmin anregt, hilft Bromelain dabei, den Gerinnungsstoff Fibrin im Blut aufzulösen.(29) Auch die Zusammenlagerung der roten Blutkörperchen (Thrombozytenaggregation), durch die Gefäßverletzungen abgedichtet werden, erschien bei Personen, die Bromelain eingenommen hatten, merklich gemindert.(30) Auf diesen Fakten beruht die Erwartung, dass Bromelain einen präventiv gegen Butgerinsel und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken könnte. Die bisherigen Studien erlauben keine klaren Schlüsse bezüglich dieser These.

  1. Bromelain verlängert die Gerinnungszeit im Reagenzglas
    Indem sie Blutproben mit Bromelain mischten, setzen Forscher die Gerinnungsfähigkeit des Blutes signifikant herab. Ein Parameter der Gerinnungszeit, die sogenannte Prothrombinzeit, verlängerte sich dabei um bis zu 47 Prozent. Auch ein weiterer Gerinnungsparameter, die partielle Thromboplastinzeit, verlangsamte sich deutlich. In derselben Versuchsanlage konnte man an Ratten allerdings keine dementsprechenden Effekte beobachten – hier zeigten sich teilweise paradoxe Ergebnisse.(31)
  2. Bromelain zeigt keinen messbaren Einfluss auf Gerinnungsfaktoren in klinischen Studien
    Als Risikofaktor für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt eine verstärkte Blutgerinnung. In einer chinesischen randomisierten Doppelblindstudie mit 68 an Diabetes leidenden Probanden konnte Bromelain keine positive Wirkung auf die Blutgerinnung beweisen. Während der Studiendauer von 12 Wochen erhielt die Hälfte der Versuchsteilnehmer 1050mg Bromelain täglich, während die Placebogruppe stärkegefüllte Kapseln ohne Wirkstoff zu sich nahm. Am Ende wurde die Konzentration des Gerinnungsfaktors Fibrinogen im Blut gemessen. Mit einer durchschnittlichen Senkung von 0,13g/L (Bromelain-Gruppe) und 0,36g/L (Kontrollgruppe) wies keine der Gruppen eine signifikant verminderte Blutgerinnung auf.(32)
  3. Bromelain mildert Schäden eines Myocardinfarktes im Tierversuch
    Ratten, die 15 Tage lang Bromelain erhielten, erlitten bei einem vollständigen Durchblutungsausfall etwa 10 Prozent geringere Schäden am Herzmuskel; bezogen auf die Größe des Infarktareals und die Menge der abgestorbenen Zellen.(33)
  4. Datenlage zu wenig umfangreich – Perspektive für zukünftige Forschungen
    Eine im Jahr 2010 veröffentlichte Review bezüglich Bromelain im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt zu Bedenken, dass von 223 Publikationen zum Thema seit 1948 nur 6 die Kriterien für Relevanz erfüllen. Da diese allerdings deutliche Hinweise auf herzschützende Effekte und die Verhütung der Blutplättchenverklumpung durch Bromelain geben, seien zukünftige Forschungen durchaus vielversprechend.(34)

Bromelain bei Arthrose

Ob entzündungshemmende Effekt von Bromelain die schmerzhaften Symptome von Arthrose mildern kann, untersuchten Wissenschaftler seit der Jahrtausendwende in diversen Studien.

  1. Bromelain bessert Kniebeschwerden bei Gesunden
    Die freiwilligen Probanden, die seit weniger als drei Monaten an Knieschmerzen litten, erhielten 4 Wochen lang tglich 200 mg bzw. 400 mg Bromelain. Bei den 77 Personen, die an der Untersuchung teilnahmen, trat sowohl in der niedrig dosierten als auch in der hochdosierten Gruppe eine wesentliche Besserung gegenüber dem ursprünglichen Zustand ein (41% bzw. 59% verbesserte Symptomatik). Auch die Gelenksteifigkeit ging zurück und die Gelenkfunktion zeigte Verbesserungen – vor allem bei den Probanden, die 400 mg Bromelain eingenommen hatten. Insgesamt berichteten die Studienteilnehmer über ein gesteigertes allgemeines Wohlbefinden.(35)
  2. Bromelain zeigt sich ebenso wirksam wie Diclofenac bei arthritischen Kniebeschwerden
    Untersucht wurden 103 Personen, die durch Arthrose chronische Schmerzen im Knie erlitten. Eine Gruppe erhielt Diclofenac als nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAR), die zweite eine Kombination aus dem Pflanzenstoff Rutosid und den Enzymen Trypsin und Bromelain. Nach 6 Wochen erfuhren beide Gruppen eine signifikante Verbesserung der schmerzhaften Symptomatik und bewiesen eine gesteigerte Gelenkfunktion, wobei die Resultate der Rutosid-Enzym-Konsumenten geringfügig besser ausfielen. Die Mehrzahl der Studienteilnehmer beschrieben für beide Therapien ein sehr hohes Verträglichkeitspotential.(36)Eine 2004 veröffentlichte Review listet diverse Studien auf, in denen Bromelain bei arthritischen Knie- und Schulterschmerzen mit nichtsteroidalen Antirheumatika verglichen wird. Obgleich einige der Untersuchungen methodische Schwächen aufzeigen würden, bezeichnen die Autoren die Resultate als vielversprechend. Unklar sei bislang jedoch, wie hoch die optimale Dosierung ausfallen müsste.(37)
  3. Bromelain bessert chronische und akute Schmerzen
    Obgleich der Mangel an klinischen Doppelblindstudien in der Fachwelt kritisch beurteilt wird, zeigt Bromelain in offenen Versuchsreihen die erwünschten Effekte. Patienten in Rheumazentren, die akute oder chronische arthritische Schmerzen erlebten, erhielten ein Kombinationspräparat aus Teufelskralle, Kurkuma und Bromelain. Nach 15 Tagen (akute Schmerzgruppe) beziehungeweise 60 Tagen (chronische Schmerzgruppe) wurden die Resultate mittels einer visuellen Analogskala (VAS) überprüft. Hier setzen die Teilnehmer auf einer 10 cm messenden Linie optisch die Intensität ihrer Schmerzen fest. Der Ausgangswert von 6,91 cm (akute Schmerzen) und 6,8 cm (chronische Schmerzen) sank bis zum Ende der Studie auf 4,21 cm und 3,78 cm. Zudem erreichte der Schmerz für die meisten Patienten ein aushaltbares Niveau.(38)

Bromelain und die Verdauung

Obgleich hohe Dosen von Bromelain Verdauungsbeschwerden wie Durchfall und Blähungen nach sich ziehen können, hilft das Enzym bei Krankheiten des Verdauungstraktes.

Bei einer chronischen Pankreasinsuffizienz bildet die Bauchspeicheldrüse nicht mehr ausreichend körpereigene Enzyme; infolgedessen leiden die Patienten an chronischen Symptomen wie Überlkeit, Erbrechen und Durchfällen. Studie zeigen, dass Bromelain in Ergänzung zu weiteren Präparaten die Beschwerden messbar reduziert.(39)

Bromelain in der Krebsforschung

Bromelain wird in der Forschung als antikanzerogenes Mittel diskutiert, da es in zwei Weisen aktiv sein kann: Es hat das Potential die Proteinhülle einer Krebszelle zu zersetzen und durch Immunmodulation die Immunantwort des Körpers zu regulieren.

  1. Bromelain induziert Autophagie bei Brustkrebszellen
    Für das Verhindern von Krebserkrankungen ist ein Mechanismus bedeutend, der in der Fachsprache als Autophagie bezeichnet wird. Sie ist die Fähikgkeit eines Organismus, beschädigte Zellen bis in ihre kleinsten Bausteine zu zerlegen und zu „recyceln“. Im Versuch konnte Bromelain den Prozess der Autophagie bei Brustkrebszellen induzieren.(40) Zudem hemmte Bromelain im in vitro-Experiment das Zellwachstum eines bestimmten Brustkrebszellenstammes (MCF-7) und bewies dabei eine vergleichbare Effektivität wie das Krebsmedikament Taxol.(41)
  2. Bromelain verstärkt den Effekt von Krebsmedikamenten im ex vivo-Versuch
    Im Experiment mit Zellkulturen von Rippenfellkrebs konnte Bromelain, die durch das Medikament Cisplatin hervorgerufenen Effekte – Selbstzersetzung (Autophagie) und programmierter Zelltod (Apoptose) der Krebszellen – signifikant verstärken. Gleiches gelang durch die Kombination von Bromelain mit dem Medikament 5-Fluoruracil jedoch nicht.(42)
  3. Proteolytische Enzyme hemmen Krebswachstum
    Beim Testen von Bromelain und Papain an Zellkulturen des Gallengangkarzinoms bewiesen beide Enzyme therapeutische Wirkungen. Sie hemmten Wucherung und Ausbreitung der Krebszellen, indem sie Signalproteine blockierten. Sowohl Bromelain als auch Papain induzierten den programmierten Zelltod der Krebszellen, wobei sich Bromelain als effektiver erwies.(43) Ähnlich positive Effekte bewies Bromelain gegenüber Darmkrebs-Zellen.(44)
  4. Nanopartikel zur Krebsbekämpfung – Bromelain als Wirkstoff
    Eine bestimmte Eigenschaft von Krebszellen erschwert dem menschlichen Immunsystem seine Arbeit – sie bilden eine undurchlässige Schutzbarriere aus Proteinen. Wissenschaftler entwickelten daher Nanopartikal aus Silikat mit einer Hülle aus proteolytischen Enzymen (Bromelain), denen die Passage durch die zelluläre Schutzschicht der Krebszelle gelingen soll.(45) Die orale Gabe von Bromelain-Nanopartikeln konnte bislang im Tierversuch das Tumorwachstum bei Mäusen eindämmen und ihre Lebensspanne verlängern.(46)

Quellenangaben

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