Chlorella

Die Süßwasseralge Chlorella gilt bereits seit einigen als echtes Super-Food und kann diesem Ruf durch zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe mitunter auch gerecht werden. Doch wie kann die Alge dem Menschen helfen und welche Rolle spielt sie im Kampf gegen Krebs oder Herz-Kreislauferkrankungen. Dieser Artikel auf Basis wissenschaftlicher Studien widmet sich der Chlorella-Alge etwas genauer und bietet einen guten Überblick zum aktuellen Stand der Wirksamkeitsforschung.

Artikel durch 62 anerkannte Studien verifiziert

Chlorella – Informationen und Studien zum Super-Food

Der Begriff Chlorella taucht in letzter Zeit vermehrt in der populärwissenschaftlichen Literatur auf. Konkret geht es dabei meist um eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Chlorella wird in diesem Zusammenhang sehr gern auch als Super-Food beschrieben. Damit reiht sich Chlorella in eine lange Liste von Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln (wie Blaubeeren, Chia-Samen oder Spirulina) ein(1), denen ein ernährungsphysiologischer hoher Wert zugeschrieben wird. Wie belastbar sind entsprechende Aussagen, wenn wissenschaftliche Studienergebnisse herangezogen werden?

Einige der populärwissenschaftlichen Quellen schreiben Chlorella besonders positive Eigenschaften unter anderem im Zusammenhang mit der Aktivierung des Stoffwechsels zu. Zusätzlich sollen sich durch den Verzehr von Chlorella die Blutneubildung und der Sauerstofftransport verbessern. Zudem – so einige Autoren – bietet Chlorella ein ausreichend großes Reservoir verschiedener Nährstoffe wie:

  • Fettsäuren
  • Mineralstoffe
  • Kohlenhydrate
  • Vitamine(2).

Inwiefern sich entsprechende Behauptungen wissenschaftlich untermauern lassen, wird im Folgenden dargestellt.

Was ist Chlorella?

Bei Chlorella handelt es sich um eine Gattung einzelliger Süßwasseralgen. Die Gattung wird taxonomisch den Grünalgen (Chlorobionta) zugerechnet(3). Mittlerweile umfasst die Gattung etwa zwei Dutzend Arten(4). Zu den heute wirtschaftlich besonders in den Vordergrund tretenden Arten der Gattung gehört Chlorella vulgaris. Dazu kommt eine zweite Art: Chlorella pyrenoidosa. Allerdings wird deren Stellung innerhalb der Taxonomie inzwischen in Zweifel gezogen, da eine Neubewertung der Chlorella Taxonomie aus dem Jahr 1992 diese in Frage stellt(5).

Alle Vertreter der Gattung gehören zur Gruppe der Mikroalgen mit einzelliger Lebensweise. Die Zellen von Chlorella sind von einer Zellwand umgeben, welche aus einem Zellulosegerüst besteht. Im Zellinneren ist Zytoplasma enthalten, in das Mitochondrien eingelagert sind. Flagellen fehlen bei den Algen der Gattung Chlorella.

Die Algen erreichen einen Durchmesser von 2 bis 10 µm und gewinnen Energie durch Photosynthese. Hierfür ist in das Zellinnere ein Chloroplast mit dem grünen Farbstoff Chlorophyll eingebettet. Enthalten sind die beiden Chlorophyll-Typen a und b. Obwohl Vertreter der Algengattung den Süßwasseralgen zugeschrieben werden, sind einige euryhaline Gattungen bekannt, die auch größere Schwankungen im Salzgehalt tolerieren. Das Verbreitungsgebiet der Mikroalgen umfasst den gesamten Globus.

Die Biologie beschäftigt sich mit Chlorella bereits seit dem späten 19. Jahrhundert. Wichtige Forschungsarbeit hat Martinus Willem Beijerinck geleistet. Bereits im frühen 20. Jahrhundert beschäftigten sich Wissenschaftler mit den Mikroalgen und deren Eigenschaften. In den 1940er Jahren wurden erste Erfahrungen mit dem ernährungsphysiologischen Potenzial der Mikroalgen gemacht. Durch die unter Wissenschaftlern nach dem 2. Weltkrieg entstandene Debatte zur Sicherung der Ernährung der Weltbevölkerung rückten auch Algen wie Chlorella zunehmend in den Fokus.

Interessante Inhaltsstoffe für den Menschen

Produkte und Präparate, die auf Chlorella basieren, sind bereits seit längerer Zeit Bestandteil traditioneller Medizin. Die positiven Effekte haben Menschen – aufgrund ihrer Erfahrungen mit der Alge – früh erkannt. Intensiv beschäftigen sich Biologie, Pharmazie und Medizin mit den Mikroalgen allerdings erst seit einigen Jahrzehnten.

Die positiven Eigenschaften entstehen durch die Inhaltstoffe der Alge. Im Verlauf der Forschungsarbeiten rund um Chlorella konnte nachgewiesen werden, dass unter anderem:

  • Magnesium
  • Zink
  • Eisen
  • Kalium
  • Vitamine – wie Vitamin A und Vertreter des B-Komplexes
  • Triterpene
  • Saponine
  • Fettsäuren
  • Aminosäuren

in der Alge enthalten sind(6).

Größere Bedeutung wird auch dem in Chlorella enthaltenen Farbstoff beigemessen. Chlorophyll hat in Laborversuchen protektive Wirkung etwa im Hinblick auf die Entstehung verschiedener Tumorarten(7). Beispielsweise haben Wissenschaftler sowohl in vitro – also im Laborversuch – als auch anhand von Tierversuchen(8) zeigen können, dass Chlorophyll bzw. Chlorophyll-Derivate Aflatoxin-induzierte Lebertumore(9)(10)beeinflussen.

Aflatoxin ist ein Mykotoxin, das natürlich durch mehrere Pilze produziert wird und auch in Lebensmitteln nachgewiesen werden (zum Beispiel Milch) kann. Chlorophyllverbindungen scheinen demnach in der Lage, Aflatoxin-induzierte Krebszellen einzufangen bzw. aktivieren die zur Entgiftung nötige Glutathion-S-Transferase(11).

Darüber hinaus deutet die aktuelle Forschung daraufhin, dass eine erhöhte Aufnahme chlorophyllhaltiger Pflanzen mit der Nahrung zu einer Verbesserung der Situation bei Übergewicht führt. Eine Studie hat entsprechende Effekte an 38 Frauen mit Übergewicht(12) untersucht. Das Ergebnis: Sowohl in der Verumgruppe als auch der Kontrollgruppe (Placebo) waren:

  • Gewichtsverlust
  • Verringerung Hüftumfang
  • Verringerung des LDL Cholesterins

zu erkennen. Allerdings erreichte die Verumgruppe größere Veränderungen beim Gewicht und beim Cholesterin.

In welcher Form kann der Mensch Chlorella verzehren?

Die Mikroalge Chlorella wird heute durch den Handel in unterschiedlichen Formen für den Endverbraucher angeboten. Handelsüblich sind:

  • Pulver
  • Tabletten/Presslinge
  • Kapseln
  • flüssiges Extrakt.

Immer noch nicht ganz klar ist die Rolle, welche das Aufbrechen der Zellwände für die Verwertung der Nährstoffe spielt. Besonders ältere Literatur(13) empfiehlt an dieser Stelle das Aufbrechen, um die Nährstoffe besser verfügbar zu machen.

Allerdings deutet die jüngere Forschung darauf hin, dass nicht unbedingt das Aufbrechen eine Rolle spielt, sondern es generell auf den Verarbeitungsprozess – etwa das Trocknen der Biomasse – ankommt. Im Tierversuch haben japanische Wissenschaftler einen nur geringen Unterschied in der Proteinverfügbarkeit zwischen aufgebrochenen (homogenisierten) und unbeschädigten Zellwänden feststellen können(14).

Wirkung von Chlorella

Der Begriff Super-Food taucht in Verbindung mit gesunder Ernährung regelmäßig auf. Dabei geht es oft um exotische Früchte, denen aufgrund vereinzelter Studien oder Erfahrungswerten positive Wirkungen zugeschrieben werden. Die Mikroalge Chlorella hat bereits in der Vergangenheit Interesse bei Wissenschaftlern ausgelöst. Im Rahmen verschiedener Studien – im Labor und Tierversuch oder am Menschen – haben positive Effekte unter anderem auf Tumore, oxidativen Stress und Entzündungen nachweisen lassen.

Chlorella und Krebs

Die Krebsforschung sucht seit Jahren nach wirksamen Mitteln, um Tumore an ihrer Entwicklung zu hindern bzw. das Wachstum der Krebszellen – etwa durch den programmierten Zelltod(15) – zu unterbinden. Bei den meisten Tumorarten ist für deren Entstehung ein multifaktorielles Geschehen verantwortlich. Seit einigen Jahren suchen Wissenschaftler nach chemoprotektiven Substanzen, welche in der Ernährung(16) eine Rolle spielen. Dabei bedient sich der Wissenschaft oft den Erkenntnissen der traditionellen Medizin, die bereits Erfahrungen mit Chlorella gemacht hat.

  1. Chlorella sorokiniana greift Tumorzellen an
    Die Mikroalgen der Gattung Chlorella enthalten verschiedene bioaktive Substanzen, aufgrund derer den Algen eine gesundheitlich positive Wirkung nachgesagt wird. Speziell in Asien findet bereits eine breite Supplementation mit den Algen statt. Anhand einer Studie haben Wissenschaftler in Taiwan untersucht, wie sich Chlorella sorokiniana auf NSCLC Zellen (Non-small cell lung cancer, Nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom) auswirkt(17).

    Das Ergebnis: Der Kontakt mit C. sorokiniana hat bei den Tumorzellen zu einer erhöhten Apoptose (programmierter Zelltod) geführt und das Tumorwachstum behindert. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass C. sorokiniana diesen Effekt durch eine Aktivierung des mitochondrial induzierten Zelltods erreicht.
  2. Chlorellaextrakt führt bei Tumorzellen zur Apoptose
    Wissenschaftler suchen nach Möglichkeiten, bei Krebszellen den programmierten Zelltod durch Inhaltsstoffe der Nahrung zu aktivieren. Von Chlorella ist bekannt, dass die Mikroalge antioxidative und krebsvorbeugende Wirkung hat. Im Laborversuch haben Wissenschaftler der Universiti Kebangsaan Malaysia Leberkrebszellen mit Chlorella vulgaris Extrakt behandelt und dessen Wirkung beobachtet.Das Ergebnis: In Abhängigkeit von der Chlorella-Dosis sank die Zahl der vorhandenen Krebszellen. Die Autoren beobachteten, dass es zu einer erhöhten Apoptoserate kam. Als Ursache für diese Wirkung wird eine vermehrte Freisetzung verschiedener Proteine diskutiert, welche in den Krebszellen den programmierten Zelltod auslösen(18). Chlorella vulgaris induziert unter anderem eine erhöhte Ausscheidung des Proteins Caspase-8, das über den FAS receptor (FasR) an der Apoptose beteiligt ist(19).Welche Prozesse hinter dieser tumorprotektiven Wirkung stehen, bedarf weiterer Forschung, da ähnliche Eigenschaften beispielsweise auch Taraxacum mongolicum(20) zugeschrieben werden, der im Laborversuch den Zelltod über eine Freisetzung ähnlicher Proteine erreicht hat.

Antientzündliche Wirkung von Chlorella

Als Nahrungssupplement ist die Mikroalgengattung bereits im Gespräch. Untersuchungen zu den Inhaltsstoffen haben einen hohen Anteil antioxidativ wirksamer Substanzen gezeigt. Zudem sind die Algen für den Gehalt an Vitaminen bekannt. Wissenschaftler beschäftigen sich auch mit der Frage, wie Chlorella antientzündlich wirksam werden kann.

  1. Positive Wirkung von Chlorella bei Entzündungen
    Oberflächliche Traumata und Läsionen führen beim Menschen regelmäßig zu Wunden und entzündlichen Prozessen der Haut. Bekannt ist, dass in der traditionellen Heilkunde Chlorellapräparate auch anti-entzündlich eingesetzt werden. Diese Wirkung scheint sich durch medizinische Tierversuche zu bestätigen.Wissenschaftler haben sowohl für die orale Gabe von Chlorella als auch das Auftragen auf der Haut eine anti-entzündliche Wirkung feststellen können. Die Effekte haben sich makroskopisch und mikroskopisch nachweisen lassen(21).
  2. Chlorella bei Bauchschmerzen und Blasenentzündungen
    Die Mikroalgen Chlorella sind – was auch der Schulmedizin bewusst ist – reicht an bioaktiven Substanzen. Vor dem Hintergrund einer Nutzung der Alge in der traditionellen Medizin(22) beschäftigt sich die Medizin mit den Mechanismen und möglichen Wirkungen – beispielsweise bei Entzündungen.Ein französisches Team hat Chlorella im Zusammenhang mit Bauchschmerzen und Blasenentzündungen untersucht. Im Tierversuch wurde Cyclophosphamid als Initiator für die zystitischen Reaktionen genutzt. Im Rahmen der Studie konnte gezeigt werden, dass Chlorella eine positive Wirkung sowohl auf die Schmerzen als auch das Entzündungsgeschehen hatte(23).

Chlorella und der Magen-Darm-Trakt

Die bioaktive Relevanz der Algen aus der Gattung Chlorella zeigt sich in vielen Studien. Bekannt ist, dass die Alge einen hohen Nährwert hat. Zusätzlich wirkt sich Chlorella bzw. Nebenprodukte positiv auf den Magen-Darm-Trakt aus. Koreanische Wissenschaftler konnten beispielsweise nachweisen, dass im Tierversuch mit Hühnern eine Ernährung mit Chlorella Nebenprodukten zu einer Verbesserung der Lactobacillus Konzentration im Darm geführt hat. Gleichzeitig verbesserter sich auch die Morphologie der Darmschleimhaut(24).

  1. Chlorella Supplementation verbessert Leberfunktion
    Die Mikroalgen sind bekannt für den Gehalt an verschiedenen Mineralstoffen und Vitaminen. Die Medizin und Ernährungswissenschaften diskutieren daher seit einigen Jahren eine Relevanz der Algen in der Ernährung. Im Rahmen einer klinischen Studie mit an Fettleber leidenden Patienten haben Wissenschaftler untersucht, wie sich die Supplementation mit Chlorella auswirkt. Dabei konnte gezeigt werden, dass Leber- und Blutfettwerte sowie BMI und Körpergewicht – im Vergleich zur Kontrollgruppe – positiv auf die Supplementation angesprochen haben(25).Eine Studie aus dem Iran kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Untersucht wurden Patienten mit nichtalkoholinduzierter Fettleber. Anhand der Unterschiede zwischen Verum- und Kontrollgruppe zeigte sich eine Verbesserung bei der Gewichtsreduktion und des Glykämischen Status(26). Parallel hatte die Supplementation mit Chlorella positive Wirkung auf hsCRP (high sensitivity CRP).
  2. Chlorella wirkt Darmerkrankungen entgegen
    Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sind für viele Betroffene mit erheblichen Einschränkungen in der Lebensqualität verbunden – etwa im Zusammenhang mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa oder anderen Enteritiden. Einige der Krankheitsbilder lassen sich auf Fehlernährungen zurückführen. Unter anderem rücken Soja bzw. Sojaprodukte diesbezüglich in den Mittelpunkt.Bekannt ist beispielsweise, dass Sojaschrot Enteritiden bei Fischen hervorruft. Aufgrund des Allergenpotenzials(27) ist Soja auch in der menschlichen Ernährung nicht unumstritten. Im Rahmen einer norwegischen Studie haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Chlorella den durch das Sojaschrot induzierten Entzündungen(28) effektiv entgegenwirkt.
  3. Chlorella beeinflusst Fettzellenzyklus positiv
    Diabetes Typ II steht in engem Zusammenhang mit der Ernährung. Übergewicht gilt als ein Risikofaktor. Die Fehlernährung ist allerdings nicht allein für das Entstehen der Krankheit verantwortlich. Die Medizin hat erkannt, dass auch Störungen in der Adipogenese – also der Entwicklung von Vorläuferzellen (Präadipozyten) zu Fettzellen – Diabetes begünstigt(29).Es kommt zu Fetteinlagerungen im Muskel- und Lebergewebe, was die Entwicklung einer Insulinresistenz(30) begünstigt. In Laborstudien konnte nachgewiesen werden, dass Chlorella vulgaris die Zelldifferentation und die Einlagerung von Fett in den Adipozyten positiv beeinflusst(31).

Chlorella und das Immunsystem

Als alternative Quelle für verschiedene Makro- und Mikronährstoffe ist die Mikroalgen-Gattung Chlorella bereits seit längerer Zeit im Gespräch. So enthalten die Algen unter anderem Eiweiße, mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie diverse Mineralstoffe und Vitamine. Zunehmend rückt die Alge auch aufgrund der biopharmakologischen Wirkung(32) in den Mittelpunkt des Interesses. Unter anderem stehen hier die antioxidative Wirkung und die mögliche Protektivität gegen Tumorerkrankungen im Vordergrund. Welche Wirkung hat Chlorella auf das Immunsystem?

  1. Chlorella-Supplementation wird stimulierend auf das Immunsystem
    Tier- und Laborversuche haben zeigen können, dass die Mikroalge Chlorella einen immunstimulierenden Effekt haben kann. In Bezug auf die Wirkung beim Menschen steht die Forschung diesbezüglich immer noch am Anfang. Südkoreanische Wissenschaftler haben in einer Placebo-kontrollierten Doppel-Blindstudie die Wirkung von Chlorella auf verschiedene Immunparameter – wie Killerzellen oder Interleukine – untersucht. Dabei haben sich nach acht Wochen deutliche Unterschiede gezeigt.Sowohl die Killerzellaktivität als auch die Produktion untersuchter Interleukine war in der Verumgruppe größer als in der Placebo-Kontrollgruppe(33). Immunstimuliernde Wirkung von Chlorella haben bereits frühere Studien erkannt, in denen das Potenzial der Mikroalge für Patienten mit malignem Gliom(34) untersucht wurde. Patienten mit Chlorella-Supplementation neigten weniger stark zu Infekten bzw. wurde das Immunsystem weniger stark durch die Chemotherapie beeinflusst.
  2. Positive Effekte auf Grippeschutzimpfung
    Aufgrund des Gehalts verschiedener Mikronährstoffe und bioaktiver Substanzen wirkt Chlorella positiv auf die Gesundheit. Mittlerweile geht die Wissenschaft davon aus, dass die Algen auch eine immunmodulierende Wirkung haben – beispielsweise die Häufigkeit und Schwere von Infektionskrankheiten positiv beeinflussen(35). Diese Effekte können auch lange Sicht Patienten mit Erkrankungen helfen, welche das Immunsystem ausschalten(36) oder die immunsupressiv behandelt werden müssen.Ausgehend von dieser Wirkung bietet sich Forschungspotenzial zu der Frage, wie Chlorella die Wirkung von Impfstoffen verbessern kann. Eine kanadische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Einflüsse der Mikroalge scheinbar altersabhängig sind. Während in der gesamten Versuchsgruppe keinen Effekt nachweisbar war, zeigte sich bei älteren Teilnehmern der Verumgruppe eine verbesserte Antikörperantwort(37).
  3. Chlorella antioxidativ wirksam
    Für die Mikroalgen der Gattung Chlorella ist bekannt, dass sie unter anderem Flavonoide, Polyphenole und Tocopherole enthalten. In einer gemeinschaftlichen Arbeit von Wissenschaftlern mehrere Forschungseinrichtungen konnte gezeigt werden, dass Chlorella sorokiniana eine stark antioxidative Wirkung hat und die Alge oxidativem Stress(38) entgegenwirkt. Wie sich dieser Effekt positiv einsetzen lässt, ist im Rahmen zukünftiger Arbeiten zu klären.
  4. Chlorella wirkt oxidativem Stress durch Rauchen entgegen
    Das Chlorella für die Ernährung günstige Inhaltsstoffe enthält, ist bekannt. In einigen Regionen sind die Mikroalgen bereits als Nahrungsergänzung anerkannt – unter anderem durch den Gehalt an Vitaminen, Eiweißen und Mineralstoffen. Seit einigen Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler auch mit der antioxidativen Wirkung. Eine Forschergruppe aus Südkorea hat positive Effekte einer Chlorella-Supplementation bei Rauchern untersucht.In einer Doppelblindstudie wurde anhand der Blutwerte die Auswirkung der Mikroalge auf Plasma Vitamin C, alpha-Tocopherol und Stressanzeiger wie die Lymphocyte DNA Damage(39) Rate. In der Verumgruppe konnte eine deutliche Verbesserung bei den Vitamin-Blutwerten festgestellt werden, während die Lymphocyte DNA Damage Rate zurückging(40).Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Studie aus dem Iran. Hier wurden die Auswirkungen unter anderem auf Malondialdehyd, Glutathion, Superoxid-Dismutase (Superoxid ist für seine Genom-schädigende Wirkung(41) bekannt) untersucht. Die Ergebnisse stützen die Erkenntnisse der südkoreanischen Studie im Hinblick auf die antioxidative Wirkung von Chlorella bei Rauchern(42).

Chlorella und das Herz-Kreislauf-System

In den letzten Jahren haben Biologie und Medizin zunehmend die bioaktive Wirkung der Algen Chlorella – über die Nutzung als alternative Nährstoffquelle hinaus – erkannt. Von der antioxidativen Wirkung erhoffen sich Wissenschaftler einen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung. Studien haben zeigen können, dass Chlorella antientzündlich wirkt und zudem Enzyme sowie Proteine beeinflusst, die für Gefäßerkrankungen verantwortlich sind – wie Arteriosklerose.

  1. Chlorella Supplementation verringert Gefäßversteifung
    Mit zunehmendem Alter verringert sich auch die Belastbarkeit der menschlichen Blutgefäße. Es kommt zu einer zunehmenden Gefäßversteifung, welche letztlich das Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen begünstigt. Anhand einer Studie konnte in Japan gezeigt werden, dass Chlorella diesen Effekt der Gefäßalterung hemmt und die Gefäßversteifung positiv beeinflusst(43).Hierzu haben die Studienautoren im Rahmen einer Doppel-Blindstudie auf eine Mehrkomponenten Supplementation – ausgehend von der Mikroalge – gesetzt. Eine mögliche Erklärung für den Effekt könnte das in den Versuchspräparaten enthaltene Arginin(44) sein. Letzteres kann zu Stickstoffmonoxid (NO) umgesetzt werden, das die Gefäßerweiterung beeinflusst.
  2. Chlorella-11 Peptid verringert Risiko für Gefäßerkrankungen
    Arteriosklerose/Atherosklerose ist eine Gefäßveränderung, die bekannt dafür ist, schwerwiegende Folgeerkrankungen auszulösen. Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzlicher Herztod sind nur einige Beispiele. In Studien konnte gezeigt werden, dass Chlorella-Proteine gegen Entzündungsreaktionen wirksam sind. Wissenschaftler aus Taiwan haben untersucht, ob sich deren Eigenschaften positiv auch auf Blutgefäße auswirken.Untersucht wurde unter anderem, wie sich das Chlorella-11 Peptid auf das Vascular Cell Adhesion Molecule 1 (VCAM-1; durch Zellen des Endotheliums produziert und Einflussfaktor auf Atherosklerose(45)) und Endothelin-1 (ET-1) auswirkt. Das Protein führte zu verringerten VCAM-1 und ET-1 Konzentrationen – weshalb die Autoren von einer protektiven Wirkung des Chlorella-11 Peptid bei entzündlichen Gefäßerkrankungen ausgehen(46).

Entgiftungswirkung von Chlorella

Die Mikroalgen der Gattung Chlorella haben lange aufgrund ihres Potenzials für eine gesunde Ernährung im Mittelpunkt gestanden. Inzwischen richtet sich das Interesse vieler Wissenschaftler auch auf andere Fragen. Je stärker sich Forschergruppen mit den protektiven Eigenschaften von Chlorella beschäftigen, umso mehr wird klar, welche Bedeutung eine Supplementation mit Chlorella bzw. mit aus den Algen gewonnen phytochemischen Substanzen(47)(48)in der Praxis haben kann .

  1. Chlorella fördert Methylquecksilber-Ausscheidung
    Methylquecksilber (MeHg) gehört zu den Umweltgiften, denen Menschen ausgesetzt sind. Eine Exposition gegenüber dem Metall Quecksilber ist zwar auf unterschiedlichen Wegen gegeben. Allerdings ist Methylquecksilber aufgrund der Tatsache, dass es sich gerade in den aquatischen Nahrungsketten(49)(50)anreichert, gefährlich.Das Neurotoxin kann nach der Resorption die Blut-Hirn-Schranke überwinden und ungeborenes Leben schädigen(51). Anhand von Tierversuchen wurde untersucht, ob Chlorella positiv auf die Resorption und Einlagerung von Methylquecksilber wirken kann. Wenige Stunden nach der Gabe von Methylquecksilber und Chlorella zeigte sich in der Verumgruppe eine deutlich höhere Ausscheidung von MeHg(52) über Urin und Kot.Langzeitbeobachtungen mit unterschiedlichen Chlorella-Konzentrationen haben gezeigt, dass in Nieren und Gehirn die Methylquecksilber-Konzentrationen in den Verumgruppen geringer als in der Kontrollgruppe waren(53). Ähnliche Effekte einer Chlorella-Supplementation lassen sich auch für andere Schwermetalle – wie zum Beispiel Blei(54) – beobachten. Inwiefern sich die Erkenntnisse aus den Versuchen auf den Menschen übertragen lassen, ist Gegenstand weiterer Forschung.
  2. Chlorella wirkt Cadmiumvergiftung entgegen
    Schwermetalle sind bekannt dafür, sich beim Menschen anzureichern und Schäden sowie Krankheiten – etwa Diabetes oder Nervenleiden(55) – zu verursachen. So wirkt sich eine Cadmiumexposition(56) beispielsweise nachteilig auf den Hippocampus(57) aus und beeinflusst die Kalziumresorption durch die Konkurrenz Ca-bindender Eiweiße.Anhand von Tierversuchen mit Ratten haben südkoreanische Wissenschaftler zeigen können, dass im Rahmen einer Supplementation mit Chlorella-Pulver nicht nur die Ausscheidungsrate für Cadmium deutlich höher als in der Kontrollgruppe war. In den Verumgruppen wurden zudem eine deutlich geringere Konzentration des Schwermetalls im Körpergewebe (Leber(58), Niere) und ein niedriger Metallothionein-Spiegel(59) festgestellt. Autoren gehen davon aus, dass Chlorella im Rahmen der Schwermetallentgiftung(60) positive Effekte hat. Die Prozesse hinter der protektiven Wirkung sind allerdings noch unklar.
  3. Chlorella-Proteine können Endotoxine hemmen
    Lipopolysaccharide (LPS) sind Verbindungen, die aus Mehrfachzuckern und fettähnlichen Verbindungen aufgebaut und in Bakterienmembranen zu finden sind. Sobald diese zerfallen, entstehen aus dem LPS sogenannte Endotoxine(61). Eine Studie aus Taiwan hat zeigen können, dass eine in Chlorella vorkommende Eiweißverbindung (Chlorella-11 Peptid)(62) die damit einhergehende NO-Produktion und Entzündungsreaktion beeinflussen kann. Positiv hat sich das Peptid beispielsweise auf eine Isoform des Enzyms Stickstoffmonoxid-Synthase (iNOS) sowie NF-κB (maßgeblich an der Entstehung von Entzündungen beteiligt) ausgewirkt.

Quellenangaben

1

http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Spirulina-Wunderalge-oder-Humbug-516341.html

2

Beth M. Ley. Chlorella: The Ultimate Green Food : Nature’s Richest Source of Chlorophyll, DNA & RNA : a Health Learning Handbook. BL Publications, 2003

3

https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&cqlMode=true&query=idn%3D041477820

4

http://www.algaebase.org/search/species/

5

Kessler, E. and Huss, V. A. R. (1992), COMPARATIVE PHYSIOLOGY AND BIOCHEMISTRY AND TAXONOMIC ASSIGNMENT OF THE CHLORELLA (CHLOROPHYCEAE) STRAINS OF THE CULTURE COLLECTION OF THE UNIVERSITY OF TEXAS AT AUSTIN1. Journal of Phycology, 28: 550–553. doi:10.1111/j.0022-3646.1992.00550.x

6

Kay RA, Barton LL. Microalgae as food and supplement. Critical Reviews in Food Science and Nutrition. 1991;30:555–573. PubMed PMID: 1741951

7

https://www.bzfe.de/_data/files/eif_2014_05-06_chlorophylle_ernaehrung_lebensmittel.pdf

8

McQuistan TJ, Simonich MT, Pratt MM, Pereira CB, Hendricks JD, Dashwood RH, Williams DE, Bailey GS. Cancer chemoprevention by dietary chlorophylls: a 12,000-animal dose-dose matrix biomarker and tumor study. Food and Chemical Toxicology. 2012 Feb;50(2):341-52. PubMed PMID: 22079312

9

Kumar M, Verma V, Nagpal R, Kumar A, Behare PV, Singh B, Aggarwal PK. Anticarcinogenic effect of probiotic fermented milk and chlorophyllin on aflatoxin-B₁-induced liver carcinogenesis in rats. British Journal of Nutrition. 2012 Apr;107(7):1006-16. PubMed PMID: 21816119

10

Jubert C, Mata J, Bench G, Dashwood R, Pereira C, Tracewell W, Turteltaub K, Williams D, Bailey G. Effects of chlorophyll and chlorophyllin on low-dose aflatoxin B(1) pharmacokinetics in human volunteers. Cancer Prevention Research. 2009 Dec;2(12):1015-22. PubMed PMID: 19952359

11

Hsu CY, Chen YH, Chao PY, Chen CM, Hsieh LL, Hu SP. Naturally occurring chlorophyll derivatives inhibit aflatoxin B1-DNA adduct formation in hepatoma cells. Mutation Research. 2008 Dec 8;657(2):98-104. PubMed PMID: 18775795

12

Montelius C, Erlandsson D, Vitija E, Stenblom EL, Egecioglu E, Erlanson-Albertsson C. Body weight loss, reduced urge for palatable food and increased release of GLP-1 through daily supplementation with green-plant membranes for three months in overweight women. Appetite. 2014 Oct;81:295-304. PubMed PMID: 24993695

13

Dhyana Bewicke, Beverly A. Potter. Chlorella: The Emerald Food. Ronin Publishing 28. Januar 1993. ISBN-13: 978-0914171027

14

Komaki, H et al. The effect of processing of Chlorella vulgaris: K-5 on in vitro and in vivo digestibility in rats Animal Feed Science and Technology , Volume 70 , Issue 4 , 363 – 366

15

Barr PJ, Tomei LD. Apoptosis and its role in human disease. Biotechnology. 1994;12:487–93. PubMed PMID: 7764707

16

Barr PJ, Tomei LD. Apoptosis and its role in human disease. Biotechnology. 1994;12:487–93. PubMed PMID: 7764707

17

Barr PJ, Tomei LD. Apoptosis and its role in human disease. Biotechnology. 1994;12:487–93. PubMed PMID: 7764707

18

Yusof YA, Saad SM, Makpol S, Shamaan NA, Ngah WZ. Hot water extract of Chlorella vulgaris induced DNA damage and apoptosis. CLINICS (Hospital das Clínicas da Faculdade de Medicina da Universidade de São Paulo). 2010;65(12):1371-7. PubMed PMID: 21340229

19

Mohd Azamai ES, Sulaiman S, Mohd Habib SH, Looi ML, Das S, Abdul Hamid NA, Wan Ngah WZ, Mohd Yusof YA. Chlorella vulgaris triggers apoptosis in hepatocarcinogenesis-induced rats. Journal of Zheijang University SCIENCE B. 2009 Jan;10(1):14-21. PubMed PMID: 19198018

20

Guo JB, Ye HH, Chen JF. Guo JB, Ye HH, Chen JF. Anti-proliferation Effect of Taraxacum mongolicum Extract in HepG2 Cells and Its Mechanism. Journal of Chinese Medicinal Materials. 2015 Oct;38(10):2129-33. PubMed PMID: 27254929

21

Hidalgo-Lucas S, Bisson JF, Duffaud A, Nejdi A, Guerin-Deremaux L, Baert B, Saniez-Degrave MH, Rozan P. Benefits of oral and topical administration of ROQUETTE Chlorella sp. on skin inflammation and wound healing in mice. Anti-inflammatory & Anti-Allergy Agents in Medicinal Chemistry. 2014;13(2):93-102. PubMed PMID: 24965517

22

Namsa ND, Tag H, Mandal M, Kalita P, Das AK: An ethnobotanical study of traditional anti-inflammatory plants used by the Lohit community of Arunachal Pradesh. Journal of Ethnopharmacology 2009;125: 234–245. PubMed PMID: 19607898

23

Hidalgo-Lucas S, Rozan P, Guérin-Deremaux L, Baert B, Violle N, Saniez-Degrave MH, Bisson JF. Benefits of Preventive Administration of Chlorella sp. on Visceral Pain and Cystitis Induced by a Single Administration of Cyclophosphamide in Female Wistar Rat. Journal of Medicinal Food. 2016 May;19(5):450-6. PubMed PMID: 27152976

24

Kang HK, Park SB, Kim CH. Effects of dietary supplementation with a chlorella by-product on the growth performance, immune response, intestinal microflora and intestinal mucosal morphology in broiler chickens. Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition. 2017 Apr;101(2):208-214. PubMed PMID: 27859673

25

Panahi Y, Ghamarchehreh ME, Beiraghdar F, Zare R, Jalalian HR, Sahebkar A. Investigation of the effects of Chlorella vulgaris supplementation in patients with non-alcoholic fatty liver disease: a randomized clinical trial. Hepato-Gastroenterology. 2012 Oct;59(119):2099-2103. PubMed PMID: 23234816

26

Panahi Y, Ghamarchehreh ME, Beiraghdar F, Zare R, Jalalian HR, Sahebkar A. Investigation of the effects of Chlorella vulgaris supplementation in patients with non-alcoholic fatty liver disease: a randomized clinical trial. Hepato-Gastroenterology. 2012 Oct;59(119):2099-2103. PubMed PMID: 23234816

27

Mori S, Tsumagari S, Kurihara K. A case of a 7-year-old girl with late-onset anaphylaxis to fermented soybeans. Pediatric Allergy and Immunology. 2017 May 22. PubMed PMID: 28544003

28

Grammes F, Reveco FE, Romarheim OH, Landsverk T, Mydland LT, Øverland M. Candida utilis and Chlorella vulgaris counteract intestinal inflammation in Atlantic salmon (Salmo salar L.). PLOS ONE. 2013 Dec 27;8(12):e83213. PubMed PMID: 24386162

29

Dubois SG, Heilbronn LK, Smith SR, Albu JB, Kelley DE, Ravussin E. Decreased expression of adipogenic genes in obese subjects with type 2 diabetes. Obesity (Silver Springs). 2006;14:1543–1552. PubMed PMID: 17030965

30

Bays HE, Gonzalez-Campoy JM, Bray GA, Kitabchi AE, Bergman DA, Schorr AB. Pathogenic potential of adipose tissue and metabolic consequences of adipocyte hypertrophy and increased visceral adiposity. Expert Review of Cardiovascular Therapy. 2008;6:343–368. PubMed PMID: 18327995

31

Ilavenil S, Kim da H, Vijayakumar M, Srigopalram S, Roh SG, Arasu MV, Lee JS, Choi KC. Potential role of marine algae extract on 3T3-L1 cell proliferation and differentiation: an in vitro approach. Biological Research. 2016 Sep 7;49(1):38. PubMed PMID: 27604997

32

Panahi Y, Darvishi B, Jowzi N, Beiraghdar F, Sahebkar A. Chlorella vulgaris: A Multifunctional Dietary Supplement with Diverse Medicinal Properties. Current Pharmaceutical Design. 2016;22(2):164-73. PubMed PMID: 26561078

33

Kwak JH, Baek SH, Woo Y, Han JK, Kim BG, Kim OY, Lee JH. Beneficial immunostimulatory effect of short-term Chlorella supplementation: enhancement of natural killer cell activity and early inflammatory response (randomized, double-blinded, placebo-controlled trial). Nutrition Journal. 2016;22(2):164-73. PubMed PMID: 26561078

34

Merchant RE, Rice CD, Young HF. Dietary Chlorella pyrenoidosa for patients with malignant glioma: effects on immunocompetence, quality of life, and survival. PhytotherRes 1990;4:220-31.

35

Kralovec JA, inventor; Ocean Nutrition Canada, assignee. Fractions of Chlorella extract containing polysaccharide having immunomodulating properties. US patent 6,551,596 B2. 2003 Apr 22.

36

Naniche D, Oldstone MB. Generalized immunosuppression: how viruses undermine the immune response. Cellular and Molecular Life Sciences. 2000;57:1399-407. PubMed PMID: 11078019

37

Halperin SA, Smith B, Nolan C, Shay J, Kralovec J. Halperin SA, Smith B, Nolan C, Shay J, Kralovec J. Safety and immunoenhancing effect of a Chlorella-derived dietary supplement in healthy adults undergoing influenza vaccination: randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Canadian Medical Association Journal. 2003 Jul 22;169(2):111-7. PubMed PMID: 12874157

38

Hamed SM, Zinta G, Klöck G, Asard H, Selim S, AbdElgawad H. Zinc-induced differential oxidative stress and antioxidant responses in Chlorella sorokiniana and Scenedesmus acuminatus. Ecotoxicology and Environmental Safety. 2017 Jun;140:256-263. PubMed PMID: 28273625

39

Fabiani R, De Bartolomeo A, Rosignoli P, Morozzi G. Antioxidants prevent the lymphocyte DNA damage induced by PMA-stimulated monocytes. Nutrition and Cancer. 2001;39(2):284-91. PubMed PMID: 11759293

40

Lee SH, Kang HJ, Lee HJ, Kang MH, Park YK. Six-week supplementation with Chlorella has favorable impact on antioxidant status in Korean male smokers. Nutrition. 2010 Feb;26(2):175-83. PubMed PMID: 19660910

41

Alscher RG, Erturk N, Heath LS. Role of superoxide dismutases (SODs) in controlling oxidative stress in plants. Journal of Experimental Botany. 2002 May;53(372):1331-41. PubMed PMID: 11997379

42

Panahi Y, Mostafazadeh B, Abrishami A, Saadat A, Beiraghdar F, Tavana S, Pishgoo B, Parvin S, Sahebkar A. Investigation of the effects of Chlorella vulgaris supplementation on the modulation of oxidative stress in apparently healthy smokers. Clinical Laboratory. 2013;59(5-6):579-87. PubMed PMID: 23865357

43

Otsuki T, Shimizu K, Maeda S. Changes in arterial stiffness and nitric oxide production with Chlorella-derived multicomponent supplementation in middle-aged and older individuals. Journal of Clinical Biochemistry and Nutrition. 2015 Nov;57(3):228-32. PubMed PMID: 26566309

44

Hishikawa K, Nakaki T, Tsuda M, et al. Effect of systemic L-arginine administration on hemodynamics and nitric oxide release in man. Japanese Heart Journal. 1992;33:41–48. PubMed PMID: 1315399

45

Klaus Ley and Yuqing Huo. VCAM-1 is critical in atherosclerosis. Journal of Clinical Investigation. 2001 May 15; 107(10): 1209–1210. PMC ID: PMC209304

46

Shih MF, Chen LC, Cherng JY. Chlorella 11-peptide inhibits the production of macrophage-induced adhesion molecules and reduces endothelin-1 expression and endothelial permeability. Marine Drugs. 2013 Oct 14;11(10):3861-74. PubMed PMID: 24129228

47

Jayshree Annamalai, Thangaraju Nallamuthu. Antioxidant potential phytochemicals from methanol extract of  Chlorella vulgaris and  Chlamydomonas reinhardtii. Journal of Algal Biomass Utilization. 2014, 5 (4): 60 – 67.

48

Gupta VK, Singh S, Agrawal A, Siddiqi NJ, Sharma B. Phytochemicals Mediated Remediation of Neurotoxicity Induced by Heavy Metals. Biochemistry Research International. 2015;2015:534769. PubMed PMID: 26618004

49

Zhang P, Sun J, Chen J, Wei J, Zhao W, Liu Q, Sun H. Effect of feeding selectivity on the transfer of methylmercury through experimental marine food chains. Marine Environmental Research. 2013 Aug;89:39-44. PubMed PMID: 23702096

50

Mergler D, Anderson HA, Chan LH, Mahaffey KR, Murray M, Sakamoto M, Stern AH. Methylmercury exposure and health effects in humans: a worldwide concern. Ambio. 2007 Feb;36(1):3-11. PubMed PMID: 17408186

51

Díez S. Human health effects of methylmercury exposure. Reviews of Environmental Contamination and Toxicology. 2009;198:111-32. PubMed PMID: 19253038

52

Uchikawa T, Yasutake A, Kumamoto Y, Maruyama I, Kumamoto S, Ando Y. The influence of Parachlorella beyerinckii CK-5 on the absorption and excretion of methylmercury (MeHg) in mice. The Journal of Toxicological Sciences. 2010 Feb;35(1):101-5. PubMed PMID: 20118630

53

Uchikawa T, Kumamoto Y, Maruyama I, Kumamoto S, Ando Y, Yasutake A. Enhanced elimination of tissue methylmercury in Parachlorella beijerinckii-fed mice. The Journal of Toxicological Sciences. 2011 Jan;36(1):121-6. PubMed PMID: 21297350

54

Uchikawa T1, Ueno T, Hasegawa T, Maruyama I, Kumamoto S, Ando Y. Parachlorella beyerinckii accelerates lead excretion in mice. Toxicology and Industrial Health. 2009 Sep;25(8):551-6. PubMed PMID: 19825862

55

Rehman K, Fatima F, Waheed I, Akash MSH. Prevalence of Exposure of Heavy Metals and Their Impact on Health Consequences. Journal of Cellular Biochemistry. 2017 Jun 23. PubMed PMID: 28643849

56

Mok JS, Kwon JY, Son KT, Choi WS, Shim KB, Lee TS, Kim JH. Distribution of heavy metals in muscles and internal organs of Korean cephalopods and crustaceans: risk assessment for human health. Journal of Food Protection. 2014 Dec;77(12):2168-75. PubMed PMID: 25474068

57

Zhang F, Xing S, Li Z. Antagonistic effects of lycopene on cadmium-induced hippocampal dysfunctions in autophagy, calcium homeostatis and redox. Oncotarget. 2017 May 29. PubMed PMID: 28615536

58

Shim JY, Shin HS, Han JG, Park HS, Lim BL, Chung KW, Om AS. Protective effects of Chlorella vulgaris on liver toxicity in cadmium-administered rats. Journal of Medicinal Food. 2008 Sep;11(3):479-85. PubMed PMID: 18800895

59

Kim YJ, Kwon S, Kim MK. Effect of Chlorella vulgaris intake on cadmium detoxification in rats fed cadmium. Nutrition Research and Practice. 2009 Summer;3(2):89-94. PubMed PMID: 20016707

60

Rai UN, Singh NK, Upadhyay AK, Verma S. Chromate tolerance and accumulation in Chlorella vulgaris L.: role of antioxidant enzymes and biochemical changes in detoxification of metals. Bioresource Technology. 2013 May;136:604-9. PubMed PMID: 23567737

61

Raetz CR, Whitfield C. Lipopolysaccharide endotoxins. Annual Review of Biochemistry. 2002;71:635-700. PubMed PMID: 12045108

62

Cherng JY, Liu CC, Shen CR, Lin HH, Shih MF. Beneficial effects of Chlorella-11 peptide on blocking LPS-induced macrophage activation and alleviating thermal injury-induced inflammation in rats. International Journal of Immunopathology and Pharmacology. 2010 Jul-Sep;23(3):811-20. PubMed PMID: 20943052