DMSO

DMSO ist ein natürliches Mittel, das entzündungshemmende sowie schmerzlindernde Eigenschaften besitzt und Wundheilungsprozesse fördert. Es wird deshalb in der Schmerztherapie eingesetzt und als Nahrungsergänzungsmittel oder in Form eines Gels zur Behandlung von Rheuma, Verletzungen oder anderen Schmerzen angeboten. Zudem besitzt es antioxidative und antimikrobielle Eigenschaften, sodass es als vielseitiges Therapeutikum auch bei Herpes oder anderen Infektionen eingesetzt werden kann, indem es die Erreger an der Quelle ihres Ursprungs inaktiviert und bei schmerzhaften Symptomen und Entzündungen eine schnelle Verbesserung erzielt.

Artikel durch 48 anerkannte Studien verifiziert

DMSO – Informationen und Studien zur Wirkung

DMSO ist ein organisches Lösungsmittel und als Wirkstoff aus der Schmerztherapie bekannt ist (1). Als alternatives Heilmittel wird es zur unterstützenden Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt. Es fördert die Wundheilung und lindert Schmerzen und Entzündungen. In der medizinischen Forschung war DMSO für verschiedenen Bereichen sehr interessant – seine Wirkungsweise ist jedoch in der Bekämpfung von entzündlichen Erkrankungen am besten erforscht. DMSO fängt freie Radikale, die bei Entzündungsprozessen verstärkt produziert werden und hilft so, Symptome schnell zu lindern. DMSO kann bei vielen weiteren Anliegen eingesetzt werden und wird als Nahrungsergänzungsmittel gegen Entzündungen, zur Linderung von Schmerzen und weitere Vorteile für die Gesundheit vertrieben. Oft wird es gar als vielseitiges Wundermittel angepriesen, doch seine Wirkungsweise und Effektivität ist nicht in allen Bereichen gleichermaßen bewiesen. Kann DMSO diesen positiven Titel verteidigen, wenn seine vermeintlichen Wirkungen durch evidenzbasierte Studienergebnisse verifiziert werden sollen?

Was ist DMSO?

Die Abkürzung DMSO steht für Dimethylsulfoxid, ein wichtiges aprotisch-polares Lösungsmittel, das aufgrund seiner amphipathischen Natur sowohl mit wässrigen als auch organischen Medien leicht mischbar ist (2). Dimethylsulfoxid ist in der Lage, zahlreiche polare und unpolare Verbindungen aufzulösen, und wird daher als effizientes Lösungsmittel für wasserunlösliche Verbindungen in biologischen Testmedien angesehen (3). Es wird in der medikamentösen Therapie häufig als Wirkstoffträger eingesetzt (4) (5) (6). Darüber hinaus wird es aufgrund seiner Fähigkeit zur Membrandurchdringung und seiner hohen Wasserverdrängung häufig als Kryoprotektor für kultivierte Zellen verwendet – also als hilfreiche Substanz, der im Prozess der Konservierung zellulärer Organismen zur Stabilisierung der Proteine beiträgt (7) (8). DMSO wurde in der Medizin bereits in der Therapie verschiedenster Erkrankungen eingesetzt. Darunter:

  • Schmerzen im Allgemeinen (9)
  • Rheumatologische Erkrankungen (10) (11)
  • Lungenkarzinom (pulmonales Adenokarzinom), Lungenkrebs (12)
  • Dermatologische Erkrankungen (13)
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (11)
  • Schizophrenie (14)
  • Traumatisches Hirnödem (15)
  • Urogenitale Erkrankungen, darunter interstitielle Cystitis, Strahlencystitis, chronische Prostatitis und chronische Trigonitis bei Frauen (16) (17)
  • Gastrointestinale Erkrankungen wie Colitis ulcerosa (18), Magengeschwüre (19), Entzündungen der Magenschleimhaut (20) oder Darmkrebs (21)
  • Lungenfibrose (22)
  • Amyloidose (23)

DMSO: Geschichte und Einsatzgebiete

Dimethylsulfoxid wird als alternative Heilmethode für verschiedene entzündliche Erkrankungen oder auch für Krebs eingesetzt (24). Es wird aufgrund seiner stark polaren Sulfinylgruppe und zwei nicht-polaren Methylgruppen als ein hervorragendes Lösungsmittel angesehen, das viele polare und nichtpolare Verbindungen lösen kann (3) (25). Als solches ist es weit verbreitet und kostengünstig, da es leicht aus Dimethylsulfid (DMS), einem Nebenprodukt der Zellstoff- und Papierindustrie, erzeugt werden kann (26). Dimethylsulfoxid wird seit vielen Jahren auch zur Konservierung von Zellen für die Forschung und klinische Anwendungen verwendet, da es die Bildung von Eiskristallen verhindert und somit den Zelltod verringert.

Seine medizinische Verwendung wurde im Jahr 1964 erstmals von Stanley Jacob unterstützt, der davon berichtete, dass DMSO leicht in die Haut eindringt und kleine Moleküle durch biologische Membranen transportiert (24) (27). Seitdem wurden in zahlreichen Publikationen immer wieder weitere biologische Aktivitäten dargelegt, die auf eine mögliche Verwendung von DMSO als vielseitiges Pharmakotherapeutikum in der Behandlung zahlreicher Erkrankungen hindeuteten. Sie reichten von akuten Erkrankungen des Bewegungsapparates (28) und Arthritis (29) über Autoimmunkrankheiten (Sklerodermie) (30) und Kopfschmerzen bis hin zu Krebs (31).

Im Jahr 1965 untersagte die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) jedoch alle klinischen Studien mit Dimethylsulfoxid, da festgestellt wurde, dass es Veränderungen des Refraktionsindex (auch Brechungsindex genannt) der Linse in den Augen einiger Tiere verursachte (24) (32). Die behördliche Beschränkung für die Durchführung klinischer Versuche mit DMSO wurde jedoch 1980 wieder aufgehoben. Dennoch ist das in den 1960er Jahren festgestellte fieberhafte Augenmerk der Forschung in Hinblick auf DMSO nicht mehr auf solch eine starke Weise entfacht worden (33) (34). Die Zahl der durchgeführten Studien ist derzeit zwar noch immer erstaunlich gering, dennoch gewinnt Dimethylsulfoxid aufgrund seines Potenzials in der Behandlung verschiedener Krankheiten wieder zunehmend an Interesse.

Heute ist als Heilmittel für die Behandlung interstitieller Zystitis durch die US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zugelassen (24) (25). Hierbei wird eine 50 prozentige DMSO-Lösung intravesikal, also in der Harnblase, verabreicht. Die FDA verhält sich noch zögerlich, das offizielle Anwendungsgebiet auszudehnen. Eine kleine Recherche über die medizinischen Anwendungen von DMSO zeigt jedoch, dass es bereits intensiv angewendet wird – oral, äußerlich oder sogar intravenös – und als alternatives Heilmittel für eine Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt wird. Beispielhafte Einsatzgebiete sind:

  • Linderung von Schmerzen
  • Wundheilung
  • Therapie von entzündlichen Erkrankungen
  • Viren sowie Infektionen
  • und Krebs (24)

Wirkung von DMSO

Früher war DMSO ein beliebter und sehr interessanter Wirkstoff, das nach der Beobachtung unerwünschter Veränderungen bei Tieren an Aufmerksamkeit verlor. Die medizinische Forschung gewann jedoch langsam wieder an Interesse an DMSO, da es zahlreiche pharmakodynamische Wirkungen aufweist (26). Diese Prinzipien begründen die Effektivität von DMSO in der Bekämpfung verschiedener Krankheiten:

  • Membranpenetration: DMSO ist in der Lage, die Haut leicht zu durchdrängen und kann von ihr gut aufgenommen werden
  • Antiinflammatorische Effekte: DMSO hemmt Entzündungen
  • Analgetische Wirkung durch Nervenblockade: DMSO lindert Schmerzen
  • Auflockerung von Kollagengewebe
  • Wirkungssteigerung anderer Pharmaka
  • Bakteriostatische Eigenschaft: DMSO verhindert die Vermehrung von Bakterien
  • Diuretische Wirkung: harntreibend, vermehrte Ausschwemmung von Urin
  • Vasodilatatorische Effekte: DMSO erweitert die Blutgefäße und kann damit bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken
  • Hemmung der Cholinesterase (26)

DMSO: Dosierung, Sicherheit und Nebenwirkungen

2016 wurde eine umfangreiche Studie durchgeführt, die sich mit der Sicherheit und der Fähigkeit von DMSO, Entzündungen zu lindern, beschäftigte (24). Die Studie war als Vollblut-Essay konzipiert. Hierbei wurde die Wirkung von Dimethylsulfoxid gegen Infektionserreger beobachtet, ohne dass hierfür eine „wirkliche“ Infektion nötig war. Ebenso konnte die Sicherheit von DMSO für das menschliche Blut geprüft werden. Sie zeigten, dass DMSO mit einer Konzentration von 2% die Sekretion von entzündungsfördernden Zytokinen hemmen kann. Zum Beispiel von E. coli, das für Magen-Darm-Erkrankungen verantwortlich sein kann, oder auch Herpes. Andere Zytokine sind empfindlicher und können bereits bei 0,5% DMSO erheblich reduziert werden. Diese entzündungshemmende Wirkung von DMSO steht im Einklang mit vielen weiteren Studien, in denen eine Verringerung der entzündungsfördernden Mediatoren in verschiedenen Modellsystemen berichtet wurde (36) (37) (38).

Auf der anderen Seite fanden die Autoren der Studie heraus, dass DMSO die Freisetzung von proinflammatorischer Zytokine auch fördern kann (35). Diese Beobachtung ist deshalb interessant, dass DMSO ein- und denselben Magen-Darm-Erreger sowohl in seiner Funktion unterstützen als auch bekämpfen kann. Die Wirkung von DMSO scheint von der Konzentration abhängig zu sein (24) (39). Ist die Konzentration zu niedrig, fördert es die Entzündungen, wohingegen es diese auch erfolgreich verdrängen kann, wenn die Konzentration hoch genug ist.

Da bekannt ist, dass DMSO die Zellpermeabilität beeinflusst, wurde ebenfalls untersucht, ob seine entzündungshemmenden Eigenschaften auf seine Auswirkungen auf die Zelllebensfähigkeit zurückzuführen sind (24). Eine in vitro Untersuchung zeigt, dass DMSO mit einer Konzentration von über 2% zytotoxisch sein kann. Das bedeutet, dass sich Dimethylsulfoxid in zu hohen Konzentrationen schädigend auf Zellen und Gewebe auswirken könnte. Bereits Konzentrationen von unter 1% scheinen diese jedoch kaum noch zu beeinflussen und 0,5% DMSO dürfte Zellen und Gewebe in keinster Weise beeinflussen.

Trotz der Feststellung, dass DMSO mit einer Konzentration von über 2% in vitro zytotoxisch wirken kann, haben Studien am lebenden Objekt gezeigt, dass die orale Aufnahme oder topische Anwendung mit DMSO von 70–100% keine großartigen Auswirkungen auf die Zellen oder das Gewebe von Tieren (40) (41) (42) oder Menschen (43) hat.

Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass DMSO im Körper schnell zu DMSO2 und DMS umgewandelt und – hauptsächlich über das Urin oder die ausgeatmete Luft – ausgeschieden wird (27). Dennoch bleibt zu erwähnen, dass DMSO in der Reduzierung der Sekretion verschiedener Erreger effektiver zu sein scheint als DMSO2 oder DMS (24). Fasst man die Ergebnisse verschiedener Studien zusammen, die gezeigt haben, dass DMSO2 und DMS niemals die Plasma-Level erreichen, an die sich DMSO annähert, ist es wahrscheinlich, dass DMSO für die beobachteten entzündungshemmenden Eigenschaften verantwortlich ist – und nicht seine Metaboliten (24).

Dass DMSO im Rahmen einer topischen Therapie – also bei einer äußeren Anwendung – ungefährlich ist, wird von weiteren Studien bestätigt (26). Als in Deutschland zum Beispiel 30 Sportler mit DMSO-Gel behandelt wurden, die sich Verletzungen in verschiedenen Bereichen zugezogen hatten, konnten ihre Beschwerden effektiv gelindert werden. Die Therapie zeigte, dass DMSO-Gel schnell und wirksam durch die Haut resorbiert werden kann.

Wirkung von DMSO – Studien im Überblick

DMSO ist ein Wirkstoff, der aus der Schmerztherapie bekannt ist und in der medikamentösen Therapie als alternatives Heilmittel für zahlreiche Erkrankungen eingesetzt werden kann. Es wird überwiegend für die Linderung von Schmerzen, zur Unterstützung der Wundheilung, für Behandlung von entzündlichen Erkrankungen, gegen bakterielle Erkrankungen sowie Virusinfektionen und sogar in der Krebstherapie eingesetzt. Auf allen Gebieten konnte seine positive Wirkung bereits durch zahlreiche Studien bestätigt werden. Ein großer Vorteil ist, dass sich darunter auch viele Humanstudien finden lassen, sodass seine Wirkung und Sicherheit schon vielfach am Menschen untersucht wurde.

DMSO gegen Herpes

Beim Herpes-simplex-Virus-1 (HSV-1) handelt es sich um eine Virusinfektion, die durch schmerzende Lippenbläschen gekennzeichnet ist. Obwohl bei den meisten Herpesinfektionen nur unangenehme und zugleich ungefährliche Beschwerden auftreten, können sie bei Säuglingen eine tödliche Enzephalitis, eine Gehirnentzündung, verursachen. Herpesinfektionen sind mit 20% der Fälle eine der Hauptursachen für eine Enzephalitis (45). Ein wichtiges Merkmal des Herpesvirus ist die Fähigkeit, latente Infektionen in den Neuronen sensorischer Ganglien zu entwickeln, welche die Infektionsstelle innervieren. Der chronisch rezidivierende Herpes kann sich spontan oder unter Stressbedingungen reaktivieren und wiederkehrende Infektionen an der Stelle, an der er erstmals auftrat, verursachen (44).

DMSO wird häufig als Wirkstoff für Medikamente in der Behandlung von dermatologischen Erkrankungen eingesetzt (13). Dafür ist es aus verschiedenen Gründen sehr gut geeignet. Es ist bekannt, dass DMSO eine hohe Membranpenetrationsfähigkeit besitzt (26). Das bedeutet, dass es die Haut einfach durchdringen und somit ideal von ihr aufgenommen werden kann, sodass es entzündliche Erkrankungen an der Quelle ihres Ursprungs bekämpfen kann. Weiterhin ist bewiesen, dass DMSO entzündungshemmende Eigenschaften besitzt (36) (37) (38), Schmerzen lindert (9) und die Ausbreitung von Bakterien und Viren verhindern kann.

1. DMSO als Mittel gegen Herpes

Da bei einer Herpes-Infektion durch Viren verursachte schmerzende Lippenbläschen auftreten, erweist sich DMSO als ideales Mittel für eine schnelle Linderung der Krankheit. Es wird deshalb häufig für die Formulierung von Antiherpetika, also von Arzneimitteln gegen Herpes, verwendet (44) – und soll die Symptome eines akuten Anfalls lindern, indem es die dafür verantwortlichen Viruspartikel inaktiviert.

2. Wirkung von DMSO gegen Herpes

In einer Studie wurde die Wirkung von DMSO auf verschiedene Parameter des Herpes-Virus untersucht (44). Dabei wurde herausgefunden, dass DMSO die produktive Infektion, also die Vermehrung der Viren, in vitro in verschiedenen Zelltypen blockiert. DMSO scheint die Erkrankung an verschiedenen Stellen bekämpft, die miteinander kooperieren, und seine Effektivität auf mehrere Wirkungsmechanismen zurückzuführen ist. Es inaktiviert einzelne Virione (Viruspartikel) und blockiert die Expression spezifischer HSV-1 Transkripte – auch die Transkriptionsniveaus mehrerer Gene, die Proteine kodieren und an der Bildung eines Viruspartikels beteiligt sind. DMSO hemmt die Nachbildung viraler DNA und beeinflusst die durch den Virus verursachte Abschaltung der Expression zellulärer Gene.

Diese Experimente lassen darauf schließen, dass DMSO als Wirkstoff für Medikamente gegen Herpes eine große Rolle spielt. Es kann als Dispergiermittel für das entsprechende Medikament verwendet werden (44).

DMSO gegen Viren und Bakterien

Als entzündungshemmendes und schmerzlinderndes Mittel wird DMSO in der Behandlung von durch Bakterien verursachten Erkrankungen und Virusinfektionen eingesetzt. Es kann ausgewählte Bakterien und Viren inaktivieren, deren Vermehrung und auch eine Neubildung verhindert. Damit ist DMSO in der Lage, die Symptome von Erkrankungen zu lindern, die durch den entsprechenden Erreger verursacht wurden – zum Beispiel wirkt DMSO bei Magen- und Darmverstimmungen, die auf eine Infektion mit E. coli zurückzuführen sind und häufig nach dem Verzehr von verdorbenen Essen beobachtet werden können.

1. DMSO gegen den Herpes-Virus

Aufgrund seiner entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften wird DMSO in der medikamentösen Therapie von Herpes eingesetzt. Es ist damit in oft in Antiherpetika – Arzneimitteln, die zur Behandlung von Herpes eingesetzt werden – enthalten. Es konnte festgestellt werden, dass DMO einzelne Viruspartikel inaktiviert und einer Vermehrung der Viren aufhält, indem es die Expression derjenigen Transkripten des Herpes-Virus blockiert, die an der Bildung der Viruspartikel beteiligt sind (44).

2. DMSO gegen E. coli (Magen-Darm)

DMSO ist in der Lage, die Sekretion verschiedener Zytokine und dadurch Entzündungen zu hemmen – so die Ergebnisse einer Studie aus dem Jahr 2016, die sich umfangreich mit der Wirksamkeit und Sicherheit von DMSO beschäftigt hat (24). Ihre Ergebnisse zeigten, dass DMSO mit einer Konzentration von 2% auch die Sekretion von E. coli hemmen kann, einem gramnegativen Bakterium, das für Magen-Darm-Erkrankungen verantwortlich sein kann. Das ist zum Beispiel nach dem Verzehr von verdorbenen Lebensmitteln der Fall, wobei sich die Infektion mit dem Erreger in Bauchschmerzen und Durchfall äußerst. Diese Symptome können bis zu zehn Tage anhalten. Weitere Studien, in denen ebenfalls eine Reduzierung von entzündungsfördernden Mediatoren beobachtet wurde, unterstützen entzündungshemmende Wirkung von DMSO (36) (37) (38). Dabei ist die Wirkung, die DMSO auf den Krankheitserreger ausübt, von der verwendeten Konzentration abhängig (24).

DMSO gegen Erkrankungen des Bewegungsapparates

Aufgrund seiner antiphlogistischen und schmerzlindernden Eigenschaft wird DMSO in der Schmerztherapie und zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt, darunter rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis oder Arthropathie. Seine positiven Effekte konnten in diesem Bereich bereits durch zahlreiche Studien belegt werden, die von einer guten und schnellen Symptom- und Schmerzlinderung berichten.

1. DMSO gegen Rheuma

Die Wirksamkeit von DMSO in der Therapie von rheumatoider Arthritis wurde in einer Doppelblind-Studie untersucht (10). Die Probanden wurden mit Dimexid behandelt – einem Mittel, das DMSO als aktiven Wirkstoff enthält und lokal auf die betroffenen Gelenke aufgetragen wird. Die Dauer der Bewegungseinschränkung am Morgen und die Stärke der Hand wurden als Leitkriterien für die objektive Bewertung der Wirksamkeit des Medikaments gewählt. Mit der Anwendung der 50%igen Lösung von Dimethylsulforoxid konnten die Entzündungen der Gelenke reduziert und die Schmerzen der Probanden gelindert werden. Außerdem konnte beobachtet werden, dass DMSO im Vergleich zu anderen, herkömmlichen physiotherapeutischen Behandlungsmethoden besser abschneidet. Die Zugabe von Analgin zu einer 50%igen Lösung von Dimethylsulforoxid verstärkt seine antiphlogistischen und analgetischen Eigenschaften.

2. DMSO in der Behandlung von Sportverletzungen

Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von DMSO in der topischen Therapie wurde bei Sportlern untersucht, deren Verletzungen mit Dolobene-Gel behandelt wurden, das DSMO als aktiven Wirkstoff enthält (26). Bei den behandelten Verletzungen handelte es sich um Prellung, Zerrungen, Muskel- und Sehnenverletzungen sowie Distorsionen (Stauchungen). Die Ergebnisse der Studie zeigten eine gute therapeutische Wirkung von DSMO in der Beseitigung schmerzhafter Symptome sowie bei der Entzündung, Schwellung und Absorption von Hämatomen. Insgesamt konnte eine deutliche Verbesserung der Schmerzen bei niedriger Heilungszeit erreicht werden.

DMSO gegen urogenitale Erkrankungen

Intravesikales DMSO wurde bei der Behandlung von 213 Patienten mit verschiedenen entzündlichen Zuständen, die den unteren Urogenitaltrakt betrafen, eingesetzt (17). Darunter ließen sich folgende Erkrankungen finden:

  • Interstitielle Zystitis (IC) – eine durch Viren oder Bakterien verursachte Form der Blasenentzündung
  • Strahlenzystitis – eine Blasenentzündung, die nach einer Strahlentherapie zur Behandlung von Krebs auftreten kann
  • Chronischer Prostatitis – eine chronische Entzündung der Prostata, die sich aus einer akuten Prostatitis entwickeln kann, die wiederum durch eine Infektion mit Bakterien entsteht
  • Chronische Trigonitis, die Zellveränderungen der Blasenwand beschreibt

Bei einem Großteil der mit DMSO behandelten Patienten wurde eine signifikante Linderung der Symptome erzielt (17). Eine systemische oder lokale Toxizität wurde nicht festgestellt. Aufgrund der einfachen Verabreichung wird die intravesikale DMSO-Therapie bei allen nicht-infektiösen oder nicht-neoplastischen Entzündungszuständen empfohlen, die anfangs schwere Symptome aufweisen oder auf eine herkömmliche Therapie nicht ansprechen.

DMSO gegen gastrointestinale Erkrankungen

DMSO ist für seine antiphlogistische Eigenschaft bekannt. Es hemmt Entzündungen, lindert Schmerzen und kann dadurch Erfolge in der Behandlung von gastrointestinalen Erkrankungen als erzielen. In diesem Bereich wird es gegen Colitis Ulcerosa, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, Magengeschwüre oder Entzündungen der Magenschleimhaut eingesetzt. DMSO lindert entzündliche Zustände und die Symptome der Erkrankungen, indem es freie Radikale fängt. DMSO besitzt eine schützende Funktion und kann das Risiko von Rückfällen bei chronischen Erkrankungen reduzieren. Somit dient es sowohl der Behandlung akuter Beschwerden als auch der Prophylaxe.

1. DMSO gegen Colitis Ulcerosa

DMSO lindert Entzündungen, beruhigt den Darm und kann die Wirkung von Arzneimitteln, die im Falle einer Colitis Ulcerosa verabreicht werden, zusätzlich unterstützen – so die Ergebnisse einer doppelblinden, randomisierten Studie (18). Die durchführenden Forscher untersuchten die Rolle von aus Sauerstoff hervorgegangenen freien Radikalfängern in der Behandlung wiederkehrender Anfälle von Colitis ulcerosa. Zu diesem Zweck wurden Allopurinol (50 mg viermal täglich) und Dimethylsulfoxid (500 mg viermal täglich) oral verabreicht. Patienten mit wiederkehrenden Anfällen einer mittelschweren proktosigmoidalen Colitis ulcerosa wurden trotz Prophylaxe mit oral verabreichtem Sulfasalazin (täglich 2 g) mit 10 mg Prednisolon (viermal täglich oral), 500 mg Sulfasalazin (viermal täglich oral) und morgens und abends mit einem Steroid-Einlauf mit 20 mg Predsol alleine oder mit Allopurinol oder Dimethylsulfoxid behandelt.

Nach 2-wöchiger Behandlung mit Sulfasalazin und Prednisolon allein waren 51% der Patienten symptomfrei. DMSO und auch Allopurinol erhöhten die Erfolgsaussichten deutlich – die Zugabe von Allopurinol oder DMSO nach dem beschriebenen Behandlungsschema regulierte die Symptome innerhalb von 2 Wochen bei 84% der Patienten (18).

Während einer zwölfmonatigen prophylaktischen Behandlung kehrten nur bei 5% der Patienten denen Sulfasalazin und Allopurinol verabreicht wurden, und 5% der Patienten, die Sulfasalazin und DMSO erhielten, Anfälle zurück. Von den Patienten, die Sulfasalazin allein eingenommen haben, erlitten hingegen 25% einen Rückfall. DMSO lindert Entzündungen, unterstützt die Behandlung einer Colitis ulcerosa und setzt das Risiko eines Rückfalls deutlich herab. Die Beobachtungen legen nahe, dass freie Radikale am Mechanismus der Colitis ulcerosa beteiligt sind und dass deren Entfernung bei der Behandlung akuter Anfälle wie auch beim Schutz des Dickdarms vor erneuten Anfällen nützlich sein kann (18).

2. DMSO gegen Magen- und Darmgeschwüre

DMSO verbessert die Behandlungsergebnisse bei Rauchern mit Magengeschwüren, wie eine Studie aus Bagdad berichtet (19). Diese prospektive, randomisierte, doppelblinde Studie untersuchte, ob sich die Fänger von aus Sauerstoff stammenden freien Radikalen bei der Behandlung von akuten duodenale Geschwürbildungen beim Menschen nützlich sind. Hierfür wurde den Patienten Allopurinol, ein Hydroxylradikalfänger und Hemmer der Superoxidradikale bildenden Xanthinoxidase, und Dimethylsulfoxid, ebenso ein Hydroxylradikalfänger, oral mit Cimetidin, einem Magen-Darm-Mittel, verabreicht. Patienten mit endoskopisch nachgewiesener und akuter duodenalen Geschwürbildung, die Symptome wie Bauchschmerzen, ein Druckgefühl, Übelkeit und Erbrechen hervorruft, wurden randomisiert und in drei Gruppen eingeteilt. Diese erhielten 8 Wochen lang Cimetidin (2-mal pro Tag 400 mg), Cimetidin mit DMSO (4-mal pro Tag 500 mg) oder Cimetidin mit Allopurinol (4-mal pro Tag 50 mg). Diese Schemata wurden ein Jahr lang beibehalten – mit Ausnahme der Cimetidin-Gruppe, deren Dosis auf einmal 400 mg am Abend reduziert wurde – und für ein weiteres Jahr nachbeobachtet. Nach 8-wöchiger Behandlung heilten die Geschwüre bei 69 der Patienten (79%), die Cimetidin alleine einnahmen, und bei allen Patienten, die zusätzlich DMSO oder Allopurinol erhalten hatten.

Weiterhin konnte beobachtet werden, dass DMSO Magen und Darm vor neuen Erkrankungen schützt. Während des Erhaltungsjahres fielen 15 Patienten, die Cimetidin erhalten hatten, zurück – das entspricht einer Rückfallquote von 29%. Die Zugabe von DMSO oder Allopurinol zu Cimetidin war mit einer signifikant niedrigeren Rückfallquote verbunden und scheint das Risiko einer erneuten Erkrankungen deutlich zu senken (19).

3. DMSO schützt die Magenschleimhaut

DMSO schützt vor Magenschleimhautverletzungen, die durch Stress hervorgerufen werden können (20). In einer Studie wurde untersucht, ob die Radikalfänger Allopurinol (50 mg) und Dimethylsulfoxid (500 mg) die Häufigkeit von durch Stress hervorgerufenen Verletzungen der Magenschleimhaut bei Patienten mit Beckenfrakturen und hypovolämischem Schock beeinflussen. Hierbei konnte eine schützende Funktion von DMSO festgestellt werden, das Verletzungen entgegenwirkt. In den ersten 3 Tagen nach dem Krankenhausaufenthalt konnte bei 13 Personen der Kontrollgruppe eine Verletzung festgestellt werden, während nur 2 Patienten der Allopurinol- (3%) und DMSO-Gruppen (4%) diese Verletzung hatten. 8 Fälle der Kontrollgruppe (14%) und einer der Allopurinol-Gruppe (2%) verschlechterten sich, die betroffenen Personen wurden einer Notoperation unterzogen. Bei der DMSO-Gruppe konnten keine Verschlechterungen festgestellt werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass aus Sauerstoff hervorgegangene freie Radikale direkt mit der durch den Stress ausgelösten Schädigung der Magenschleimhaut in Verbindung gebracht werden und eine Entfernung dieser Radikale – für deren Einsatz DMSO als Radikalfänger sehr gut geeignet ist – vor Verletzungen der Magenschleimhaut und ihren Komplikationen schützt.

DMSO gegen Krebs

Als freier Radikalfänger wird DMSO in der Krebstherapie eingesetzt. Freie Radikale stehen mit den nachteiligen Wirkungen von Malignomen in Verbindung. DMSO schwächt diese nachteiligen Wirkungen ab und ist dadurch in der Lage, die Überlebensrate von Krebspatienten zu erhöhen.

1. DMSO gegen Lungenamyloidose

Eine Amyloidose entwickelt sich bei etwa 14% der Patienten mit einem multiplen Myelom, einer Krebserkrankung des Blutsystems, wodurch zusätzliche Komplikationen entstehen und die Überlebenschance sinkt (23). In einigen in vitro Untersuchungen und Tiermodellen konnte beobachtet werden, dass DMSO die entstandenen Amyloid-Ablagerungen ganz oder zumindest teilweise verschwinden lässt (46) (47). Therapeutische Untersuchungen legen außerdem nahe, dass sich eine verlängerte Behandlung mit DMSO bei verschiedenen Arten der systematischen Amyloidose als wirksam erweisen könnte.

Im Januar 1986 wurde ein 53-jähriger Mann in ein japanisches Krankenhaus aufgenommen (23). Zu diesem Zeitpunkt wies er eine 3-monatige Geschichte von Schwäche und Ödemen auf, woraufhin ein multiples Myelom diagnostiziert wurde. Vier Jahre später entwickelte sich eine durch pulmonale Amyloidose verursachte Lungeninfiltration, die mit transdermalem Dimethylsulfoxid (DMSO) behandelt wurde. Acht Wochen nach Beginn der DMSO-Behandlung wurde eine drastische Verringerung der Lungeninfiltration beobachtet, die durch das Thorax-Röntgenogramm bestimmt wurde, und die arteriellen Blutgaswerte wurden verbessert. Es konnten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen von DMSO festgestellt werden.

Auch in weiteren Studien hat Dimethylsulfoxid positive Ergebnisse erzielt und die Lungenamyloidose gelindert. Auf diese Weise kann der Gesundheitszustand des Patienten verbessert und Komplikationen vermieden werden. In China wurde die Lungenamyloidose einer 65-jährigen Frau diagnostiziert (48). Sie befand sich in einem guten gesundheitlichen Zustand, bis sie 4 Jahre vor der Diagnose erstmals von Hautveränderungen und gelblichen Knötchen im Gesicht befallen wurde. Zwei Jahre später kamen Ödeme, Rötungen und eine Verhärtung der Fingerspitzen dazu. Ein Jahr vor der Diagnose konnten schließlich auch Heiserkeit und eine Vergrößerung der Zunge festgestellt werden.

Die Ärzte entschieden sich für eine Behandlung der Hautverletzungen mit Dimethylsulfoxid (48). Die Patientin nahm vier Jahre lang DMSO in Höhe von 40 mg/kg pro Tag ein. Nach einer 3-monatigen Einnahme konnte bereits eine langsame Verbesserung ihrer Hautverletzungen festgestellt werden. Nach 4 Jahren haben sich die Hautverletzungen deutlich verbessert: Zahl und Größe der wachsartigen, gelblichen Knötchen in ihrem Gesicht wurden verringert und es konnten keine punkförmige Hautblutungen mehr festgestellt werden. Nach 16 Monaten wurde eine Biopsie durchgeführt, die eine ähnliche Verteilung der Amyloid-Ablagerungen zeigte. Dennoch gab es keine weiteren Anzeichen für eine Extravasation oder hindurchgetretene Blutkörperchen („im Körper liegendes Blut“).

2. DMSO in der Behandlung von Darmkrebs

Nach kurativen Eingriffen wurden 198 Darmkrebs-Patienten, die sich gerade von der Operation erholten, mit Allopurinol oder DMSO behandelt (21). Der Einsatz der freien Radikalfänger wirkt sich positiv auf die Behandlung von Darmkrebs ausgewirkt und steigern die Überlebensrate der Patienten – so die Ergebnisse der Studie. Dabei bekamen die Probanden 4-mal täglich 50 mg Allopurinol oder 4-mal täglich 500 mg DMSO verabreicht. Bei 144 auswertbaren Patienten, die 5 Jahre lang begleitet wurden, erzielten Allopurinol und DMSO einen signifikanten Überlebensvorteil. Die ähnliche Wirksamkeit von Allopurinol und DMSO und die Tatsache, dass ihre einzige Gemeinsamkeit in der Fähigkeit liegt, freie Radikale zu fangen, legen den Schluss nahe, dass diese Radikale mit den nachteiligen Wirkungen von Malignomen in Verbindung stehen und dass deren Entfernung eine bessere Überlebensaussicht für Darmkrebs-Patienten bedeutet.

DMSO als Nahrungsergänzungsmittel

Als alternatives Heilmittel oder Nahrungsergänzungsmittel wird Dimethylsulfoxid überwiegend in zwei Darreichungsformen angeboten – als Gel, das einfach auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen wird, oder als Lösung zur inneren Anwendung. Online lassen sich viele Hersteller und Seiten finden, auf denen DMSO-Produkte angeboten werden. Dabei unterscheiden sich die Anwendungsbereiche der Produkte kaum, beide Formen werden zur Behandlung folgender Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt:

  • Rheuma
  • Gelenkbeschwerden und -entzündungen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Osteoporose, Arthrose oder Arthritis, Gelenkentzündungen
  • Schmerzen
  • Unterstützung der Wundheilung und Beschleunigung der Regenerationszeit bei Verletzungen
  • Dermatologische Erkrankungen, entzündliche Zustände der Haut: Ekzeme, Knötchen, rissige Haut
  • Urogenitale Erkrankungen: interstitielle Cystitis, Strahlencystitis, chronische Prostatitis und chronische Trigonitis bei Frauen
  • Magen-Darm-Erkrankungen: Magen-Darm-Infektionen und damit einhergehende Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit oder einem Druckgefühl, Colitis ulcerosa, Magengeschwüre, Entzündungen der Magenschleimhaut
  • Lungenfibrose
  • Amyloidose

Eine einfache und schnelle Methode der Verwendung von DMSO ist die orale Aufnahme. So gelangt das natürliche Heilmittel direkt in den Körper, wo es seine therapeutische Wirkung entfalten kann. Das Trinken nimmt nur wenige Sekunden in Anspruch, die Dosierung ist unkompliziert. Bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, Rheuma oder Verletzungen erweist sich die Verwendung von DMSO-Gel häufig als die bessere Variante, da es eine kühlende Wirkung hat, wodurch sich Schwellungen schnell reduzieren (26). Da Dimethylsulfoxid eine hohe Membranpenetrationsfähigkeit besitzt, ist es in der Lage, die Haut leicht zu, wodurch es von ihr ideal aufgenommen werden kann (24) (27). Diese Form der Einnahme empfiehlt sich auch für Personen, die sich aufgrund von Bedenken vor einer inneren Verwendung sträuben – auch wenn es diese bei korrekter Einnahme und Dosierung nicht zu geben braucht und aus Studien stammende Informationen und wissenschaftliche Artikel die Sicherheit und den Effekt von DMSO in verschiedenen Bereichen bestätigen.

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