Grünlippmuschel

Die Grünlippmuschel ist eine Muschelart aus Neuseeland, die für ihren hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Omega 3 und Furanfettsäure bekannt ist. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung wird die Grünlippmuschel zur Herstellung von hochwertigen Nutrazeutika und natürlichen Mittel zur Behandlung von rheumatischen Gelenkbeschwerden verwendet.

Artikel durch 43 anerkannte Studien verifiziert

Grünlippmuschel – Inhaltsstoffe, Eigenschaften und Studien zur Wirkung

Fisch und Meeresfrüchte gelten als gesund – dank ihrer Omega-3-Fettsäuren. Diese werden für ein gesundes Wachstum, die Entwicklung der Augen und eine normale Sehkraft benötigt und können das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Der regelmäßige Konsum von Fisch wird empfohlen, der Markt an Fischölpräparaten wächst. Tatsächlich gibt es eine Muschelart, die einigen Fischen und entsprechenden Präparaten überlegen ist: die Grünlippmuschel. Sie enthält nicht nur Omega-3-Fettsäuren, sondern auch die ebenso stark entzündungshemmende Furanfettsäure, weshalb sie bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthrose noch bessere Erfolge erzielt als Fischölkapseln.

Die Grünlippmuschel stammt aus Neuseeland und ist für die medizinische Forschung von Interesse, seitdem erkannt wurde, dass die dort heimische Maori-Kultur im Vergleich zu Europäern und anderen Bevölkerungsgruppen deutlich seltener an Gelenkentzündungen leiden. Seitdem steht die Grünlippmuschel immer wieder im Mittelpunkt von Studien, die sich mit ihrer Wirksamkeit bei entzündlichen Erkrankungen wie Darm- oder Gelenkentzündungen bei Mensch und Tier beschäftigen – doch nicht immer sind die Ergebnisse eindeutig. In diesem Artikel werden die Inhaltsstoffe und der potenzielle Nutzen der Grünlippmuschel vorgestellt und anhand von Studien überprüft, welche Vorteile tatsächlich mit dem Konsum der Grünlippmuschel oder der Einnahme von entsprechenden Präparaten einhergehen und bei welchen Erkrankungen diese Verbesserungen erzielen und als ergänzende Therapie geeignet sind.

Was ist die Grünlippmuschel?

ei der Grünlippmuschel, die auch unter dem Namen Grünschalmuschel bekannt ist, handelt es sich um eine Muschelart aus der Familie der Miesmuscheln, die ursprünglich aus Neuseeland stammt und ein Grundnahrungsmittel der einheimischen Maori-Kultur ist (1) (2). Auf ernährungswissenschaftlicher Ebene ist sie durch ihre Furanfettsäuren gekennzeichnet (2), die sie aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren synthetisiert. Damit stellt die Grünlippmuschel wertvolle Antioxidantien und entzündungshemmende Eigenschaften zur Verfügung. In Bezug auf das Erscheinungsbild lässt sich die Grünlippmuschel durch einen hellgrünen Streifen am hinteren Bauchrand der Muschel und durch ihre charakteristische grüne Lippe, die auf der Innenseite der Muschel sichtbar ist, von anderen Muschelarten unterscheiden (2).

Die entzündungshemmenden Wirkungen der Grünlippmuschel werden untersucht, seitdem beobachtet wurde, dass die Maoris im Vergleich zu den Einwohnern Europas und anderen Bevölkerungsgruppen deutlich seltener von Arthritis (Gelenkentzündungen) betroffen sind (2).  Seitdem wird die Grünlippmuschel zur Entwicklung natürlicher Arzneimittel zur Behandlung von Arthritis eingesetzt, die herkömmliche nichtsteroidale entzündungshemmende Mittel (NSAIDs) ersetzen und die Krankheit ohne bekannte Nebenwirkungen erfolgreich behandelt (3). Aufgrund ihres therapeutischen Potenzials stehen die Zusammensetzung des Grünlippmuschel-Extrakts (4) (5) (6), seine entzündungshemmende Wirkung und seine komplexe Wirkungsweise (7) (8) (9) (10) und sein therapeutischer Nutzen zur Behandlung von Gelenkerkrankungen (11) (12), Asthma (13) und weiteren Krankheiten immer wieder im Mittelpunkt experimenteller und klinischer Studien.

Die aktive Komponente der Muschel ist ihr Lipid, also eine fettähnliche Substanz, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist und die Zellen schützt, indem sie nach einer Zellschädigung abbauende Enzyme wie Phospholipasen und Lipoxygenasen aktiviert (14) (15). Aus diesen mehrfach ungesättigten Fettsäuren wird auch Furanfettsäuren hergestellt, die in Fischen, Muscheln und weiteren Meerestieren enthalten sind (2).

Nutzen für den Menschen

Die Grünlippmuschel wird für vielfältige Zwecke genutzt und ist insbesondere aus ernährungswissenschaftlicher als auch medizinischer Sicht sowie für die Aquakulturindustrie von großer Bedeutung. Seit der Gründung der Grünlippmuschel-Aquakultur in Neuseeland im Jahr 1969 hat die GSM-Industrie ein beständiges und starkes Wachstum verzeichnet (1) (16). Im Jahr 2011 belief sich der Exportwert auf 218 Millionen Neuseeland-Dollar bei einem Produktvolumen von mehr als 38.000 Tonnen – gegenüber rund 40 Millionen NZ-Dollar im Jahr 1989 (1). Wie lässt sich ein solches Wachstum und die hohe Nachfrage erklären?

Die Grünlippmuschel wird als Lebensmittel verkauft und auch zur Herstellung hochwertiger Nutrazeutika verwendet, darunter Ölextrakte und gefriergetrocknete Muschelpulver, wie etwa Lyprinol® und Seatone®, natürliche Mittel zur Behandlung von rheumatischen Gelenkbeschwerden (1). Studien haben gezeigt, dass aus der Grünlippmuschel extrahierte Lipid zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich bringt. Besonders bekannt ist es für seine Omega-3-Fettsäuren und seine Fähigkeit, Entzündungen zu reduzieren (1) (10) (17) (18) (19) (20) (21) (22) (23) (24) (25). Bei den vorherrschenden Omega-3-Fettsäuren handelt es sich um Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) (1).

Auch das Öl der Grünlippmuschel enthält mehrere Lipidkomponenten – jedoch zu einem geringeren Anteil, darunter Phytosterole und Furanfettsäuren (1) (2) (26). Während Omega-3 auch in Fischölkapseln vorkommt, sind diese gesundheitsfördernden Lipide und insbesondere die Furanfettsäure in Grünlippmuschel-Kapseln, in den meisten Fischölkapseln jedoch nicht enthalten (1) (2) (27) (28) (29). Da die Grünlippmuschel nur geringe Ölkonzentrationen aufweist (5) (26) und das Extraktionsverfahren sehr aufwendig ist, ist das Öl der Grünlippmuschel sehr teuer. Der geschätzte Preis beträgt 3.000 NZ-Dollar pro Kilogramm (1).

 Lipid der Grünlippmuschel (GSM-Lipid)Öl der Grünlippmuschel (GSM-Öl)
InhaltsstoffeEnthält Omega-3-Fettsäuren wie Docosahexaensäure und EicosapentaensäureEnthält geringfügige Lipidkomponenten wie Phytosterole und Furanfettsäuren
EigenschaftAntioxidative und entzündungshemmende EigenschaftAntioxidative und entzündungshemmende Eigenschaft
Besonderheit in Bezug auf NahrungsergänzungsmittelIn Bezug auf Inhaltsstoffe, Wirkung und Preis vergleichbar mit FischölkapselnEnthält zudem die stark entzündungshemmende Furanfettsäure; hoher Preis

Inhaltsstoffe der Grünlippmuschel

Die Grünlippmuschel ist vor allem für die in ihr enthaltenen Omega-3-Fettsäuren und Furanfettsäure bekannt. Vielzählige Studien bestätigen den gesundheitlichen Nutzen eines erhöhten Verzehrs von Omega-3-Fettsäuren, insbesondere der Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) (1) (30) (31) (32) (33). Daher wächst auch der Markt für Omega-3-Zusätze und Nahrungsergänzungsmittel wie Fischöl. Dabei ist der Anteil von Omega-3-Fettsäuren in GSM-Öl höher als in bestimmten Fischölen, beispielsweise aus Sardinen, Sardellen und Dorschleber (26). Die Grünlippmuschel nimmt Omega-3-Fettsäuren über ihre Nahrung auf, die reich an Zooplankton und Phytoplankton ist (1). Grünlippmuscheln gelten als eine der nachhaltigsten Quellen für Omega-3-Fettsäuren, da sie nicht wild gefangen, sondern gezüchtet werden und keine weiteren diätischen Mittel benötigt werden.

Das Extrakt der Grünlippmuschel enthält fünf Hauptlipide (2):

  • Polare Lipide
  • Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren oder die Furanfettsäure
  • Triglyceride
  • Sterole
  • Sterolester

Eine detaillierte Analyse der Fettsäurezusammensetzung ergab, dass Omega-3-Fettsäuren wie Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) die am häufigsten vorkommenden mehrfach gesättigten Fettsäuren unter den 90 Fettsäurekomponenten in diesem Extrakt waren (5) (6). Diese sind zumindest teilweise für die entzündungshemmende Aktivität der Grünlippmuschel verantwortlich. Mittlerweile liegt es nahe, dass der positive Effekt wahrscheinlich nicht ausschließlich auf den Omega-3-Fettsäuregehalt zurückzuführen ist (22). Denn die Grünlippmuschel enthält eine weitere aktive Komponente zusätzlich zu den Omega-3-Fettsäuren – die Furanfettsäure. Da die Grünlippmuschel zusätzlich zu Omega 3 auch Furanfettsäure zur Verfügung stellt, werden Grünlippmuschel-Kapseln häufig als effektiver als Fischölkapseln beschrieben, die eine höhere entzündungshemmende Eigenschaft besitzen sollen (siehe Grünlippmuschel vs. Fischöl)

Nebenwirkungen und Sicherheit der Grünlippmuschel

Der Extrakt der Grünlippmuschel (GSM) gilt als sicher und gut verträglich und wird zur Herstellung hochwertiger Nutrazeutika wie Lyprinol und Seatone, natürliche Entzündungshemmer zur Behandlung von rheumatischen Gelenkbeschwerden, verwendet (1). In einer Studie wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Lyprinol bei der Behandlung von Patienten mit Knie- und Hüftarthrose geprüft (34). Der Grünlippmuschel-Extrakt hat sich als wirksam und ein vielversprechendes entzündungshemmendes Mittel erwiesen, das die Symptome der Arthrose lindert, ohne dass es zu Nebenwirkungen kommt. Die Patienten wurden 8 Wochen lang mit Lyprinol behandelt.

Eine weitere Studie, in der Patienten mit Brust- oder Prostatakrebs mit Lyprinol behandelt wurden, fasst zusammen, dass der Grünlippmuschel-Extrakt ein gut verträgliches Medikament bei fortgeschrittenem Prostata- und Brustkrebs ist (35). Sie zeigt jedoch auch, dass auch bei Grünlippmuschel-Extrakt, wie bei allen Arzneimitteln, Nebenwirkungen auftreten können. Dyspeptische Symptome und Anämie waren die häufigsten Beschwerden. Die Anämie war höchstwahrscheinlich krankheitsbedingt, ebenso wie eine der zwei beobachteten Leberfunktionsstörungen. Der zweite Patient hatte jedoch keine Erkrankung der Leber und zu Studienbeginn eine normale Leberfunktion, weshalb die Gesundheit der Leber bei einer längerfristigen Behandlung mit Grünlippmuschel-Extrakt beobachtet werden sollte.

Wie bei vielen Arzneimitteln gilt, dass bei der Einnahme von Grünlippmuschel-Extrakt nicht mit Nebenwirkungen gerechnet werden muss, diese jedoch auch nicht auszuschließen sind. Dabei können die Nebenwirkungen teilweise auch auf andere Erkrankungen zurückzuführen sein.

Zu den Nebenwirkungen von GSM-Präparaten zählen:

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung und andere Verdauungsstörungen
  • Anämie (Blutarmut)
  • Appetitverlust
  • Bauchschmerzen
  • Lethargie (Schläfrigkeit, Desinteresse, Teilnahmslosigkeit)
  • Leberfunktionsstörung

Dosierung der Grünlippmuscheln

Handelsübliche Grünlippmuschel-Präparate enthalten in der Regel zwischen 50 mg und 1.800 mg Grünlippmuschel-Extrakt. Die meisten der Präparate enthalten 500 mg pro Kapsel bzw. Tablette.  Dabei gibt es Uneinigkeiten darüber, welche Dosierung am besten unter welchem Umständen geeignet ist. In klinischen Studien konnte sowohl bei der Verabreichung von geringeren Konzentrationen als auch bei der Verabreichung von höheren Konzentrationen vorteilhafte Wirkungen festgestellt werden. Da im Rahmen einer Studie bei der Behandlung mit Lyprinol (Arzneimittel basierend auf Grünlippmuschel-Extrakt) bei älteren Patienten mit Brust- oder Prostatakrebs Leberfunktionsstörungen und weitere Nebenwirkungen beobachtet wurden, sollte im Zweifelsfall eine niedrigere Dosis (bis 500 mg) gewählt werden oder ein Arzt konsultiert werden.

Einnahmemöglichkeiten und Darreichungsformen der Grünlippmuschel

Der Extrakt der Grünlippmuschel (GSM-Extrakt) wird zur Herstellung hochwertiger Nutrazeutika verwendet und als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Beispiele für Nutrazeutika sind Lyprinol® und Seatone® – natürliche Entzündungshemmer, die zur Behandlung von Arthrose und weiteren rheumatischen Gelenkbeschwerden eingesetzt werden. Beide Präparate sind als Kapseln erhältlich und können online erworben werden. Während die Lyprinol®-Kapseln 50 mg Grünlippmuschel-Extrakt pro Stück enthalten, stellt eine Kapsel Seatone® 350 mg Grünlippmuschel-Extrakt bereit.

Als Nahrungsergänzungsmittel ist GSM-Extrakt in Form von Kapseln, Tabletten oder Pulver erhältlich. Diese enthalten etwa zwischen 50 mg und 1.800 mg Grünlippmuschel-Extrakt und werden ebenso zur Erhaltung der Gelenkbeweglichkeit und zur Behandlung von Gelenkerkrankungen wie Arthrose eingesetzt. Darüber hinaus sollen sie aufgrund der enthaltenen Omega-3-Fettsäuren zur Unterstützung der Herzgesundheit beitragen.

Grünlippmuschel vs. Fischöl

Grünlippmuschel- und Fischölkapseln stellen wertvolle Inhaltsstoffe bereit und bringen dadurch gesundheitliche Vorteile mit sich. Ihre pharmakologischen Wirkungen sind auf die in ihr enthaltenen mehrfach gesättigten Fettsäuren wie Omega 3 zurückzuführen. Dabei können beide Präparate in Studien mit ihren entzündungshemmenden Eigenschaften überzeugen. Dabei ist der Anteil von Omega-3-Fettsäuren in GSM-Extrakt höher als in einigen Fischölen (1). Darüber hinaus enthalten Grünlippmuschel-Kapseln einige Lipidkomponenten, die in den meisten Fischölprodukten nicht enthalten sind – z.B. die Furansäure, die wie Omega 3 stark entzündungshemmend wirkt. In Bezug auf die Zusammensetzung stellen Grünlippmuschel-Produkte also mehr aktive Inhaltsstoffe breit.

Doch wie sieht es in Bezug auf die Wirkung aus? Eine Studie, in der die Wirkung von Grünlippmuschel-Extrakt bei Arthrose-Patienten mit der von Fischöl verglichen wurde, zeigte, dass der GSM-Extrakt deutlich effektiver war (36). Bei den Patienten, die GSM-Extrakt einnahmen, konnten Schmerzen und Symptome um 89% gelindert werden. Außerdem berichteten 91% von einer verbesserten Lebensqualität. Die Patienten, die mit Fischöl behandelt wurden, zeigten hingegen eine deutlich schlechtere Besserung und mehr körperliche Beschwerden im Vergleich zu der GSM-Gruppe.

Wirkung der Grünlippmuschel – Studien im Überblick

Verschiedene Muschelarten stellen Inhaltsstoffe mit medizinische und therapeutische Wirkungen bereit. Die Grünlippmuschel (Perna canaliculus) wird insbesondere für die Herstellung kommerzieller therapeutischer Mittel gegen Arthralgie (Gelenkschmerzen) und Gelenkentzündungen für Mensch und Tier verwendet. Studien zeigen, dass Grünlippmuscheln ein therapeutisches Potenzial als Adjuvantien haben und zur Behandlung verschiedener Krankheiten geeignet sind (37):

  • Rheumatoide Arthritis (38)
  • Osteoarthritis / Arthrose (36) (39)
  • Asthma (40)
  • und Darmbeschwerden (22)

Grünlippmuschel gegen Darmerkrankungen

Die Grünlippmuschel (GSM) ist für ihre entzündungshemmende Aktivität bekannt und wird deshalb unteranderem zur Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen eingesetzt, weshalb es nahe liegt, dass GSM-Extrakt auch zur Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen geeignet ist. Zu den entzündlichen Darmerkrankungen zählen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – ein Heilmittel wurde noch nicht gefunden und auch die derzeit verfügbaren Therapien können die Symptome der entzündlichen Darmerkrankung nicht langfristig lindern (22). Die Krankheit ist durch eine wiederkehrende Entzündung des Darms gekennzeichnet. Zu den Entzündungsmediatoren, die diese chronische Entzündung fördern, gehören die Arachidonsäure-Metaboliten Leukotrien-B4, Prostaglandin-E2 und Thromboxan-B2 sowie die proinflammatorischen (entzündungsfördernden) Zytokine Interleukin-1, -2 und -6, der Tumornekrose-Faktor-alpha (TNF-α) und Interferon-gamma (IFN-γ) (22).

Die Behandlungsmodalitäten mit Kortikosteroiden (Steroidhormonen) und Medikamenten wie Sulfasalizin und 5-Aminosalicylsäure reduzieren die Entzündung und fördern die Heilung des Dickdarms sowie die Reparatur von geschädigtem Gewebe, was wiederum die damit verbundenen Schmerzen und Schwellungen verringert. Aufgrund der erforderlichen hohen Dosen sind mit dieser Therapie jedoch häufig Nebenwirkungen verbunden. Deshalb gibt es Ansätze für alternative Therapien mit mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren in Form von Meeresölen, von denen nachgewiesen wurde , dass sie die Symptome einer Entzündung bei verschiedenen entzündlichen Krankheiten wie der rheumatoiden Arthritis, Psoriasis und Colitis lindern können (22).

  1. Grünlippmuschel zur Behandlung von Darmerkrankungen bei Tieren
    Aufgrund seiner starken entzündungshemmenden Eigenschaft sind die Grünlippmuschel und daraus hergestellte Heilmittel wie Lyprinol für die Therapie von entzündlichen Darmerkrankungen von besonderem Interesse. Die entzündungshemmende Eigenschaft der Grünlippmuschel wurde bereits in vielen Studien bestätigt (17) (18) (19) (20) (21) (22) (23) (24) (25). Nun legt eine Tierstudie nahe, dass GSM-Extrakt als entzündungshemmendes Mittel auch zur Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen geeignet ist (22). Dabei wurden Mäuse mit Darmentzündungen 13 Tage lang mit Fischöl oder Lyprinol behandelt. Durch die Behandlung mit Lyprinol konnte der Körpergewichtsverlust sowie das Blinddarm- und Dickdarmgewicht signifikant verringert werden. Darüber hinaus nahm die Krankheitsaktivität deutlich ab. Die Autoren der Studie betrachten die Ergebnisse als vorläufigen Beweis dafür, dass Grünlippmuschel-Extrakt möglicherweise bei der Linderung der Symptome von entzündlichen Darmerkrankungen nützlich sein kann.
  2. Grünlippmuschel verbessert die Darmfunktion beim Menschen
    Kürzlich an Menschen durchgeführte Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Grünlippmuschel-Extrakt die Darmfunktion unterstützt und möglicherweise den Darmtrakt schützen kann, wenn er in Verbindung mit analgetischen und entzündungshemmenden Medikamenten bei Arthrose-Patienten verabreicht wird (37) (39) (41).

Grünlippmuschel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hohe Cholesterinwerte gelten als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Cholesterin kann sich in den Gefäßwänden der Arterien einlagern, es bilden sich Plaques und es kommt zu einer Gefäßverengung und damit zu Durchblutungsstörungen – das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie einen Herzinfarkt erhöht sich. Cholesterinsenkende Mittel können dazu beitragen, die LDL-Spiegel zu senken, die Durchblutung zu fördern und das Risiko zu senken.

Die Grünlippmuschel (P. canaliculus) ist wie andere Meeresorganismen von Natur aus cholesterinarm. Mit diesem Merkmal wird auch ihre entzündungshemmende Eigenschaft in Verbindung gebracht (5). Hier sind es jedoch vor allem ihre cholesterinsenkenden Phytosterole und Omega-3-Fettsäuren, die der Grünlippmuschel ihre therapeutischen Eigenschaften verleiht. Es wird vermutet, dass der hohe Anteil an Omega-3-Säuren dazu beiträgt, die mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbundenen Risikofaktoren zu senken und Symptome von entzündlichen Erkrankungen wie Arthrose zu lindern (5) (37).

Grünlippmuschel gegen Gelenkerkrankungen

In vielen klinischen Studien konnte eine Verbesserung von entzündlichen Gelenkerkrankungen durch die Behandlung mit Grünlippmuschel-Extrakt bestätigt werden. Dabei wird die Grünlippmuschel meist als unterstützende Maßnahme und nicht als Heilmittel oder Ersatztherapie angesehen. Eine systematische Überprüfung relevanter Studien (42) fasst die bisherigen Erkenntnisse in diesem Bereich zusammen:

  • Grünlippmuschel-Extrakt lindert Arthrose-Schmerzen und erhöht die Beweglichkeit in Placebo-kontrollierten Studien

Die erste veröffentlichte Studie zur Wirkung von Grünlippmuschel-Extrakt bei Arthrose erfolgte 1980 (3). Die Patienten wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt und 6 Monate lang mit GSM-Extrakt behandelt. Die GSM-Dosis in den ersten 3 Monaten betrug 1050 mg / Tag, verringerte sich jedoch nach 2 Monaten, wenn sich der Zustand des Patienten klinisch verbesserte. Die Krankenhausapotheke gab die Kapseln nach einem Zufallscode aus, ohne die Zufallsmethode mitzuteilen. Die Veränderung wurde dann als eine Besserung gewertet, wenn sowohl der Patient als auch der Arzt einverstanden waren und objektive Belege vorlagen. Die anschließende Analyse zeigte, dass keine signifikanten Unterschiede zwischen der Placebo- und der tatsächlich behandelten Gruppe festgestellt wurden. Patienten, die 3 Monate-lang Seatone erhielten, zeigten jedoch eine Tendenz zur Verbesserung der Schmerzen sowie eine deutliche Verbesserung des Funktionsindex und der Gehzeit – gemessen an einer Strecke von 15 Metern. Es konnten zwar nur minimale und keine signifikanten Ergebnisse festgestellt werden, die Patienten waren jedoch auch gegenüber konventionellen Medikamenten resistent, weshalb die Grünlippmuschel weiterhin als ergänzende Therapie in Betracht gezogen werden sollte.

6 Jahre später wurde Seatone® – ein Mittel, das auf Grünlippmuschel-Extrakt basiert – als Zusatzbehandlung zu nichtsteroidalen entzündungshemmenden Mitteln (NSAIDs), die üblicherweise bei Arthrose verabreicht werden (42). In dieser Studie wurden 53 Patienten leichter bis mittelschwerer Knie-Arthrose behandelt. Sie erhielten 6 Monate lang Grünlippmuschel-Extrakt oder ein Placebo. Bei der Placebogruppe war die Dauer der Morgensteife im Vergleich zur Seatone-Gruppe signifikant reduziert. Dafür war der Grünlippmuschel-Extrakt bei vier Kriterien signifikant wirksam und schnitt dabei deutlich besser ab als das Placebo. Dabei handelte es sich um:

  • Die Schmerzreduktion
  • Die Funktionen
  • Die Beurteilung durch den Patient
  • Die Beurteilung durch den Arzt

In einer weiteren Studie wurde Lyprinol® – ein weiteres Mittel, dass Grünlippmuschel-Extrakt als aktiven Wirkstoff enthält – als Zusatzbehandlung zu einer standardisierten Paracetamol-Dosis im Vergleich zum Placebo bei Patienten mit Knie-Arthrose beurteilt. Die Probanden setzten ihre Arthrose-Medikamente eine Woche vor Beginn der Studie ab und ersetzten sie durch 2 g Paracetamol pro Tag, das sie während der gesamten Studie eingenommen hatten. Zusätzliches Paracetamol wurde als „Notfallmedikament“ zugelassen, was die Ergebnisse jedoch leicht verzerrt haben könnte. Im Gegensatz zu früheren Studien wurden Patienten, die Omega-3-Fettsäure-Präparate einnahmen, ausgeschlossen. Beide Gruppen erhielten in den ersten 2 Monaten das gleiche Medikationsschema mit vier Kapseln (GSM-Extrakt oder Placebo) pro Tag und dann zwei Kapseln pro Tag bis zum Ende der Studie. Die Schmerzen waren in beiden Behandlungsgruppen vom Beginn bis zum Ende der Behandlung signifikant reduziert, wobei die Behandlung mit Grünlippmuschel-Extrakt stärkere Erfolge erzielte. Die Anpassung des Paracetamol-Bedarfs führte zu einer deutlicheren der Schmerzskala in der behandelten Gruppe. Darüber hinaus wurden weitere Verbesserungen gemeldet, bei denen jedoch keine signifikanten Gruppenunterschiede festgestellt werden konnten. Die Autoren schlussfolgern, dass Lyprinol® gut verträglich war und mit einer verminderten Schmerzwahrnehmung und einer allgemeinen Verbesserung der Arthrose der Patienten nach mindestens 2-monatiger Behandlung verbunden war.

  • Grünlippmuschel-Extrakt lindert Arthrose-Schmerzen und erhöht die Beweglichkeit in Vergleichsstudien

Das Ziel der Studie von Gibson und Gibson (11) bestand darin, zwei verschiedene Grünlippmuschel-Präparate über einen Zeitraum von 6 Monaten zu vergleichen: ein Grünlippmuschel-Lipidextrakt (Lyprinol®) von 210 mg / Tag im Vergleich zu stabilisiertem Muschelpulver von 1150 mg / Tag. 30 Arthrose-Patienten wurden zufällig eine der beiden Gruppen zugeteilt. Patienten der Gruppe A nahmen 3 Monate lang fünf Kapseln pro Tag (1150 mg Muschelpulver pro Tag) und Gruppe B drei Kapseln pro Tag (210 mg Lipidextrakt pro Tag) ein. Alle Patienten nahmen weitere 3 Monate den Lipidextrakt ein. Die wichtigsten Beurteilungskriterien waren der Gelenkindex, die Morgensteifigkeit, die visuelle analoge Schmerzskala (VAS), die Handgriffstärke und der Funktionsindex. Die Veränderungen wurden nach 3 und 6 Monaten bewertet. Beide Gruppen zeigten nach 3 Monaten signifikante Verbesserungen des Gelenkindex, der Schmerzskala und der Funktionen. Auch wurde in beiden Gruppen eine deutliche Verbesserung der Morgensteifigkeit beobachtet. Die globale Beurteilung von Patienten und Ärzten ergab eine Verbesserung von 85% in der Pulver-Gruppe und 69% in der Lipidextrakt-Gruppe. Es konnte kein Unterschied in der Wirksamkeitsgeschwindigkeit bei beiden Präparaten festgestellt werden. Es wurde von zwei Nebenwirkungen, darunter Übelkeit, berichtet. Die Grünlippmuschel lindert die Schmerzen, verbessert die Morgensteifigkeit und die körperliche Funktion und ist, wie der Vergleich zeigt, in verschiedenen Formen zur ergänzenden Behandlung von Arthrose geeignet.

Grünlippmuschel für Tiere

Grünlippmuschel-Extrakt ist nicht nur zur Behandlung von rheumatoider Arthritis und Arthrose beim Menschen geeignet, sondern auch zur Behandlung von Gelenkbeschwerden und zur Erhaltung der Gelenkgesundheit bei Tieren – etwa bei Hunden. In einer Studie wurde die Wirksamkeit der Grünlippmuschel, die dem Futter der Hunde hinzugefügt wurde, zur Linderung klinischer Anzeichen von Gelenkentzündungen (Arthritis) an 31 Mischlingen mit unterschiedlich stark ausgeprägter Arthritis untersucht (43). Jeder Hund wurde von einem Tierarzt untersucht und die Gelenke wurden auf Schmerz, Schwellung, Kiefergelenkreiben (Krepitus) und Einschränkung der Bewegungsfreiheit überprüft. Die Hunde wurden nach dem Zufallsprinzip der Behandlungs- oder aber der Kontrollgruppe zugeteilt. Beide Gruppen erhielten dasselbe Futter – bei der Behandlungsgruppe wurden 0,3% Grünlippmuschel-Pulver hinzugefügt. Nach 6 Wochen zeigte sich in der Testgruppe eine signifikante Verbesserung im Vergleich zur Kontrollgruppe, die Gelenkschmerzen und Schwellungen konnten deutlich gelindert werden. Die Veränderungen in Hinblick auf das Kiefergelenkreiben und den Bewegungsbereich waren in beiden Gruppen nicht signifikant. Diese Ergebnisse liefern starke Beweise dafür, dass Grünlippmuschel-Pulver als Ergänzung zum gewöhnlichen Futter helfen kann, Arthritis-Symptome bei Hunden zu lindern und die Gelenkgesundheit zu fördern.

Quellenangaben

1

Miller, Matthew R.; Pearce, Luke; Bettjeman, Bodhi I. (2014): Detailed distribution of lipids in Greenshell™ mussel (Perna canaliculus). In: Nutrients 6 (4), S. 1454–1474. DOI: 10.3390/nu6041454

2

Wakimoto, Toshiyuki; Kondo, Hikaru; Nii, Hirohiko; Kimura, Kaori; Egami, Yoko; Oka, Yusuke et al. (2011): Furan fatty acid as an anti-inflammatory component from the green-lipped mussel Perna canaliculus. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 108 (42), S. 17533–17537. DOI: 10.1073/pnas.1110577108

3

Gibson, R. G.; Gibson, S. L.; Conway, V.; Chappell, D. (1980): Perna canaliculus in the treatment of arthritis. In: The Practitioner 224 (1347), S. 955–960. PMID: 7003577

4

Kosuge, T.; Tsuji, K.; Ishida, H.; Yamaguchi, T. (1986): Isolation of an anti-histaminic substance from green-lipped mussel (Perna canaliculus). In: Chemical & pharmaceutical bulletin 34 (11), S. 4825–4828. DOI: 10.1248/cpb.34.4825

5

Murphy, Karen J.; Mooney, Ben D.; Mann, Neil J.; Nichols, Peter D.; Sinclair, Andrew J. (2002): Lipid, FA, and sterol composition of New Zealand green lipped mussel (Perna canaliculus) and Tasmanian blue mussel (Mytilus edulis). In: Lipids 37 (6), S. 587–595. DOI: 10.1007/s11745-002-0937-8

6

Wolyniak, Christopher J.; Brenna, J. Thomas; Murphy, Karen J.; Sinclair, Andrew J. (2005): Gas chromatography-chemical ionization-mass spectrometric fatty acid analysis of a commercial supercritical carbon dioxide lipid extract from New Zealand green-lipped mussel (Perna canaliculus). In: Lipids 40 (4), S. 355–360. DOI: 10.1007/s11745-006-1394-0

7

Halpern, Georges M. (2008): Novel anti-inflammatory mechanism of action of Lyprinol in the AIA rat model. Prog Nutr. 2008;10:146–152. Zuletzt abgerufen am 14.10.2019 von https://www.mattioli1885journals.com/index.php/progressinnutrition/article/view/4931

8

Lee, C-H; Butt, Y. K-C; Wong, M-S; Lo, S. C-L (2008): Differential protein expression induced by a lipid extract of Perna canaliculus in splenocytes of rats with adjuvant-induced arthritis. In: Inflammopharmacology 16 (4), S. 188–194. DOI: 10.1007/s10787-008-8010-2

9

Dugas, B. (2000): Lyprinol inhibits LTB4 production by human monocytes. In: Allergie et immunologie 32 (7), S. 284–289. PMID: 11094642

10

McPhee, S.; Hodges, L. D.; Wright, P. F. A.; Wynne, P. M.; Kalafatis, N.; Harney, D. W.; Macrides, T. A. (2007): Anti-cyclooxygenase effects of lipid extracts from the New Zealand green-lipped mussel, Perna canaliculus. In: Comparative biochemistry and physiology. Part B, Biochemistry & molecular biology 146 (3), S. 346–356. DOI: 10.1016/j.cbpb.2006.11.001

11

Gibson, S.L.M.; Gibson, R. G. (1998): The treatment of arthritis with a lipid extract of Perna canaliculus. A randomized trial. In: Complementary Therapies in Medicine 6 (3), S. 122–126. DOI: 10.1016/S0965-2299(98)80003-4

12

CS, L. A.U.; PKY, C.; Chu, Eli; IYW, C.; WM, TANG; RYK, M.; GM, HALPERN (2004): Treatment of knee osteoarthritis with Lyprinol®, lipid extract of the green-lipped mussel – a double- blind placebo-controlled study. In: Prog. Nutr. 6. Research Gate ID: 237554547

13

Emelyanov, A.; Fedoseev, G.; Krasnoschekova, O.; Abulimity, A.; Trendeleva, T.; Barnes, P. J. (2002): Treatment of asthma with lipid extract of New Zealand green-lipped mussel. A randomised clinical trial. In: The European respiratory journal 20 (3), S. 596–600. DOI: 10.1183/09031936.02.02632001

14

Wills, E. D. (1966): Mechanisms of lipid peroxide formation in animal tissues. In: The Biochemical journal 99 (3), S. 667–676. DOI: 10.1042/bj0990667

15

Galliard, T. (1970): The enzymic breakdown of lipids in potato tuber by phospholipid- and galactolipid-acyl hydrolase activities and by lipoxygenase. In: Phytochemistry 9 (8), S. 1725–1734. DOI: 10.1016/S0031-9422(00)85584-3

16

Jenkins, Ronald (1979): Mussel cultivation in the Marlborough Sounds (New Zealand). In: XF2006224058. Research Gate ID: 258512482

17

Whitehouse, M. W.; Macrides, T. A.; Kalafatis, N.; Betts, W. H.; Haynes, D. R.; Broadbent, J. (1997): Anti-inflammatory activity of a lipid fraction (lyprinol) from the NZ green-lipped mussel. In: Inflammopharmacology 5 (3), S. 237–246. DOI: 10.1007/s10787-997-0002-0

18

Shiels, I. A.; Whitehouse, M. W. (2000): Lyprinol. Anti-inflammatory and uterine-relaxant activities in rats, with special reference to a model for dysmenorrhoea. In: Allergie et immunologie 32 (7), S. 279–283. PMID: 11094641

19

Halpern, G. M. (2000): Anti-inflammatory effects of a stabilized lipid extract of Perna canaliculus (Lyprinol). In: Allergie et immunologie 32 (7), S. 272–278. PMID: 11094640

20

Gruenwald, Joerg; Graubaum, Hans-Joachim; Hansen, Knuth; Grube, Barbara (2004): Efficacy and tolerability of a combination of Lyprinol and high concentrations of EPA and DHA in inflammatory rheumatoid disorders. In: Advances in therapy 21 (3), S. 197–201. PMID: 15509136

21

Treschow, A. P.; Hodges, L. D.; Wright, P. F. A.; Wynne, P. M.; Kalafatis, N.; Macrides, T. A. (2007): Novel anti-inflammatory omega-3 PUFAs from the New Zealand green-lipped mussel, Perna canaliculus. In: Comparative biochemistry and physiology. Part B, Biochemistry & molecular biology 147 (4), S. 645–656. DOI: 10.1016/j.cbpb.2007.04.004

22

Treschow, A. P.; Hodges, L. D.; Wright, P. F. A.; Wynne, P. M.; Kalafatis, N.; Macrides, T. A. (2007): Novel anti-inflammatory omega-3 PUFAs from the New Zealand green-lipped mussel, Perna canaliculus. In: Comparative biochemistry and physiology. Part B, Biochemistry & molecular biology 147 (4), S. 645–656. DOI: 10.1016/j.cbpb.2007.04.004

23

Wood, L. G.; Hazlewood, L. C.; Foster, P. S.; Hansbro, P. M. (2010): Lyprinol reduces inflammation and improves lung function in a mouse model of allergic airways disease. In: Clinical and experimental allergy : journal of the British Society for Allergy and Clinical Immunology 40 (12), S. 1785–1793. DOI: 10.1111/j.1365-2222.2010.03503.x

24

Pumpa, Kate L.; Fallon, Kieran E.; Bensoussan, Alan; Papalia, Shona (2011): The effects of Lyprinol(®) on delayed onset muscle soreness and muscle damage in well trained athletes. A double-blind randomised controlled trial. In: Complementary Therapies in Medicine 19 (6), S. 311–318. DOI: 10.1016/j.ctim.2011.08.004

25

Lee, Chi-Ho; Lum, John Hon-Kei; Ng, Curtise Kin-Cheung; McKay, Janice; Butt, Yoki Kwok-Chu; Wong, Man-Sau; Lo, Samuel Chun-Lap (2009): Pain Controlling and Cytokine-regulating Effects of Lyprinol, a Lipid Extract of Perna Canaliculus, in a Rat Adjuvant-induced Arthritis Model. In: Evidence-based complementary and alternative medicine : eCAM 6 (2), S. 239–245. DOI: 10.1093/ecam/nem100

26

Miller, Matthew R.; Perry, Nigel B.; Burgess, Elaine J.; Marshall, Susan N. (2011): Regiospecific Analyses of Triacylglycerols of Hoki (Macruronus novaezelandiae) and Greenshell™ Mussel (Perna canaliculus). In: J Am Oil Chem Soc 88 (4), S. 509–516. DOI: 10.1007/s11746-010-1690-y

27

Barnathan, Gilles (2009): Non-methylene-interrupted fatty acids from marine invertebrates. Occurrence, characterization and biological properties. In: Biochimie 91 (6), S. 671–678. DOI: 10.1016/j.biochi.2009.03.020

28

Braverman, Nancy E.; Moser, Ann B. (2012): Functions of plasmalogen lipids in health and disease. In: Biochimica et biophysica acta 1822 (9), S. 1442–1452. DOI: 10.1016/j.bbadis.2012.05.008

29

Ostlund, Richard E. (2002): Phytosterols in human nutrition. In: Annual review of nutrition 22, S. 533–549. DOI: 10.1146/annurev.nutr.22.020702.075220

30

MacLean, Catherine H.; Newberry, Sydne J.; Mojica, Walter A.; Khanna, Puja; Issa, Amalia M.; Suttorp, Marika J. et al. (2006): Effects of omega-3 fatty acids on cancer risk. A systematic review. In: JAMA 295 (4), S. 403–415. DOI: 10.1001/jama.295.4.403

31

Horrocks, L. A.; Yeo, Y. K. (1999): Health benefits of docosahexaenoic acid (DHA). In: Pharmacological research 40 (3), S. 211–225. DOI: 10.1006/phrs.1999.0495

32

Nettleton, Joyce A.; Katz, Robert (2005): n-3 long-chain polyunsaturated fatty acids in type 2 diabetes. A review. In: Journal of the American Dietetic Association 105 (3), S. 428–440. DOI: 10.1016/j.jada.2004.11.029

33

Kris-Etherton, Penny M.; Hecker, Kari D.; Binkoski, Amy E. (2004): Polyunsaturated fatty acids and cardiovascular health. In: Nutrition reviews 62 (11), S. 414–426. DOI: 10.1111/j.1753-4887.2004.tb00013.x

34

Cho, Se Haeng; Jung, Young Bok; Seong, Sang Cheol; Park, Hyung Bin; Byun, Ki Yong; Lee, Dong Chul et al. (2003): Clinical efficacy and safety of Lyprinol, a patented extract from New Zealand green-lipped mussel (Perna Canaliculus) in patients with osteoarthritis of the hip and knee. A multicenter 2-month clinical trial. In: European annals of allergy and clinical immunology 35 (6), S. 212–216. PMID: 12872680

35

Sukumaran, S.; Pittman, K. B.; Patterson, W. K.; Dickson, J.; Yeend, S.; Townsend, A. et al. (2010): A phase I study to determine the safety, tolerability and maximum tolerated dose of green-lipped mussel (Perna canaliculus) lipid extract, in patients with advanced prostate and breast cancer. In: Annals of oncology : official journal of the European Society for Medical Oncology 21 (5), S. 1089–1093. DOI: 10.1093/annonc/mdp420

36

Zawadzki, Marek; Janosch, Claudia; Szechinski, Jacek (2013): Perna canaliculus lipid complex PCSO-524™ demonstrated pain relief for osteoarthritis patients benchmarked against fish oil, a randomized trial, without placebo control. In: Marine drugs 11 (6), S. 1920–1935. DOI: 10.3390/md11061920

37

Saltzman, Emma Tali; Thomsen, Michael; Hall, Sean; Vitetta, Luis (2017): Perna canaliculus and the Intestinal Microbiome. In: Marine drugs 15 (7). DOI: 10.3390/md15070207

38

Lawson, Brian R.; Belkowski, Stanley M.; Whitesides, John F.; Davis, Paul; Lawson, John W. (2007): Immunomodulation of murine collagen-induced arthritis by N, N-dimethylglycine and a preparation of Perna canaliculus. In: BMC complementary and alternative medicine 7, S. 20. DOI: 10.1186/1472-6882-7-20

39

Lawson, Brian R.; Belkowski, Stanley M.; Whitesides, John F.; Davis, Paul; Lawson, John W. (2007): Immunomodulation of murine collagen-induced arthritis by N, N-dimethylglycine and a preparation of Perna canaliculus. In: BMC complementary and alternative medicine 7, S. 20. DOI: 10.1186/1472-6882-7-20

40

Mickleborough, Timothy D.; Vaughn, Cherissa L.; Shei, Ren-Jay; Davis, Eliza M.; Wilhite, Daniel P. (2013): Marine lipid fraction PCSO-524 (lyprinol/omega XL) of the New Zealand green lipped mussel attenuates hyperpnea-induced bronchoconstriction in asthma. In: Respiratory medicine 107 (8), S. 1152–1163. DOI: 10.1016/j.rmed.2013.04.010

41

Coulson, Samantha; Butt, Henry; Vecchio, Phillip; Gramotnev, Helen; Vitetta, Luis (2013): Green-lipped mussel extract (Perna canaliculus) and glucosamine sulphate in patients with knee osteoarthritis. Therapeutic efficacy and effects on gastrointestinal microbiota profiles. In: Inflammopharmacology 21 (1), S. 79–90. DOI: 10.1007/s10787-012-0146-4

42

Brien, S.; Prescott, P.; Coghlan, B.; Bashir, N.; Lewith, G. (2008): Systematic review of the nutritional supplement Perna Canaliculus (green-lipped mussel) in the treatment of osteoarthritis. In: QJM : monthly journal of the Association of Physicians 101 (3), S. 167–179. DOI: 10.1093/qjmed/hcm108

43

Brien, S.; Prescott, P.; Coghlan, B.; Bashir, N.; Lewith, G. (2008): Systematic review of the nutritional supplement Perna Canaliculus (green-lipped mussel) in the treatment of osteoarthritis. In: QJM : monthly journal of the Association of Physicians 101 (3), S. 167–179. DOI: 10.1093/qjmed/hcm108