Jod

Jod ist ein essentielles Spurenelement, das für die Bildung von Schilddrüsenhormonen benötigt wird. Bei einem Jodmangel wird vor allem die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigt. Jod ist für das Wachstum, die Entwicklung und die Gesundheit von Föten und Kindern von Bedeutung. Schwangere und stillende Frauen haben deshalb einen erhöhten Bedarf. Symptome eines Jodmangels sind der sogenannte Kropf, Schilddrüsenunterfunktion oder Entwicklungs- und Wachstumsstörungen bei Kindern. Die Jodversorgung wird weltweit als gesundheitliches Problem angesehen und auch in Deutschland gilt Jod als Risikonährstoff. Eine ausgewogene Ernährung, der Konsum von Jodsalz und Jodergänzungen tragen zu einer angemessenen Versorgung bei.

Artikel durch 48 anerkannte Studien verifiziert

Was ist Jod?

Als wesentlicher Bestandteil von Schilddrüsenhormonen ist Jod ein essentieller Nährstoff, der über die Nahrung oder  andere Quellen wie die Luft aufgenommen werden muss, um die Gesundheit des menschlichen Körpers aufrechtzuerhalten. Als Schilddrüsenhormon spielt es eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Gehirns, das Zellwachstum und auch für die Schwangerschaft und Wachstum und Entwicklung des Kindes. Im Gegensatz zu den meisten anderen essentiellen Nährstoffen hängt die Versorgung des Organismus hier nicht von sozialen oder wirtschaftlichen Faktoren ab, sondern vom geografischen Standort einer Person. Die Menge an Jod, die lokale Lebensmittel enthalten, hängt vom Jodgehalt des Bodens ab. Niedrige Jodkonzentrationen in Boden und Wasser führen daher zu unterversorgten Pflanzen und Tieren und einem Jodmangel beim Menschen (1).

Obwohl Jod im Boden vorhanden ist, kann der Gehalt in und zwischen Regionen aufgrund einer Reihe von Faktoren stark schwanken (1). Das können Unterschiede, die während der geologischen Bildung aufgetreten sind oder Folgen von auffälligem Naturverhalten wie Überschwemmungen oder Bodenerosionen sein. Im Ozean wird Jodid in elementares Jod umgewandelt – eine flüchtige Form, die im Rahmen eines ökologischen Kreislaufs in die Atmosphäre gelangt und durch Regen und Schnee wieder ins Land zurückgeführt wird. Dieser Zyklus vollzieht sich jedoch langsam und uneinheitlich. Der essentielle Nährstoff verteilt sich nicht gleichmäßig und kann Böden und Süßwasser, die ansonsten nur wenig Jod enthalten, nicht ausreichend auffüllen (2). Dadurch entwickeln Menschen, die auf diätische Jod-Quellen angewiesen sind, die jedoch in Gebieten mit nur wenig Jod im Boden angebaut werden, häufig einen Jodmangel. In solchen Gebieten kann Jod nur durch gezielte Maßnahmen wie die Jodierung von Salz in die Nahrung gelangen oder der Jodmangel durch Nahrungsergänzungen behoben werden (3).

Wo benötigt der Mensch Jod?

Jod ist ein wesentlicher Bestandteil der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Triiodthyronin, der 65 bis 59 Prozent ihres Gewichts ausmacht (4). Schilddrüsenhormone sind für das Leben von Säugetieren unverzichtbar – und damit auch Jod. Sie regulieren viele wichtige biochemische Reaktionen, insbesondere die Proteinsynthese und die Aktivität von Enzymen. Wichtige Zielorgane der Jodversorgung sind (4):

  • das sich entwickelnde Gehirn
  • die Muskeln
  • das Herz
  • die Hypophyse
  • und die Niere

Darüber hinaus gibt es weitere Bereiche des Körpers, für die Jod eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Wie das Institute of Medicine betont (4), kann sich das Spurenelement positiv auf Mammadysplasien – also auf gutartige Veränderungen der Brustdrüsen – und fibrozystische Brustveränderungen auswirken (5) (6). In-vitro-Studien zeigen, dass Jod mit der sogenannten Myeloperoxidase – einem Enzym, das für die Regulierung und Beendigung von Entzündungsprozessen von Bedeutung ist – zusammenarbeiten kann, um Bakterien zu inaktivieren (7). Andere Studien deuten darauf hin, dass ein Jodmangel die Immunantwort beeinträchtigt und das Risiko von Magenkrebs zu erhöhen scheint (8).

Jodmangel: Wer ist davon betroffen?

Ob eine Population unter einem Jodmangel leidet und wie gravierend dieser ist, wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die durchschnittliche Jodkonzentration im Urin definiert (9). Liegt diese bei Kindern im schulpflichtigen Alter zwischen 50 und 99 μg/L, wird eine Population als leicht mangelhaft eingestuft (10). Basierend auf Erhebungen weisen schätzungsweise 12 Länder eine übermäßige Jodaufnahme, 116 eine angemessene und 25 eine mangelhafte Jodaufnahme auf. Von den 25 Ländern mit Jodmangel sind 7 von einem mäßigen Mangel und 18 von einem leichten Jodmangel betroffen (11). Die gute Nachricht vorweg – die deutsche Bevölkerung gehört nicht dazu und wird insgesamt mit einer angemessenen Jodaufnahme beurteilt. Die Untersuchungsergebnisse stammen jedoch aus den Jahren 2003 bis 2006 und auch Nachbarländer und verhältnismäßig naheliegende Länder wie England, Finnland, Dänemark, Irland, Italien oder Liechtenstein, von denen teils neuere Ergebnisse vorliegen, werden als mangelhaft eingestuft (11). Generell kann man von der Versorgung eines Landes jedoch generell kaum auf die Zinkwerte einzelner Personen schließen, da die Aufnahme auch von der Auswahl an Lebensmitteln und den diätischen Präferenzen abhängt. Weltweit sind schätzungsweise 1,9 Milliarden Menschen von einem Jodmangel bedroht (12).

Darüber hinaus spiegeln die durschnittlichen Jodkonzentrationen von Kindern im schulpflichtigen Alter, für die Jod aufgrund der sich noch immer vollziehenden Entwicklung besonders wichtig ist, nicht den Jodstatus schwangerer Frauen in denselben Regionen wider, für die Jod ebenso wichtig ist (9) (13). Dies gilt insbesondere in den Regionen, in denen Milchprodukte eine wichtige Jodquelle darstellen, da Kinder in der Regel mehr Milch konsumieren als erwachsene Frauen (14). Da auch viele Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter gerne Milch trinken, häufig Müsli oder Cornflakes konsumieren und gerne Milchprodukte zu sich nehmen, sind auch einige erwachsene Frauen und Männer in Deutschland von einem Zinkmangel betroffen.

Ein leichter bis mäßiger Jodmangel ist in Europa weit verbreitet. Von der Gesamtbevölkerung von 590 Millionen haben derzeit 350 bis 400 Millionen Menschen keinen Zugang zu jodiertem Salz – das ist in Deutschland nicht der Fall – oder verwenden es nicht, auch wenn es verfügbar ist (15). In mehr als der Hälfte der europäischen Länder wurden nationale Daten zur Jodzufuhr schwangerer Frauen erhoben. Diese zeigten, dass die durchschnittliche Jodaufnahme während der Schwangerschaft in mehr als zwei Dritteln der europäischen Länder mangelhaft ist (16). Die Häufigkeit der Jodsupplementierung in der Schwangerschaft ist unterschiedlich und selbst dabei wird ein angemessener Jodstatus – basierend auf den durchschnittlichen Jodkonzentrationen im Urin der schwangeren Frauen, die an der Studie teilgenommen haben – nicht immer erreicht (9). In Dänemark beispielsweise bestand nach der Salzjodierung bei den meisten schwangeren Frauen (Ø 68 μg/L), die sich auf diese als Jodquelle verlassen, ein höheres Risiko für einen Jodmangel als bei Frauen, die Nahrungsergänzungsmittel einnehmen (Ø 109 μg/L) (17). Auch in Belgien zeigte eine nationale Umfrage, dass der mittlere Wert in der Schwangerschaft mit 124 μg/L unter dem von der WHO empfohlenen Schwellenwert von 150 μg/L liegt, obwohl dort die meisten schwangeren Frauen Jodpräparate einnehmen (18). Diese Studie zeigte auch, dass eine suboptimale Jodaufnahme während der Schwangerschaft mit einer Überstimulation der Schilddrüse verbunden war (19). Im Vereinigten Königreich, wo es keine Salzjodierung gibt, bestätigten neuere regionale Umfragen, dass ein Jodmangel in Schwangerschaft (Ø 85 μg/L) (20) und bei jugendlichen Mädchen (Ø 81 μg/L) (21) weit verbreitet ist, für die der empfohlene Schwellenwert bei 150 bzw. 100 μg/L liegt.

Jodmangel: Folgen

Es gibt eine Reihe an Erkrankungen, die für einen Jodmangel typisch sind und speziell auf diesen zurückgeführt werden können. Zu den sogenannten Jodmangelerkrankungen zählen (4):

  • geistige Behinderungen
  • Hypothyreose (mangelnde Versorgung des Organismus mit den Schilddrüsenhormonen)
  • Kropf (sichtbare Vergrößerung der Schilddrüse)
  • Kretinismus (Entwicklungsstörung mit einer mentalen Retardierung und Fehlbildungen)
  • und andere Wachstums- und Entwicklungsstörungen

Diese resultieren aus einer unzureichenden Produktion der Schilddrüsenhormone, die aufgrund des Jodmangels beeinträchtigt ist. Eine unzureichende Aufnahme von Jod kann in den meisten Ländern der Welt beobachtet werden, auch in einigen Industrieländern in Westeuropa (22).

Ein Jodmangel beeinträchtigt vor allem die Entwicklung des Gehirns, weshalb ein Jodmangel in der Schwangerschaft oder in der Kindheit mit geistigen Behinderungen und Wachstums- und Entwicklungsstörungen verbunden sein kann (4). Die Schilddrüsenhormons sind besonders wichtig für die Myelinisierung des Zentralnervensystems – einem wichtigen Schritt in der Entwicklung der Nervenzellen –, die in der Perinatalperiode (von der 23. Schwangerschaftswoche und dem 7. Tag nach der Geburt) und während der fetalen und frühen postnatalen Entwicklung am aktivsten ist. Zahlreiche Populationsstudien haben das häufige Auftreten eines Jodmangels mit erhöhten Häufigkeit von geistigen Behinderungen in Zusammenhang gebracht (4). Eine Meta-Analyse, die 18 Studien zusammenfasste, hat gezeigt, dass Jodmangel allein den mittleren IQ-Wert um 13,5 Punkte senkte (4). Die Auswirkungen eines Jodmangels auf die Gehirnentwicklung ähneln denen von Schilddrüsenunterfunktionen, die auf andere Ursachen zurückgeführt werden.

Kretinismus ist eine schwerwiegende neurologische Schädigung, die durch die fetale Hypothyreose (Unterversorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen) bedingt ist. Diese tritt bei schwerem Jodmangel auf und ist durch eine starke geistige Behinderung in Verbindung mit unterschiedlichem Ausmaß an Kleinwuchs, taubem Mutismus – einem Schweigen trotz Fähigkeit, zu sprechen – und Spastizität gekennzeichnet. Bis zu eine von zehn Personen mit sehr schwerem Jodmangel kann von Kretinismus betroffen sein. Die Korrektur des Jodmangels in der Schweiz hat das Auftreten neuer Fälle von Kretinismus vollständig beseitigt (22) und auch in Deutschland tritt Kretinismus heute in der Regel nicht mehr auf.

Die Schilddrüsenvergrößerung, die als Kropf bezeichnet wird, ist das klinische Merkmal eines Jodmangels, das sich am frühesten bemerkbar macht. Aufgrund des vorliegenden Jodmangels versucht der Körper, an den erhöhten Bedarf zur Produktion von Schilddrüsenhormonen anzupassen. Anfangs sind die Kropfzellen diffus, im Laufe der Zeit werden sie knotig. In späteren Stadien können sie mit einer Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenfollikelkrebs verbunden sein (4).

Weitere gesundheitliche Folgen eines Jodmangels sind (4):

  • eine Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit
  • eine erhöhte Kindersterblichkeit
  • oder eine verminderte Erziehbarkeit

Große internationale Anstrengungen haben in den neunziger Jahren zu dramatischen Verbesserungen bei der Korrektur von Jodmangel geführt, hauptsächlich durch die Verwendung von Jodsalz in Ländern, die einen Jodmangel aufwiesen. Wie bereits erwähnt zeigen neuere Studien, dass noch immer viele Menschen und gerade schwangere Frauen in Europa von einem Jodmangel betroffen sind (22).

Welche Dosis wird empfohlen – wann liegt ein Jodmangel vor?

Anders als bei den meisten Nährstoffen wird die Versorgung des Körpers mit Jod nicht im Rahmen einer Blutuntersuchung gemessen, sondern über die Jodkonzentrationen im Urin. Wie das Institute of Medicine betont (4), kommen über 90 Prozent des Jods, das wir über die Nahrung aufnehmen, schließlich im Urin vor (23) (24). Die Menge an Jod, die über den Urin ausgeschieden wird, werden meist in als Konzentration in μg pro Liter ausgedrückt, oder aber hochgerechnet auf 24 Stunden (μg/Tag). Obwohl es weitere Möglichkeiten der Beurteilung gibt, werden die Jodkonzentrationen im Urin von der Weltgesundheitsorganisation oder dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zur Beurteilung der Jodversorgung weltweit empfohlen.

Von den Jodkonzentrationen im Urin lässt sich gut auf die tägliche Aufnahme schließen. Bei der Berechnung der täglichen Aufnahme wird die Jodkonzentration im Urin als Ausgangspunkt genommen und berücksichtigt, wie viel Jod über den Tag hinweg je nach Altersgruppe durchschnittlich über den Urin ausgeschieden werden – so ist das durchschnittliche 24-Stunden-Urinvolumen von 7 bis 15-Jährigen deutlich geringer als das entsprechende Urinvolumen eines Erwachsenen, womit Kinder weniger Jod verlieren und deshalb einen geringeren Tagesbedarf aufweisen (4) (25) (26).

Doch bei der Berechnung des täglichen Bedarfs werden nicht nur die durchschnittlichen Verluste über den Urin, sondern auch die Bioverfügbarkeit von Jod – also der Anteil, der dem menschlichen Körper tatsächlich zur Verfügung steht und nutzbar ist – berücksichtigt. Diese liegt durchschnittlich bei 92 Prozent (4).

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Schwellenwerte festgelegt, die allgemein bei der Beurteilung der Jodversorgung des Körpers zu Rate gezogen werden. Dieser liegt bei 150 μg/L für schwangere Frauen und bei 100 μg/L für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das bedeutet: Liegen die Jodkonzentrationen im Urin bei einem Kind im schulpflichtigen Alter zwischen 50 und 99 μg/L, weist es einen Jodmangel auf (10).

Beurteilung der Jodversorgung bei Kindern (10):

Durchschnittliche Jodkonzentrationen im Urin (μg/L)Jodversorgung
Kinder im schulpflichtigen Alter ab 6 Jahren
unter 20Schwerwiegender Jodmangel
20-49Mäßiger Jodmangel
50-99Leichter Jodmangel
100-199Angemessene Jodversorgung
200-299Leichtes Risiko einer zu hohen Jodversorgung
ab 300Von negativen gesundheitlichen Auswirkungen gefährdet (Schilddrüsenüberfunktion, autoimmune Schilddrüsenerkrankungen)

Beurteilung der Jodversorgung bei schwangeren Frauen (10):

Beurteilung der Jodversorgung bei schwangeren Frauen Jodversorgung
Kinder im schulpflichtigen Alter ab 6 Jahren
unter 150Jodmangel
150-249Angemessene Jodversorgung
250-499Leichtes Risiko einer zu hohen Jodversorgung
ab 500Leichtes Risiko einer zu hohen Jodversorgung)

Wie viel Jod braucht der Mensch täglich?

Aus den Informationen über die Bioverfügbarkeit von Jod und den Anteil, der je nach Altersgruppe über den Urin wieder ausgeschieden wird und weiteren Informationen aus Studien, lässt sich ein Tagesbedarf an Jod, wenn auch nur ein ungefährer, errechnen. Genau aus diesem Grund unterscheidet sich die Werte bezüglich der empfohlenen Aufnahme zwischen den Gesundheitsorganisationen deutlich.

Während das Institute of Medicine eine Aufnahme von 150 μg Jod pro Tag für erwachsene Männer und Frauen empfiehlt (4), liegt dieser Wert bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 200 μg Jod pro Tag (27). Interessanterweise ist auch die in der Schwangerschaft empfohlene Aufnahme höher als die des Institute of Medicine (230 vs. 220 μg pro Tag), die in der Stillzeit empfohlene Aufnahme jedoch niedriger (260 vs. 290 μg pro Tag).

Da es sich um Schätzwerte handelt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Wahrheit irgendwo zwischen den Werten liegt. Fest steht jedoch, dass auch bei den höher angesetzten Werten keine gesundheitlichen Risiken bestehen und es deshalb kein Fehler ist, diese erreichen zu wollen. Im Allgemeinen sind die Abstufungen der DGE jedoch detaillierter.

Tagesbedarf an Jod – Empfehlungen der DGE:

AlterEmpfohlene Zufuhr von Jod (μg/Tag)
Säuglinge>/
0 bis unter 4 Monate40
4 bis unter 12 Monate80
Kinder>/
1 bis unter 4 Jahre100
4 bis unter 7 Jahre120
7 bis unter 10 Jahre140
10 bis unter 13 Jahre180
13 bis unter 15 Jahre200
Jugendliche und Erwachsene>/
15 bis unter 51 Jahre200
ab 51 Jahren180
Schwangerschaft>/230
Stillzeit>/260

Tagesbedarf an Jod – Empfehlungen des Institute of Medicine (4):

AlterEmpfohlene Zufuhr von Jod (μg/Tag)
Kinder/
1 bis 8 Jahre90
9 bis 13 Jahre120
Jugendliche und Erwachsene/
ab 14 Jahren150
Schwangerschaft/220
Stillzeit/290

 

Welche Faktoren beeinflussen die Aufnahme von Jod?

Wie viel Jod über die Nahrung tatsächlich aufgenommen werden muss, um den Körper ausreichend mit Jod zu versorgen, hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab

  • der Bioverfügbarkeit von Jod, die durchschnittlich bei 92 Prozent liegt, sich jedoch zwischen den verschiedenen Jodformen und Lebensmitteln unterscheidet (Bioverfügbarkeit = Anteil, der dem menschlichen Körper tatsächlich zur Verfügung steht und verwertet werden kann)
  • Anteil an sogenannten Goitrogenen (Stoffe, die die Jodaufnahme hemmen)
  • Weitere Substanzen, die große Mengen an Jod enthalten und die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen – wie z.B. Röntgenkontrastmittel, Lebensmittelfarben, bestimmte Arzneimittel oder Haut- und Zahndesinfektionsmittel

Bioverfügbarkeit von Jod

Unter normalen Bedingungen werden von der Menge an Jod, die in der konsumierten Lebensmitteln enthalten ist, mehr als 90 Prozent vom menschlichen Körper absorbiert (23) (24 (28). Die Wege zwischen Jod und seinen organischen Verbindungen alleine trennen sich im Darm im Darm unterscheidet sich von dem von Jod. Bei oraler Verabreichung von Thyroxin liegt die Bioverfügbarkeit zum Beispiel ungefähr bei 75 Prozent (29).

Darüber hinaus wurde gezeigt, dass Sojamehl die Aufnahme von Jod hemmt (30). Über Schilddrüsenvergrößerungen (Kropf) und Schilddrüsenunterfunktionen wurde bei Säuglingen, deren Nahrung Sojamehl enthielt, mehrfach berichtet (31). Wurde zu derselben Mischung jedoch Jod hinzugefügt, kam es nicht zu den genannten Erkrankungen (4).

Goitrogene

Einige Lebensmittel enthalten Goitrogene. Es handelt sich dabei um Substanzen, die die Produktion oder die Funktion der Schilddrüsenhormone stören (32). Dazu gehören:

  • Maniok – eine Pflanzenart aus Südamerika, die Linamarin enthalten, das zu Thiocyanat metabolisiert wird, was wiederum die Schilddrüsenaufnahme von Jod blockieren kann
  • Hirse, von denen einige Arten goitrogene Substanzen enthalten
  • Wasser, insbesondere aus flachen oder verschmutzten Strömen und Brunnen, das Huminstoffe enthalten kann, die die Jodierung der Schilddrüse blockieren
  • Kreuzblütler wie Kohl (4)

Die meisten dieser Substanzen sind an sich nicht von großer klinischer Bedeutung – es sei denn, es liegt gleichzeitig ein Jodmangel vor. Auch kann ein Mangel an Vitamin A, Selen oder Eisen die Auswirkungen eines Jodmangels verschlimmern (4).

Weitere Faktoren

Viele aufgenommene Substanzen enthalten große Mengen an Jod, welche die Funktionalität der Schilddrüse beeinträchtigen können (4). Dazu gehören Röntgenkontrastmittel, Lebensmittelfarben, bestimmte Arzneimittel wie z. B. Amiodaron, Wasserreinigungstabletten oder Haut- und Zahndesinfektionsmittel.

Erythrosin ist ein Farbstoff, der häufig in Lebensmitteln, Kosmetika und pharmazeutischen Produkten zu finden ist und hohe Mengen an Jod enthält. Die Ergebnisse aus Studien deuten darauf hin, dass die erhöhten Schilddrüsenhormonspiegel nach der Aufnahme von Erythrosin auf die erhöhten Jodspiegel zurückzuführen sind (33).

Ähnlich wie Erythrosin kann Amiodaron, ein hochwirksames Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit hohem Jodgehalt, die Schilddrüsenfunktion verändern (34). Röntgenkontrastmittel führen nach intravaskulärer Verabreichung zur Bildung von iodierten Serumproteinen, womit auch sie den Schilddrüsenstoffwechsel verändern können (35).

Jod in Lebensmitteln

In Deutschland trägt die Verwendung von jodiertem Speisesalz im Haushalt und in der gewerblichen Lebensmittelherstellung wesentlich zur Versorgung mit Jod bei (36). Dennoch gilt Jod hierzulande als Risikonährstoff, wie das Max Ruber-Institut betont. Wird auf die Verwendung von Jodsalz verzichtet, erreichen 96% der Männer und 97% der Frauen die Empfehlung für die Jodzufuhr nicht. Unter Verwendung von jodiertem Speisesalz würden nur noch 28% der Männer und 53% der Frauen unter der Empfehlung für die Jodzufuhr liegen (36).

Zu den wichtigsten Jodquellen in Deutschland zählen, ohne die Verwendung von zusätzlichem jodiertem Speisesalz zu berücksichtigen:

  • Wasser und alkoholfreie Getränke
  • Milch, Milchprodukte und Käse
  • Fisch und Krustentiere (36)

Auch eine Studie aus den USA, die den Jodgehalt von Lebensmitteln aus verschiedenen Regionen untersucht hat, betont die Bedeutung von Käse, Milch, Milchprodukten, Eiern und Fisch (37).

Wirkung von Jod – Studien im Überblick

Als essentieller Nährstoff spielt Jod für die Entwicklung, das Wachstum und die Gesundheit von Kindern eine wichtige Rolle. Da bereits der Fötus im Mutterleib auf Jod angewiesen ist, ist die Aufnahme in der Schwangerschaft von besonderer Bedeutung. Eine angemessene Jodversorgung trägt dazu bei, Wachstums- und Entwicklungsstörungen, geistige Behinderungen und Störungen der Schilddrüsenfunktion zu verhindern. Liegt ein Jodmangel vor, ist das Risiko für die genannten Erkrankungen wiederum erhöht. In einer Meta-Analyse wurden die wesentlichen Wirkungen von Jod und die Gefahren einer Unterversorgung zusammengefasst – hier werden die wichtigsten Ergebnisse kurz und bündig vorgestellt (38).

Wirkung von Jod auf die Schilddrüse

Jod wird benötigt, um Schilddrüsenhormone zu produzieren. Der Jod-Körperpool setzt sich aus dem Anteil zusammen, den wir über die Nahrung aufnehmen, und dem Anteil, der für die Versorgung der Schilddrüse im menschlichen Körper zirkuliert (38). Dieser Körperpool befindet sich bei einer gesunden Jodaufnahme im Gleichgewicht. Bei einer gesunden, nicht schwangeren Frau mit ausreichender Zufuhr werden die Verluste über die Niere ausgeglichen, sodass den Schilddrüsen für die Produktion von Hormonen und ihre Funktionalität immer 15–20 mg zur Verfügung stehen (39).

Bei einer schwangeren Frau mit einem leichten Jodmangel passt sich der Körper an die gegebenen Umstände an, indem die Thyreotropin-Stimulation der Schilddrüse erhöht wird. Das Jod-Gleichgewicht wird aufrechterhalten, indem die Schilddrüse die Speicherung erhöht und die Ausscheidung über die Niere gesenkt wird. Dadurch kann sich auch die Größe der Schildgröße selbst erhöhen (38).

Wenn die Jodaufnahme jedoch trotz dieser Bemühungen längerfristig zu niedrig ist, wird die Jodbilanz negativ. Um das fehlende Jod aus der Nahrung zu kompensieren, muss die Schilddrüse auf ihre Vorräte zurückgreifen. Sind diese aufgebraucht, können fortschreitende pathologische Veränderungen auftreten, die die Gesundheit von Mutter und Fötus beeinträchtigen können – wie Studienergebnisse bestätigen (39). Der Jodmangel einen Kropf – einer deutlichen Vergrößerung der Schilddrüse – oder einer Schilddrüsenunterfunktion zur Folge haben.

Wirkung von Jod auf die Entwicklung

Weist eine Frau in der Schwangerschaft einen schweren Jodmangel auf, übertragt sich dieser auf den Fötus. Es kommt zu einer fetalen Hypothyroxinämie – also einem Mangel an Thyreotropin (TSH), das aufgrund des Jodmangels nicht ausreichend produziert werden kann (40). Diese kann wiederum die kognitive Entwicklung bei Kindern beeinträchtigen.

Das Schilddrüsenhormon Thyreotropin ist für eine ordnungsgemäße Migration, Myelinisierung, synaptische Übertragung und Plastizität der Nervenzellen während des fetalen und frühen postnatalen Lebens erforderlich (41) (42). Kommt es in diesen kritischen Perioden zu einer Hypothyroxinämie, führt diese zu irreversiblen Hirnschäden mit geistiger Behinderung und neurologischen Anomalien (38).

Die genauen Folgen hängen vom Zeitpunkt und der Schwere der Hypothyroxinämie ab. Es wurden zwei klassische Formen des Kretinismus beschrieben – der neurologische und der myxödematöse Kretinismus (38). Ob ein leichter bis mäßiger Jodmangel der Mutter subtilere Veränderungen der kognitiven und neurologischen Funktionen bei den Nachkommen hervorruft, wurde bisher nicht eindeutig geklärt. In 2 prospektiven Fallkontrollstudien mit verschiedenen Methoden zur Messung der eingeschränkten Schilddrüsenfunktion wurde jedoch auch bei einer leichten Hypothyroxinämie von Entwicklungsstörungen berichtet (44) (45).

Wirkung von Jod auf die motorische und kognitive Leistung

Es gibt zahlreiche Studien, die die Bedeutung von Jod für die Entwicklung des Kindes bekräftigen. Wie sich die Jodversorgung in der Schwangerschaft auf die spätere motorische und kognitive Leistungsfähigkeit des Kindes auswirkt, wurde überwiegend in Studien gemessen, die in Ländern mit einer weiten Verbreitung des Jodmangels stattfanden. Ihre Ergebnisse zeigen, dass ein Jodmangel eine verminderte Intelligenz und weniger ausgeprägte psychomotorische Fähigkeiten begünstigt. Mithilfe von Jodergänzungen können die motorischen und kognitiven Leistungen verbessert werden.

  1. Jod verbessert die psychomotorische Entwicklung
    In der Zaire-Studie nahmen schwangere Frauen in pränatalen Kliniken aus der Region Ubangi teil – einem Gebiet, das von einem schwerem Jodmangel und einer Kretinismusrate von 4% betroffen ist (38). Beim ersten Klinikbesuch wurde den Probanden Jodöl injiziert. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Frauen durchschnittlich in der 28. Schwangerschaftswoche. Die Kontrollgruppe erhielt eine Injektion von jodfreien Vitaminen. Mit 72 Monaten waren die mittleren Werte für die psychomotorische Entwicklung in der mit Jod behandelten Gruppe signifikant höher als in der Kontrollgruppe. So war die Zahl der Kinder mit relativ schlechten psychomotorischen Fähigkeiten in der mit Jod behandelten Gruppe deutlich geringer als in der Kontrollgruppe.Von ähnlich positiven Auswirkungen einer Jodergänzung berichtete eine weitere Studie, die in einer Provinz in Westchina durchgeführt wurde. Auch dabei handelte es sich um ein Gebiet, in dem ein schwerer Jodmangel häufig vorkommt (46). Im Mittelpunkt der Studie standen Frauen in der Schwangerschaft, die mit einer oralen Zinkergänzung behandelt wurden, und natürlich ihre Kinder. Die Kontrollgruppe setzte sich aus Kindern im Alter von 1-3 Jahren zusammen, die zum Zeitpunkt der Schwangerschaft nicht behandelt wurden. Eine kleine Teilstichprobe wurde bis zum 7. Lebensjahr nachuntersucht (47). Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder in Tests höhere psychomotorische Leistungen erbringen, wenn die Mutter in der Schwangerschaft mit Jod behandelt wurde.
  2. Jod für ein gesundes Wachstum
    Dieselbe Studie aus China weist auch darauf hin, dass Jod das Wachstum der Kinder unterstützt (46). Durch eine Zinkergänzung im dritten Trimester der Schwangerschaft und/oder nach der Entbindung erhöht das Kopfwachstum und verbessert die Entwicklungsquotienten geringfügig. Die mittleren Entwicklungsquotienten im Alter von 2 Jahren bei den behandelten und unbehandelten Kindern betrugen 90 bzw. 75 Punkten.
  3. Auswirkung von Jod auf den IQ
    In einer peruanischen Studie (48) wurden die Auswirkungen einer Jodergänzung auf Frauen im gebärfähigen Alter aus drei Andendörfern untersucht. Diese wurden entweder vor der Empfängnis oder während der Schwangerschaft mit einer Jodöl-Injektion behandelt. Demgegenüber stand eine Kontrollgruppe, die keine Injektion erhielt. Die Ergebnisse bezüglich der kognitiven Entwicklung ihrer Kinder wurden in einer Teilstichprobe gemessen. Nach einer Reanalyse der Daten wurden die Kinder zum Zeitpunkt der Beurteilung der kognitiven Entwicklung in zwei Gruppen eingeteilt – Kinder ohne Jodmangel und Kinder mit Jodmangel. Dabei konnte ein signifikant höherer IQ-Wert bei den Kindern festgestellt werden, die ausreichend mit Jod versorgt sind. Mit 85,6 war der durchschnittliche IQ-Wert über 10 Punkte höher als bei den Kindern mit Jodmangel, bei denen ein durchschnittlicher IQ von 74,4 gemessen wurde.

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