Kaliummangel

Kalium ist eines der wichtigsten Elektrolyte für unseren Körper und spielt bei zahlreichen Körperfunktionen eine wichtige Rolle. Kaliummangel sorgt dementsprechend für ein erhöhtes Risiko vieler Krankheiten und zunächst unentdeckt. In diesem Artikel haben wir uns dem Thema Kaliummangel  gewidmet und auf Basis wiessenschaftlicher Studien seine Auswirkung auf die Gesundheit genauer unter die Lupe genommen.

Artikel durch 44 anerkannte Studien verifiziert

Kaliummangel - Symptome, Ursachen und Wirkung

Fachleute gehen davon aus, dass der Mensch aktuell etwa 70 Prozent weniger Kalium zu sich nimmt, als es die paläolithischen Jäger und Sammler zu tun pflegten. Parallel dazu hat sich der durchschnittliche Salzkonsum während der vergangenen Jahrzehnte nahezu verfünffacht. Diese Entwicklungen sind um so brisanter, als dass aktuelle Studien neben dem gesteigerten Anteil von Natrium in der täglichen Kost insbesondere die niedrige Kaliumzufuhr mit einem wachsenden Risiko für Schlaganfälle, Diabetes und koronare Herzerkrankungen in Zusammenhang bringen. In diesem Artikel widmen wir uns dem Thema Kaliummangel und Kalium auf Basis wissenschaftlicher Studien etwas genauer.

Was ist Kalium?

Kalium zählt als chemisches Element der 1. Hauptgruppe zu den Alkalimetallen. Sein Name ist an den arabischen Begriff al-qalya angelehnt, der das aus Pflanzenasche gewonnene Kaliumkarbonat (auch: Pottasche) bezeichnet. Im menschlichen Körper bildet Kalium ein essenzielles Mengenelement und gehört mit Natrium und Chlorid zu den wichtigsten Elektrolyten. Etwa 98 Prozent des Kaliums im Organismus befinden sich innerhalb der Zellen, der Rest besteht im extrazellulären Raum. Sowohl außerhalb als auch innerhalb der Zellen liegt Kalium in Form von Kationen, positiv geladenen Kalium-Ionen, vor. Mit etwa vier Fünfteln seiner Gesamtmenge enthalten die Muskelzellen einen Großteil des körpereigenen Kaliums, während geringe Mengen auch in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und den Zellen von Leber und Knochen existieren.

Wozu braucht der Mensch Kalium?

Das Vorhandensein von Kalium ist unverzichtbar für die Elektrolythomöostase, das Gleichgewicht der Elektrolyte im Körper. Der menschliche Organismus benötigt Kalium, um nach der Weiterleitung des Aktionspotenzials den Ruhezustand einer Nervenzelle wiederherzustellen, indem das Element die Zellmembran repolarisiert. Der osmotische Gradient, das Gefälle zwischen den Kalium-Konzentrationen von Extrazellulärraum und Intrazellulärraum bildet dabei die Grundlage für die Funktion der Nerven.

Innerhalb der Zellen beträgt der Kaliumspiegel etwa 150mmol/L; außerhalb nur rund 4 mmol/L. Die Konzentration des Kalium-Gegenspielers Natrium ist gegenläufig angelegt; sie liegt im intrazellulären Raum bei 10mmol/L und im extrazellulären Raum bei 140mmol/L. Ein Verschieben der Verhältnisse kann bei einem starken Kaliumüberschuss (>5mmol/L) zum Herzstillstand führen und mündet bei schwerem Kaliummangel (<3,5mmol/L) in Muskelkrämpfen und Herz-Rhythmus-Störungen. Konzentrationsunterschiede zwischen Natrium und Kalium moduliert der Körper mithilfe der Natrium-Kalium-Pumpe (Natrium-Kalium-ATPase), einem Transportprotein in der Zellmembran, welches unter Hydrolyse von ATP (Adenosintriphosphat) den Transport von Natrium aus den Zellen und von Kalium in die Zellen katalysiert. Dabei findet ein Austausch von 3 Na+-Ionen gegen 2 K+-Ionen statt, der, da er entgegen dem Konzentrationsgefälle verläuft, von zugeführter Energie abhängig ist. Über die Natrium-Kalium-Pumpe hinaus erhalten die Kaliumkanäle das osmotischen Gefälle.

Im Einzelnen erfüllt Kalium folgende Aufgaben im Organismus:

  • Das Element erhält den Zustand normaler neuromuskulärer Reizbarkeit aufrecht und trägt wesentlich zur Reizleitung und Reizbildung des Herzens bei. (1)
  • Kalium hat Anteil an der Regulation des Zellwachstums. (26)
  • Es schützt die Endothelschicht der Gefäße (2) und verbessert die Fähigkeit der Gefäßerweiterung (flussvermittelte Vasodilatation). (25)
  • Gemeinsam mit Natrium steuert Kalium den osmotischen Druck, den Wassergehalt der Zellen, und erhält einen normalen Blutdruck im Organismus aufrecht. (3)
  • Es hilft, dass Säure-Basen-Gleichgewicht im Organismus bewahren, indem es die Säureausscheidung der Niere beeinflusst. (4)
  • Kalium stimuliert die Insulinausschüttung in den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse. (5)
  • Es hat Anteil an der Synthese von Proteinen und der Kohlenhydratverwertung.

Einen erhöhten Kaliumspiegel reguliert der Körper durch Aldosteron, ein Steroidhormon aus der Nebennierenrinde. (6) Seine Ausschüttung hemmt die Ausscheidung von Natrium in der Niere und vermehrt gleichermaßen die Kaliumexkretion. Durch die erhöhte Natriumkonzentration wächst auf diese Weise das Blutvolumen an und steigert den Blutdruck. Bei einem verminderten Kaliumspiegel verringert der Organismus die Aldosteron-Produktion.

Welche Dosis wird empfohlen – wann liegt ein Kaliummangel vor?

Von einem normalen Kaliumspiegel sprechen Mediziner, wenn eine Serumkonzentration im Bereich von 3,6 und 5.0 mmol/L vorliegt. Im Körper befindliches Kalium wird ständig ausgeschieden und muss daher kontinuierlich durch die Nahrungszufuhr ersetzt werden.

Für eine adäquate Kaliumaufnahme empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung folgende Mengen: (7)

AlterKalium in Milligramm
0 bis 4 Monate400
4 bis 12 Monate600
1 bis 4 Jahre1100
4 bis 7 Jahre1300
7 bis 10 Jahre2000
10 bis 13 Jahre2900
13 bis 15 Jahre3600
Erwachsene ab 15 Jahre4000
Schwangere4000
Stillende4400

Ob die meisten Menschen in Deutschland im Durchschnitt ihren Kaliumbedarf im Rahmen einer normalen Ernährung abdecken, ist unklar. Während die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsttudie II (2008) des Max-Rubner-Institutes besagen, dass zwischen 75 und 90 Prozent der Bevölkerung mit einem durchschnittlichen Konsum von 3,1g (Frauen) und 3,6g (Männer) die empfohlene Kaliummenge nicht erreichen (8), gehen die Resultate der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS1) anhand der Untersuchung der Kaliumausscheidung der Teilnehmer davon aus, dass die tatsächliche Kaliumzufuhr mit 3,9g (Frauen) und 4,3g (Männer) den Empfehlungen sehr nahekommt. Eine ausreichende Kaliummenge ist nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen bedeutend, um einem erhöhten Blutdruck, dem Verlust von Knochenmasse und Nieresteinen vorzubeugen sowie das Risiko eines Schlaganfalls zu minimieren.

Da Kalium das Elektrolyt-Gleichgewicht im Zusammenspiel mit Natrium bestimmt, darf man bei Bewertungen des Kaliumkonsums die gleichzeitige Natriumzufuhr nicht außer Acht lassen, denn hohe Dosen Natrium führen zu Kaliumverlust. Im Durchschnitt konsumieren Menschen innerhalb der heutigen Ernährungsweise wesentlich weniger kaliumreiche Pflanzen und wesentlich mehr Kochalz als vor Entwicklung der industriellen Landwirtschaft. Die Nationale Verzehrsstudie II dokumentierte für die aktuelle Situation in Deustchland einen durchschnittlichen Natriumkonsum von 3200mg (Männer) und 2400mg (Frauen) pro Tag.(8) Damit überschreiten die meisten Menschen deutlich die von der WHO empfohlene Höchtmenge von 2000mg Natrium täglich.

Kaliumreiche Lebensmittel

Insbesondere Hülsenfrüchte, Nüsse und Kartoffeln eignen sich als Bestandteile einer kaliumreichen Kost:

Lebensmittel (je 100 g)Kalium
Sojabohnen1775 mg
Limabohnen1725 mg
Kakaopulver1500 mg
Speisekleie1380 mg
Getrocknete Aprikosen1370 mg
Weiße Bohnen1320 mg
Pistazien1020 mg
Tomatenmark1014 mg
Erbsen935 mg
Linsen810 mg
Mandeln705 mg
Erdnüsse658 mg
Datteln656 mg
Paranüsse644 mg
Maronen592 mg
Walnüsse544 mg
Avocado485 mg
Spinat466 mg
Kartoffeln411 mg

Kalium löst sich leicht in Wasser – Personen, die auf eine erhöhte Zufuhrt Wert legen, sollten daher das Kochwasser von Kartoffeln oder Gemüse zur Speisenzubereitung, z.B. in Form von Brühe, weiterverwenden. Andererseits können Menschen, die aufgrund eingeschränkten Nierentätigkeit oder Dialysepflicht ihre Kaliumzufuhr beschränken müssen, durch Wässern von Lebensmitteln deren Kaliumgehalt herabsetzen.

Ob die Bioverfügbarkeit von Kalium je nach Nahrungsquelle unterschiedlich ausfällt, ist bislang wenig erforscht. Einzelne Studien legen nahe, dass zumindest die Verfügbarkeit von Kalium aus Kartoffeln und dem Nahrungsergänzungsmittel Kaliumgluconat keine signifikanten Unterschiede aufweist.(9)

Ernährungsumstellung oder Kaliumpräparate?

Für die Therapie eines moderaten Kaliummangels bei gesunden Menschen genügt eine abwechslungsreiche Ernährung mit kaliumreichen Lebensmitteln und der Verzicht auf übermäßigen Salzkonsum. Darüber hinaus kann eine Supplementation durch Kombinationspräparate oder Kalium in gebundener Form erfolgen. Hierfür eignet sich insbesondere Kaliumcitrat, eine Verbindung aus Kalium und Zitronensäure, das gegenüber anderen Präparaten einen vorteilhaften Einfluss auf die Knochensubstanz beweisen konnte.(43) Anwender sollten Kalium jedoch stets exakt in der angegebenen Dosierung beziehungsweise nach Absprache mit ihrem Arzt einnehmen, da es in einer Überdosierung schwere Nebenwirkungen bis hin zum Herzstillstand hervorrufen kann.

Kaliummangel – Symptome und Ursachen im Überblick

Es gibt Gruppen in der Bevölkerung, die ein höheres Risiko für einen Kaliummangel als die Durchschnittsbevölkerung. Die Ursachen dafür liegen in jeweils einer Besonderheit:

  • Leistungssportler, die durch übermäßiges Ausschwitzen von Kalium ihr Elektrolytgleichgewicht verschieben
  • Personen, die an Magersucht (Anorexia nervosa) oder Bulimie Durch das selbst induzierte Erbrechen und den Missbrauch von Abführmitteln und Entwässerungsmitteln (Diuretika) scheiden die teilweise übermäßig viel Kalium aus. (10)
  • Ältere Menschen, die Herzmedikamente (Digitalis) oder Präparate zur Entwässerung wie Thiazide (22), Furosemid und Torasemid einnehmen
  • Patienten, die an einer Überfunktion der Nebennierenrinde (Hyperaldosteronismus, Conn-Syndrom) erkrankt sind (11)
  • Menschen mit Malabsorptionsstörungen und Darmerkrankungen, welche schwere Durchfälle hervorrufen; z.B. Zöliakie (12) oder Colitis ulcerosa
  • Personen, die übermäßig viel Alkohol konsumieren (13)
  • Diabetiker, insbesondere in einem Stadium, in dem die Krankheit noch nicht diagnostiziert wurde und vermehrt Hypoglykämien auftreten (14)

Des Weiteren beobachteten Mediziner auch einen starken Kaliummangel im Rahmen einer Fehlernährung, die durch den exzessiven Konsum von Colagetränken (15) (16) oder übermäßigen Lakritzverzehr (17) geprägt ist.

Folgende Symptome charakterisieren einen leichten bis mäßigen Kaliummangel:

  • Kontentrationsstörungen
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Nervosität
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Blähungen
  • Darmträgheit
  • Verstopfung
  • Wundheilungsstörungen

Ab einer Konzentration von 2,5mmol/L kann eine Hypokaliämie lebensbedrohliche Komplikationen nach sich ziehen. Symptome sind:

  • beschleunigter Herzschlag
  • Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen, Vorhofflimmern, Kammerflimmern)
  • Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe
  • Muskelkrämpfe
  • Lähmungen (Paresen)
  • Darmverschluss, Darmlähmung (paralytischer Ileus)
  • Bewusstseinsstörungen

Einige der Symptome sind so unspefizisch, dass sie zunächst nicht unbedingt mit einem Kaliummangel in Verbindung stehen. Wer entsprechende Beschwerden verspürt, sollte diese jedoch von eine Arzt abklären lassen, um ernsthafte Schäden für die eigene Gesundheit zu vermeiden.

Wirkung von Kalium

Die aktuelle Forschung beschäftigt sich vor allem mit dem Einfluss von Kalium auf den Blutdruck, das Schlaganfallrisiko und auf Diabetes-Erkrankungen. (18) Darüber hinaus ist auch das Potenzial von Kalium als knochenschützendes Element in der Menopause von Interesse.

Kalium und Bluthochdruck

  1. Kalium-Supplementation senkt den Blutdruck in klinischen Studien
    Innerhalb einer Metaanalyse verglichen Wissenschaftler die Ergebnisse von 15 randomisierten kontrollierten Studien, welche die Wirkung einer Kaliumsupplementation auf den Blutdruck untersuchten. Die durch Kalium erzielte durchschnittliche Senkung um 4,7 mmHg (systolisch) und 3,5mmHg (diastolisch) verstärkte sich bei Bluthochdruck-Patienten: Bei ihnen erreichte eine zusätzliche Kaliumgabe einen Abfall um 6,8mmHg und 4.6mmHg.(19)
  2. Höhere Kaliumaufnahme vermindert den Blutdruck und das Schlaganfallrisiko
    Genfer Wissenschaftler versammelten in einer Metaanalyse die Daten aus 22 randomisierten kontrollierten Studien und 11 Kohortenstudien, um den Einfluss der durchschnittlichen Kaliumzufuhr auf das Herz-Kreislauf-System zu untersuchen. Die Beobachtungen an über 128.000 Studienteilnehmern ergaben, dass ein erhöhter Kaliumkonsum den Blutdruck um durchschnittlich 3,49 mm/Hg (systolisch) und 1,96mm/Hg (diastolisch) absenkt. Bei Bluthochdruck-Patienten erreicht eine Kaliumzufuhr im Bereich von 3500 bis 4700mg pro Tag sogar eine Reduktion um 7.16 mm/g (systolisch). Dabei dokumentierten die analysierten Studien keine Nebenwirkungen auf die Nierenfunktion, die Blutfettwerte und die Katecholaminkonzentration. Im Zuge der Metaanalyse errechneten die Wissenschaftler für Menschen mit erhöhter Kaliumaufnahme darüber hinaus ein um 24 Prozent gesenktes Schlaganfallrisiko.(20)
  3. Natrium-Kalium-Balance in der Ernährung beeinflusst den Blutdruck
    Bereits im Jahr 1986 studierten Wissenschaftler den Einfluss einer Ernährung mit verschiedenen Anteilen von Kalium und Natrium auf den Blutdruck. Dabei verglichen sie innerhalb von 212 Versuchspersonen im Durchschnittsalter von 52 Jahren eine Normalkost (Gruppe A) mit einer kaliumreichen Ernährung (>3900mg Kalium pro Tag; Gruppe B), einer natriumreduzierten Kost (1100 bis 1700mg Natrium pro Tag; Gruppe C) und einer kombiniert kaliumreichen und natriumreduzierten Diät (Gruppe D). Nach 12 Wochen Studiendauer ergab sich für die Teilnehmer der kaliumreichen Ernährung (B) eine Blutdrucksenkung von 7,7 und 4,7 mmHg, für die natriumarme Kost (C) ein Blutdruckabfall von 8,9 und 5,8 mmHG und für die kombinierte Kost eine Reduktion des Blutdrucks um 7,9 und 4,2 mmHg.(21)
  4. Mäßig gesteigerte Kaliumzufuhr bleibt ohne Effekt
    Eine jüngere randomisierte kontrollierte Studie konnte den blutdrucksenkenden Effekt von Kalium nicht untermauern. Die Teilnehmer erhielten zu ihrer Kost entweder 780 bis 1560mg zusätzliches Kalium aus Früchten und Gemüse, 1560mg Kaliumcitrat als Nahrungsergänzungsmittel oder ein Placebo. Im Endeffekt führte keine der Arten von gesteigerter Kaliumzufuhr nach 6 Wochen zu einer signifikanten Senkung des Blutdruckes. Einschränkend muss man feststellen, dass die Kaliumdosen im Vergleich zur früheren Studie wesentlich niedriger gewählt waren und die Periode der Intervention nur halb so lang dauerte.(22)
  5. Reichlich Obst und Gemüse unter Natriumverzicht reduziert den Blutdruck messbar
    Dass eine ausgewogene Ernährung durchaus Einfluss auf den Blutdruck nehmen kann, bewiesen Wissenschaftler am Beispiel der sogenannten DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension). Die Teilnehmer wurden angehalten, ihren Natriumkonsum auf eine Mange unter 2300mg zu beschränken, und sie folgten zusätzlich einem Speiseplan, der reich an kaliumhaltigen Gemüsesorten und Früchten sowie an fettarmen Milchprodukten ist. Die DASH-Diät enthält neben relativ viel Kalium zusätzlich einen erhöhten Anteil anderer Nährstoffe wie Magnesium und Calcium, denen ebenfalls eine blutdrucksenkende Wirkung zugesprochen wird. Im Ergebnis fiel der systolische Blutdruck der Probanden nach 30 Tagen im Vergleich zur normal essenden Kontrollgruppe um durchschnittlich 7,1 mmHg; bei Bluthochdruckpatienten sogar um 11,5 mmHg.(23)
  6. Kaliummangel führt im Tierversuch zu übermäßigem Herzmuskelwachstum
    Analog dazu, dass sich im in-vitro-Experiment bei Zellen in einer kaliumarmen Umgebung ein übermäßiges (hypertrophes) Wachstum zeigte, wiesen Forscher bei Ratten, die auf eine kaliumarme Diät gesetzt wurden, eine Hypertrophie des Herzmuskels nach.(24) Lösten die Wissenschaftler durch die Gabe von Desoxycorticosteronacetat (DOCA) und Kochsalz ein übermäßiges Anwachsen des Herzmuskels verbunden mit einer Linksherzinsuffizienz aus, konnte die Supplementation von Kalium die Herzfunktion normalisieren und einer Herzmuskelhypertrophie vorbeugen.(25)
  7. Kalium steigert die Endothelfunkion
    Als Endothel bezeichnen Mediziner die Zellen der innersten Wandschicht von Blut- und Lymphgefäßen. Sie beeinflussen die Fließfähigkeit des Blutes, indem sie Gerinnungsprozesse aktivieren oder hemmen. Im Vergleich zu einer kaliumarmen Ernährung stellten Forscher bei Probanden, die sich kaliumreich ernährten, eine verbesserte flussvermittelte Vasodilatation (Fähigkeit der Gefäßausdehnung) und eine Reduktion des Endothel-Oberflächenproteins E-Selektin fest. (26)

Kalium und das Schlaganfallrisiko

Neben einer mangelnden Ballaststoffzufuhr und Magnesiummangel gilt Kaliummangel als eine der wesentlichen ernährungsbedingten Ursachen für einen Schlaganfall. (27)

  1. Hoher Kaliumkonsum schützt postmenopausale Frauen vor einem Schlaganfall
    Eine epidemiologische Studie an 90.137 Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren erwies, dass die Teilnehmerinnen, deren Kaliumaufnahme im oberen Viertel der Gesamtverteilung lag, gegenüber dem unteren Viertel ein um 10 Prozent reduziertes Sterblichkeitsrisiko aufwiesen. Die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden, erschien für die kaliumreiche Ernährung um 12 Prozent gesenkt und die Gefahr eines ischämischen Schlaganfall (einer Minderdurchblutung des Gehirns) sogar um 16 Prozent. Den größte Vorteil zogen laut Studienergebnissen Frauen, die nicht unter Bluthochdruck litten, aus einer kaliumreichen Kost: Ihr Risiko für einen ischämischen Schlaganfall zeigte sich um ganze 27 Prozent reduziert. (28)
  2. Niedrige Kaliumzufuhr steigert das Schlaganfallrisiko für beide Geschlechter
    Männer zwischen 40 und 75 Jahren, die durchschnittlich 4300mg Kalium am Tag aufnahmen, besitzen laut Studienergebnissen gegenüber solchen, die durchschnittlich nur 2400mg konsumieren, ein um 38 Prozent verringertes Schlaganfallrisiko. (29) Der Health and Nutrition Examination Survey (NHANES I) an 9805 Männern und Frauen ergab für die Personen, die im Durchschnitt weniger als 1350mg Kalium täglich zu sich nahmen ein um 28 Prozent gesteigertes Schlaganfallrisiko. (30)
  3. Mehr Todesfälle durch Herz-Kreislauferkrankungen unter Kaliummangel
    Die Wahrscheinlichkeit, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben, assoziieren Wissenschaftler ebenfalls mit der Kalium- und der Natriumaufnahme. Die Untersuchung der Daten von 58.730 Japanern und Japanerinnen ergaben für die Teilnehmer im obersten Fünftel in der Gesamtspanne der Kaliumaufnahme ein um 35 Prozent verringertes Risiko eines Todes durch eine koronare Herzerkrankung. Die Sterbewahrscheinlichkeit durch Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems im Allgemeinen war für sie um 27 Prozent gesenkt. (31)

Medikamente als Risikofaktoren für Kaliummangel

Thiaziddiuretika sind harntreibende Substanzen, die bei Patienten mit Herzschwäche, Bluthochdruck und chronischen Wassereinlagerungen (Ödemen) Anwendung finden. Die Medikamente hemmen ein Transportprotein der Tubuluszellen der Nieren, so dass die Kochsalzrückgewinnung aus dem Primärharn reduziert wird. Durch die vermehrte Flüssigkeitsausscheidung geht eine erhöhte Anzahl an Elektrolyten verloren; neben Natrium-, Magnesium- und Chlorid-Ionen verliert der Organismus dabei auch verstärkt Kalium. Innerhalb der Rotterdam-Studie, einer populationsbasierten Kohortenstudie mit 13.328 Teilnehmern, zeigten Wissenschaftler deutlich den Zusammenhang zwischen den Einnahme von Thiaziden und einer möglichen Hypokaliämie: Insgesamt wiesen die Patienten, die Thiaziddiuretika gebrauchten, ein 11-fach erhöhtes Risiko eines Kaliummangels (<3,5mml/L) auf. Wurden Thiazide mit dem kaliumsparenden Diuretikum Triamteren kombiniert, blieb immerhin noch ein 6-fach erhöhtes Risiko für die Patienten bestehen. Die Gefahr an einer mäßigen bis schweren Hypokalämie (<3,0mmol/L) zu leiden, stieg für Thiazid-Einnehmer um das 5-fache. (32)

Kaliummangel und Diabetes

Einen Zusammenhang zwischen Diabetes und Kaliumzufuhr konnten Wissenschaftler bereits 1992 in einer prospektiven Kohortenstudie an Teilnehmerinnen der Nurse’s Health Study aufzeigen. Die Teilnehmerinnen, deren Kaliumaufnahme sich im oberen Fünftel der Gesamtverteilung ansiedelte, erkrankten, verglichen mit dem unteren Fünftel, mit 38 Prozent geringerer Wahrscheinlichkeit an Diabetes Typ II – vorausgesetzt ihr BMI betrug weniger als 29. (33)

  1. Niedriger Kaliumspiegel erhöht Diabetesrisiko
    Eine aktuellere Untersuchung bestätigte, dass von 1066 Studienteilnehmern, diejenigen mit der niedrigsten Kaliumausscheidung im Urin, respektive der niedrigsten Kaliumzufuhr ein mehr als doppelt so hohes Risiko (HR 2.45) für Diabetes aufwiesen.(34) Innerhalb einer 17-jährigen Follow-up-Studie an 12209 Teilnehmern ergab sich für die Personen mit einem Blutkaliumspiegel von unter 4 mmol/L im Vergleich zu solchen mit einem Serumspiegel von 5 bis 5,5mmol/L eine um 64 Prozent gesteigerte Wahrscheinlichkeit, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. (35) Im Zuge derselben Untersuchung konnten die Wissenschaftler eine signifikante inverse Korrelation zwischen Kaliumaufnahme und Nüchternblutzucker dokumentieren.
  2. Kaliummangel dient als Früherkennungszeichen für Diabetes
    Dass ein niedriger Kaliumspiegel einen Frühmarker für Prädiabetes bzw. neu auftretenden Diabetes bei Bluthochdruck-Patienten darstellt, wiesen Wissenschaftler aus München nach. Dabei erkrankten die Teilnehmer, deren Kaliumspiegel in der unteren Hälfte der Gesamtspanne aller eingeschlossenen Probanden lag, etwa doppelt so häufig an Prädiabetes wie die Personen, deren Kaliumwerte sich im oberen Viertel ansiedelten. (36)
  3. Kaliummangel geht häufig mit metabolischem Syndrom einher
    Eine chinesische Untersuchung demonstrierte wiederum, dass Individuen mit einem niedrigen Blutkaliumspiegel mit verstärkter Wahrscheinlichkeit unter dem sogenannten metabolischen Syndrom leiden. Die Symptome umfassen Adipositas, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Insulinresistenz. Personen, deren Serumkalium im unteren Viertel der Gesamtverteilung liegt, entwickeln betreffende Krankheiten mit um 48 Prozent erhöhter Wahrscheinlichkeit. (37)

Kaliummangel und Nierenerkrankungen

Den Einfluss von Nahrungsmittelinhaltsstoffen auf die Bildung von Nierensteinen untersuchten amerikanische Wissenschaftler anhand der Daten von 91.731 Frauen aus der Nurses Health Study. Die prospektive Kohortenstudie mit 12-jähriger Follow-Up-Phase legte dar, dass die Personen, deren ernährungsabhängige Kaliumaufnahme sich im obersten Fünftel (oberes Quintil) der Gesamtverteilung befand, verglichen mit dem niedrigsten Fünftel mit um 35 Prozent verringerter Wahrscheinlichkeit Nierensteine entwickelten. Insgesamt traten während der Studiendauer 864 Fälle von Nierensteinen auf. (38)

Kalium und Knochenabbau in der Menopause

Kalium übt einen günstigen Einfluss auf die Knochensubstanz aus, da es in höherer Konzentration eine verstärkte Ausscheidung von Calcium hemmen kann, die ihrerseits durch eine erhöhte Kochsalzaufnahme induziert wird. Kalium unterstützt so die Calcium-Rückresorption der Niere und beugt Knochenabbau vor. (39) In der Praxis lässt sich der durch Salz verursachte Calciumverlust durch die Gabe von Kaliumcitrat neutralisieren. Im klinischen Versuch konnten 3500mg Kaliumcitrat den durch 5000mg Natrium verursachten Calciumverlust von 42 mg täglich vollständig aufheben. (40)

  1. Gesteigerte Kaliumzufuhr begünstigt den Erhalt der Knochenmasse
    Untersuchungen beobachten in diesem Zusammenhang die Knochendichte ihrer Teilnehmer in Beziehung zu den Ernährungsgewohnheiten. Im Zuge dessen konnten Wissenschaftler den Erhalt der Knochendichte von Oberschenkelhalsknochen und Lendenwirbelsäule bei prämenopausalen Frauen mit der Zufuhr von Vitamin C, Magnesium und Kalium in Verbindung setzen.(41) Andere Untersuchungen assoziieren einen hohen Kaliumkonsum in Verbindung mit einer relativ geringen Proteinaufnahme mit einer gesteigerten Knochenmasse in Hüfte und Unterarm der Studienteilnehmer.(42)
  2. Kaliumcitrat-Supplementation verbessert verminderte Knochendichte
    Eine Interventionsstudie an 161 Frauen während der Menopause, bei denen eine Osteopenie, eine Minderung der Knochendichte, vorlag, erreichte durch die Gabe von rund 1200mg Kaliumcitrat pro Tag über einen Zeitraum von 12 Monaten, dass sich die Knochenstruktur der Teilnehmerinnen signifikant verbesserte.(43) Gegenüber den Studienteilnehmerinnen, die Kaliumchlorid enthielten, wies die Kaliumcitratgruppe ein Ansteigen der Knochendichte von 1.87 +/- 0.50% in der Lendenwirbelsäule und 1.98 +/- 0.51% in der Hüfte auf. Gegenüber dem Ausgangniveau beobachteten die Forscher bei den Kaliumcitratpatientinnen eine Verbesserung der Knochenmasse in der Lendenwirbelsäule von 0.89 +/- 0.30%, während die Kaliumchloridpatientinnen einen Rückgang um -0.98 +/- 0.38% verzeichneten.

Kaliummangel bei rheumatoider Arthritis

Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis beobachten Mediziner häufig einen gegenüber dem Referenzbereich erniedrigten Kaliumspiegel im Blut. Innerhalb einer Studie untersuchten Wissenschaftler daher die Auswirkungen der Gabe von 6000mg Kaliumchlorid täglich über einen Zeitraum von vier Wochen. Anhand einer visuellen Analogskala bewerteten anschließend etwa 43 Prozent der Probanden, die Kaliumchlorid erhielten, ihre Beschwerden als um ein Drittel gemildert. Demgegenüber nahmen nur 6 Prozent der Teilnehmer einer Placebogruppe eine vergleichbare Verminderung ihrer Symptome wahr. (44)

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