Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse ist bei Gärtnern in Deutschland eine beliebte Zierpflanze. Mittlerweile wissen viele Menschen jedoch auch ihre Heilkräfte zu schätzen. So sollen die Blätter und Blüten auch gegen Krankheiten wie Bronchitis und Bluthochdruck gut helfen. Doch kann die Pflanze letztlich halten, was die Medizin sich davon verspricht? In diesem Artikel wird die Kapuzinerkresse auf Basis wissenschaftlicher Studien etwas genauer durchleuchtet.

Artikel durch 48 anerkannte Studien verifiziert

Kapuzinerkresse – Fakten & Studien zum Superfood

Im Garten fällt Kapuzinerkresse sofort durch ihre außergewöhnliche Form der Blätter und die intensiv gefärbten Blüten auf. Und wahrscheinlich erinnert sich jeder an seine Kindheit und den Besuch bei den Großeltern, bei denen die Kapuzinerkresse allgegenwärtig war. Inzwischen ist die Pflanze aus vielen Gärten verschwunden und vielleicht noch hier und da auf dem Balkon zu finden. Dabei werden der Kapuzinerkresse regelmäßig besondere Eigenschaften zugeschrieben.

Neben der Tatsache, dass Pflanzenteile essbar sind, verweisen Medienberichte regelmäßig darauf, dass Kapuzinerkresse wie ein natürliches Antibiotikum wirkt. Dass in der Kapuzinerkresse einige außergewöhnliche Eigenschaften stecken müssen, lässt eine Tatsache vermuten: Kapuzinerkresse war die Arzneipflanze des Jahres 2013.Was sagen wissenschaftliche Studien?

Was ist Kapuzinerkresse?

Kapuzinerkresse ist eine bekannte Gartenpflanze, die viele bereits gesehen haben werden. Häufig ist – abseits des Ziercharakters aufgrund der intensiven Färbung der Blüten – nicht bekannt, dass Kapuzinerkresse sowohl essbar ist als auch pharmakologisches Potenzial hat.

Botanisch gehört die Pflanze zur Ordnung Brassicales – den Kreuzblütlerartigen. Die Gattung Tropaeolum (Kapuzinerkressen) ist wiederum Teil der Familie Tropaeolaceae, den Kapuzinerkressengewächsen. Heute umfasst die Gattung der Kapuzinerkressen mehrere Dutzend Arten (1). In Deutschland besonders verbreitet ist die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus L.) bzw. ein Hybrid aus T. majus, T. minus und T. peltophorum.

Die natürliche Heimat der Kapuzinerkressen liegt in Südamerika. Viele der Arten aus der Gattung sind immer noch nur dort zu finden. Es handelt sich um kriechende oder kletternde Pflanzen mit trichterförmigen Blüten. Die Verbreitungsgebiete erstrecken sich über verschiedene Vegetationszonen. Einige der Kapuzinerkressen sind sogar winterhart. Die Große Kapuzinerkresse tritt in Europa gegenüber den anderen Arten der Gattung Tropaeolum in den Vordergrund.

  • Tropaeolum majus L. oder Große Kapuzinerkresse: Namensgebung durch Carl von Linné 1753. Ursprüngliche Heimat in Brasilien und Peru. Die wächst normalerweise liegend, kann auf geeignetem Untergrund auch einige Meter klettern. Die Kronblätter weisen eine unterschiedliche Färbung auf. Pharmazeutisch ist in erster Linie das Kraut von T. majus relevant. Die Blätter, Blüten und Stängel können frisch oder getrocknet verwendet werden.
  • Tropaeolum tuberosum oder Knollige Kapuzinerkresse: tuberosum bildet schildartige, gelappte Blätter. Herausstechendes Merkmal ist die Entwicklung der Knollen. Diese sind in den Anden Südamerikas (Anbau zwischen 3.000 Meter bis 4.000 Meter NN möglich) als Ersatz für Kartoffeln bzw. zur Fütterung von Nutztieren im Einsatz. Knollige Kapuzinerkresse wird in dieser Form bereits seit Jahrhunderten verwendet (2). Tropaeolum tuberosum wurde historischen Quellen zufolge darüber hinaus auch als Antiaphrodisiakum eingesetzt. Inzwischen existieren hierzu Studien, deren Ergebnisse diese Berichte stützen (3).
  • Tropaeolum azureum: Blaue Kapuzinerkresse oder Blue Nasturtium ist eine in Chile beheimatete Art der Gattung Namensgebend sind die tiefvioletten Blüten mit gelb-weißem Zentrum, wo die Samen wachsen. T. azureum gehört aufgrund seiner intensiven Farbe zu den beliebten Zierpflanzen.
  • Tropaeolum brachyceras: brachyceras ist in der Botanik unter verschiedenen Synonymen, wie Tropaeolum chilense oder Tropaeolum tenellum bekannt. Natürliche Heimat der Pflanze ist Chile, es werden Temperaturen bis etwa – 5 °C vertragen. Teile von T. brachyceras sind essbar. Auffällig ist die intensive Gelbfärbung der Blüten.

Neben den genannten Arten umfasst Tropaeolum weitere Arten, die teils als Zierpflanzen sehr beliebt sind. Hierzu gehört die auffällig blühende Tropaeolum peregrinum (gelbe, geschlitzte Blüten).

Kapuzinerkresse: Die Inhaltsstoffe im Überblick

Kapuzinerkresse wurde zur Arzneipflanze 2013 gewählt. Diese besondere Aufmerksamkeit verdankt Tropaeolum majus den Inhaltsstoffen, die eine breite Anwendung von Pflanzenteilen zur Behandlung verschiedener Erkrankungen erlauben. In Kapuzinerkresse sind Senfölglykoside (Isothiocyanate) enthalten, die:

  • Antibakteriell
  • Antiviral
  • antimykotisch

wirken (4). Die Wertschätzung der Kapuzinerkresse geht inzwischen so weit, dass eine Therapie mit T. majus in die S3-Leitlinie zu unkomplizierten Harnwegsinfektionen aufgenommen wurde.

Die Isothiocyanate der Kapuzinerkresse werden derzeit durch unterschiedliche Studiengruppen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit untersucht. Zu den Zielstellungen gehört die Suche nach neuen Behandlungsansätzen gegenüber zunehmend gehäuft auftretenden arzneimittelresistenten Keimen (5)  (6).

Neben den antimikrobiell wirksamen Senfölglykosiden enthält die Kapuzinerkresse einige weitere Inhaltsstoffe, die in den letzten Jahren zunehmend stärker in den Fokus der Forschung geraten. Dazu gehören Pflanzenstoffe wie:

  • Flavonoide

Bei den Flavonoiden konnten inzwischen verschiedene Verbindungen isoliert werden, wie:

  • Kaempferol
  • Pelargonidin

Letzteres ist das 3-O-Glucosid des Quercetin – eines Pflanzenfarbstoffs, welcher ebenfalls Gegenstand intensiver Forschungen ist. Quercetin soll beispielsweise:

  • Antikanzerogen
  • Antioxidativ
  • gegen Gicht

wirken (7)  (8). Tests mithilfe von Chromatografie und Massenspektrometrie haben in den Blüten unter anderem:

  • Anthocyanine
  • Hydroxyzimtsäuren
  • Myricetin

als vorhandene Polyphenole nachweisen können (9). Einige dieser Substanzen haben in Studien bereits zeigen können, dass sie im Labor verschiedene Krebszelllinien in ihrem Wachstum hemmen und zytotoxische Eigenschaften besitzen (10)  (11).

Neben den bisher genannten Pflanzenstoffen enthält Kapuzinerkresse diverse Öle, zu denen:

  • Erucasäure
  • Eicosensäure
  • Linolsäure
  • Stearinsäure

gehören. Zusätzlich ist Tropaeolum reich an Vitamin C und β-Carotin sowie diversen Mineralstoffen (unter anderem Eisen, Kalium oder Magnesium) (12)  (13)  (14).

Welche Heilkraft wird der Kapuzinerkresse zugeschrieben?

In erster Linie als Gartenpflanze bekannt, hat Tropaeolum majus nicht zuletzt durch den Titel Heilpflanze 2013 besondere Anerkennung (und Aufmerksamkeit) erfahren. Einerseits schreiben die Wissenschaftler des Studienkreises Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde (Universität Würzburg) der Pflanze eine antimikrobielle Wirkung zu. Auf der anderen Seite – so die Veröffentlichungen im Zusammenhang mit der Titelverleihung – hat Kapuzinerkresse förderliche Wirkung auf die Durchblutung (15).

Parallel hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass T. majus gemeinsam mit Meerrettichwurzel bei verschiedenen Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis oder Sinusitis wirksam ist und auch bei akuten Blasenentzündungen für Linderung sorgt. Der Verdacht liegt also nahe, dass Kapuzinerkresse entzündungshemmende Effekte entfalten kann und in dieser Hinsicht als gesund gilt.

Es wird inzwischen sogar diskutiert, mithilfe von Tropaeolum majus die Verordnung antibiotischer Wirkstoffe verringern zu können. Antibiotika werden in der Human- und Veterinärmedizin standardmäßig bei bakteriellen Infektionen (teilweise im Rahmen der Prophylaxe) verwendet. Der unbedachte Gebrauch hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass verschiedene Mikroorganismen Resistenzen entwickelt haben (16)  (17).

Wie breit die Anwendungsmöglichkeiten der Kapuzinerkresse sein können, lässt sich am besten durch die Verwendung der Pflanze in der traditionellen Medizin Südamerikas beobachten. Hier wurde T. majus:

  • gegen Schmerzen
  • zur besseren Wundheilung

eingesetzt. Teilweise wird deren Wirkung bei Hautkrankheiten und Kopfschmerzen heute noch geschätzt.

Kapuzinerkresse: Verzehr und Tipps zur Anwendung

In ihrer Heimat sind die Kapuzinerkressen beides – Medizin und Kräuter oder Nahrungsmittel. In Deutschland vor allem als Zierpflanze geschätzt, können sowohl Blätter als auch die Blüten verwertet werden. Auffällig ist der scharfe Geschmack, welche an Gartenkresse erinnert und von den Senfölen herrührt. Inzwischen bietet der Handel Tropaeolum in unterschiedlichen Darreichungsformen an, und zwar als:

  • Tablette
  • Tinktur
  • Kapsel
  • Kraut (geschnitten).

Letzteres eignet sich in Verbindung mit Wasser beispielsweise sehr gut zum Herstellen von Tees mit Kapuzinerkresse oder für Auszüge und selbst hergestellte Extrakte.

Hinsichtlich der Verwendung pflanzlicher Wirkstoffe und Präparate, deren Anwendung zuerst in der Phytomedizin/traditionellen Medizin belegt ist, hat in den letzten Jahren ein Umdenken stattgefunden. Davon hat in den letzten Jahren auch die Kapuzinerkresse profitiert.

Diverse Quellen heben die positive Wirkung von Tropaeolum hervor – etwa in Bezug auf die antibakterielle Wirkung oder antioxidative Eigenschaften. Lässt sich die Annahme, dass von Tropaeolum keine größere Gefahr ausgeht, erhärten? Die Unbedenklichkeit ist eine Grundvoraussetzung für die Anwendung.

Im Rahmen einer in vivo Studie wurde Ratten bis zu 750 mg je Kilogramm Gewicht hydroethanolisches Extrakt aus T. majus verabreicht – ohne nachweisbare Effekte auf Gewicht, Leber, Nieren und Milz (18). Als unbedenklich wird die Aufnahme von Kapuzinerkresse auch von anderen Autoren angesehen. Eine deutsche Forschergruppe hat die Fütterung von T. majus an Ferkeln untersucht. Verabreicht wurden bis zu 48,7 mg Glucotropaeolin je Kilogramm Futter. Die höchste Konzentration von Isothiocyanat lag bei 16 μmol pro Liter Urin. Es konnten keine Nebenwirkungen an den Versuchstieren beobachtet werden (19). Diese blieben also alle gesund.

Trotz der in Tierversuchsstudien bisher positiven Erfahrungen im Hinblick auf die Toxizität legen einige Untersuchungen den Verdacht nahe, dass Kapuzinerkresse bzw. Extrakte auf Basis der Pflanzen im Zusammenhang mit Schwangerschaften zum Problem werden können. So hat sich in einer in vivo Studie gezeigt, dass DHEA- und Estradiol-Werte durch T. majus Extrakte erhöht werden können – was in der Untersuchung zu Problemen bei der Einnistung von Embryonen in der Gebärmutter führte (20).

Wirkung der Kapuzinerkresse – Studien im Überblick

Diverse Historische Quellen beziehen sich auf die Heilwirkung der Kapuzinerkresse. In den letzten Jahren haben gerade Autoren aus dem Bereich der alternativen Medizin diese Ansätze aufgegriffen. Mit der Würdigung der Kapuzinerkresse als Heilpflanze 2013 ist deren Heilkraft in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Inzwischen existieren wissenschaftliche Studien, die sich mit den verschiedenen Wirkungen der Pflanze und der Isolierung bioaktiver Substanzen beschäftigen.

Kapuzinerkresse und Diabetes

Diabetes Typ II ist eine Erkrankung, deren Entwicklung in den letzten Jahren besorgniserregende Ausmaße angenommen hat. Autoren gehen davon aus, dass die Häufigkeit des Krankheitsbildes sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt hat (21). Aber nicht nur eine Zunahme der Erkrankungen wird als kritisch betrachtet. In den vergangenen Jahren verschiebt sich das Alter der Patienten beim Zeitpunkt der Diagnose. Diabetes Typ II tritt inzwischen nicht mehr als „Altersdiabetes“ auf. Zunehmend mehr junge Erwachsene erkranken an Diabetes (22).

Mittlerweile verfolgt die Medizin verschiedene Ansätze in der Behandlung. Zu einer wichtigen Stellschraube ist die Ernährung geworden. Wissenschaftler suchen daher nach Nährstoffquellen, mit denen sich Diabetes noch besser beherrschen lässt (23). Zu den Verbindungen, auf welche sich die Forschung an dieser Stelle konzentriert, gehören Isothiocyanate. Studien – zum Beispiel mit dem Meerrettichbaum (Moringa oleifera) – haben bereits erfolgversprechende Erkenntnisse gebracht (24).

In Tropaeolum majus sind mit Glucosinolaten Isothiocyanate enthalten. Die Vermutung liegt nahe, dass Kapuzinerkresse damit ähnliche Wirkung wie andere Brassicales-Vertreter erreicht. Entsprechende Hinweise ergeben sich aus einer deutschen Studie, welche sich auf die Wirkung von Benzylisothiocyanat konzentriert. Dieser Wirkstoff ist auch in andern Pflanzen – wie den Melonenbaumgewächsen (Caricaceae) – enthalten (25). In der Studie konnte mit Benzylisothiocyanat eine Verminderung der Glucoseproduktion in den Leberzellen und eine Verbesserung des Antioxidanz-Status erreicht werden (26).

Antimikrobielle Wirkung von Kapuzinerkresse

Benzylisothiocyanat bzw. Senfölglycoside haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie gegen verschieden Keime, wie Bakterien oder Viren wirksam sein können. Sie sorgen zudem für den typisch scharfen Geschmack. Nun konnten im Rahmen einer portugiesischen Studie Isothiocyanate erfolgreich an multiresistenten Staphylococcus aureus getestet werden. Die antibakterielle Wirkung der Isothiocyanate könnte für die zukünftige Behandlung dieser heute schwer beherrschbaren Infektionen einen entscheidenden Fortschritt bedeuten (27).

In einer weiteren Studie wurden aus Tropaeolum tuberosum Glucosinolate isoliert, die erfolgreich gegen Pilze im Labor eingesetzt werden konnten (28). Die bisherigen Erfahrungen mit Kapuzinerkressen bzw. deren Inhaltsstoffen in der Behandlung verschiedener Pathogene deuten in vielversprechende Richtungen.

T. pentaphyllum hilfreich bei Infektionen der Haut

Obwohl in Europa meist nur Tropaeolum majus als Kapuzinerkresse bekannt ist, existieren in der Gattung mehrere Dutzend Arten. Deren natürliches Verbreitungsgebiet konzentriert sich auf Südamerika. Hier werden die Pflanzen in der Phytomedizin als wirksame Mittel gegen verschiedene Erkrankungen eingesetzt. Bekannt ist beispielsweise die Verwendung von Tropaeolum pentaphyllum (29) bei infektiösen Hauterkrankungen.

Ein brasilianisches Team aus Wissenschaftlern hat diese bisher kaum erforschte Anwendung der Pflanze untersucht. Hierzu wurden verschiedene Extrakte und Öle benutzt. Für bioaktive Versuchsmedien untersuchte das Team die Inhaltsstoffe genauer. Auf eine Reihe verschiedener Mikroorganismen angewandt, zeigten sich tatsächlich positive Effekte, was die Anwendung in der Naturheilkunde untermauert. Neben Benzylisothiocyanat wurden in den Versuchsmedien Ester, Amide und Fettsäuren nachgewiesen (30).

Kapuzinerkresse als Diuretika

In den Wechseljahren steigt das Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken. Etwa 50 Prozent der Frauen entwickeln Hypertonie im Zuge der Veränderungen, welche das Ende der Reproduktionsphase einläuten. Die in der Behandlung eingesetzten Diuretika haben Nebenwirkungen – wie das Ausschwemmen wichtiger Mineralstoffe. Aufgrund dessen kann zu einer Verstärkung osteoporotischer Effekte kommen (31).

Eine Studiengruppe aus Brasilien hat die Wirkung von T. majus als Diuretikum untersucht (32). Im Rahmen der Studie beobachtete das Forscherteam den gewünschten diuretischen Effekt. Parallel konnte beobachtet werden, dass das hydroethanolische Extrakt von T. majus keine Veränderungen im Kalium- und Kalziumstatus des Urins nach sich zog. Gleiches stellte die Forscher für Osteocalcin fest. Effekte, welche durch die Ergebnisse weiterer Studien gestützt werden (33).

Kapuzinerkresse als Blutdrucksenker

Erhöhter Blutdruck (Hypertonie) ist eine Erkrankung, die als Risikofaktor für viele weitere schwerwiegende Leiden verantwortlich gemacht wird. Die Ursachen für die Blutdruckerhöhung können vielfältig sein. Parallel zu medikamentösen Therapien, die meist mit Nebenwirkungen verbunden sind, sucht die Medizin nach Methoden auf pflanzlicher Basis für die Behandlung von Hypertonie (34).

Von Tropaeolum majus ist bekannt, dass die Pflanze in der Naturheilkunde auch aufgrund der blutdrucksenkenden Wirkung eingesetzt wird. Dieser Effekt lässt sich inzwischen durch Studienergebnisse bestätigten. Im Tierversuch wurde eine blutdrucksenkende Wirkung nachgewiesen. Verantwortlich für diesen positiven Effekt wird Isoquercetin gemacht (35). In der Studie hat Isoquercetin zu einer dosisabhängigen Absenkung des mittleren arteriellen Drucks geführt. Aufgrund der Wirkung auf Angiotensin werden dem Isoquercetin Eigenschaften der ACE-Hemmer zugeschrieben.

Tropaeolum majus und Krebs

In der Vergangenheit sind immer wieder Berichte aufgetaucht, in denen Kapuzinerkresse krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Für diese Wirkung machen die Autoren das in der Pflanze enthaltene Benzylglucosinolat (36) verantwortlich. Hierauf haben in Versuchen verschiedene Krebszelllinien – unter anderem murine Leukämiezellen – angesprochen (37).

Kapuzinerkresse enthält darüber hinaus weitere Verbindungen, von denen antikanzerogene Eigenschaften bekannt sind. Das von Gasparotto et al isolierte Kaempferol hat in Studien seine Wirksamkeit für unterschiedliche Tumorarten unter Beweis stellen können. So hemmt das Flavonoid Kaempferol die Migration und Invasion von Nierenkrebszellen – beispielsweise in die Lunge (38). Andere Studiengruppen berichten von positiven Effekten des Kaempferols auf Brustkrebszelllinien im Labor (39). Versuche mit Zellkulturen zeigen zudem eine hemmende Wirkung des Flavonoids auf die Entwicklung von Lungenkrebszellen (40).

Vor dem Hintergrund dieser Forschungsergebnisse dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis T. majus – aufgrund des Gehalts an verschiedenen Flavonoiden – auch im Hinblick auf die Krebsforschung stärker in den Mittelpunkt des Interesses rückt.

Antioxidative Wirkung der Kapuzinerkresse

Bioaktive Substanzen pflanzlichen Ursprungs haben in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Aus Sicht der Forschung ist die Vielseitigkeit einiger Verbindungen von besonderem Interesse. So gelten Poylphenole und Flavonoide als Substanzen, die zukünftig in der Krebsforschung eine Rolle spielen können (41). Von Interesse sind auch antioxidative Eigenschaften. In der Vergangenheit hat die Forschung erkannt, dass sogenannte freie Radikale den oxidativen Stress auf Zellen erhöhen. Folgen sind unter anderem die Ausschüttung von Entzündungsfaktoren oder die Lipiddegeneration (Lipidperoxidation) (42). Diese Prozesse werden mit der Entstehung unterschiedlicher schwerer Erkrankungen in Verbindung gebracht.

Aus Tropaeolum sind bisher diverse Pflanzenstoffe isoliert wurden, für welche Wissenschaftler von einer antioxidativen Wirkung ausgehen. So konnte eine Gruppe Forscher aus Peru Phenolverbindungen aus Tropaeolum tuberosum (Knollige Kapuzinerkresse) erfolgreich einsetzen, um die Oxidation von Sojaöl zu hemmen (43).

Antientzündliche Wirkung der Kapuzinerkresse

In der traditionellen Medizin kommt Kapuzinerkresse für ein breites Spektrum verschiedener Erkrankungen zum Einsatz. Inzwischen ist die Medizin verstärkt auch auf der Suche nach bioaktiven Substanzen pflanzlicher Basis, mit denen sich Entzündungen behandeln lassen. In einer rumänischen Studie wurde in vivo die antientzündliche Wirkung des Öls von T. majus untersucht. Im Tierversuch bestätigte sich der positive Einfluss der Kapuzinerkresse auf den Verlauf der mit Formalin ausgelösten Entzündung. Verantwortlich machen die Studienautoren für die entzündungshemmende Wirkung unter anderem die in den Ölen nachgewiesenen Saponine und Phosphatidylcholine (Lecithine) (44).

Kapuzinerkresse als Abnehmhelfer

Übergewicht ist in den letzten Jahrzehnten zu einem wachsenden Problem in den Industriestaaten geworden. Inzwischen ist der Anteil in der Bevölkerung mit einem zu hohen BMI (Body Mass Index) in fast allen Altersgruppen stark angestiegen (45). Dabei gilt Übergewicht als ein Risikofaktor für viele schwerwiegende Erkrankungen. Begünstigt werden die Entstehung von Diabetes Typ II, Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen.

Zu den Schlüsselfaktoren in der Prävention gilt die Fettspeicherung (46). Die Entwicklung der Fettzellen (Adipozyten) rückt damit in den Fokus. Im Laborversuch hat eine Studiengruppe zeigen können, dass ein T. majus Extrakt in der Lage ist, die Entwicklung der Fettzellen und die Fettspeicherung positiv zu beeinflussen (47). Allerdings ist bisher unklar, welche Substanzen und Prozesse hinter der beobachteten Wirkung stecken.

Entgiftende Wirkung der Kapuzinerkresse

Der Kapuzinerkresse werden verschiedene positive Wirkungen zugeschrieben. Hierzu gehören entzündungshemmende und antioxidative Effekte. Im Rahmen einer vivo Studie konnte ein Team von Wissenschaftlern zeigen, dass ein methylalkoholisches Extrakt von T. majus in der Lage ist, Blut und Leber vor Vergiftungen zu schützen. Ausgelöst wurde die Vergiftung mithilfe von Dimethylmaleinat (Maleinsäuredimethylester). Durch dessen toxische Wirkung wurde nicht nur der GSH-Status im Tierversuch erniedrigt, histologisch konnte die Entstehung von Ödemen nachgewiesen werden. In der Gruppe, welche das T. majus Extrakt erhielt, waren die Auswirkungen der Dimethylmaleinat-Vergiftung deutlich geringer (48).

Quellenangaben

1

Species of Tropaeolum. National Plant Germplasm System. Germplasm Resources Information Network. Maryland.

2

National Research Council. 1989. Lost Crops of the Incas: Little-Known Plants of the Andes with Promise for Worldwide Cultivation. Washington, DC: The National Academies Press. https://doi.org/10.17226/1398.

3

Johns T, Kitts WD, Newsome F, Towers GH. Anti-reproductive and other medicinal effects of Tropaeolum tuberosum. Journal of Ethnopharmacology. 1982 Mar;5(2):149-61. PubMed PMID: 7057655

4

A.G. Winter, L. Willeke: Die Ausscheidung eines antibiotischen Wirkstoffes aus der Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), Arzneimittel-Forschung. 7, 1957, S. 692–694

5

Conrad A, Biehler D, Nobis T, Richter H, Engels I, Biehler K, Frank U. Broad spectrum antibacterial activity of a mixture of isothiocyanates from nasturtium (Tropaeoli majoris herba) and horseradish (Armoraciae rusticanae radix). Drug Research. 2013 Feb;63(2):65-8. doi: 10.1055/s-0032-1331754. Epub 2013 Jan 17. PubMed PMID: 23447075

6

Kaiser SJ, Mutters NT, Blessing B, Günther F. Natural isothiocyanates express antimicrobial activity against developing and mature biofilms of Pseudomonas aeruginosa. Fitoterapia. 2017 Jun;119:57-63. doi: 10.1016/j.fitote.2017.04.006. Epub 2017 Apr 5. PubMed PMID: 28390975

7

Russo GL, Russo M, Spagnuolo C, Tedesco I, Bilotto S, Iannitti R, Palumbo R. Quercetin: a pleiotropic kinase inhibitor against cancer. Cancer Treat Res. 2014;159:185-205. doi: 10.1007/978-3-642-38007-5_11. PubMed PMID: 24114481

8

Lamson DW, Brignall MS. Antioxidants and cancer, part 3: quercetin. Alternative Medicine Review. 2000 Jun;5(3):196-208. PubMed PMID: 10869101

9

Garzón GA, Manns DC, Riedl K, Schwartz SJ, Padilla-Zakour O. Identification of phenolic compounds in petals of nasturtium flowers (Tropaeolum majus) by high-performance liquid chromatography coupled to mass spectrometry and determination of oxygen radical absorbance capacity (ORAC). Journal of Agricultural and Food Chemistry. 2015 Feb 18;63(6):1803-11. doi: 10.1021/jf503366c. Epub 2015 Feb 9. PubMed PMID: 25659835

10

Menezes JCJMDS, Edraki N, Kamat SP, Khoshneviszadeh M, Kayani Z, Mirzaei HH, Miri R, Erfani N, Nejati M, Cavaleiro JAS, Silva T, Saso L, Borges F, Firuzi O. Long Chain Alkyl Esters of Hydroxycinnamic Acids as Promising Anticancer Agents: Selective Induction of Apoptosis in Cancer Cells. Journal of Agricultural and Food Chemistry. 2017 Aug 23;65(33):7228-7239. doi: 10.1021/acs.jafc.7b01388. Epub 2017 Aug 8. PubMed PMID: 28718636

11

Amigo-Benavent M, Wang S, Mateos R, Sarriá B, Bravo L.  Antiproliferative and cytotoxic effects of green coffee and yerba mate extracts, their main hydroxycinnamic acids, methylxanthine and metabolites in different human cell lines.  Food and Chemical Toxicology. 2017 Aug;106(Pt A):125-138. doi: 10.1016/j.fct.2017.05.019. Epub 2017 May 12. PubMed PMID: 28506698

12

Kapuzinerkresse in der Geflügelfütterung. Verband der Hühner- Groß- und Wassergeflügelzüchtervereine zur Erhaltung der Arten- und Rassenvielfalt e.V.

13

Barbara Urbon. Gesundes Wissen aus der Natur: Heilkräuter heute: für mehr Gesundheit ; nutzen Sie Exoten und heimische Wildkräuter ; richtig sammeln, anbauen, einkaufen ; über 100 Kräuter einfach und sicher anwenden. Seite 118. Georg Thieme Verlag, 2007

14

Courtenay, Elfie. Heilkräuter – Überliefertes Wissen für Hausapotheke und Küche: Über 70 herausragende Heilpflanzen Mehr als 250 Anwendungen und Rezepte – Extra: Geschützte und giftige Pflanzen. Seite 143 – 145. Mankau Verlag GmbH, 2017

15

Johannes Gottfried Mayer. Kapuzinerkresse ist Arzneipflanze des Jahres. einBLICK – Online-Magazin der Universität Würzburg. 30. Oktober 2012

16

Kim T, Chong YP, Park KH, Bang KM, Park SJ, Kim SH, Jeong JY, Lee SO, Choi SH, Woo JH, Kim YS. Clinical and microbiological factors associated with early patient mortality from methicillin-resistant Staphylococcus aureus bacteremia. The Korean Journal of Internal Medicine. 2017 Jul 6. doi: 10.3904/kjim.2016.351. [Epub ahead of print]. PubMed PMID: 28859468

17

Hassoun A, Linden PK, Friedman B. Incidence, prevalence, and management of MRSA bacteremia across patient populations-a review of recent developments in MRSA management and treatment. Critical Care. 2017 Aug 14;21(1):211. doi: 10.1186/s13054-017-1801-3. PubMed PMID: 28807042

18

Gomes C, Lourenço EL, Liuti ÉB, Duque AO, Nihi F, Lourenço AC, Mendes TC, Gasparotto Junior A, Dalsenter PR. Evaluation of subchronic toxicity of the hydroethanolic extract of Tropaeolum majus in Wistar rats. Journal of Ethnopharmacology. 2012 Jul 13;142(2):481-7. doi: 10.1016/j.jep.2012.05.023. Epub 2012 May 23. PubMed PMID: 22633983

19

Elke Bloem, Andreas Berk, Silvia Haneklaus, Dirk Selmar and Ewald Schnug. Influence of  Tropaeolum majus  supplements on growth and antimicrobial capacity of  glucotropaeolin in piglets. Agriculture and Forestry Research 3 2008 (58):203-210.

20

Botelho Lourenço EL, Muller JC, Boareto AC, Gomes C, Lourenço AC, Calloi Palozi RA, Lima Prando TB, Gasparotto Junior A, Dalsenter PR. Effects of Angiotensin-Converting Enzyme Inhibitor Derived from Tropaeolum majus L. in Rat Preimplantation Embryos: Evidence for the Dehydroepiandrosterone and Estradiol Role. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine. 2014;2014:209207. doi: 10.1155/2014/209207. Epub 2014 Mar 20. PubMed PMID: 24778700

21

Zimmet PZ, Magliano DJ, Herman WH, Shaw JE. Diabetes: a 21st century challenge. Lancet Diabetes & Endocrinology. 2014 Jan;2(1):56-64. doi: 10.1016/S2213-8587(13)70112-8. Epub 2013 Dec 3. PubMed PMID: 24622669

22

Zimmet PZ, Alberti KG. Epidemiology of Diabetes-Status of a Pandemic and Issues Around Metabolic Surgery. Diabetes Care. 2016 Jun;39(6):878-83. doi: 10.2337/dc16-0273. PubMed PMID: 27222545

23

Lacroix IM, Li-Chan EC. Overview of food products and dietary constituents with antidiabetic properties and their putative mechanisms of action: a natural approach to complement pharmacotherapy in the management of diabetes. Molecular Nutrition & Food Research. 2014 Jan;58(1):61-78. doi: 10.1002/mnfr.201300223. Epub 2013 Aug 14. PubMed PMID: 23943383

24

Waterman C, Rojas-Silva P, Tumer TB, Kuhn P, Richard AJ, Wicks S, Stephens JM, Wang Z, Mynatt R, Cefalu W, Raskin I. Isothiocyanate-rich Moringa oleifera extract reduces weight gain, insulin resistance and hepatic gluconeogenesis in mice. Molecular Nutrition & Food Research. 2015 Jun;59(6):1013-24. PubMed PMID: 25620073

25

He X, Ma Y, Yi G, Wu J, Zhou L, Guo H. Chemical composition and antifungal activity of Carica papaya Linn. seed essential oil against Candida spp. Letters in Applied Microbiology. 2017 May;64(5):350-354. doi: 10.1111/lam.12711. Epub 2017 Mar 19. PubMed PMID: 28052349

26

Guzmán-Pérez V, Bumke-Vogt C, Schreiner M, Mewis I, Borchert A, Pfeiffer AF. Benzylglucosinolate Derived Isothiocyanate from Tropaeolum majus Reduces Gluconeogenic Gene and Protein Expression in Human Cells. PLoS One. 2016 Sep 13;11(9):e0162397. doi: 10.1371/journal.pone.0162397. eCollection 2016. PubMed PMID: 27622707

27

Dias C, Aires A, Saavedra MJ. Antimicrobial activity of isothiocyanates from cruciferous plants against methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA). International Journal of Molecular Sciences. 2014 Oct 28;15(11):19552-61. doi: 10.3390/ijms151119552. PubMed PMID: 25353177

28

Martín JC, Higuera BL. Glucosinolate composition of Colombian accessions of mashua (Tropaeolum tuberosum Ruíz & Pavón), structural elucidation of the predominant glucosinolate and assessment of its antifungal activity. Journal of the Science of Food and Agriculture. 2016 Nov;96(14):4702-4712. doi: 10.1002/jsfa.7689. Epub 2016 Apr 19. PubMed PMID: 26919585

29

Rix, M. (2010), Tropaeolaceae: 687. TROPAEOLUM PENTAPHYLLUM. Curtis’s Botanical Magazine, 27: 296–300. doi:10.1111/j.1467-8748.2010.01706.x

30

da Cruz RC, Denardi LB, Mossmann NJ, Piana M, Alves SH, de Campos MM. Antimicrobial Activity and Chromatographic Analysis of Extracts from Tropaeolum pentaphyllum Lam. Tubers. Molecules. 2016 Apr 28;21(5). pii: E566. doi: 10.3390/molecules21050566. PubMed PMID: 27136515

31

Walsh JS, Newman C, Eastell R. Heart drugs that affect bone. Trends Endocrinol Metab. 2012 Apr;23(4):163-8. doi: 10.1016/j.tem.2011.10.002. Epub 2011 Dec 1. PubMed PMID: 22136934

32

Barboza LN, Prando TB, Dalsenter PR, Gasparotto FM, Gasparotto F, Jacomassi E, Araújo Vde O, Lourenço EL, Gasparotto Junior A. Prolonged Diuretic Activity and Calcium-Sparing Effect of Tropaeolum majus: Evidence in the Prevention of Osteoporosis. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine. 2014;2014:958291. doi: 10.1155/2014/958291. Epub 2014 Jun 16. PubMed PMID: 25028592

33

Arquimedes Gasparotto, Marcos Aurelio Boffo, Emerson Luiz Botelho Lourenço, Maria Elida Alves Stefanello, Cândida Aparecida Leite Kassuya, Maria Consuelo Andrade Marques. Natriuretic and diuretic effects of Tropaeolum majus (Tropaeolaceae) in rats. Journal of Ethnopharmacology, Volume 122, Issue 3, 2009, Pages 517-522,(http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0378874109000397), Keywords: Tropaeolum majus L.; Diuretic activity; Urine output; Tropaeolaceae

34

Anwar MA, Al Disi SS, Eid AH. Anti-Hypertensive Herbs and Their Mechanisms of Action: Part II. Frontiers in Pharmacology. 2016 Mar 8;7:50. doi: 10.3389/fphar.2016.00050. eCollection 2016. PubMed PMID: 27014064

35

Gasparotto Junior A, Gasparotto FM, Lourenço EL, Crestani S, Stefanello ME, Salvador MJ, da Silva-Santos JE, Marques MC, Kassuya CA. Antihypertensive effects of isoquercitrin and extracts from Tropaeolum majus L.: evidence for the inhibition of angiotensin converting enzyme. J Ethnopharmacol. 2011 Mar 24;134(2):363-72. doi: 10.1016/j.jep.2010.12.026. Epub 2010 Dec 24. PubMed PMID: 21185932

36

Kassie F, Pool-Zobel B, Parzefall W, Knasmüller S. Genotoxic effects of benzyl isothiocyanate, a natural chemopreventive agent. Mutagenesis. 1999 Nov;14(6):595-604. PubMed PMID: 10567035

37

Pintão AM, Pais MS, Coley H, Kelland LR, Judson IR. In vitro and in vivo antitumor activity of benzyl isothiocyanate: a natural product from Tropaeolum majus. Planta Medica. 1995 Jun;61(3):233-6. PubMed PMID: 7617765

38

Hung TW, Chen PN, Wu HC, Wu SW, Tsai PY, Hsieh YS, Chang HR. Kaempferol Inhibits the Invasion and Migration of Renal Cancer Cells through the Downregulation of AKT and FAK Pathways. International Journal of Medical Sciences. 2017 Aug 18;14(10):984-993. doi: 10.7150/ijms.20336. eCollection 2017. PubMed PMID: 28924370

39

Yi X, Zuo J, Tan C, Xian S, Luo C, Chen S, Yu L, Luo Y. KAEMPFEROL, A FLAVONOID COMPOUND FROM GYNURA MEDICA INDUCED APOPTOSIS AND GROWTH INHIBITION IN MCF-7 BREAST CANCER CELL. African Journal of Traditional, Complementary and Alternative medicines. 2016 Jul 3;13(4):210-215. doi: 10.21010/ajtcam.v13i4.27. eCollection 2016. PubMed PMID: 28852738

40

Sonoki H, Tanimae A, Endo S, Matsunaga T, Furuta T, Ichihara K, Ikari A. Kaempherol and Luteolin Decrease Claudin-2 Expression Mediated by Inhibition of STAT3 in Lung Adenocarcinoma A549 Cells. Nutrients. 2017 Jun 13;9(6). pii: E597. doi: 10.3390/nu9060597. PubMed PMID: 28608828

41

Bansode RR, Khatiwada JR, Losso JN, Williams LL. Targeting MicroRNA in Cancer Using Plant-Based Proanthocyanidins. Diseases. 2016 Apr 28;4(2). pii: E21. doi: 10.3390/diseases4020021. PubMed PMID: 28933401

42

Navarro-González I, González-Barrio R, García-Valverde V, Bautista-Ortín AB, Periago MJ. Nutritional composition and antioxidant capacity in edible flowers: characterisation of phenolic compounds by HPLC-DAD-ESI/MSn. International Journal of Molecular Sciences. 2014 Dec 31;16(1):805-22. doi: 10.3390/ijms16010805. PubMed PMID: 25561232

43

Betalleluz-Pallardel I, Chirinos R, Rogez H, Pedreschi R, Campos D. Phenolic compounds from Andean mashua (Tropaeolum tuberosum) tubers display protection against soybean oil oxidation. Food Science and Technology International. 2012 Jun;18(3):271-80. doi: 10.1177/1082013211427794. PubMed PMID: 22701060

44

Monica Butnariu and Cristian Bostan. Antimicrobial and anti-inflammatory activities of the volatile oil compounds from Tropaeolum majus L. (Nasturtium). African Journal of Biotechnology Vol. 10(31), pp. 5900-5909, 29 June

45

Report of a WHO Consultation. Obesity, Preventing and managing the global epidemic. Section A: Defining the problem of overweight and obesity. Geneva: World Health Organization, Division of Noncommunicable Diseases; 1998. p. 1–36.

46

Spiegelman BM, Flier JS. Adipogenesis and obesity: rounding out the big picture. Cell. 1996 Nov 1;87(3):377-89. PubMed PMID: 8898192

47

Kim GC, Kim JS, Kim GM, Choi SY. Anti-adipogenic effects of Tropaeolum majus (nasturtium) ethanol extract on 3T3-L1 cells. Food & Nutrition Research. 2017 Jun 14;61(1):1339555. doi: 10.1080/16546628.2017.1339555. eCollection 2017. PubMed PMID: 28659749

48

Koriem KM, Arbid MS, El-Gendy NF. The protective role of Tropaeolum majus on blood and liver toxicity induced by diethyl maleate in rats. Toxicol Mech Methods. 2010 Nov;20(9):579-86. doi: 10.3109/15376516.2010.518171. PubMed PMID: 20883155