Moringa

Moringa ist ein Baum aus den Tropen und Subtropen, der auch hierzuland ebereits von sich reden gemacht hat. Ob gemahlene Blätter, Samen oder Wurzeln der Pflanze – alle Teile haben offenbar hilfreiche und gesundheitlich positive Wirkungen auf den Körper. Fest steht, dass Moringa beispielsweise sehr viel Vitamin C enthält. Doch sind die vielfältigen Wirkungen aus Tierversuchen auch auf den Menschen übertragbar? Dieser Artikel widmet sich dem Baum auf Basis wissenschaftlicher Studien.

Artikel durch 53 anerkannte Studien verifiziert

Moringa - Wirkung und Anwendung

Wunderbaum – so lautet ein verheißungsvoller Beiname von Moringa oleifera. Das Pulver der getrockneten Moringablätter, welches hierzulande seit einiger Zeit als Superfood vermarktet wird, verspricht laut Hersteller tatsächlich gesundheitliche Wunder: die Steigerung der Gehirnfunktion, die Erneuerung von Körperzellen und die Senkung des Blutzuckers. In der Realität ist nur Letzteres bislang am Menschen erwiesen. Eine Vielzahl an Tierstudien weist jedoch darauf hin, dass Moringa einen bedeutenden Beitrag zur menschlichen Gesundheit liefern könnte.

Was ist Moringa?

Moringa oleifera ist die botanische Bezeichnung eines bis zu 8 Meter hohen Baumes, der im allgemeinen Sprachgebrauch diverse Beinamen trägt. Die scharf schmeckenden Senfölglykoside in seinen rübenartigen Wurzeln brachten ihm die Bezeichnung Meerrettichbaum, Pferderettichbaum oder Horseradishtree ein. Andere Bezeichnungen für Moringa lauten Trommelstockbaum. Behennussbaum oder Wunderbaum. Der Baum, der aus der Familie der Behennussgewächse stammt, wächst heutzutage in tropischen und subtropischen Regionen der ganzen Welt; vor allem in Südostasien, Arabien, Afrika und den karibischen Inseln. Der ursprüngliche Lebensraum von Moringa liegt dagegen in Nordwestindien und der Himalajaregion.

Als Nahrungs- und Rohstoffquelle ist die Pflanze Moringa oleifera vielfach einsetzbar:

  • Wurzeln: Die rübenartig verdickten Wurzeln junger Moringabäume werden traditionell als Naturheilmittel, Tierfutter oder zur Gewinnung von Pflanzenschutzmitteln und Reinigungsmitteln verwendet. Benzylsenföl verleiht Moringawurzeln ihren rettichartigen Geschmack und darüber hinaus antibakterielles Potenzial. Vor der Verwendung sollte man Moringawurzeln von der Rinde befreien, da diese leicht giftige Stoffe (Alkaloide) enthält.
  • Samenschoten: Die 25 bis 45 cm langen Früchte des Moringabaumes gaben ihm den Beinamen Trommelstockbaum oder Drumstick Tree. In ihrer unreifen Form werden die Schoten in der Heimat der Moringabäume, ähnlich wie Bohnen, als Gemüse verzehrt. Später bilden sie eine holzige Schale und springen schlussendlich auf, um die Samen der Pflanze freizusetzen.
  • Samen: Die rundlichen Samen liefern das sogenannte Behenöl, das sich durch eine lange Haltbarkeit auszeichnet, ohne dabei ranzig zu werden. Es eignet sich deshalb als hochstabiles Schmieröl vor allem zur Verwendung in der Uhrenindustrie. Darüber hinaus diente es zur Herstellung von Kosmetika, Biodiesel und Speiseöl. Auf dem europäischen Markt wurde Behenöl jedoch weitgehend durch billigere Öle (z.B. Palmöl) vom Markt verdrängt.

Moringasamen besitzen zudem Eigenschaften, die dabei helfen, Wasser zu reinigen. (1) Zur Klärung verschmutzten Flusswassers genügen dabei 200 bis 300mg des Samenpulvers pro Fass. Mit der Flüssigkeit vermischt lässt das Pulver Schwebstoffe und Bakterien ausflocken und zu Boden sinken. Eine Schadwirkung auf Fische oder Menschen durch das mit Moringa versetzte Wasser schlossen Wissenschaftler hierbei aus. Das wasserklärende Potenzial einiger Moringaarten aus Äthiopien erwies sich als höher als das von Exemplaren aus Kenia, was Forscher auf die unterschiedlichen Bodenverhältnisse zurückführen.

  • Blätter: Moringablätter weisen eine Länge von 20 bis 25 Zentimetern und teilen sich in eine gefiederte Struktur auf. An den einzelnen Rispen sitzen wiederum 1 bis 2 Zentimeter lange, ovale Blättchen. Die Blätter nutzt man als Gemüse und zur Zubereitung von Saft, der zur Prävention und Therapie von Mangelernährungszuständen eingesetzt wird. Sie gelten als wirksam gegen Diabetes und Blutarmut. (14) Darüber hinaus ergab der Einsatz von Moringablättern und Zweigen als Tierfutter für Milchkühe, dass ihre Inhaltsstoffe Milchleistung um 6 Prozent steigern konnte sowie die Milch in ihrer Fettzusammensetzung verbessern. (2)

Wozu braucht der Mensch Moringa?

Moringa stellt eine relativ reiche Quelle an pflanzlichen Proteinen, Carotinoiden und Mineralstoffen dar. In 100 g der frischen Pflanzenteile vom Baum sind folgende Inhaltsstoffe enthalten: (3)

EiweißProvitamin AVitamin CCalciumKalium
6,7 g6,8 mg220 mg440 mg259 mg

Hierzulande erhalten Konsumenten Moringa vorwiegend in der Form getrockneter und zu Pulver vermahlener Blätter, welche folglich eine konzentrierte Menge der angegebenen Nährstoffe aufweisen. Dennoch schwanken die Inhaltsstoffe in Beziehung zur Anbauregion und der Bodenqualität offenbar stark. Wissenschaftliche Studien berichten von Calciumkonzentrationen zwischen 1440 und 3500 mg pro 100g Produkt schwanken und die Kaliumgehalte zwischen 912 und 1770mg liegen. (4)

Innerhalb einer anderen Untersuchung gaben die Autoren für 100g Moringablattpulver Werte von 28.7g Eiweiß, 7.1g Fett, 44.4g Kohlenhydraten, 3.0 mg Calcium und 103.1 mg Eisen an. Pro Gramm enthielt das Pulver zusätzlich 20.7 mg Tannine (Gerbstoffe), 17 mg Nitrate, 10.5 mg Oxalsäure, 161 µg β-Carotin und 47 µg Lutein. (5)

In der Summe scheint jedoch eine Vielzahl bioaktiver Substanzen in Moringa oleifera präsent zu sein. Das antioxidative Potenzial, welches in vielen Tierversuchen positive gesundheitliche Effekte erzeugte, basiert vor allem auf sekundären Pflanzenstoffen wie Senfölglykosiden, Flavonoiden und Polyphenolen.(19)

In seinen Anbaugebieten wird Moringa traditionell als Naturheilmittel in der Therapie verschiedener Krankheiten eingesetzt:

  • Diabetes
  • Blutarmut
  • Bluthochdruck
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Infektionen
  • Entzündungen

Innerhalb der bislang durchgeführten Studien mit menschlichen Testpersonen belegten Wissenschaftler tatsächlich einen blutzuckersenkenden Effekt von Moringablattpulver. (13) (14) (15)  (16) In-Vitro-Experimente und Tierversuche weisen darüber hinaus auf eine Wirkung gegen erhöhte Blutfette, die Stimulation des Immunsystems (41) (42) sowie den Schutz von Leber (27) (28) (29) (30) (31) (32), Niere (36), Herz (34) (35), Gehirn (50) (51) (52) (53) und Augen (39) (40) durch die antioxidativen Eigenschaften von Moringa hin. Darüber hinaus scheint Moringaextrakt in vitro das Wachstum von Krebszellen wirksam zu hemmen. (24) (25) (26)

Welche Dosis wird empfohlen?

Die üblichen Verzehrsempfehlungen für Moringablattpulver hierzulande liegen bei 3 bis 5 Gramm täglich, was der Menge von einem Teelöffel entspricht. Mehrere Tierversuche, in denen Wissenschaftler eine wesentlich höhere Dosis von 1000mg Moringa-Extrakt pro kg Körpergewicht als sicher einstuften (6), legen nahe, dass Moringaverzehr in den üblichen Mengen keine toxische Wirkung ausübt. Auch während der bislang durchgeführten Studien an menschlichen Probanden traten bei den Teilnehmern keinerlei Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Moringa-Präparaten auf, obgleich auch in diesem Fall regelmäßige Dosen von 8 Gramm bis hin zu Einzeldosen von 50 Gramm verabreicht wurden.

Wirkung von Moringa

Die medizinische Wirkung von Moringa untersuchten Wissenschaftler bislang nur in wenigen Studien am Menschen. Was Tierversuche und In-Vitro-Experimente anbelangt, liegt eine wesentlich größere Datenmenge zu dem Baum vor. (7)

Moringa und Diabetes

Diverse Tierstudien und einige kleinere Studien mit menschlichen Probanden beweisen einen blutzuckersenkenden Effekt von Moringablattpulver und -extrakt.

  1. Moringa senkt den Blutzucker im Tiermodell
    2 Gramm Moringablattpulver pro Kilogramm Körpergewicht konnten bei Versuchsratten gegenüber einer Kontrollgruppe den Blutzucker um 23 Prozent reduzieren. (8) Bei Ratten, bei denen Wissenschaftler mittels Streptozotocin, welches toxisch auf die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse wirkt, eine milde Form von Diabetes auslösten, konnte die Verabreichung von wässrigem Extrakt aus Moringablättern den Blutzuckeranstieg beim Glukosetoleranztest um 33,8 Prozent verringern. Diese Wirkung verstärkte sich bei stak diabetischen Tieren auf 51,2 Prozent und veränderte sich abhängig zur Dosis von 100-300mg pro Kilogramm Körpergewicht. (9)
  2. Moringablattextrakt reduziert den Nüchternblutzucker und verstärkt die antioxidative Aktivität im Tierversuch
    Ratten mit streptozotocin-induzierter Diabeteserkrankung wiesen nach der Behandlung mit Moringablattextrakt eine signifikante Reduktion des Nüchternblutzuckers (von 380% auf 145% gegenüber der Kontrollgruppe) und einen Anstieg des Antioxidans Glutathion auf (von 22% auf 73%). Im Vergleich mit der Kontrollgruppe verringerte sich bei ihnen auch der Spiegel von Malondialdehyd (von 385% auf 186%), der einen Marker für oxidativen Stress darstellt. Darüber hinaus machte die Moringa-Behandlung einige Schädigungen, die durch Streptozotocin an den Zellen der Bauchspeicheldrüse entstanden waren, rückgängig. (10) Forscher vermuten, dass die blutzuckerregulierende Wirkung von Moringa teilweise auf die Resorptionsverzögerung von Saccharose im Darm zurückgehen könnte. Dies würde jedoch denn günstigen Effekt auf den Glukose-Toleranztest nicht erklären. (11)
  3. Moringa vermehrt antioxidative Enzyme in diabetischen Ratten
    Bei der Untersuchung normaler und diabetischer Ratten während der Gabe von Moringapulver zeigten alle Versuchstiere einen signifikanten Anstieg der Aktivität von antioxidativ wirkenden Enzymen: Superoxiddismutase, Katalase und Glutathion-S-Transferase. Zusätzlich beobachteten die Forscher einen Rückgang in der oxidativen Degradation von Lipiden. (12)
  4. Moringa vermindert den Blutzuckeranstieg nach der Mahlzeit beim Menschen
    Einige wissenschaftliche Studien beschäftigen sich mit der Wirkung von Moringa oleifera auf den Blutzucker und Fettstoffwechselstörungen bei Patienten mit Diabetes 2: Im Vergleich servierten Wissenschaftler nicht insulinpflichtigen Diabetes-2-Patienten eine Mahlzeit mit identischer Nährstoffzusammensetzung: etwa 75 g Kohlenhydrate, 13g Eiweiß, 5g Fett und 1,3g Ballaststoffe. Ergänzt wurde die jeweilige Mahlzeit entweder durch Bittermelone, Curryblätter oder Moringablätter (50g Pulver). Im Vergleich zu der Testmahlzeit ohne Gemüseergänzung reduzierten alle Beigaben im Anschluss an die Mahlzeit den Blutzuckeranstieg. Dabei erzielten die Moringablätter mit 21 Prozent den stärksten Effekt in der Hemmung des Blutzuckeranstieges. Der Insulinspiegel, welcher bei Testmahlzeit und allen drei Gemüsezugaben in etwa auf der gleichen Höhe blieb, deutete an, dass die Wirkung von Moringa nicht auf eine erhöhte Insulinausschüttung zurückzuführen ist. (13)
  5. Moringa senkt Blutzucker und vermindert oxidativen Stress bei weiblichen Probandinnen
    Innerhalb einer Untersuchung an 60 postmenopausalen Frauen erhielten 30 über einen Zeitraum von 3 Monaten täglich 7 Gramm Moringablattpulver. Im Anschluss stellten die Wissenschaftler bei der Moringa-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe einen signifikanten Anstieg (18 Prozent) des Enzyms Glutathion-Peroxydase fest, welches die zelluläre Abwehr gegen oxidativen Stress unterstützt. Des Weiteren stiegen die Blutserumspiegel von Superoxiddismutase und Ascorbinsäure an, was ebenfalls auf eine verbesserte antioxidative Aktivität schließen lässt. Der Gehalt an Malondialdehyd, einem Marker für oxidativen Stress, sank hingegen um 16,3 Prozent. Der Nüchternblutzucker verringerte sich zudem um 13,5 Prozent und der Hämoglobinspiegel erhöhte sich um 17,5 Prozent. (14)
  6. Moringa reduziert Blutzucker bei Diabetes-2-Patienten
    Innerhalb einer weiteren Studie behandelten Wissenschaftler 46 Diabetes-2-Patienten mit 8 Gramm Moringablattpulver über einen Zeitraum von 40 Tagen. Am Ende der Studie waren Nüchternblutzucker und der Blutzucker nach den Mahlzeiten (postprandialer Blutzucker) gegenüber einer Kontrollgruppe um 28 bzw. 26 Prozent gesunken. Darüber hinaus reduzierte sich das Gesamtcholesterin um 14 Prozent, die Triglyceride ebenfalls um 14 Prozent, das LDL-Cholesterin um 29 Prozent und das VLDL-Cholesterin um 15 Prozent. (15)
  7. Moringa verbessert die Blutfettwerte bei Diabetes-2-Patienten
    Indische Wissenschaftler untersuchten den Effekt von Moringa auf die Blutfette von 35 Diabetes-2 Patienten, indem sie ihnen 4,6 Gramm Moringablattpulver täglich in Tablettenform verabreichten.. (16) Nach 50 Tagen wiesen die Probanden im Vergleich mit einer Kontrollgruppe einen um 1,6 Prozent gesunkenen Gesamtcholesterinspiegel auf und verzeichneten gleichzeitig einen 6,3-prozentigen Anstieg im HDL-Cholesterin. Der Vergleich mit den Ergebnissen der vorhergehenden Studien suggeriert, dass ein höhere Dosis wahrscheinlich einen größeren Effekt erzielt.
  8. Moringablattextrakt senkt den Cholesterinspiegel im Tierversuch
    Ratten, die zu einem fettreichen Futter zusätzlich Moringablattextrakt in der Dosis von 1 Gramm pro Kilo Körpergewicht bekamen, erfuhren eine signifikante Abnahme des Blutcholesterins um 14,4 Prozent.(17) Kaninchen, die 12 Wochen lang mit einer cholesterinreichen Nahrung gefüttert wurden, wiesen einen um 50 Prozent niedrigeren Gesamtcholesterinspiegel und einen um 75 Prozent niedrigeren HDL-Cholesterinspiegel auf, wenn sie zusätzlich täglich Moringablattextrakt (100mg pro kg) aufnahmen. Das Vorhandensein von Gefäßablagerungen (Plaques) lag bei der Moringagruppe um 97 Prozent unterhalb dem der Kontrollgruppe.(18)

Antioxidatives Potenzial von Moringa

Zahlreiche in-Vitro-Experimente demonstrieren die Fähigkeit von Moringa, freie Radikale zu binden. Dabei stellten wässrige Extrakte aus Moringablättern, Schoten und Samen ihr Potenzial unter Beweis, oxidative Schädigung von DNA zu verhindern.(19) Im Vergleich von Ethanol- und Salzlösungsextrakten aus Blättern, Blüten, Samen und Stamm wies der Ethanol-Moringablattextrakt die stärkste radikalbindende und antioxidative Fähigkeit auf. (20) Dabei wirkt Moringa vor allem gegen die freien Radikale von DPPH, Superoxiden und Stickstoffmonoxid. (21) Moringablätter weisen im Vergleich zu den anderen Pflanzenteilen mit 105mg pro 100 Gramm den höchsten Gehalt an Phenolen (Gallussäureäquivalent), den höchsten Flavonoidgehalt (31mg Quercetin) und den höchsten Anteil an Vitamin C (107mg) auf.(19)

  1. Moringa wirkt sowohl in vitro als auch in vivo auf antioxidative Enzyme
    Bei Ratten verminderte die Gabe von Moringaextrakt die durch Tetrachlormethan induzierte Organschädigung der Leber mittels Anheben des Glutathionspiegels. (22) Dieselbe Wirkung entstand auch in vitro an Lebergewebe. Hier hemmte Moringa die toxische Wirkung von Tetrachlormethan durch die Anregung der Produktion diverser antioxidativer Enzyme: Glutathionperoxidase, Glutathion-Reduktase, Katalase, Superoxiddismutase und Glutathion-S-Transferase. (23)

Moringa und Krebserkrankungen

Wässriger Moringablattextrakt konnte im in-Vitro-Experiment bei menschlichen Tumorzellen die Zellvermehrung und das -wachstum (Proliferation) hemmen und den Zelltod (Apoptose) auslösen. (24)

In anderen Versuchen demonstrierte Moringablattextrakt wachstumshemmende und zelltötende Wirkungen auf Lungenkrebszellen (25) sowie auf Zellen der Epithelschicht der Lungenbläschen, die sich im Frühstadium einer Krebserkrankung befinden. (26)

Schutz der Organgewebe durch Moringa

In zahlreichen Tierversuchen bewies Moringaextrakt einen schützenden Effekt auf das Gewebe verschiedener Organe.

  1. Moringa schützt die Leber vor Schädigung durch fettreiche Ernährung
    Mäuse, die Wissenschaftler auf eine fettreiche Diät setzten, erlitten weniger Leberschäden, wenn sie Moringablattextrakt aufnahmen. Die positiven Effekte von Moringa zeichneten sich sowohl in der Verringerung von Lebergewebeschäden als auch in der verminderten Aktivität der Enzyme Aspartat-Aminotransferase (AST), Alanin-Aminotransferase (ALT) und alkalische Phosphatase (ALP) ab. Darüber hinaus erhöhte die Moringabehandlung bei den Versuchstieren das antioxidative Enzym Glutathion. (27)
  2. Moringa oleifera verhindert Leberschäden durch Medikamente
    Wissenschaftler demonstrierten des Weiteren, dass Moringablattextrakt Ratten vor Leberschäden schützte, die durch die Anti-Tuberkulose-Wirkstoffe Isoniazid, Rifampicin und Pyrazinamid ausgelöst wurden. Auch in diesem Fall verminderten sich die Spiegel von AST, ALT, ALP und Bilirubin. (28) Moringablattextrakt kann eventuell auch die durch den Paracetamol-Wirkstoff Acetaminophen induzierte Leberschäden verhindern. Die Gabe von 200 und 800mg Moringablattextrakt pro Kilo Körpergewicht konnte im Blut der Versuchstiere, die vorab eine Einzeldosis von 3g Acetaminophen pro Kilo Körpergewicht erhalten hatten, ALT, AST und ALP senken und das entioxidative Enzym Glutathion in der Leber anheben. (29) Ebenso wirksam zeigte sich der Moringaextrakt gegen durch Paracetamol verursachte Leberschäden im Tierversuch, wenn er nicht oral, sondern als Infusion in die Bauchhöhle verabreicht wurde. (30) (31)  Die durch Paracetamol ausgelöste Degradation des Leberfettgewebes konnte Moringablattextrakt im Tierversuch verhindern, indem er die Spiegel der Enzyme Glutathion-S-Transferase, Glutathion-Reduktase und Glutathionperoxidase auf ein normales Niveau anhob. (32)
  3. Moringaextrakt verhindert Gewebeschäden der Hoden
    Bei Versuchstieren, die täglich 8 mg Kaliumchromat erhielten, konnten 500mg Moringablattextrakt, die durch Chrom erzeugten Negativeffekte auf das Hodengewebe deutlich vermindern, was Parameter der Spermiengesundheit, Entzündungsmarker und die antioxidativen Enzymaktivitäten anbelangt. (33)
  4. Moringa wirkt Herzgewebeschäden entgegen
    Eine Gabe von 200mg Moringablattextrakt pro Kilo Körpergewicht konnte den Gewebe- und Funktionsschäden im Zusammenhang mit dem Wirkstoff Isoprenalin am Herz der Versuchstiere vorbeugen. Gegenüber einer Vergleichsgruppe konnte die Moringagabe Veränderungen im Herzrhythmus, biochemische und Gewebeveränderungen wirksam hemmen.(34) Als entscheidenden Inhaltsstoff für cardioprotektive Effekte in Moringa identifizierten Wissenschaftler N,α-L-Rhamnopyranosyl-Vincosamid, ein Indolalkaloid. Eine Verabreichung von 40mg pro Kilo Körpergewicht für 7 Tage reduzierte messbar die durch Isoprenalin hervorgerufenen toxischen Wirkungen auf das Herz der Versuchstiere. Dabei zeigten sich eine Abnahme kardialer Biomarker im Blut, ein Anstieg an zellulären Antioxidantien und antioxidativen Enzymen, eine Reduktion des Absterbens von Herzgewebe und verminderte Auffälligkeiten im Elektrokardiogramm.(35)
  5. Moringa schützt das Nierengewebe
    Bei Kaninchen konnte die Gabe von Moringablattextrakt einer durch Gentamicin ausgelösten Nierenschädigung entgegenwirken. 150 bis 300mg Moringaextrakt pro Kilo Körpergewicht verminderten signifikant die Gewebeschädigungen, Zersetzung von Lipiden und die Spiegel von Kreatinin und Harnstoff im Blut. (36)
  6. Moringa beugt Magengeschwüren vor
    Durch Aspirin erzeugte Magengeschwüre konnte Moringablattextrakt im Versuch mit Ratten wirksam verhindern. Die maximale Schutzwirkung entfaltete dabei die Dosis von 300mg pro Kilogramm Körpergewicht. Die Wissenschaftler stellten dabei fest, dass der vor Geschwüren schützende Effekt von Moringa mit der Modulation der Serotoninausschüttung durch die Pflanze zusammenhängt. (37)Das Potenzial von Moringa, Magengeschwüre zu verhindern, zeigte sich darüber hinaus im Versuch mit Ratten, bei denen durch Ethanol eine Geschwürbildung im Körper induziert wurde. Die Dosis von 350 bis 500 mg Moringawurzelextrakt über den Zeitraum von 15 Tagen verminderte bei den behandelten Tieren im Vergleich zu einer Kontrollgruppe die Geschwürbildung signifikant. Moringa steigerte zudem den PH-Wert des Mageninhaltes der Versuchstiere messbar. (38)

Moringa und die Sehkraft

Rattenwelpen, bei denen Wissenschaftler durch die Gabe von Selenit eine Augenlinsentrübung (Katarakt) erzeugten, wiesen keine morphologischen Veränderungen der Linse und keinerlei oxidative Schädigung des Augengewebes auf, wenn sie zusätzlich Moringablattextrakt erhielten. Die schützende Wirkung von Moringa auf das Gewebe äußerte sich, indem es die Zersetzung von Lipiden verhinderte und den Spiegel des antioxidativ wirkenden Enzyms Glutathion erhielt. (39)

Bei Ratten, die durch die Gabe von Streptozotocin eine Diabeteserkrankung entwickelt hatten, konnte Moringablattextrakt einen präventiven Effekt vor diabetischen Netzhautschäden beweisen. Die Behandlung mit Moringa beugte der durch Diabetes verursachten Erweiterung der Netzhautgefäße und dem Anstieg der Entzündungsfaktoren Tumornekrosefaktor-Alpha und Interkeukin-Beta vor. Moringa reduzierte die durch die Diabeteserkrankung hervorgerufene Sprossung von Blutgefäßen (Angiogenese), indem es die Signalproteine VEGF (vascular endothelial growth factor) und PRCKB (Protein Kinase C-β) herabsetzte. (40)

Moringa und das Immunsystem

Im Versuch mit Mäusen konnten Wissenschaftler durch die Gabe von 250 und 750mg Moringaextrakt pro Kilo Körpergewicht die Immunreaktion der Versuchstiere stimulieren. Dabei steigerte Moringa sowohl die zelluläre Immunantwort als auch die humorale Immunantwort des Körpers. Letztere bezeichnet den Teil der Immunreaktion, der durch die nicht-zellulären Bestandteile von Körperflüssigkeiten vermittelt wird. Im Versuch erwies sich die niedrigere Dosis Moringaextrakt als effektiver.(41)

Mäuse, deren Immunsystem Forscher durch Gabe des Zytostatikums Cyclophosphamid unterdrückten, erlebten durch die Verabreichung von Moringaextrakt eine Stimulation der zellulären und der humoralen Immunantwort.(42)

Moringa gegen Schmerzen

Die analgetische Wirkung von Moringaextrakt konnten Wissenschaftler im Rattenmodell einer Arthritis nachweisen. Dabei testeten sie sowohl den Extrakt aus Blättern sowie den Auszug aus Wurzeln und eine Kombination aus beidem. Wurzel- und Blätterextrakt erwiesen sich in der Dosierung von 400mg pro Kilogramm Körpergewicht gleichsam als effektiv in der Reduktion von Schmerzen. (43)

Moringa und Wundheilung

Im Versuch an Ratten konnten Wissenschaftler, indem sie den Tieren täglich 300mg Moringaextrakt pro Kilogramm Körpergewicht verabreichten, die Wundheilung signifikant verbessern. Die Pflanze beschleunigte die Wundverschlusszeit und verkleinerte das Narbenareal. (44)

In einer Studie an menschlichen Bindegewebszellen (Fibroblasten) erhöhte Moringablattextrakt signifikant die Lebensfähigkeit und die Vermehrung (Proliferation) der Zellen. Als zur Wundheilung beitragende Inhaltsstoffe des Moringaextraktes identifizierten die Forscher Vicenin-2, Quercetin und Kämpferol. (45)

Schutz vor Strahlung durch Moringa

In zwei Studien wiesen Wissenschaftler bislang nach, dass Moringablattextrakt eventuell vor Strahlenschäden schützen kann. Innerhalb des ersten Versuches verabreichten die Forscher den Versuchstieren eine Dosis Moringaextrakt von 150mg pro Kilogramm Körpergewicht und setzten sie anschließend Gammastrahlung aus. Im Vergleich zur Kontrollgruppe bot Moringa den Chromosomen im Knochenmark signifikanten Schutz vor Veränderungen durch die Strahlung. Eine Steigerung der Schutzwirkung erreichten die Forscher, indem sie die 150mg Moringa in 5 Portionen à 30mg im Tagesverlauf verfütterten. (46)

Innerhalb des zweiten Versuchs erhielten Mäuse 300mg/kg Moringablattextrakt für den Zeitraum von 15 Tagen und wurden anschließend Gammastrahlung ausgesetzt. Im Vergleich zur Kontrollgruppe beugte Moringa bei den behandelten Versuchstieren einer strahleninduzierten Zersetzung der Leberlipide vor und hob den Spiegel des antioxidativen Enzyms Glutathion an. (47)

Moringa und Blutdruck

Im Versuch mit Ratten demonstrierten Wissenschaftler die blutdrucksenkende Wirkung von Moringaextrakt in einer Dosis von 30 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Als ausschlaggebende Inhaltsstoffe benannten die Forscher vor allem Thiocarbamate, Isothiocyanat und Hydroxybenzoat. (48) Innerhalb einer weiteren Studie lösten Wissenschaftler bei Ratten Bluthochdruck und eine Verdickung der Gefäßwand aus. Eine tägliche Infusion von Moringaextrakt konnte den Blutdruck ab einer Dosierung von 4,5mg pro Kilogramm Körpergewicht signifikant senken. (49)

Moringa und die Gehirnfunktion

Diverse Tierversuche beschäftigen sich bislang mit den möglichen gehirnschützenden Auswirkungen von Moringa.

  1. Moringa mindert möglicherweise Gehirnschäden bei Demenz und Schlaganfälle
    Im Tiermodell einer Demenzerkrankung verabreichten Wissenschaftler den Versuchstieren 7 Tage lang Moringaextrakt in der Dosierung von 100-400mg/kg. Moringa reduzierte die Zersetzung von Lipiden im Gehirn und steigerte die Aktivität der antioxidativen Enzyme Superoxid-Dismutase und Katalase. (50) Auch Gehirnschäden im Rahmen eines Schlaganfalls konnte Moringaextrakt bei Versuchstieren verringern, indem er die Lipidzersetzung hemmte, den oxidativen Stress minderte und die Aktivität antioxidativer Enzyme unterstützte. (51)
  2. Moringa stimuliert Neurotransmitter und wirkt antikonvulsiv
    Auf das zentrale Nervensystem übt Moringa laut Forschung wahrscheinlich einen beruhigenden und antikovulsiven, also Krampfanfällen vorbeugenden, Effekt aus, indem es den Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure (GABA) in seiner Ausschüttung anregt. Mäuse, denen Wissenschaftler hohe Dosen Extrakt (2000mg/kg) verabreichten, verminderten ihre Bewegung sowie ihr Putz- und Aufzuchtsverhalten. (52)
  3. Moringa oleifera regt das Wachstum der Nervenzellen an
    In vitro übt Moringaextrakt eine neuroprotektive Wirkung auf Nervenzellen des Hippocampus aus. Er stimulierte bei ihnen das Wachstum von Neuriten (Zellfortsätzen), welche für die Weiterleitung von Erregung zuständig sind. Bei den Dendriten, die zur Reizaufnahme im Körper dienen, erhöhte Moringaextrakt Länge und Verzweigung. (53)

Quellenangaben

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