Papaya

Die Papaya hat sich in den letzten Jahren den Ruf erkämpft, als Superfood wahrgenommen zu werden. Seitdem sind Rezepte mit der Frucht überall zu finden und erfreuen sich riesiger Beleibtheit. Doch kann die Papaya die hohen Erwartungen letztlich auch erfüllen? Dieser Artikel widmet sich der Papaya in der Ernährung auf Basis wissenschaftlicher Studien.

Artikel durch 53 anerkannte Studien verifiziert

Papaya – Fakten & Studien zum Superfood

Die Papaya ist als Frucht heute in vielen größeren Supermärkten zu finden und in den letzten Jahren zu einem vertrauten Anblick geworden. Mittlerweile gehört die Frucht zu den Superfoods – Nährstoffquellen, denen immer wieder eine besondere Konzentration gesunder Wirkstoffe zugeschrieben wird. Für die Papaya sprechen verschiedene Quellen, in denen es um alternative Medizin und neue Ansätze in der Ernährung geht, von einer:

  • Antimikrobiellen
  • Antiparasitären
  • entgiftenden

Wirkung. Für die positiven Eigenschaften der Papaya in der Ernährung wird der Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sowie weiteren Pflanzenstoffen verantwortlich gemacht. So stecken in einer Papaya:

  • Vitamin C
  • Folsäure
  • B-Vitamine
  • Selen
  • Phosphor usw.

Lassen sich die der Papaya zugeschriebenen Wirkungen in der Praxis mit wissenschaftlichen Studien untermauern?

Was ist Papaya?

Papaya wird in erster Linie als die birnenförmige Frucht mit orange bis rötlichem Fruchtfleisch wahrgenommen. Die Größe der Früchte kann sehr stark variieren. Im Handel werden in der Regel Papayas von 10 Zentimeter bis 15 Zentimeter Größe angeboten, die bis zu 500 Gramm wiegen. Das Größenspektrum geht allerdings noch deutlich weiter. Eine Papayafrucht kann bis zu 45 Zentimetern groß werden und mehrere Kilogramm auf die Waage bringen.

Bei der Pflanze Papaya handelt es sich um Vertreter der Familie Caricaceae (Melonenbaumgewächse). Die Pflanzenfamilie gehört zur Ordnung Kreuzblütlerartige (Brassicales) und umfasst fast frei Dutzend Arten. Bei den Melonenbaumgewächsen handelt es sich um Pflanzen, die bis auf wenige Ausnahmen natürlich in den tropischen Regionen Amerikas (Neotropis) beheimatet sind. Inzwischen haben sich die als Kulturpflanzen interessanten Vertreter über andere Kontinente verbreitet.

Von besonderem wirtschaftlichem Interesse sind in der Familie Caricaceae vor allem zwei Gattungen:

  • Carica
  • Vasconcellea.

Letztere gehörte seit 1889 bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts nach der Einteilung von Solms-Laubach zum Genus Carica. Mit der Neubewertung durch Victor Manuel Badillo Francieri wurden beide Gattungen in der Familientaxonomie relokalisiert (1).

Die Gattung Carica umfasst heute nur noch eine Art – Carica papaya. Hierbei handelt es sich um die wirtschaftlich bedeutendste Frucht der Familie. Deren Ursprung wird inzwischen in Mittelamerika gesehen. Die Wildform wurde 1840 (Carica peltata) und 1909 (Carica jamaicensis) beschrieben. Sie unterscheidet sich deutlich von der Kulturform, deren Frucht deutlich größer ist und die über ein wesentlich ausgeprägteres Fruchtfleisch verfügt.

Zur Gattung Vasconcellea gehört Vasconcellea pubescens (auch unter dem Synonym Vasconcellea cundinamarcensis bekannt). Verbreitet in der Andenregion zwischen Kolumbien und Zentralchile, bildet V. pubescens Früchte ähnlich C. papaya aus, die essbar sind und roh oder gekocht verzehrt werden. Die Hybridisierung zwischen V. pubescens und V. stipulata hat eine Kulturpflanze der Bezeichnung Babaco (für Gewächshauskulturen geeignet) hervorgebracht (2). Im Habitus ähneln die Babaco-Früchte der Papaya, sind allerdings deutlich in die Länge gestreckt. Zudem enthalten sie keine/kaum Samen. Als Nutzpflanze wird Babaco inzwischen in:

  • Neuseeland
  • Kalifornien
  • UK
  • Italien

angebaut. Die Schale ist weich und kann mit der Frucht samt Fruchtfleisch und Kerne verzehrt werden.

Papaya: Die Inhaltsstoffe im Überblick

Zum Superfood werden Nahrungsmittel, die bestimmte Nährstoffe in besonderer Konzentration enthalten oder sich durch den Gesamtgehalt relevanter Nährstoffe auszeichnen. Papaya gehört eher in die letztere Gruppe. Besonders im Zusammenhang mit Vitaminen ist das Obst in letzter Zeit in den Fokus gerückt.

Hervorzuheben sind an diesem Punkt vor allem Vitamin C und Folsäure. Daneben sind in der Frucht auch Vitamin A und B-Vitamine enthalten.

Konzentrationen ausgewählter Nährstoffe in Papayas (3):

NährstoffGehalt je 100 Gramm Papaya
Wasser88,06 Gramm
Kohlenhydrate10,82 Gramm
Kalium182 Milligramm
Magnesium21 Milligramm
Kalzium20 Milligramm
Selen0,6 µg
Vitamin C60,9 Milligramm
Vitamin A47 µg
Folsäure37 µg
Vitamin B3357 µg
Vitamin B5191

Neben den genannten Nährstoffen enthalten sowohl die Früchte mitsamt den Samen als auch andere Pflanzenteile diverse Pflanzenstoffe, die für verschiedene Anwendungen von Interesse sind. So zeigen Analysen der Pflanzenfarbstoffe, dass in den verschiedenfarbigen Früchten der Papaya:

  • Beta-Carotin
  • Lycopin (4)
  • Xanthophylle wie Zeaxanthin oder Violaxanthin (5).

Aus den Samen von Papayas ist die Isolierung weiterer bioaktiver Substanzen gelungen. Hierzu gehört Oleinsäure – eine einfach ungesättigte Fettsäure. In Studien zeigte die Fettsäure positive Effekte im Hinblick auf DNA-Fragmentation und die Bildung von ROS (reaktive Sauerstoffspezies) (6). Autoren sehen in Oleinsäure Potenzial hinsichtlich einer Verbesserung der Bioverfügbarkeit von Arzneimitteln, die in der Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt werden. Parallel erreichte die Oleinsäure der Kerne in Laborstudien inhibitorische Wirkung auf das Wachstum von Amöben der Gattung Acanthamoeba (7).

Die Kerne der Papaya enthalten zusätzlich einige weitere interessante Stoffe. Japanische Wissenschaftler konnten aus den Samen von C. papaya Benzyl-Isothiocyanate und Benzyl-Glucosinolate isolieren (8). Bei den Glucosinolaten (auch als Senfölglycoside bezeichnet) handelt es sich um stark antibakteriell wirkende Verbindungen. Für die zu den Senfölen gehörenden Isothiocyanaten gehen Autoren inzwischen von einer antikanzerogenen Wirkung aus (9).

Die positive Wirkung der Papaya und deren Nährwert sind nicht erst in den letzten Jahrzehnten bekannt geworden. In ihrer Heimat ist C. papaya bereits seit Jahrhunderten als Nährstofflieferant in Gebrauch. Autoren gehen davon aus, dass die Pflanze bereits in der Vergangenheit auch im Rahmen der Phytomedizin (Pflanzenheilkunde) zum Einsatz kam. Bioaktive Substanzen, die sich nicht nur in der Ethnomedizin bewährt haben, sind beispielsweise das Papain und Chymopapain.

Beim Papain und Chymopapain handelt es sich um enzymatische Verbindungen der Papaya, die:

  • antiviral
  • pilzhemmend
  • antibakteriell

wirken (10). Chymopapain zeigt sich mittlerweile – nach Isolation und Reinigung – bei Bandscheibenvorfällen wirksam (11).

In den vergangenen Jahren haben Forscherteams, die sich mit den Nährwerten der verschiedenen Pflanzenteile beschäftigen, immer wieder neue Verbindungen in Papayas isoliert. Dazu gehören verschieden Polyphenole, Flavonoide wie:

  • Manghaslin
  • Clitorin
  • Rutin

und Alkaloide, zu denen Carbamate und Carpain gehören (12).

Eine Untersuchung am Öl der Papayasamen (Kerne) hat einen hohen Anteil verschiedener Ölsäuren ergeben, zu denen:

  • Ölsäure/Oleinsäure
  • Palmitinsäure
  • Stearinsäure
  • Linolsäure

gehören (13). Ölsäure macht mehr als zwei Drittel der im Öl enthaltenen Fettsäuren aus.

Die Wirkung der Papaya

Die Papaya ist ein Alleskönner aus den Tropen! Dieser Eindruck drängt sich in Anbetracht unzähliger Internetquellen und populärwissenschaftlicher Literatur auf, welche der Frucht umfassende positive Wirkungen bescheinigen.

C. papaya wird unter anderem als:

  • positiv für die Darmgesundheit
  • Abnehmhilfe
  • Anti-Aging-Mittel
  • entzündungshemmend oder
  • Mittel gegen Krebs

gelobt. So soll der Verzehr von Papayasaft Beschwerden wie Blähungen und Verstopfungen lindern. Parallel wird C. papaya für seine angebliche Wirkung gegen Darmparasiten – wie Würmer und Pilze – gelobt. Diverse Veröffentlichungen beziehen sich zudem auf Studien, welche als Nachweis für die antikanzerogene Wirkung der Pflanze angesehen werden. Halten Papayas in der Ernährung letztlich, was diese Art der „Quellen“ verspricht?

Die Wirkung der Papaya geht auf die verschiedenen Inhaltsstoffe zurück. In westlichen Kulturkreisen wird heute im Wesentlichen das Fleisch reifer Papaya verzehrt, welches unter anderem reich an Ascorbinsäure ist. In Asien genießen die unreifen Früchte zusätzlich einen hohen Stellenwert in der Phytomedizin. Diese Bedeutung ergibt sich unter anderem durch den Gehalt an Alkaloiden und Phenolen, zu denen Quercetin oder Kaempferol gehören (14).

Anhand verschiedener Studien lassen sich durchaus positive Ansätze für verschiedene Erkrankungen erkennen. Allerdings muss hier klar zwischen Laborversuchen und Arbeiten mit Tiermodellen (in vivo) unterschieden werden. Gleichzeitig darf an diesem Punkt nicht vergessen werden, dass nicht jede Substanz aus C. papaya ausschließlich positive Wirkung hat.

Papaya: Verzehr und Tipps zur Anwendung

Papaya wird in erster Linie als Frucht aus dem Supermarktregal mit gelborangefarbenem Fleisch inklusive vieler dunkler Kerne wahrgenommen. Der Exot begegnet aufmerksamen Beobachtern noch an anderer Stelle in der Ernährung und Nahrungsergänzung. Mittlerweile gibt es:

  • Papayablätter Tee
  • papaya Extrakt als Kapsel oder Tablette
  • getrocknete Papaya
  • Papayakerne.

Die Frucht selbst kann roh, als Salat, Kuchen oder Chutney und Saft genossen werden. Mittlerweile finden sich im Internet und der Kochliteratur unzählige Anregungen und Rezepte, wie die Frucht von C. papaya geschmackvoll im Haushalt verarbeitet werden kann. Perfekte Voraussetzungen, um sich jeden Tag gesund mit Papaya zu ernähren und das Potenzial der Pflanze vollständig zu nutzen. Viel hilft viel! Diese Formulierung passt letztlich perfekt zu Nährstoffquellen, die randvoll mit Vitaminen und Pflanzenstoffen wie zum Beispiel Papain sind. Am Beispiel der Papaya wird allerdings deutlich, dass sogenannte Superfoods einer kritischen Betrachtung standhalten müssen. Ein Grund ist der Gehalt an Benzylisothiocyanat.

Im Labor und im Tierversuch haben Forscherteams Extrakte aus den Samen von C. papaya auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: In Abhängigkeit von der Konzentration hat das Extrakt die Kontraktionsfähigkeit des Dünndarms gehemmt. Im Tierversuch war diese Wirkung irreversibel – also nicht mehr umkehrbar. Eine Behandlung mit Benzylisothiocyanat führte zu einer noch umfassenderen Schädigung des Gewebes (15).

Zu ähnlichen Ergebnissen kommen andere Studien. Eine Arbeit aus Kanada hat sich mit den Auswirkungen von Benzylisothiocyanat und des Extrakts aus Papayasamen auf Blutgefäßproben von Hunden untersucht. Auch in dieser Studie zeigte sich eine deutlich kontraktionshemmende (relaxierende) Wirkung (16) – ähnlich einer Arbeit mit Uteri von Ratten aus Singapur (17). Aufgrund dieser Effekte sehen die Autoren in einer unkontrollierten Anwendung der Benzylisothiocyanat-haltigen Pflanzenteile gewisse Risiken.

Parallel hat sich in einer Tierversuchsstudie gezeigt, dass Inhaltsstoffe des Extrakts aus Papayasamen die Fortpflanzungsfähigkeit hemmen. Bereits nach 15 Tagen verzeichneten die Autoren eine Azoospermie (Fehlen von Samenzellen im Sperma). Dieser Prozess kehrte sich innerhalb von 60 Tagen nach Ende der Behandlung wieder um, ist also reversibel (18). Dazu passt, dass Naturvölker diese Methode der Verhütung bereits in der Vergangenheit praktiziert haben (19).

Vor diesem Hintergrund ist bei Extrakten auf die Dosierung zu achten. Darüber hinaus muss für eine unbedenkliche Anwendung natürlich klar sein, welche weiteren Inhaltsstoffe die Produkte enthalten. Eine konkrete Warnung vor dem Verzehr/der Aufnahme von Papaya bzw. den verschiedenen Pflanzenteilen ist nicht bekannt. Allerdings sollten Paare mit Kinderwunsch bzw. Frauen während der Schwangerschaft dem Verzehr mit einer gewissen Vorsicht gegenüberstehen. Die unreife Frucht ist nicht nur als Verhütungsmittel, sondern in einigen Regionen auch als Instrument zum Schwangerschaftsabbruch bekannt.

Wirkung der Papaya – Studien im Überblick

Papaya hat ein angenehmes Aroma und bietet einen bunten Mix aus Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Diese Eigenschaften sind der breiten Öffentlichkeit bekannt. C. papaya kann aber noch mehr. Als Heilpflanze werden Extrakte und Auszüge aus den Blättern und Samen der Pflanze bereits seit längerer Zeit in der traditionellen Heilkunde eingesetzt. Und auch die Medizin erkennt zunehmen das Potenzial der Papaya. Inzwischen befassen sich Studiengruppen mit der Wirkung auf Tumorzellen oder die antioxidative Wirkung. Das Interesse einiger Forschungsgruppen richtet sich auch auf die antibakterielle und antivirale Wirkung – etwa im Zusammenhang mit Denguefieber (20)  (21).

Antimikrobielle Wirkung von C. papaya

Papaya spielt in der Schulmedizin bisher kaum eine Rolle. Deren Stellenwert in der traditionellen Medizin ist dagegen wesentlich höher. Eingesetzt werden Teile von C. papaya unter anderem bei Diabetes. Die Pflanzenheilkunde hat außerdem die Wirkung gegen Bakterien – wie Malariaerreger – oder Pilze erkannt. Inzwischen haben Autoren diverse Verbindungen in C. papaya isoliert, welche für diese Wirkungen verantwortlich sind. Unter anderem ist inzwischen bekannt, dass Papaya mit Benzylisothiocyanat einen antimikrobiell und antihelminitisch (gegen Wurmerkrankungen) wirksamen Vertreter der Isothiocyanate enthält (22)  (23).

  1. Antibakterielle Wirkung des Papaya-Samen-Extrakts
    Als verwertbar wird von der breiten Öffentlichkeit in erster Linie das Fruchtfleisch der Papaya wahrgenommen. In den letzten Jahren wird zunehmend klarer, dass auch in den Kernen bioaktive Substanzen stecken. Einige der Verbindungen haben antimikrobielle Wirkung. Basierend auf der Verwendung der Papaya in der Phytomedizin Mesoamerikas beschäftigten sich Studiengruppen intensiver mit C. papaya.Dabei konnte im Labor unter anderem eine Wirksamkeit des Extrakts aus den Samen auf verschiedene Bakterienstämme nachgewiesen werden (24). Der Methanolauszug wirkte unter anderem auf Escherichia coli, Staphylococcus aureus und Salmonella typhi hemmend. Zur Übertragung der Ergebnisse in die klinische Praxis sind allerdings weitere Forschungen erforderlich.
  2. C. papaya hemmt die Entwicklung von C. albicans
    Pilzerkrankungen sind in vielerlei Hinsicht ein Problem. Aufgrund der fehlenden Sensibilisierung in der Bevölkerung bleiben Mykosen in den frühen Stadien sehr oft unentdeckt. Die Samen der Papaya haben sich in der Vergangenheit als Reservoir für verschiedene bioaktive Substanzen entpuppt. Im Rahmen einer Studie konnte gezeigt werden, dass Extrakte aus den Papayakernen Candida albicans hemmen.Diese inhibitorische Wirkung führen die Autoren auf eine Einflussnahme bestimmter Wirkstoffe auf die Mitochondrien zurück. In der Studie ließen sich ein Anstieg der ROS sowie ein Abfall des Mitochondrien-Membran-Potenzials feststellen (25). Als mögliche Ursache für diese Ergebnisse nehmen die Autoren die Isothiocyanaten-Konzentration an.
  3. Papaya-Blätter in der Malariaprophylaxe
    Plasmodien sind eine Gattung der Klasse Aconoidasida, die in den subtropischen und tropischen Regionen gefürchtet sich. Hintergrund: Die durch den Stich von Mücken (26) übertragenen Parasiten lösen Malaria aus – eine gefürchtete Erkrankung mit Fieber, Krämpfen und Beschwerden des Magen-Darm-Traktes. Die Erkrankung kann auch tödlich verlaufen. Für 2010 ergaben Modellrechnungen weltweit mehr als 1,2 Millionen Marlariatote (27).In einigen Regionen Asiens haben sich Papaya-Blätter in der traditionellen Medizin bewährt. Die antiplasmodiale Wirkung führt ein Wissenschaftlerteam aus der Schweiz auf das in den Blättern von C. papaya enthaltene Alkaloid Carpain zurück (28).

Papaya und Krebs

In der Tumorforschung geht es heute darum, Diagnosestellung und Fortschreiten der Erkrankungen genauso zu beeinflussen wie die Entstehung der Tumore. Pflanzenstoffe rücken hier zunehmend in den Fokus. In der Vergangenheit sind immer wieder vereinzelt Berichte aufgetaucht, die Hinweise auf antikanzerogene Potenziale der Papaya liefern (29). Wissenschaftler beginnen sich allerdings erst allmählich, sich mit C. papaya im Zusammenhang mit der Krebsforschung zu beschäftigten und greifen Erfahrungen traditioneller Heilverfahren auf (30). Die in den letzten Jahren isolierten Inhaltsstoffe – wie Lycopin – legen die Vermutung nahe, dass Papaya in Zukunft noch die eine oder andere Überraschung bereithalten wird (31).

  1. Papaya-Auszug gegen Tumorzellen aktiv
    In der Vergangenheit sind immer wieder Berichte zur antikanzerogenen Wirkung von C. papaya aufgetaucht – bis zur Remission nach deren Genuss. Die ethnomedizinische Verwendung beschäftigt diverse Studiengruppen. Anhand eines Auszugs aus den Blättern von C. papaya beobachtete eine Forschergruppe aus Japan die wachstumshemmende Wirkung auf Krebszelllinien.Parallel wurden positive Effekte auf das Immunsystem beobachtet. Der Auszug aus den Papayablättern verbesserte die zytotoxischen Eigenschaften der mononukleären Zellen des peripheren Blutes (z. B. Lymphozyten). Gleichzeitig war ein deutlicher Anstieg bei der Expression immun modulierender Gene zu erkennen (32).
  2. FPP wirkt positiv auf Leberzellkrebs
    FPP oder Fermented Papaya Preparation ist eine besondere Verarbeitungsvariante für C. papaya aus Asien. Hergestellt unter Mithilfe von Hefekulturen, entsteht ein Produkt, dem als Nahrungsergänzungsmittel verschiedene positive Eigenschaften zugeschrieben werden. In einer internationalen Studie wurde im Tierversuch die Wirkung auf Leberzellkrebs untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass FPP positiv auf die Entwicklung des Tumors einwirkt und gleichzeitig das antioxidative Potenzial – durch Anregung verschiedener Enzyme – verbessern konnte (33).
  3. Papayasaft hemmt Prostatakrebs
    Krebserkrankungen der Prostata sind bei Männern eine häufige Todesursache durch Tumorerkrankungen. Mittlerweile kennt die Medizin das Potenzial von C. papaya auf verschiedene Krankheitsbilder. Australische Forscher haben im Labor eine positive Wirkung für Papayasaft nachweisen können. Nach 72 Stunden zeigte sich im Labor an den Zelllinien ein vermindertes Wachstum. Parallel nahm die Wanderungsfähigkeit und Adhäsion metastasierter Zellen nach Einwirkung des Papayasafts ab (34)

C. papaya verbessert allergisches Asthma

Asthma gehört zu den häufigsten Erkrankungen der Atemwege. Experten schätzen, dass die Zahl der Asthmatiker – im globalen Maßstab betrachtet – heute bei mehr als 300 Millionen liegt. Zu den Merkmalen der Erkrankung gehört eine deutliche Verstärkung der Symptome in den Nachtstunden. In diesem Zeitraum ist das Risiko für Anfälle besonders hoch (35). In den letzten Jahren ist, wie Untersuchungen ergeben haben, die Zahl der Asthmaerkrankungen gestiegen – auf knapp 10 Prozent.

Papaya wurde in der Vergangenheit in der Pflanzenheilkunde auch aufgrund entzündungshemmender Eigenschaften eingesetzt. Zuletzt haben verschiedene Studien diese Wirkung bestätigen können.

Eine Forschergruppe aus Pakistan untersuchte die Wirkung von C. papaya auf allergisches Asthma im Tierversuch. Hierzu wurde in Versuchsgruppen mithilfe von Ovalbumin Asthma ausgelöst. Nach Auswertung der Ergebnisse zeigte sich eine deutliche Verringerung von Entzündungsparametern wie TNF-α oder iNOS (36).

Papayakonzentrat hemmt Entzündungsfaktoren

In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnte eine positive Wirkung von C. papaya auf verschiedene Krankheitsbilder nachgewiesen werden. Neben Tumorzellen scheint Papaya Verbindungen zu enthalten, welche antimikrobiell wirken und antioxidativ eingesetzt werden können.

Inzwischen fokussieren sich Studiengruppen auch auf die immun modulierende und entzündungshemmende Wirkung der Pflanze. Gerade chronische Entzündungen werden inzwischen als Risikofaktor in der Krebsentstehung angesehen (37). Im Tierversuch konnte ein Konzentrat aus den Blättern von C. papaya zeigen, dass nicht nur Verbindungen enthalten sind, welche Blutzellen positiv beeinflussen. In der Studie reduzierte sich nach der Verabreichung (oral) des Konzentrats die Aktivität entzündungsfördernde Zytokine und Interleukine. Ähnliche Beobachtungen machten die Wissenschaftler für TNF-α (38).

Papayaauszug lindert Thrombozytopenie

Menschliches Blut enthält verschiedene Blutzellen. Während Erythrozyten für den Transport von Sauerstoff zuständig sind, stellen Thrombozyten die Blutgerinnung sicher. Durch verschiedene Erkrankungen – wie eine Immunthrombozytopenie (ITP) (39) – oder Arzneimittelwirkstoffe kann die Zahl der Thrombozyten dramatisch absinken. Die Medizin spricht an dieser Stelle von Thrombozytopenien. Diese führen zu einer erhöhten Blutungsneigung.

In der traditionellen Medizin Indonesiens werden Auszüge aus den Blättern von C. papaya in der Behandlung dieser Erkrankungen benutzt. Einer Studiengruppe ist es im Tierversuch gelungen, ein Alkaloid mit positiver Wirkung auf Thrombozytopenien – Carpain – zu isolieren. Aus diesen Beobachtungen können sich – nach weiteren Studien – eventuell neue Behandlungsoptionen ergeben, da Carpain in der Studie keine Anzeichen für Giftigkeit zeigte (40).

Positive Effekte auf die Thrombozytopenie lassen sich anhand verschiedener Untersuchungen auch im Zusammenhang mit Dengue-Fieber erkennen. Ausgelöst durch das Denguevirus, wird der Erreger über Stechmücken auf den Menschen übertragen. Im Verlauf der Erkrankung kann zu einem Abfall der Thrombozytenzahl kommen. Besonders gefürchtet ist das Entstehen des hämorrhagischen Denguefiebers (DHF), da es hier zu starken Einblutungen ins Gewebe kommen kann (41). Eine indische Studiengruppe hat eine positive Wirkung des Extrakts aus den Blättern von C. papaya auf die Thrombozytenzahl feststellen können (42).

C. papaya und Diabetes

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die heute eine wachsende Zahl von Patienten betrifft. Speziell die erworbene Variante – Diabetes Typ II – ist inzwischen eine immer häufiger auftretende Diagnose. Ursache ist das immer häufigere Auftreten von Risikofaktoren wie Übergewicht. Störungen des Insulinkreislaufs sind aber nur eine Ursache für Diabetes. Auch durch Arzneimittelwirkstoffe werden die insulinproduzierenden Zellen geschädigt.

Neben medikamentösen Behandlungen sucht die Medizin nach alternativen Therapieansätzen. Ein Teil der Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf Pflanzenstoffe. Mit deren Hilfe soll – so das Ziel – Diabetes besser verhindert und beherrschbarer werden. Denn die Zuckerkrankheit wird von einigen Wissenschaftlern inzwischen auch als Risiko für andere Krankheiten (wie Krebs) angesehen (43).

Papaya senkt Blutzuckerspiegel

Biologie und Medizin interessieren sich einigen Jahren mit stärker werdendem Interesse für traditionelle Pflanzenheilkunde. Im Fokus steht die Suche nach neuen effizienten und nebenwirkungsarmen Wirkstoffen. In der Behandlung von Diabetes legt die traditionelle Heilkunde ihren Fokus auf bestimmte Pflanzen – wie C. papaya.

Im Tierversuch lösten mexikanische Wissenschaftler mithilfe von Streptozotocin Diabetes aus. Der Wirkstoff wird als Zytostatikum in der Behandlung von Tumorerkrankungen der Betazellen eingesetzt und in Tierversuchen zum Auslösen von Diabetes (44). Anschließend wurde den Versuchstieren ein Papayaextrakt mit unterschiedlicher Dosierung verabreicht. Nach vier Wochen zeigten sich verringerte Blutzucker- und Cholesterinwerte. Während sich die Insulinwerte bei den mit Streptozotocin behandelten Tieren nicht veränderten, stieg der Insulinwert in der gesunden Kontrollgruppe an (45). Parallel ließen sich positive Effekte in der Leber beobachten.

C. papaya Blattextrakt schützt β-Zellen

Die Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse sind der Ort, an dem die Insulinproduktion stattfindet. Verantwortlich hierfür sind β-Zellen. Ist deren Funktion gestört, gerät sowohl die Aufnahme von Glukose in die Zellen als auch die Glukoseneubildung aus dem Gleichgewicht. Faktoren wie Arzneimittelwirkstoffe (Streptozotocin) können die β-Zellen irreparabel schädigen.

In einer Studie aus Mexiko konnte eine positive Wirkung des Extrakts aus den Blättern von C. papaya sowohl im Tierversuch als auch in vitro nachgewiesen werden. Das Extrakt war in der Lage, die Inselzellen vor den Auswirkungen des Streptozotocin zu schützen (46).

Extrakt aus Papayablättern schützt gegen Magengeschwüre

Alkohol kann die Magenschleimhaut schädigen und Geschwüre (Ulzerationen) fördern. Aufgrund der Erkenntnisse zum pharmakologischen Potenzial von C. papaya beschäftigen sich Studiengruppen mit den gewebeschützenden Eigenschaften. Aus einer Arbeit malaysischer Forscher geht hervor, dass das Extrakt aus den Blättern der Pflanze auf die Bildung von Magengeschwüre positiv einwirken kann (47).

Die antiulzerogene Wirkung von C. papaya ist Gegenstand weiterer Forschungen. Ein Team aus Nigeria hat den Einfluss des Extrakts aus Papayasamen auf durch Indometacin ausgelöste Ulzerationen untersucht. Indometacin wird als nichtsteroidales Antirheumatikum eingesetzt, welches zu Ulzerationen im Magen-Darm-Bereich führen kann (48). Auch hier zeigen sich antiulzerogene Effekte des Extrakts – in Kombination mit einer Verbesserung des antioxidativen Potenzials (49).

Antioxidative Wirkung von C. papaya

In den letzten Jahren sind sogenannte Antioxidanzien in der Öffentlichkeit zunehmend stärker in Erscheinung getreten. Dahinter steht die Erkenntnis, dass reaktionsfreudige Substanzen (wie reaktive Sauerstoffspezies) Zellen und Erbgut schädigen. Der Körper verfügt mit Glutathion über einen eingebauten Zellschutz mit antioxidativem Potenzial. Verschiedene Antioxidanzien aus Früchten können diesen Mechanismus unterstützen (50). Neue Forschungsarbeiten beschäftigen sich auch mit der antioxidativen Wirkung von C. papaya und den zytoprotektiven Effekten (51).

Eine Forschergruppe aus dem Oman hat beispielsweise die Schale der Papaya vor dem Hintergrund antixodativer Effekte untersucht. Um oxidativen Stress auf Nervenzellen auszulösen, wurde Wasserstoffperoxid eingesetzt. Das Extrakt aus dem Exokarp von C. papaya verringerte die Absenkung des Glutathions und verbesserte das antioxidative Potenzial innerhalb der untersuchten Zellen (52).

Positive Effekte auf durch Fe2+ ausgelösten oxidativen Stress konnten in einer Studie anhand eines Extrakts aus unreifen Papaya nachgewiesen werden. Im Laborversuch wurde dessen Wirkung auf die Bauchspeicheldrüse von Ratten untersucht. Das Extrakt zeigte in der Versuchsanordnung sowohl seine Wirksamkeit als Radikalfänger als auch in der Hemmung der Fe2+ induzierten Lipidperoxidation (53).

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