Resveratrol

Resveratrol gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen, die aktuell in der Forschung eine sehr wichtige Rolle spielen. Mittlerweile existieren zahlreiche Hinweise auf eine chemoprotektive Wirkung, die im Kampf gegen Krebs und auch gegen das Altern entscheidend sein könnte. In diesem Artikel wird den Informationen rund um Resveratrol auf Basis wissenschaftlicher Studien etwas genauer auf den Grund gegangen.

Artikel durch 66 anerkannte Studien verifiziert

Resveratrol – Fakten & Studien zur Wirkung des Polyphenols

Resveratrol – auch als trans-3,5,4′-Trihydroxystilben bezeichnet – ist eine organische Verbindung, die natürlich in verschiedenen Pflanzen vorkommt. Erstbeschreibung und Benennung erfolgten bereits 1939 durch Michio Takaoka (1). Die Verbindung gehört zu den Stilbenderivaten und ist ein Polyphenol – also ein sekundärer Pflanzenstoff. Vor diesem Hintergrund erklärt sich das Interesse der Medizin und Biologie an Resveratrol.

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide oder Anthocyane aus der Gruppe der Polyphenole gelten allgemein als antioxidativ wirksam. Vor diesem Hintergrund wird den Pflanzenstoffen eine chemoprotektive Wirkung – etwa im Zusammenhang mit durch Diabetes verursachten Herzkrankheiten zugeschrieben (2). Mit Resveratrol werden weitere positive Eigenschaften auf die Gesundheit in Verbindung gebracht. Diverse populärwissenschaftliche Publikationen schreiben der Verbindung besonderen Einfluss auf Alterungsprozesse zu. Darüber hinaus wird auf die Wirkung gegen Tumore, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verwiesen. Inwiefern sind diese positiven Effekte – vor dem Hintergrund bisher vorliegender wissenschaftlicher Studien haltbar?

Was ist Resveratrol?

Beim Resveratrol handelt es sich um eine organische Verbindung, die chemisch den Stilben bzw. den Stilbenderivaten zugerechnet wird. Die Bezeichnung ist auf das Mineral Stilbit zurückzuführen, dessen Kristalle jenen der Stilben ähneln.

Stilbenderivate werden in Pflanzen synthetisiert. Neben Resveratrol sind unter anderem:

  • Piceatannolin
  • Pinosylvin
  • Pterostilbene.

Hierbei handelt es sich um sogenannte Aglycone. Pinosylvin wird beispielsweise in Kiefern synthetisiert (3). Wesentliche Aufgabe der Stilbenderivate die Abwehr von Fraßschädlingen/Keimen. Es handelt sich um Phytoalexine – also Verbindungen, welche eine Funktion ähnlich den Fresszellen in der menschlichen Immunantwort haben.

Phytoalexine gehören meist in Gruppen wie Glykosteroide, Terpenoide oder Alkaloide. Bilden sich aus Resveratrol Polymere, entstehen unter anderem Ampelopsin A and Ampelopsin B (Resveratrol Dimere). Da es sich beim Resveratrol um eine konfigurationsisomere Verbindung handelt, kann die Molekülgruppe als trans- oder cis-Resveratrol vorliegen.

Synthetisiert liegt die Verbindung als weißer Feststoff, der Kristalle bildet. Bei 254°C (Schmelzpunkt des Resveratrols) kommt es zu einer Zersetzung. In der Vergangenheit konnte Resveratrol in mehreren Dutzend Pflanzen nachgewiesen werden. Hoch sind die Konzentrationen allerdings in Weinbeeren – besonders den roten Trauben. Hier konzentriert sich die Verbindung als Abwehrmechanismus gegen Infektionen mit Bakterien und Pilzen.

Die Wirkung von Resveratrol im Überblick

Als sekundärer Pflanzenstoff gehört Resveratrol zu den Polyphenolen und gilt als natürlicher Pflanzenschutz. Die Wirkung von Resveratrol auf den Menschen wird in den letzten Jahren mit zunehmendem Interesse erforscht, da Biologie und Medizin nach chemoprotektiven Substanzen suchen (4).

Im Laborversuch haben Studiengruppen teilweise vielversprechende Erkenntnisse gewinnen können. Beispielsweise kommt eine Arbeit aus den USA zu dem Schluss, dass Resveratrol freie Radikale bindet, die oxidativen Stress auslösen (5). Andere Autoren beschäftigen sich mit den Einflüssen von Resveratrol auf Tumorerkrankungen. In Studien hat sich gezeigt, dass das Polyphenol auf das Wachstum und den programmierten Zelltod – die Apoptose – einwirken kann.

Reges Interesse haben Forscher auch an den anti-entzündlichen Aspekten des Resveratrols. Im Laborversuch konnte die Auswirkung des Pflanzenstoffs auf verschiedene Enzyme gezeigt werden, welche an Entzündungsprozessen beteiligt sind.

Resveratrol hat in den letzten Jahren noch aus einem anderen Grund im Mittelpunkt gestanden – als Geheimtipp für langes Leben. Zurück geht diese Zuschreibung auf die Wirkung des Polyphenols in verschiedenen Studien. Verantwortlich wird hierfür die Kalorienrestriktion gemacht, welche im Labor die Lebensspanne untersuchter Organismen hat verlängern können (6).

Die Wirkung von Resveratrol im Überblick:

  • Antioxidativ
  • Anti-Aging
  • Antientzündlich
  • verbesserte Insulinsensibilität
  • Anti-Krebs-Wirkung
  • Einfluss auf Gefäßgesundheit

Besonders bekannt geworden ist das Polyphenol Resveratrol im Zusammenhang mit dem französischen Paradoxon. Obwohl das Rauchen von Nikotin, eine teils fettreiche Ernährung und Alkohol in Frankreich verbreitet sind, ist das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen geringer. Studien bringen diesen Umstand mit den in Rotwein enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen (7) und der gefäßerweiternden Wirkung von Alkohol (bei mäßigem Konsum) in Verbindung (8) (9).

Vorkommen von Resveratrol

Resveratrol kommt als organische Verbindung in der Natur vor und wird von verschiedenen Pflanzen synthetisiert. Die Erstbeschreibung des sekundären Pflanzenstoffs erfolgte an Veratrum grandiflorum – einer Art der Pflanzengattung Veratrum (Germer), zu welcher auch der als Heilpflanze bekannte Weiße Germer gehört. V. grandiflorum kommt nur in Südchina vor. In den Folgejahren wurde die Verbindung auch in:

  • Weinbeeren
  • Erdnüssen
  • Kakao
  • Amerikanische und Europäische Blaubeere
  • Moosbeere (Cranberry)

Nachgewiesen (10). Die in den Früchten enthaltene Menge an Resveratrol ist unterschiedlich hoch und variiert mit der Geografie und Stressfaktoren. Ein deutlicher Anstieg der Resveratrol-Produktion ist bei einem Befall mit Bakterien bzw. Pilzsporen zu verzeichnen (11).

Die Tatsache, dass Resveratrol in den Schalen der Beeren gebildet wird, hat Auswirkungen auf den Gehalt der Verbindung von verschiedenen Lebensmitteln. Besonders deutlich wird dieser Zusammenhang am Wein. Während bei der Herstellung von Rot- und Weißweinen die Beerenschalen vom Most getrennt werden, bleiben die Schalen bei der Gärung von Rotwein länger mit dem Most in Kontakt. Daher ist der Gehalt der Substanz in Rotweinen deutlich höher.

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Resveratrol im Wein nicht nur von der Herstellung, sondern auch der Region und Sorte abhängt. Besonders hohe Gehalte haben Wissenschaftler in Proben von Pinot Noir und St. Laurent gefunden (12). Die Schwankung zwischen den Resveratrol-Gehalten können erhebliche Ausmaße annehmen (im Rahmen mehrerer Zehnerpotenzen).

Die in der Natur am häufigsten vorkommende Form ist übrigens das trans-Resveratrol. Im Rahmen der Verarbeitung kann sich das Verhältnis zwischen trans- und cis-Resveratrol allerdings verschieben. Ursache sind die Rahmenbedingungen, unter denen beispielsweise die Gärung von Weinen abläuft. Aufgrund der starken Schwankung des Resveratrol-Gehalts in Früchten/Beeren ist in den letzten Jahren die Supplementation zunehmend in den Mittelpunkt gerückt. Angeboten werden heute vorrangig Kapseln, die variierende Mengen des Pflanzenstoffs enthalten (bis zu 500 mg).

Resveratrol: Was ist bei der Dosierung zu beachten?

Obwohl Wissenschaftler seit einigen Jahren intensiv mit Resveratrol arbeiten, ist der praktische Nutzen des Polyphenols nach wie vor umstritten. Ein Grund ist die Frage, inwiefern sich Erkenntnisse aus dem Labor auf den Alltag übertragen lassen. Zu den limitierenden Faktoren gehört die Bioverfügbarkeit, also wie viel Resveratrol aufgenommen wird. Untersuchungen zu diesem Thema haben gezeigt, dass das Polyphenol vom Körper sehr schnell aufgenommen werden kann.

Die Bioverfügbarkeit ist allerdings niedrig, da Resveratrol zügig metabolisiert wird. Resveratrol wird in Leber und Darm konjugiert (13). Dieser Prozess hat erhebliche Auswirkung auf die Rate der Bioverfügbarkeit. Die Studie aus den USA wirft die Frage auf, inwiefern bereits die Akkumulation des Polyphenols in den Zellen des Magen-Darm-Traktes bzw. die Resveratrol-Metabolite für einen positiven Effekt ausreichend sind. Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Frage, inwiefern sich die Verbindung im Sinne einer höheren Bioverfügbarkeit modifizieren lässt (14).

Da es sich beim Resveratrol um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt, fehlt eine weitreichende Kontrolle durch offizielle Stellen. Entsprechend schwierig sind Dosierempfehlungen. Die in klinischen Studien verwendeten Mengen entsprechen mitunter 2 Gramm und mehr Resveratrol täglich. Bezüglich möglicher Nebenwirkungen bzw. einer eventuell auftretenden Toxizität ist die Studiensituation bisher überschaubar.

Anhand von Tierversuchen konnten für Dosierungen bis 700 Milligramm Körpergewicht bisher keine Nebenwirkungen nachgewiesen werden. Im Rahmen einer britischen Studie wurden Probanden bis zu 5 Gramm Resveratrol als Einzeldosis verabreicht – ohne Nebenwirkung (15). Auf der anderen Seite kommen andere Studien zu dem Ergebnis, dass mehrere Gramm Resveratrol täglich – über einen längeren Zeitraum aufgenommen – zu:

  • Übelkeit
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen

führen können (16) (17).

Nicht minder problematisch sind Wechselwirkungen mit Arzneimitteln. Einige englische Quellen warnen vor einer Einnahme von Resveratrol gemeinsam mit blutverdünnenden Wirkstoffen. Hintergrund ist die in Studien bereits untersucht Wirkung des Polyphenols auf die Blutgerinnung (18). Parallel gilt die dem Diethylstilbestrol ähnliche Struktur als nicht unproblematisch. Diethylstilbestrol ist ein nichtsteroidaler selektiver Estrogen-Rezeptor-Modulator (SERM), der mit Tumorerkrankungen in Verbindung gebracht wird (19). Autoren diverser Quellen warnen in diesem Zusammenhang vor einer Einnahme von Resveratrol bei estrogen-sensitiven Tumorerkrankungen, bei Schwangerschaft und im Kindesalter.

Die Einnahme von Resveratrol gemeinsam mit verschiedenen Medikamenten sollte zudem ärztlich überwacht werden. Hintergrund: Forscher haben entdeckt, dass das Polyphenol die Aktivität verschiedener Zytochrome beeinflusst. Letztere sind Enzyme, welche an der Wirkstoffinteraktion diverser Arzneimittel – darunter:

  • HIV-Medikamente
  • Immunsupressiva
  • Antihistaminika

beteiligt sind (20).

Anti-Aging Effekt mit Resveratrol

Polyphenolen – zu denen Resveratrol gehört – werden viele positive Wirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben (21). Dazu zählt der Einfluss als Antioxidanz. Verschiedene Autoren schreiben Resveratrol zudem eine verjüngende Wirkung zu. Eine Studie aus China hat für verschiedene Wirkstoffe – darunter Resveratrol – den Einfluss auf die Wundheilung untersucht.

Im Tierversuch hat Resveratrol gezeigt, dass es tatsächlich eine positive Wirkung auf den Verlauf der Wundheilung nehmen kann (22). Das größte Potenzial hat in der Studie zwar Metformin. Letzteres gehört zur Gruppe der Biguanide und wird allgemein im Zusammenhang mit Diabetes verordnet (23). Resveratrol ist hingegen ein in der Natur vorkommender sekundärer Pflanzenstoff.

Wirkung von Resveratrol auf Blutgefäße

Das Polyphenol Resveratrol hat in den vergangenen Jahren das Interesse verschiedener Forschergruppen aufgrund seiner antioxidativen Wirkung geweckt. Der Pflanzenstoff hat – zu diesem Ergebnis kommen verschiedene Studien – auch positive Effekte auf die Gesundheit der Blutgefäße. Hierfür setzt Resveratrol an verschiedenen Punkten an. Untersuchungen haben zeigen können, dass Resveratrol die Aggregation der Thrombozyten vermindern kann. Gleichzeitig aktiviert das Polyphenol die Produktion von Stickstoffmonoxid, was die Entstehung von Arteriosklerose positiv beeinflusst.

  1. Resveratrol aus Rotwein vermindert Arteriosklerose
    Das Polyphenol Resveratrol ist aufgrund der in verschiedenen Studien gezeigten chemoprotektiven Wirkung Gegenstand intensiver Forschung. Zur Debatte steht unter anderem die Frage, ob der im französischen Paradoxon zusammengefasste Einfluss auf das kardiovaskuläre System eher auf den Alkohol oder das Zusammenspiel Alkohol und Resveratrol zurückzuführen ist (24) (25).Eine Forschergruppe aus China hat im Rahmen von Tierversuchen diese Frage zu beantworten versucht. Hierzu wurden Hasen cholesterinreich gefüttert. Einige Versuchstiere erhielten Resveratrol oral, Rotwein und alkoholfreien Rotwein mit 3.98 mg/l bzw. 3.23 mg/l Resveratrol. Neben den Cholesterinwerten untersuchten die Autoren das Entstehen von atherosklerotischen Plaques. Während sich die Cholesterinwerte erwartungsgemäß entwickelten, war die Bildung der Plaques in der Resveratrol und beiden Rotwein-Gruppen deutlich geringer als in der Kontrollgruppe ausgeprägt (26).

    Die kardioprotektive Wirkung der Polyphenole scheint – so die Ergebnisse einer weiteren Studie – mit deren Einfluss auf die Zellen des Endotheliums in Verbindung zu stehen. Hier lassen sich Effekte unabhängig von einer Kombination mit Alkohol beobachten (27).

  2. Verminderte Aggregation roter Blutkörperchen
    Wissenschaftler haben in der Vergangenheit erkannt, dass Resveratrol Auswirkungen auf kardiovaskuläre Prozesse hat. Gegenstand diverse Studien ist der Einfluss auf die Blutgefäße – etwa im Hinblick auf das Endothelium. Eine chinesische Forschergruppe hat in einer Untersuchung ihre Aufmerksamkeit auf einen Zusammenhang zwischen Resveratrol und die Aggregation der Thrombozyten gerichtet.Hierzu wurden sowohl Test im Labor durchgeführt als auch die Wirkung am Organismus (in vivo) untersucht. In der Studie hat sich gezeigt, dass das Polyphenol die Aggregation der Thrombozyten hemmt (28). Eine Erkenntnis, die Resveratrol auch im Hinblick auf die Bildung von Thrombosen als Forschungsgegenstand interessant macht und die anti-arteriosklerotische Wirkung des Polyphenols mit erklärt (29).

     

  3. Gefäßschützende Wirkung von Resveratrol durch eNOS-Aktivierung
    Biologie und Medizin ist seit einiger Zeit bekannt, dass Resveratrol positive Effekte auf das kardiovaskuläre System hat. Allerdings ist bislang nicht vollständig klar, wie das Polyphenol diese Wirkung in der Praxis erreicht. Eine Studie von Wissenschaftlern der University of Louisville hat die Wirkung auf Zellen des Endotheliums untersucht.Resveratrol aktiviert die Endotheliale Stickstoffmonoxid-Synthase und regt damit die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) an (30). Letzteres vermindert die Anlagerung von Blutkörperchen an die Gefäßinnenwand und verhindert die Oxidation von Low Density Lipoprotein (LDL). Beide Effekte wirken sich positiv auf die Entstehung von Arteriosklerose aus. Zusätzlich übt NO eine entspannende Wirkung auf die Gefäßmuskeln aus, was den Blutdruck positiv beeinflusst. Die Stimulierung der Endotheliale Stickstoffmonoxid-Synthase durch Polyphenole wird von anderen Studien untermauert (31) (32).

    So stützt eine japanische Studie die Erkenntnis, dass Resveratrol die NO-Produktion der Endothelzellen fördert. Auswirkungen sind nach Ansicht der Autoren allerdings nur bei kontinuierlicher Resveratrolaufnahme zu erwarten (33).

     

  4. Resveratrol und die Wirkung auf den Blutdruck
    Die Gefäßgesundheit wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Auswirkung hat auch langfristig zu hoher Blutdruck. So wird Bluthochdruck als Risikofaktor für Arteriosklerose oder Herzmuskelschäden angesehen.Eine chinesische Metastudie hat sich mit der Frage beschäftigt, ob Resveratrol – neben den bekannten Wirkungen – auch Auswirkungen auf zu hohen Bluthochdruck hat. Hierfür haben die Autoren die Ergebnisse von insgesamt sechs Studien ausgewertet. Auswirkungen einer Resveratrolaufnahme haben sich vor allem in Hinblick auf den systolischen Blutdruck gezeigt (34). Hier hat die hoch dosierte Aufnahme zu einer signifikanten Absenkung des Blutdrucks geführt. Auf den diastolischen Blutdruck hatte das Polyphenol in den betrachteten Studien keinen Einfluss.

     

  5. Positive Wirkung von Resveratrol bei diabetischer Kardiomyopathie
    Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die heute generell im Zusammenhang mit einer ungesunden Lebensweise betrachtet wird. Bekannt ist, dass es bei Patienten mit Diabetes zu Schädigungen der Nerven (diabetische Neuropathie) oder zum diabetischen Fußsyndrom (DFS) kommen kann. Diabetespatienten sind aber auch einem deutlich höheren Risiko für kardiale Dysfunktionen oder Infarkte und Kardiomyopathien (35) ausgesetzt. Antioxidantien wird allgemein auch eine gefäßstärkende Wirkung zugeschrieben.Wissenschaftler aus China haben die Wirkung von Resveratrol auf kardiale Dysfunktion im Zusammenhang mit Diabetes untersucht. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der hyperglykämisch induzierten Apoptose. Im Rahmen der Studie konnte gezeigt werden, dass Resveratrol verschiedene Apoptosefaktoren (unter anderem durch die Unterbindung der Phosphorylierung des Forkhead-Box-Protein O3 (36)) hemmt – und so die Einleitung des programmierten Zelltods verhindert. Aufgrund dieser Wirkung sehen die Autoren für Resveratrol einen möglichen therapeutischen Nutzen in der Behandlung von diabetischen Kardiomyopathien (37).

 

Resveratrol und Krebs

Zu den in Deutschland am häufigsten zum Tod führenden Tumorerkrankungen gehören Lungen-, Brust- und Darmkrebs. Laut Krebsatlas der DKFZ sind die 5 häufigsten Krebsarten für beide Geschlechter identisch (38). Die Forschung in Medizin und Biologie konzentriert sich inzwischen nicht mehr ausschließlich auf die Frage, wie sich Tumore therapieren und Rezidive verhindern lassen. Mit Nachdruck wird daran gearbeitet, über natürliche Substanzen die Entstehung der Tumore zu verhindern. Hierzu wird nach Wirkstoffen gesucht, welche Zellmutationen und Metastasierung hemmen. Resveratrol gehört zu jenen Verbindungen, die unter anderem als Inhibitor für die Tumorangiogenese interessant sind (39) (40). In das Polyphenol setzen Wissenschaftler aus der Tumorforschung noch ganz andere Hoffnungen.

  1. Resveratrol leitet Zelltod von Krebszellen ein
    Das Polyphenol Resveratrol ist für seine antioxidative Wirkung bekannt und wird mit dem französischen Paradoxon in Verbindung gebracht. In der Vergangenheit haben Forschergruppen einige interessante Entdeckungen im Hinblick auf den Pflanzenstoff und dessen Wirkung auf Krebszellen machen können.Wissenschaftler der Marshall University haben anhand von zwei Hautkrebs-Zelllinien die Wirkung von Resveratrol auf den programmierten Zelltod untersucht. Durch die Phosphorylierung der MAP-Kinasen hat das Polyphenol die Apoptose der Krebszellen angeregt und das Zellwachstum unterdrückt (41). Anhand einer Leukämie-Zelllinie haben Forscher aus Singapore ähnliche Erkenntnisse gewinnen können. Im Labor hat das Polyphenol unter Mitwirkung des Fas-Rezeptors den programmierten Zelltod ausgelöst (42).

    Den positiven Einfluss auf die Apoptose von Leukämiezellen unterstreicht eine weitere Arbeit aus den USA, die sich auf Zelllinien der Monozytenleukämie konzentriert hat. Das Verblüffende: In der Studie wurde keine Beteiligung des Fas-Rezeptors an der Apoptose nachgewiesen (43). Ausgehend von diesen Arbeiten bieten sich hier vielversprechende Ansätze, um Resveratrol als potenziell chemotherapeutischen Wirkstoff in den Mittelpunkt weiterer Forschung zu stellen.

  2. Resveratrol wirkt Karzinogenese entgegen
    Neben möglichen Einsatzfeldern der Polyphenole im Allgemeinen und Resveratrol im Besonderen sucht die Wissenschaft auf nach Einflüssen der sekundären Pflanzenstoffe auf die Entstehung von Tumorerkrankungen. Hierbei geht es nicht um ein Hemmen des Krebswachstums oder der Bildung von Metastasen.Resveratrol hemmt – so das Ergebnis einer Studie aus den USA – beispielsweise den Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor (44). Dieser wird durch aromatische Kohlenwasserstoffe, wie polychlorierte Biphenyle oder Stoffe im Zigarettenrauch, aktiviert. Anschließend regt AhR die Produktion von Cytochrome P450-Enzymen an. Auf die Unterdrückung der Tumorentstehung weisen andere Autoren ebenfalls hin (45) (46).

 

Antioxidative Wirkung von Resveratrol

Die positiven Effekte, welche mit Resveratrol in Verbindung gebracht werden, lassen sich auch auf die antioxidative Wirkung des Polyphenols zurückführen. Eine Übersichtsstudie aus Italien bringt den Pflanzenstoff beispielsweise mit einer positiven Wirkung auf nicht durch Alkohol induzierte Fettlebererkrankungen in Verbindung (47). Resveratrol hat den Ergebnissen der Studie zufolge Einfluss auf die Mitochondrien und verbessert die Kapazität zur Oxidation von Fettsäuren (48) (49). Darüber hinaus zeigen Laborversuche, dass das Polyphenol eine Schutzwirkung gegenüber Gewebeschäden entfalten kann.

  1. Resveratrol kann vor Gewebeschäden schützen
    Der in Weintrauben oder Erdnüssen gebildete sekundäre Pflanzenstoff erfährt seit einigen Jahren vermehrt Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit seiner Wirksamkeit gegen Tumorentstehung oder entzündliche Prozesse. Studien haben in der Vergangenheit zeigen können, dass Resveratrol auch im Rahmen von Gewebeschäden positive Effekte hat.Wissenschaftler aus der Türkei haben beispielsweise im Tierversuch untersucht, wie sich Resveratrol auf Schädigungen der Ovarien auswirkt (50). Hierzu wurden Ratten in mehrere Versuchsgruppen eingeteilt, von denen zwei Resveratrol in unterschiedlich hoher Dosis erhielten. Nach 15 Tagen wurde Cisplatin – ein Zytostatikum – verabreicht. Besonders in der Versuchsgruppe mit niedriger Dosierung zeigte sich die Schutzwirkung von Resveratrol.

    In einer zweiten Studie – ebenfalls aus der Türkei – wurde die Wirkung auf die Nieren bei durch mit Risperidon ausgelösten Gewebeschäden untersucht. Hierbei handelt es sich um ein Neuroleptika mit deutlichen Nebenwirkungen – wie Gewichtszunahme und sedierender Wirkung. Nach Auswertung der Versuchsergebnisse traten in den mit Resveratrol supplementierten Versuchsgruppen weniger Schäden auf. Gleichzeitig wurde eine Anhebung des TAS (total antioxidant status) festgestellt (51).

    Die gewebsschützende Wirkung von Resveratrol wird durch diverse andere Studien gestützt (52). Inwieweit sich aus deren Ergebnissen Anwendungen für die klinische Praxis entwickeln lassen, ist Gegenstand weiterer Forschung.

  2. Resveratrol schützt Lungen von Neu-/Frühgeborenen
    Oxidativer Stress wird heute mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Dazu gehört auch die Bronchopulmonale Dysplasie. Letztere betrifft Früh- und Neugeborene, die über einen gewissen Zeitraum künstlich beatmet werden müssen. Durch die künstliche Beatmung entsteht eine Hyperoxie, welche bei Patienten zu Fibrosen und Schädigungen der Lunge führt (53) (54).Eine Forschergruppe aus der Türkei hat am Tierversuch überprüft, inwiefern die antioxidative Wirkung von Resveratrol positive Wirkung auf die durch Hyperoxie verursachten Gewebeschäden hat. Hierfür wurden 30 mg Resveratrol pro Kilogramm Gewicht als Tagesdosis verabreicht. Bei den entsprechend supplementierten Versuchstieren zeigte sich die positive antientzündliche und antioxidative Wirkung von Resveratrol (55).

     

  3. Antioxidative Wirkung bei Lungentrauma
    Resveratrol ist für seine antientzündliche Wirkung bekannt. In Laborversuchen haben Wissenschaftler positive Effekte des Polyphenols bei durch Toxinen verursachte Gewebeschäden nachweisen können. Eine Forschergruppe vermutet – aufgrund von Ergebnissen aus dem Tierversuch, dass Resveratrol auch bei stumpfen Gewebetraumata (56) eine entsprechende Wirkung zeigt. Vor dem Hintergrund der Studienergebnisse sehen die Wissenschaftler sogar mögliches Anwendungspotenzial für Resveratrol in der Therapie entsprechender Verletzungen (57).
  4. Antientzündliche Wirkung von Resveratrol und dessen Derivate
    Neben der Wirkung als Antioxidans steht Resveratrol auch wegen der möglichen protektiven Effekte gegenüber Entzündungen im Mittelpunkt (58). Dabei stellt sich Forschern nicht nur die Frage, inwiefern sich eine entsprechende Wirksamkeit im Labor – also in vitro – nachweisen lässt. Gerade die Bioverfügbarkeit bzw. die Metabolisierung des Polyphenols wirft Fragen auf. In diverse Studien haben Forschergruppen zeigen können, dass das Polyphenol zwar sehr schnell aufgenommen wird. Resveratrol wird allerdings zügig in Metabolite bzw. Resveratrolderivate umgewandelt.
  5. Resveratrolderivate hemmen Entzündungsfaktoren
    Entzündungsreaktionen sind komplexe Prozesse, mit denen der Körper auf Gefahren von außen (wie Infektionen) reagiert. Eine Rolle spielen dabei Mediatoren, zu denen beispielsweise Prostaglandine gehören. Aber auch NO (Stickoxid) gehört zu jenen Parametern, welche Einfluss auf das Entzündungsgeschehen haben.Mehrere Forschergruppen sind in der Vergangenheit der Frage nachgegangen, wie sich Resveratrolderivate im Hinblick auf die Entzündungsfaktoren verhalten. Eine Studie aus Korea konnte anhand von Alpha-Viniferin (einem Trimer des Resveratrols) zeigen, dass sowohl NO als auch Prostanoide gehemmt werden (59). Die inhibitorische Wirkung auf Stickoxid bestätigt eine zweite Arbeit taiwanesischer Forscher. Für die Studie wurden mehrere Resveratrolderivate aus der Ussuri Scheinrebe (Ampelopsis brevipedunculata) gewonnen. In der Studie kristallisierte sich besonders für Vitisinol A eine im Vergleich zu den anderen Derivaten hohe antientzündliche Wirkung heraus (60).

 

Neurologische Wirkung von Resveratrol

Neurologische Erkrankungen sind in der Vergangenheit stärker in den Fokus gerückt. Diagnosen wie Parkinson, Alzheimer oder Depressionen stellen nicht nur Betroffene, sondern auch deren Umfeld vor Herausforderungen. Die für Therapien eingesetzten Wirkstoffe versprechen eine Verbesserung der Situation, haben mitunter aber auch erhebliche Nebenwirkungen. Forscher suchen nach natürlichen Wirkstoffen. Resveratrol hat im Tierversuch bereits zeigen können, dass das Polyphenol gegen Depressionen wirksam sein kann (61).

  1. Wirkung von Resveratrol gegen Alzheimer
    Alzheimer oder Morbus Alzheimer ist eine neurologische Erkrankung, welche mit fortschreitender Demenz einhergeht. Betroffen sind weltweit mehrere Millionen Patienten. Die Erkrankung ist nicht nur für die Betroffenen und deren Familien eine Herausforderung. Auch im Hinblick auf die Kosten wird Alzheimer zunehmend zum Problem.Forscher aus Australien kommen zu dem Schluss, dass das Polyphenol nicht nur antioxidative und antientzündliche Wirkung hat. Resveratrol verhindert die Schädigung von Nervenzellen und verbessert den Abtransport von Amyloid-beta-Proteinen (62). Letztere werden unter Mitwirkung des Amyloid-Precursor-Proteins gebildet und sind neurotoxisch. Vor diesem Hintergrund diskutieren Wissenschaftler das Potenzial des Pflanzenstoffs in der Vorbeugung/Behandlung von Alzheimer (63) (64).

     

  2. Anti-Stress-Wirkung von Resveratrol
    Depressionen können durch verschiedene Ursachen entstehen. Im Hinblick auf die Neurobiologie zeigen Studien, dass Resveratrol durch aus in der Lage ist, hier positiv einzugreifen. Im Tierversuch haben Forscher entdeckt, dass das Polyphenol in Stresssituationen günstige Wirkung haben kann (65). Einige Autoren haben in Studien sogar beobachten können, dass Resveratrol Effekte zeigt, die in der Neurotherapie heute mit Anti-Depressiva erreicht werden (66)

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