Traubenkernextrakt

Traubenkernextrakt und die darin enthaltenen OPC gelten schon länger als wahres Superfood, welches dem ein oder anderen Vitamin durchaus Konkurrenz machen kann. Doch lassen sich die Versprechungen für unsere Gesundheit auch bei genauerer Betrachtung halten? Ist die Einnahme von Kapseln mit OPC zur Nahrungsergänzung wirklich sinnvoll? Und wenn ja, wogegen könnte der Traubenkernextrakt am Ende helfen? In diesem Artikel soll auf Basis wissenschaftlicher Studien genauer betrachtet werden, welche positiven Wirkungen sowie auch Nebenwirkungen OPC aufweisen könnte.

Artikel durch 73 anerkannte Studien verifiziert

Traubenkernextrakt (OPC) - Dosierung, Wirkung und Vorkommen

Nahrungsergänzungsmittel spielen vor dem Hintergrund wachsender Ansprüche an eine gesunde Ernährung und dem Schutz gegen schwere Krankheiten eine zunehmende Rolle. Im Zusammenhang mit Traubenkernextrakt taucht immer wieder der Begriff OPC auf. Dahinter verbergen sich oligomere Proanthocyanidine – sekundäre Pflanzenstoffe, die in vielen Pflanzen enthalten sind. In den Mittelpunkt der Forschung sind OPC aufgrund ihrer:

  • Antioxidativen
  • Antientzündlichen
  • antikanzerogenen

Wirkung gerückt.

Inzwischen gehen Autoren davon aus, dass OPC auch im Hinblick auf kardiovaskuläre Erkrankungen einen positiven Effekt auf den Organismus in unserem Körper haben können und antimikrobielle Wirkung haben (1). OPC stehen aufgrund dieser Effekte auch im Bereich der Nahrungsmittelergänzungsmittel im Fokus. Lassen sich die Versprechen der Anbieter von OPC-haltigen Präparaten durch wissenschaftliche Studien untermauern?

Was sind OPC?

Von OPC hat die Wissenschaft zum ersten Mal Ende der 1940er Jahre erfahren. Inzwischen sind die Pflanzenstoffe Gegenstand intensiver Forschung – aufgrund der verschiedenen Effekte auf unseren Körper, die bei OPC beobachtet werden.

OPC sind unter verschiedenen Synonymen bekannt. Dazu gehören:

  • oligomere Procyanidine
  • Proanthocyanidin
  • Procyanidin
  • procyanidolische Oligomere (PCO)
  • Leucoanthocyanine.

In der englischsprachigen Literatur ist auch der Begriff condensed Tannins verbreitet. Biochemisch werden OPCs den Flavonoiden – also den sekundären Pflanzenstoffen zugerechnet (2). Die Grundstruktur der Flavonoide (und damit der OPC) wird aus zwei Phenylringen und einem heterozyklischen Ring aufgebaut.

In der Regel handelt es sich bei den OPCs um Di- bzw. Trimere der Catechine. Letztere sind Chromanderivate und kommen in mehreren Isoformen vor. Grundbaustein der Verbindungen ist Flavan-3-ol – ein Flavanderivat. Diese Flavan-3-ol Einheit fungiert in der Bildung von OPCs als Monomer, aus denen über Polymerisation Di- und Trimere (sowie weitere höherwertige Oligo- und Polymere) entstehen.

Einige oligomere Proanthocyanidine und deren Monomere im Überblick

OPCMonomerFormel Monomer
ProguibourtinidinGuibourtinidol (3)C15H14O4
ProrobinetidinRobinetinidol (4)C15H14O6
PropelargonidinAfzelechin (5)C15H14O5
ProdelphinidinGallocatechol (6)C15H14O7

Die Isolierung und Beschreibung der OPC geht auf den französischen Chemiker Jacques Masquelier zurück, der seine Arbeit 1948 veröffentlichte. Mit der Entdeckung wurde der Grundstein für weitere Forschung im Hinblick auf die positive Auswirkung der pflanzlichen Stoffe gelegt. OPC können heute industriell gewonnen werden. Auf der Basis von Masqueliers Arbeiten entstanden in der Folge pflanzliche Arzneimittel, die unter anderem aus Pinien und Weinbeeren gewonnen werden.

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler – vor dem Hintergrund einer zunehmend intensiven Forschung – immer neue Proanthocyanidine in Pflanzen entdeckt. Beispielsweise ist Forschern aus Deutschland die erstmalige Isolation unterschiedlicher Proanthocyanidin-Verbindungen – zum Beispiel Procyanidin B3 und B4 – aus der in Afrika beheimateten Myrothamnus flabellifolia gelungen (7).

Die Wirkung der OPC im Überblick

Für Proanthocyanidine werden in Biologie und Medizin diverse positive Effekte diskutiert. Relativ früh wurde die kardiovaskuläre Wirkung der Verbindungen erkannt. Inzwischen stehen Proanthocyanidine auch aufgrund des Einflusses auf Tumorerkrankungen oder der antimikrobiellen Aspekte im Mittelpunkt. Parallel wird den organischen Verbindungen eine hohe antioxidative Wirkungsweise gegen freie Radikale zugeschrieben, die das eine oder andere Vitamin durchaus in den Schatten stellt.

Vermehrt befassen sich Forschergruppen mit positiven Effekten der OPC auf unterschiedliche Erkrankungen wie:

  • Nierenleiden
  • HIV-Infektionen
  • Insulinresistenzen/Diabetes
  • kognitive Beeinträchtigungen usw.

Vor dem Hintergrund der antimikrobiellen/antientzündlichen Effekte spielt die Erforschung der Proanthocyanidine auch in der Augenheilkunde, der Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten oder Entzündungen (wie der Pankreatitis) eine Rolle. Inzwischen laufen sogar Studien, die nach einem positiven Effekt der OPC im Zusammenhang mit Intoxikationen suchen.

Vorkommen von OPC

OPC werden in erster Linie mit Weinbeeren bzw. Traubenkernextrakt in Verbindung gebracht (8). Darüber hinaus haben verschiedene Autoren die Pflanzenstoffe auch in Weinen nachweisen können – mit hohen Gehalten in Pinot Noir oder Syrah (9)  (10). Diese Fokussierung auf Wein und Weintrauben lässt die Vielfalt der unterschiedlichen Quellen bei oligomeren Proanthocyanidinen außer Acht. Die sekundären Pflanzenstoffe sind in vielen Pflanzenspezies enthalten. Forschungen zeigen, dass die Konzentration an OPC in den einzelnen Pflanzenteilen unterschiedlich ist.

Forschergruppen haben OPC in den letzten Jahren unter anderem in:

  • Cranberrys
  • Äpfeln
  • Weidelgras (11)
  • Festuca arundinacea
  • Kakao (Theobroma cacao) (12)
  • Haselnüssen
  • Reis (13)

gefunden. Die Konzentrationen und Anteile der einzelnen OPC variieren. Anhand von Untersuchungen einer Meerträubel-Art (Ephedra sinica) konnten Forscher aus Japan verschiedene Proanthocyanidine nachweisen – wie Prodelphinidin Di- und Trimere oder Epigallocatechin Dimere (14)  (15).

Anhand Ephedra sinica ist einem Wissenschaftlerteam aus China die Isolation von 12 A-Typ Proanthocyanidinen (5 Dimere, 2 Trimere und 5 Tetramere) gelungen – von denen die Gallocatechin-Tetramere zum ersten Mal isoliert werden konnten. Die von den Forschern isolierten Proanthocyanidine zeigten im Laborversuch antimikrobielle Wirkung (16).

In Preiselbeeren und Cranberrys – so die Ergebnisse verschiedener Forschungsarbeiten – machen Proanthocyanidine mit bis zu 70 Prozent den höchsten Anteil an Phenolkomponenten aus (17). Für die enthaltenen OPC konnten die Autoren unter anderem eine positive Wirkung auf die Lipidperoxidation nachweisen. Zudem war für die verschiedenen Proanthocyanidine eine antimikrobielle Wirkung – unter anderem gegen Staphylococcus aureus – zu erkennen.

Wie können OPC heute eingenommen werden?

Ob nun als Traubenkernextrakt oder aus anderen Lebensmitteln – es gibt heute viele Nahrungsergänzungsmittel, die auf OPC bauen. Die Präparate werden als Kapseln angeboten und die Hersteller empfehlen die Einnahme von 1-2 Kapseln täglich mit einer Mahlzeit. Die Mengenangaben sind dabei oft unterschiedlich:

  • Die Kapseln können zwischen 150 und 600 mg OPC enthalten
  • Mitunter enthält eine Kapsel zusätzlich Vitamin C

Nicht selten werden Kapseln mit OPC heute in Kombination mit Vitamin C angeboten. Ob eine Supplementierung von OPC durch Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll ist, sollten Betroffene am besten mit ihrem Arzt klären. Die wissenschaftlichen Ansätze für Traubenkernextrakt und die darin enthaltenen Ansätze in therapeutischen Belangen lassen sich aktuell zumindest als vielversprechend bezeichnen.

OPC: Aufnahme und Dosierung der Polyphenolverbindungen

Wissenschaftsteams beschäftigen sich unter verschiedenen Fragestellungen mit Proanthocyanidinen. Zu den Herausforderungen einer Bewertung hinsichtlich positiver gesundheitlicher Effekte gehört die Bioverfügbarkeit der Polyphenolverbindungen. Im Laborversuch nachgewiesene Wirkungen (in vitro) lassen sich nur bedingt auf die Praxis übertragen, da die Aufnahmefähigkeit durch den Organismus (in vivo) von unterschiedlichen Faktoren bestimmt wird.

Autoren beschäftigen sich der Erstbeschreibung der Proanthocyanidine voranging mit deren Auswirkung auf verschiedene biologische Prozesse. Mittlerweile stellen sich einige Wissenschaftler die Frage, in welchem Umfang die Verbindungen überhaupt resorbiert werden können. Eine Metastudie zur Aufnahmefähigkeit verschiedener Polyphenole hat zeigen können, dass Proanthocyanidine – im Vergleich mit Isoflavonen oder Catechinen – in deutlich geringerem Umfang aufgenommen werden.

Als Grund für das niedrige Resorptionspotenzial sehen Forscher die Struktur der Proanthocyanidine an. Durch die Polymerisation der Flavan-3-ole entstehen Verbindungen mit hohen Molekulargewichten, welche nach dem Verzehr nicht gespalten und von der Dünndarmwand nicht problemlos aufgenommen werden (18). Die Aufnahmefähigkeit steht in einem direkten Zusammenhang mit dem Grad der Polymerisation. Aber: Untersuchungen belegen, dass es zu einer mikrobiellen Spaltung der Verbindung durch die Darmflora kommt (19)  (20). Hierdurch entstehen unter anderem Phenolsäuren und nicht-phenolische Metabolite. Die Produkte aus der Proanthocyanidin-Spaltung haben sich in Tierversuchen im Urin nachweisen lassen, was für deren Resorption spricht (21)  (22). Ergebnisse, welche durch in vivo-Versuche mit Menschen untermauert werden.

Eine Untersuchung aus Frankreich zeigt, dass nach dem Verzehr von Schokolade (mit Proanthocyanidinen und Catechin-Monomeren) die Konzentration an polyphenolytischen Phenolsäuren im Urin nachweisbar steigt (23).

Aufgrund der geringen Bioverfügbarkeit der oligomeren/polymeren Proanthocyanidine und deren Spaltung durch die Darmflora sind weitere Forschungsarbeiten im Hinblick auf die Wirkung der Metabolite nötig. Bislang fehlen hierzu umfassende Studienergebnisse (24). Inzwischen gehen einige Autoren davon aus, dass der Effekt der Proanthocyanidine und einiger Polyphenole auch durch die Phenolsäuren und nicht-phenolischen Metabolite beeinflusst wird.

Aufgrund der dargestellten Tatsachen lassen sich keine Empfehlungen hinsichtlich klinisch wirksamer Dosierungen aussprechen. Besonders für Proanthocyanidine mit einem Polymerisationsgrad größer 6 nimmt die Permeabilität (Durchdringung) der Membranen deutlich ab. Für Di- und Trimere unter den OPC ist ein Membrantransport durchaus möglich (25).

Hinsichtlich eventuell auftretender Nebenwirkungen oder einer Dosis, ab welcher die OPCs toxisch wirken, liegen keine entsprechenden Studienergebnisse vor. Mehrere Studiengruppen sind der Frage nach toxischen Schäden durch OPC bzw. Traubenkernextrakt nachgegangen. Die Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass die Verbindungen und Extrakte wie Traubenkernextrakt allgemein unbedenklich sind. Die NOAEL-Grenze lag – in Abhängigkeit von der Studie – zwischen 1,5 Gramm bis 2 Gramm je Kilogramm Gewicht pro Tag. Selbst eine Einnahme von bis zu 4 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich lösten keine akuten Vergiftungen im Tierversuch aus (26)  (27)  (28). Somit liegen heute auch zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel mit Kapseln von 150 bis 600 mg OPC unterhalb der Grenze. Zusammen mit der Ernährung kann sich im Einzelfall auf diesem Weg jedoch eine recht hohe Dosierung ergeben.

Oligomere Proanthocyanidine (OPC) und unsere Gesundheit: Studien im Überblick

Seit der ersten Isolierung der OPC durch Masquelier haben sich Biologie und Medizin intensiv mit Proanthocyanidinen wie im Traubenkernextrakt beschäftigt. Im Rahmen unterschiedlicher Forschungsarbeit ist klargeworden, dass die Pflanzenstoffe in unterschiedliche Prozesse eingreifen und positive Wirkungen entfalten. Es hat sich gezeigt, dass die OPC gegenüber verschiedenen degenerativen Erkrankungen – wie kardiovaskulären Dysfunktionen oder Entzündungen wirksam sind. Die Proanthocyanidine fungieren zudem als Radikalfänger, wodurch OPC den oxidativen Stress, der auf Zellen lastet, nachhaltig reduzieren können (29). Mit dem Umfang an Forschungsergebnissen wachsen auch die möglichen Anwendungsgebiete für die Proanthocyanidine. Einige Autoren verweisen zum Beispiel auf antitoxische Wirkung der OPC, die sich auch in vivo hat nachweisen lassen (30).

OPC und Herz-Kreislauferkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den größten Herausforderungen für das moderne Gesundheitswesen. Herzinfarkte oder Schlaganfälle werden häufig durch hohen Blutdruck, Verschlusskrankheiten oder Thrombosen beeinflusst. Bereits seit einiger Zeit zielt das Interesse an OPC auch auf die kardioprotektive Wirkung der Verbindungen ab (31). Eine mögliche Ursache für diese Wirkung wird im antioxidativen Potenzial der Proanthocyanidine gesehen (32). Parallel lassen verschiedene Studien erkennen, dass OPC positive Effekte auf die Proapoptosefaktoren ausüben (33)  (34).

  1. OPCs schwächen Folgen eines Herzschadens ab
    Auf den Körper wirkende mechanische Kräfte können zu Schädigungen innerer Organe führen und deren Funktion beeinträchtigen. Ein Forscherteam aus China hat die Wirkung der OPC (auf Basis von Traubenkernextrakt) im Tierversuch auf mechanisch hervorgerufene Schädigungen des Herzens untersucht. Im Vergleich zur Kontrollgruppe sanken der Apoptoseindex der Herzmuskelzellen und der oxidative Stress. Parallel wirkte sich OPC positiv auf die TNF-α Produktion der Monozyten und den TNF-α Serumspiegel aus (35).Positive Effekte auf das kardiovaskuläre System lassen sich auch aus anderen Studien ableiten. Italienische Wissenschaftler haben im Rahmen einer Studie die Wirkung von OPC auf Reperfusionsschäden untersucht und ein positives Fazit ziehen können. Parallel ist in der Studie die Funktion der OPCs als Fänger gefährlicher freier Radikale aufgefallen.

  2. Wie wirken Proanthocyanidine auf Blutgefäße?
    Zu hoher Blutdruck tritt bei vielen Menschen auf. Problematisch ist die lange Symptomlosigkeit der Erkrankung. Dabei ist Hypertonie oft die Ursache für weitere Erkrankungen – etwa der Blutgefäße. Bereits seit längerer Zeit ist bekannt, dass Rotwein – im Vergleich mit anderen alkoholischen Getränken – auch einige gesundheitlich relevante Verbindungen (im positiven Sinn) enthält. Autoren machen für die Wirkung des Rotweins die Proanthocyanidine mit verantwortlich (36).OPC wirken sich nicht nur auf die Herzgesundheit aus. Autoren haben durch in vivo Studien zeigen können, dass die Aufnahme der Proanthocyanidine zu einem verringerten Blutdruck führt (37)  (38). OPC zeigen darüber hinaus einige weitere positive vaskuläre Effekte – unter anderem in Kombination mit anderen Verbindungen. Beispielsweise konnten Studien in der Vergangenheit zeigen, dass Traubenkern-Proanthocyanidine kombiniert mit Chrompolynicotinat erheblich zur Senkung des LDL-Spiegels beitragen (39)  (40).Damit ergibt sich für OPC ein möglicher Einsatz gegen Arteriosklerose. Proanthocyanidine können diese noch auf andere Weise beeinflussen. Indische Forscher sind in einer in vivo/in vitro Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass OPC die zur Arteriosklerose beitragende Differenziation der Monozyten positiv beeinflussen (41).

Antimikrobielle Auswirkungen von OPC

In den letzten Jahren hat die Isolierung und Erforschung der Pflanzenstoffe erhebliche Fortschritte gemacht. Phytonährstoffe rücken wegen ihrer antioxidativen Wirkung und positiven Effekten bei Entzündungen in den Mittelpunkt. Mit OPC beschäftigten sich Medizin und Biologie auch vor dem Hintergrund einer antimikrobiellen Wirkung (42). Hier sind nicht nur positive antibakterielle Effekte zu beobachten. Auch im Hinblick auf virale Erreger haben OPC Potenzial – etwa in Bezug auf das menschliche HI-Virus. In einer ägyptischen Studie haben aus einer Weißdornart isolierte OPC Dimere (Procyanidin B2 und Proanthocyanidin A2) sowie das OPC Trimer Procyanidin C1 im Laborversuch Aktivität gegen das HI-Virus gezeigt (43).

  1. OPCs hemmen Candida albicans Biofilme
    Infektionen mit Candida albicans führen regelmäßig zu Erkrankungen des Urogenitaltrakts. Damit verbunden sind erhebliche Kosten für die Gesundheitssysteme und Belastungen für die Betroffenen. Die Behandlung der Kandidose erfolgt mit sogenannten Antimykotika. Problematisch ist die Bildung von Biofilmen. Eine Studiengruppe aus Albuquerque/USA hat im Labor die Wirkung der Proanthocyanidine – extrahiert aus Cranberry-Saft – auf C. albicans bzw. die Biofilme untersucht.Hierbei zeigte sich eine hemmende Wirkung in Abhängigkeit von der in vitro verwendeten Dosis. Die OPC verringerten zudem die Anhaftungsfähigkeit der Biofilme an verschiedenen Materialien (44). Negativ auf die Wirkung der OPC machte sich die zusätzliche Gabe von Eisen bemerkbar. Hierfür sehen die Wissenschaftler die Bildung von Fe-Chelaten als Ursache (45).

  2. Extrakte aus Blaubeerblättern und Traubenkernen hemmen Hepatitis C Virus
    Viruserkrankungen der Leber sind weltweit verbreitet und eine Gefahr für die Gesundheit. Allgemein als Hepatitis bekannt, entstehen durch Virusinfektionen Entzündungen. Während Hepatitis A und B in der Regel nach einem Akutstadium wieder abklingen, kann sich bei Hepatitis C ein chronischer Verlauf manifestieren. Zur Herausforderung wird diese Form der Virusinfektion aufgrund der Tatsache, dass Hepatitis C den Weg für Leberzirrhose und/oder Lebertumore ebnen kann (46).Eine Forschergruppe aus Japan hat im Rahmen einer Studie mit aus Blaubeer-Blättern gewonnen Proanthocyanidinen gezeigt, dass die Verbindungen in den Expressionsprozess der Virus-RNA eingreifen – und damit den Reproduktionsprozess stören (47). Erkenntnisse, die von einer Untersuchung aus Taiwan gestützt werden. Das hier verwendete Traubenkernextrakt wirkte sich zusätzlich positiv auf das Entzündungsgeschehen aus und unterdrückte die Ausschüttung verschiedener Entzündungsfaktoren wie Interleukinen oder dem Tumornekrosefaktor TNF-α (48).

 

OPC schützen vor Gewebeschäden durch Vergiftungen

Die breite Wirksamkeit der Proanthocyanidine im Laborversuch ist Medizin und Biologie inzwischen bekannt. Von Interesse ist nicht nur der antimikrobielle oder chemoprotektive Effekt im Hinblick auf Tumorerkrankungen. Inzwischen gehen Forschergruppen auch der Frage nach, wie sich mithilfe der OPC ein wirksamer Zellschutz aufbauen lässt. US-Forscher haben die Wirkung von Traubenkern PC Extrakt (GSPE) auf durch:

  • Acetaminophen (Paracetamol) verursachte Nierenvergiftungen
  • Amiodaron (Antiarrhythmikum) ausgelöste Lungenzelltoxizität
  • Doxorubicin (Anthracyclin) ausgelöste Kardiotoxizität

im Tierversuch untersucht. In der Kontrollgruppe ohne GSPE zeigten sich deutliche Gewebeschäden. In der Gruppe mit GSPE+Toxin zeigten sich Gewebeschäden in nicht nur deutlich geringerem Umfang. Teilweise war sogar eine komplette Remission erkennbar. Die im Traubenkernextrakt enthaltenen OPC konnten im Tierversuch die Wirkstoff-induzierte Apoptose und Nekrose erfolgreich hemmen (49). In einer weiteren Untersuchung konnte eine Schutzwirkung auch gegenüber anderen organtoxischen Verbindungen – wie Cadmiumchlorid und Dimethylnitrosamin – nachgewiesen werden (50). Die Schutzwirkung gegenüber Arzneimittelnebenwirkungen durch die OPC lässt sich auch für andere Wirkstoffe an Studien nachverfolgen. So können Studien kardioprotektive Effekte gegenüber Isoprenalin/isoproterenol belegen, ein 1943 patentierter Bronchialdillatator (51)  (52).

  1. OPCs schützen Niere vor DOCA-induzierter Hypertonie
    Gewebe- und organschützende Effekte haben Forschergruppen für OPCs auch im Zusammenhang mit anderen Verbindungen nachgewiesen. Bekannt ist, das beispielsweise Desoxycorticosteron-Acetat (DOCA) bei Ratten zum Entstehen einer Hypertonie und in entsprechender Dosierung zu Schädigungen der Nieren führt (53). Durch die Gabe von OPC in Traubenkernextrakt haben chinesische Wissenschaftler im Tierversuch eine deutlich geringere Schädigung der Nieren beobachtet (54).

  2. Proanthocyanidine schützen vor Schäden durch Cadmium
    Cadmium gehört zu den Schwermetallen, deren Aufnahme im Körper in mehrfacher Hinsicht zum Problem für die Gesundheit wird. Das Metall ist in der Lage, die Niere zu schädigen und den Einbau von Kalzium in Knochen zu beeinflussen. Cadmium erhöht zusätzlich den oxidativen Stress und führt in höherer Dosis zum Entstehen von Vergiftungserscheinungen.Vor dem Hintergrund der antioxidativen Eigenschaften und der Funktion als Mittel gegen freie Radikale beschäftigt sich die Forschung mit der Wirkung von OPC auf Cadmium. Im Tierversuch hat sich gezeigt, dass die Stoffe im Traubenkernextrakt in der Lage sind, das membranstörende Potenzial des Cadmiums und dessen inflammatorische (entzündungsfördernde) Wirkung in Bezug auf die Gesundheit des Herzens zu hemmen (55).Andere Autoren kommen im Tierversuch zum Ergebnis, dass OPCs im Zusammenhang mit Cadmium positiv auch auf mögliche Schädigungen der Nieren einwirken und die Situation der durch oxidativen Stress beeinflussten Erythrozyten und Lymphozyten verbessern (56)  (57).

OPC und Krebs

Für Proanthocyanidine werden in der wissenschaftlichen Literatur immer wieder antioxidative und antimikrobielle Wirkungen beschrieben. In den letzten Jahren erkennt die Medizin zunehmend das Potenzial der Pflanzenstoffe für die Krebsforschung – sowohl im Rahmen der Vorbeugung als auch für die Therapie. OPC haben in Studien gezeigt, dass sie unter anderem durch den Einfluss auf das mitochondriale Membranpotenzial zur Apoptose von Tumorzellen beitragen (58). Parallel wirken sich Proanthocyanidine auf die Signalwege von Krebserkrankungen – wie den Plattenepithelkarzinomen – aus (59). Inzwischen sehen Autoren in den OPC eine interessante chemoprotektive Alternative für die Tumorprävention und haben in Studien Hinweise gefunden, dass Traubenkernextrakt (ein Hauptlieferant für OPCs) die Nebenwirkungen der Chemotherapie positiv beeinflussen kann (60).

  1. Traubenkernextrakt hemmt Tumorwachstum
    Krebserkrankungen – also bösartige (maligne) Gewebeneubildungen – werden häufig erst spät erkannt. Darmkrebs gehört zu jenen Erkrankungen, die oft nur zufällig oder in späten Stadien entdeckt werden, wenn Symptome auftreten. Kolorektale Karzinome machen einen erheblichen Anteil der Erkrankungen aus, bilden sich in der Regel aber langsam. Wissenschaftler suchen daher nach Möglichkeiten, die Tumore früh zu beeinflussen. Chemoprotektive Substanzen rücken hier vermehrt in den Vordergrund.Für die im Traubenkernextrakt (GSE) enthaltenen OPC ist eine antikanzerogene Wirkungsweise bereits seit längerer Zeit bekannt. Wissenschaftler haben im Tierversuch die Wirkung der Proanthocyanidine untersucht. Hierzu wurden mit Azoxymethan Tumore bei Mäusen ausgelöst. Das Ergebnis: Im Vergleich zur Kontrollgruppe war die Tumorentwicklung bzw. der Tumorvorstufen in Mäusen mit Traubenkernextrakt in der Nahrung deutlich geringer (61)  (62). Für diese Wirkung machen die US-Forscher den Einfluss des Extrakts (bzw. der Inhaltsstoffe) auf Entzündungsfaktoren, das Tumorzellwachstum und die Apoptose verantwortlich. Ausgehend von diesen Erkenntnissen gehen die Autoren davon aus, dass Traubenkernextrakt chemoprotektives Potenzial in Bezug auf Krebserkrankungen des Darms hat (63).
  2. OPC aus Traubenkernextrakt hemmen Bildung von Metastasen
    Das besondere Risiko von Krebserkrankungen geht von der Metastasierung aus. Durch die Bildung der Tochtergeschwülste erreichen Tumorerkrankungen andere innere Organe wie die Lunge oder Leber und Lymphknoten. Ein Ansatz der Forschung besteht darin, mithilfe chemoprotektiver Substanzen die Bildung der Metastasen zu verhindern.Anhand einer Brustkrebs-Zelllinie von Mäusen konnten US-Forscher zeigen, dass die aus Traubenkernen gewonnenen OPCs nicht nur den programmierten Zelltod positiv beeinflussen (64). Die Proanthocyanidine haben auch auf das Zellwachstum und die Bildung von Metastasen eingewirkt. Aufgrund der Ergebnisse liegt die Vermutung nahe, dass OPC als chemoprotektive Substanz an Bedeutung gewinnen können.

  3. Proanthocyanidine hemmen Lungenkrebszellen
    Lungenkrebs nimmt im Hinblick auf die Mortalität durch Tumore eine prominente Rolle im weltweiten Maßstab ein. Speziell die nicht-kleinzellige Tumorvariante tritt in diesem Zusammenhang in den Vordergrund. Bekannt ist, dass OPC auf verschiedene Prozesse hinsichtlich Krebszellwachstum, Apoptose und Metastasierung einwirken.Diese Wirkung lässt sich im Labor auch auf Zelllinien nicht-kleinzelliger Tumore der Lunge übertragen. US-Forscher haben in einer Studie Proanthocyanidine aus Traubenkernen benutzt. Im Laborversuch haben die OPC zu einer vermehrten Expression pro-apoptotischer Proteine und zur Unterdrückung von zelltodhemmenden Eiweißverbindungen geführt. Parallel ließen sich Einflüsse auf das Mitochondriale Membranpotenzial nachweisen. Ein reduziertes Wachstum der Tumorzellen ließ sich zudem im Tierversuch nachweisen (65). In einer weiteren Arbeit konnten Wissenschaftler antiangiogenetische Auswirkungen der OPC aus der Einnahme von Traubenkernextrakt (Hemmung der Gefäßneubildung) beobachten (66).
  4. OPC und das Hautkrebsrisiko
    Jedes Jahr werden in Deutschland maligne Neubildungen der Haut – in Form von Melanomen oder dem sogenannten Weißen Hautkrebs – diagnostiziert. Aufgrund der Bildung von Metastasen geht besonders von malignen Melanomen eine Gefahr aus. Hauptursache für die Entstehung dieser Erkrankung ist die Exposition gegenüber Sonnenlicht.Moderne Forschungsansätze zielen darauf ab, vorbeugend über die Ernährung aktiv zu werden. OPC beeinflussen – so die Erkenntnis aus verschiedenen Studien – die Bildung von Hautkrebs (67). Verantwortlich werden hierfür verschiedene Faktoren gemacht, unter anderem die Minderung des durch UV-Licht ausgelösten oxidativen Stresses und die Hemmung der immunsuppressiven Wirkung der UV-Strahlung (68)  (69)  (70).

  5. OPC verringern Nebenwirkungen von Krebsmedikamenten
    In der Behandlung von Tumorerkrankungen werden Zytostatika eingesetzt, um Krebszellen in Schach zu halten und zurückzudrängen. Deren Einsatz wird oft durch starke Nebenwirkungen limitiert. Eine dieser Vertreter ist Doxorubicin (71). Als Anthracyclinabkömmling ist das aus Streptomyces-Arten gewonnene Antibiotikum unter anderem nephrotoxisch und kardiotoxisch.Tunesische Forscher haben den Effekt von Traubenschalen- und Traubenkernextrakt auf die Nebenwirkungen von Doxorubicin untersucht und Anzeichen positiver Effekte festgestellt (72). Eine andere Studiengruppe aus Ägypten ist der Kardioprotektivität der OPCs im Zusammenhang mit Doxorubicin an männlichen Sprague Dawley Ratten nachgegangen. Proanthocyanidine haben die biochemischen Veränderungen durch den Wirkstoff Doxorubicin im Tierversuch signifikant reduziert (73).

 

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