Vitamin K2

Wie viele andere Vitamine gehört Vitamin K2 zu den fettlöslichen Mikronährstoffen, die für unsere Gesundheit eine wichtige Rolle spielen. So hat Vitamin K2 eine wichtige positive Wirkung auf unsere Knochen und könnte bei Herz-Kreislauferkrankungen sowie Diabetes hilfreich sein. In diesem Artikel auf Basis wissenschaftlicher Studien sollen die positiven Aspekte von Vitamin K2 auf unsere Gesundheit genauer unter die Lupe genommen werden.

Artikel durch 53 anerkannte Studien verifiziert

Vitamin K2 - Wirkung, Dosierung und Lebensmittel

K wie Koagulation (Gerinnung) – als Mediziner die Vitamin-K-Gruppe in den 1930er Jahren entdeckten, erhielt sie ihren Namen zunächst aufgrund ihrer augenfälligsten Wirkung: Der spätere Nobelpreisträger Carl Peter Henrik Dam beobachtete an Küken und Hühnern eine verstärkte Blutungsneigung, als diese am Flügel eine Markierung erhielten. Durch Fütterungsversuche brachte der Wissenschaftler die Gerinnungsstörung schließlich mit dem Vitamin-K-Gehalt der Nahrung in Verbindung.

Heutzutage sind sich Forscher darüber einig, dass insbesondere Vitamin K2 neben seiner Bedeutung für die Blutgerinnung entscheidend zur Gesundheit der Knochen und zur Vorbeugung gegen Arteriosklerose beiträgt.

Was ist Vitamin K2?

Wie die Vitamine A, D und E gehört auch Vitamin K zur Klasse der fettlöslichen Vitamine. Charakteristisch für die Substanzgruppe der K-Vitamine ist das gemeinsame Strukturelement 2-Methyl-1,4-Naphthochinon. Neben dem unsubstituierten aromatischen Ring zeichnen sich die Moleküle durch eine lipophile Seitenkette aus, die je nach K-Vitamin unterschiedlich lang ist.

Die Vitamin-K-Gruppe umfasst drei Vitamintypen:

  • Vitamin K1 (Phyllochinon): Es kommt in den Chloroplasten von Pflanzen vor und bildet dort einen Bestandteil des Photosyntheseapparates
  • Vitamin K2 (Menachinon): Es wird sowohl durch Bakterien gebildet, z.B. im menschlichen Darm (1), als auch von Menschen und Tieren selbst aus Phyllochinon synthetisiert.(2)
  • Vitamin K3 (Menadion): Hierbei handelt es sich um eine synthetische Form des Vitamins ohne Seitenkette.

Vitamin K2 wiederum bildet den Sammelbegriff für diverse Menachinone mit unterschiedlich langen Seitenketten (Menachinon-4 bis Menachinon-10). Die jeweiligen Substanzen unterscheiden sich deutlich in ihrer biologischen Aktivität bzw. im Potenzial zur Gamma-Carboxylierung von Proteinen.(3)

Wozu braucht der Mensch Vitamin K2?

Die Wirksamkeit von Vitamin K2 im menschlichen Körper liegt in seiner Rolle als Kofaktor in der Gamma-Carboxylierung verschiedener Proteine. Das Vitamin wandelt in diesem Prozess gemeinsam mit dem Enzym γ -Glutamylcarboxylase Glutaminsäurereste verschiedener Proteine zu γ-Carboxyglutaminsäure um. Auf diese Weise induziert Vitamin K2 essenzielle Prozesse im menschlichen Organismus. Bislang sind vierzehn von Vitamin K abhängige Proteine bekannt – sechs von ihnen sind an der Blutgerinnung beteiligt.

Durch Gamma-Carboxylierung

  • überführt Vitamin K2 die Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X in ihre wirksame Form. Damit trägt es entscheidend zu einer funktionierenden Blutgerinnung im Körper bei.
  • sorgt Vitamin K2 dafür, dass Osteocalcin im Knochen aktiv Calcium bindet.(4) Auf diese Weise hat es Anteil an der Mineralisierung von Knochensubstanz und Zähnen.
  • aktiviert Vitamin K2 sogenannte Matrix-Gla-Proteine, die im Knorpel, in den Blutgefäßen und in Niere, Lunge und Milz vorkommen. Das Protein verhindert Kalkablagerungen im Weichteilgewebe.
  • versetzt Vitamin K2 das Protein Gas6 (Growth-arrest-specific gene-6) in seine wirksame Form. Gas6 beeinflusst das Zellwachstum, die Zellteilung und schützt Zellen im Körper vor dem programmierten Zelltod (Apoptose).(5)

Welche Dosierung wird empfohlen?

Anfang 2017 beschloss die EFSA (European Food Safety Authority), die empfohlene Tagesdosis für Vitamin K aus dem Jahre 1993 beizubehalten, und setzte folgende Werte erneut fest:

AlterVitamin K in Mikrogramm
7 bis 11 Monate10
1 bis 3 Jahre12
4 bis 6 Jahre20
7 bis 10 Jahre30
11 bis 14 Jahre45
15 bis 17 Jahre65
Über 18 Jahre70

Die Zufuhrempfehlung nimmt keine Differenzierung zwischen Vitamin K1 und K2 vor; so wie auch die meisten Nährwerttabellen nicht zwischen beiden Vitaminarten unterscheiden. Wie hoch der Bedarf an Vitamin K2 im Einzelnen ausfällt, ist nicht einfach zu bestimmen, da die menschlichen Darmbakterien (z. B. einige Stämme von Escheria coli und Bacteroides fragilis) einen großen Teil zur Versorgung des menschlichen Körpers mit Menachinonen beitragen.(6) Wissenschaftler gehen davon aus, dass etwa 10 bis 50 Prozent des Vitamin-K2-Bedarfs durch die intestinale Eigenproduktion abgedeckt werden können. Verschiedene Bakterienspezies synthetisieren dabei jeweils andere Formen von Menachinonen, sodass der Vitamin-K2-Gehalt im Darm abhängig von der Zusammensetzung der Spezies der Darmflora stark schwankt.(7) Menachinon-4 bildet hier eine Ausnahme: Es wird nicht von Bakterien hergestellt, sondern in menschlichen und tierischen Geweben aus Phyllochinon (Vitamin K1) oder Menadion (Vitamin K3) gebildet.(2)

Lebensmittel mit hohem Vitamin-K2-Gehalt

Über die Nahrung erhalten Menschen Vitamin K2 vor allem aus tierischen und bakteriell fermentierten Lebensmitteln. Die Quellen sind neben Innereien, Fleisch und Eidotter hauptsächlich Milchprodukte, bestimmte Käsesorten und japanisches Natto (fermentierte Sojabohnen).(8) Natto enthält sogar 2,5-mal mehr Vitamin K2 in Form von Menachinon-7, als Phyllochinon im an Vitamin K reichsten grünen Blattgemüse enthalten ist. Bei fermentierten Milchprodukten wie Käse und Joghurt kann der Menachinon-Gehalt stark schwanken und hängt davon ab, welche Bakterienstämme zur Fermentation genutzt werden. Spezielle Käsesorten wie Norwegischer Jarlsberg und Schweizer Emmentaler enthalten mit 650 bzw. 200ng/100g daher außerordentlich viel Vitamin K2, während sich das Vitamin in Gruyère oder Appenzeller kaum nachweisen lässt.(9) Im Mittel konnten Wissenschaftler 15 Mikrogramm Vitamin K2 pro 100g Lebensmittel in 62 europäischen Milchprodukt-Sorten nachweisen.(10) Wenn man bedenkt, dass Natto hierzulande wenig bekannt ist und auch Innereien selten auf dem Speiseplan stehen, kann man davon ausgehen, dass Käse und Milchprodukte etwa 54% bzw. 22% des aufgenommenen Vitamin K2 liefern.(11)

Vitamin-K2-Mangel

Mediziner gingen lange davon aus, dass im Rahmen einer normalen Ernährung nur in seltenen Fällen ein Vitamin-K-Mangel auftritt. Umstände für seine Entstehung können dabei Malabsorptionssyndrome oder eine parentale (intravenöse) Ernährung sein. Ein klinischer Vitamin-K-Mangel, bei dem zum Teil lebensbedrohliche Blutungen auftreten, kann zudem bei Neugeborenen und Personen entstehen, die über lange Zeiträume Gerinnungshemmer, Breitbandantibiotika und Salicylate einnehmen.

Darüber hinaus häufen sich Hinweise, dass viele Menschen, deren Blutgerinnung normal abläuft, trotzdem im Zustand des chronischen Vitamin-K-Mangels leben. Indikator hierfür ist der Anteil des nicht-carboxylierten Osteocalcins und der nicht-carboxylierten Matrix-Gla-Proteine (MGP). Er zeigt bei einer funktionierenden Blutgerinnung an, dass zwar in der ersten Priorität die Leber ausreichend mit Vitamin K versorgt wurde, um Gerinnungsfaktoren zu produzieren, andere Gewebe wie etwa Blutgefäße und Knochen jedoch im Mangelzustand verbleiben. Dieses Phänomen tritt sowohl bei ansonsten gesunden Kindern(12) als auch bei Erwachsenen auf. Eine Vitamin-K-Supplementierung in diesen Fällen erreicht, dass das nicht-carboxylierte Osteocalcin und die nicht carboxylierten MGP unter einen Anteil von 5 Prozent fallen.(13) Ob angestrebt werden soll, dass der Anteil von uncarboxyliertem Osteocalcin gegen 0 tendiert, ist umstritten. Einige Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Osteocalcin im uncarboxylierten Zustand eine bedeutende hormonähnliche Rolle zukommen könnte.(14)

Vitamin K2 als Nahrungsergänzungsmittel

Im Jahre 2009 ließ zu europäische Aufsichtsbehörde EFSA neben Vitamin K1 (Phyllochinon) auch Vitamin K2 (Menachinon) zur Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel zu.

Hierbei besitzt insbesondere das langkettige Menachinon-7 gegenüber Vitamin-K1-Präparaten einige Vorteile:(15) Es wird leichter vom Körper aufgenommen und verfügt über eine längere Halbwertszeit. MK-7 erzeugt im Gegensatz zu Phyllochinon einen stabileren Serumspiegel, der bei langfristiger Einnahme auf das 7- bis 8-fache ansteigt. Darüber hinaus sorgt MK-7 für eine stärkere Carboxylierung von Osteocalcin.

Empfohlene Dosierung

Innerhalb einer niederländischen Studie untersuchten Forscher die Wirkung der Supplementierung mit MK-7 in verschiedenen Dosen (0, 10, 20, 45, 90, 180 oder 360 µg/Tag über 12 Wochen). Die Wirksamkeit indizierten dabei die sinkenden Anteile von uncarboxyliertem Osteocalcin bzw. Matrix-Gla-Proteinen. Im Ergebnis zeigten Dosen ab 90 Mikrogramm signifikante Verbesserungen der Gamma-Carboxylierung von Osteocalcin und MGA. Selbst bei den Höchstdosen von 360 Mikrogramm beobachteten die Wissenschaftler keinen Einfluss auf die Blutgerinnung.(16) Die Effektivität und Unschädlichkeit von höheren Tagesmengen (180 bis 360 Mikrogramm) bestätigen auch Studien, in denen die Probanden die Supplementierung über den Zeitraum von ein bis drei Jahren erhielten.(29)(30) Andere Untersuchungen wiederum dokumentieren Positiveffekte bereits für kleinere Dosen von 45 Mikrogramm.(34)(37)

Selbst bei höheren Dosierungen in der Nahrungsergänzung durch Kapseln droht im Falle von Vitamin K2 keine Hypervitaminose – für die Substanzgruppe wurde keine toxische Wirkung nachgewiesen. Andere Vitamine können bei Überdosierung durchaus negative Folgen für die Gesundheit mit sich bringen.

Hämatologen und Menschen, die Gerinnungshemmer einnehmen, sollten die möglichen Wechselwirkungen von MK-7-Präparaten mit Blutverdünnern berücksichtigen. Selbst wenn in einigen Studien extrem hohe Dosen nicht die Gerinnung der Probanden beeinflussten(15), wiesen andere Untersuchungen einen gerinnungsförderlichen Effekt schon für Tagesmengen von 10 bis 45 Mikrogramm MK-7 nach.(53)

Wirkung von Vitamin K2

Mit Blick auf die bislang bekannte Rolle von Vitamin K2 als Kofaktor in der Gamma-Carboxylierung, beleuchten zahlreiche Studien die Wirkung des Vitamins im Rahmen von Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (17)

Vitamin K2 und Knochen

Aufgrund seines Einflusses auf den Osteocalcin-Stoffwechsel untersuchen Wissenschaftler, ob ein Mangel an Vitamin K2 sich negativ auf die Knochendichte auswirkt und osteoporotische Knochenbrüche im Alter begünstigt.(18) Umgekehrt liegt dem positiven Effekt von Vitamin K2 auf die Knochensubstanz folgender Mechanismus zugrunde: Menachonine stimulieren die Knochen aufbauenden Zellen (Osteoblasten) und hemmen die Bildung von Knochen abbauenden Zellen (Osteoklasten).(19)

  1. Vitamin-K-Mangel begünstigt Knochenbrüche
    In der Tat bestätigen bereits ältere Studien, die auf Daten aus den 1980er und 1990er Jahren basieren, einen Zusammenhang zwischen einer niedrigen Vitamin-K-Aufnahme und einer geringen Knochenmineraldichte bei Frauen(20) beziehungsweise zwischen einem niedrigen Vitamin-K-Konsum und einem erhöhten Knochenbruchrisiko sowohl bei Männern als auch bei Frauen.(21) (22) Die damaligen Untersuchungen nahmen allerdings keine Differenzierung zwischen Vitamin K1 und Menachinonen (Vitamin K2) vor.
  2. Vitamin K2 reiche Ernährung schützt vor Frakturen und Knochenabbau
    Eine natürliche Quelle für Vitamin K2 (Menachinon-7) ist Natto; ein traditionelles japanisches Lebensmittel auf bakteriell fermentierten Sojabohnen. Forscher stellten fest, dass die Serumkonzentrationen von MK-7 bei Japanerinnen, die in Gebieten leben, in denen traditionell viel Natto konsumiert wird (z.B. im Umland von Tokyo), im Durchschnitt außerordentlich hoch ausfielen (5.26 ng/ml). Im Gegensatz dazu wiesen Japanerinnen aus Westjapan, wo Natto selten auf dem Speiseplan steht, durchschnittlich niedrigere Serumspiegel von MK-7 auf (1.22 ng/ml). Bei Frauen in Großbritannien stellten Wissenschaftler zum Vergleich einen MK-7-Serumspiegel von nur durchschnittlich 0.37 ng/ml fest. Zusätzlich dokumentierten sie eine gegenläufige Korrelation zwischen Nattokonsum und Hüftfrakturen in allen Landesbereichen Japans.(23) Frauen, die mindestens 3-mal in der Woche Natto verzehrten, wiesen in Tests signifikant geringere Anteile an uncarboxyliertem Osteocalcin auf als Frauen, die seltener Natto aßen. Zudem verringerte sich im Laufe eines Jahres ihre Knochenabbaurate gegenüber Kontrollgruppen, die weniger Natto verzehrten.(24)
  3. Mit Vitamin K2 angereicherte Lebensmittel stärken die Knochensubstanz
    In einer Interventionsstudie, in der postmenopausale Frauen 12 Monate lang Calcium, Vitamin D und mit Vitamin K angereicherte Milchprodukte zu sich nahmen, zeigte sich sowohl bei den Probandinnen, die mit K1 angereicherte Produkte als auch bei denen, die mit Menachinon-7 angereicherte Produkte konsumierten, eine größere Knochendichte im Vergleich zu den anderen Testgruppen, die ausschließlich Calcium und Vitamin D erhielten.(25)
  4. Unsicherer Zusammenhang zwischen K2-Aufnahme und Knochendichte
    Nicht bestätigen konnte eine Kohortenstudie aus Norwegen den Zusammenhang zwischen Vitamin K2-Aufnahme und Hüftfrakturen. Die Analyse der Daten von rund 2800 Männern und Frauen ergab, dass zwar ein niedriger Konsum von Vitamin K1 mit dem wachsenden Risiko einer Hüftfraktur assoziiert ist, die Vitamin-K2-Aufnahme darauf jedoch keinen Einfluss ausübt.(26)
  5. Auswirkungen von Vitamin K-Supplementierung auf die Knochenstruktur
    Inwieweit eine Supplementierung mit Vitamin K (2) die Dichte der Knochen steigern kann, wurde durch die bestehenden Studien noch nicht zweifelsfrei erwiesen. Untersuchungen zeigen, dass die Gabe von Vitamin K die Knochendichte in der Lendenwirbelsäule erhöhen kann, jedoch nicht im Oberschenkelhalsknochen.(27) Eine Studie an 93 Patienten nach einer Herz- bzw. Lungentransplantation dokumentierte, dass eine tägliche Dosis von 180 Mikrogramm MK-7 im Verlauf eines Jahres die Knochendichte der Lendenwirbelsäule um durchschnittlich 0,028 g/cm2 steigern konnte und die Knochendichte der Wirbel L2 bis L4 um 1,33 g/cm2.(28) Eine randomisierte Doppelblindstudie an 334 postmenopausalen Frauen in Norwegen konnte diesen Effekt nicht bestätigen. Hier reduzierten 360 Mikrogramm MK-7 pro Tag über die Dauer von 12 Monaten zwar den Anteil an uncarboxyliertem Osteocalcin, übten jedoch keinen Effekt auf die Knochenabbauraten aus.(29)Eine Untersuchung an 244 postmenopausalen Frauen, die über den Zeitraum von 3 Jahren täglich 180 Mikrogramm MK-7 erhielten, ergab wiederum, dass die Nahrungsergänzung den altersbedingten Knochenabbau in der Lendenwirbelsäule und des Oberschenkelhalsknochens im Vergleich zu einem Placebo signifikant verzögern konnte.(30)
  6. Vitamin K2 und die kindliche Knochenentwicklung
    Zwei Faktoren bestimmen die Entwicklung einer Osteoporose im Alter: Zum einen die erreichte maximale Knochenmassen, zum anderen die Abbaurate im Alter. Da die maximale Knochenmasse bis zum Alter von 35 Jahren angelegt wird, ist es für die spätere Knochengesundheit entscheidend, in frühen Jahren eine optimale Versorgung des Knochenstoffwechsels zu gewährleisten.(31) Dazu kommt, dass die Osteocalcinproduktion bei Kindern etwa 10-mal höher ist als die von Erwachsenen(17) weshalb sie mehr Vitamin K benötigen, um das Osteocalcin zu carboxylieren. Die adäquate Aufnahme von Vitamin K2 könnte demnach einen großen Teil zum Erreichen der maximalen Knochenmasse beitragen.Vor diesem Hintergrund dokumentierte eine dänische Studie an 223 Mädchen im Alter zwischen 11 und 12 Jahren, dass ein günstiger Vitamin-K-Status der Probandinnen mit einer höheren Knochendichte assoziiert war.(32) Bei niederländischen Kindern bestimmten Wissenschaftler den Vitamin-K-Spiegel durch das Verhältnis von carboxyliertem zu uncarboxyliertem Osteocalcin im Serum. Hatte sich der Status nach 2 Jahren deutlich verbessert, zeigte sich parallel dazu ein signifikant stärkerer Zuwachs an Knochenmasse.(33) Eine 8-wöchige Supplementierung mit 45 Mikrogramm MK-7 am Tag konnte bei Kindern in einer doppelblinden randomisierten Studie das Verhältnis von carboxyliertem zu uncarboxyliertem Osteocalcin verbessern, den absoluten Anteil von uncarboxyliertem Osteocalcin im Serum senken und den MK-7 Spiegel messbar erhöhen.(34)

Vitamin K2 und Krebs

In-vitro-Versuche suggerieren, dass Menachinone das Wachstum von Krebszellen hemmen und in ihnen den programmierten Zelltod (Apoptose) auslösen können.(35) Dieses Potenzial könnte durch die Präsenz von Vitamin C noch verstärkt werden.(36)

  1. Vitamin K2 schützt eventuell vor der Entwicklung von Leberkrebs, beugt jedoch nicht dem Wiederauftreten vor
    In einer Studie, die ursprünglich begonnen wurde, um den Effekt von Vitamin K2 auf den Knochenstoffwechsel zu beobachten, zeigten sich zusätzliche Auswirkungen bezüglich des Krebsrisikos. 40 Frauen, die an einer viralen Leberzirrhose litten, erhielten täglich 2 Jahre lang 45 Mikrogramm Vitamin K2 oder ein Placebo. Unter den 21 Probandinnen der Vitamin-K2-Gruppe traten im Verlauf der Behandlung 2 Fälle von Leberkrebs auf, unter den 19 Probandinnen der Placebogruppe wurden 9 Fälle eines Leberkarzinoms diagnostiziert.(37)Bei einem bereits aufgetretenen und behandelten Leberkarzinom konnte weder die Gabe von 45 Mikrogramm noch von 90 Mikrogramm Vitamin K2 die Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens von Leberkrebs mindern.(38)
  2. Eine hohe Vitamin-K2-Aufnahme schützt vor Prostatakrebs
    Innerhalb der prospektiven Kohortenstudie EPIC-Heidelberg (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition-Heidelberg) mit 24340 Teilnehmern untersuchten Wissenschaftler eine mögliche Korrelation zwischen der Vitamin-K-Aufnahme und dem Auftreten von Krebserkrankungen beziehungsweise den Todesfällen durch Krebs.(39) Innerhalb der Follow-up-Phase von 10 Jahren traten 1755 Krebsfälle auf, davon endeten 458 tödlich. Die Forscher stellten eine nicht signifikante negative Korrelation zwischen der Vitamin-K2-Aufnahme und dem Krebsrisiko fest. Männer scheinen davon mehr zu profitieren als Frauen; insbesondere weil die Beziehung zwischen einem hohen Vitamin-K2-Konsum und dem verminderten Risiko einer Erkrankung im Falle von Lungen- und Prostatakrebs signifikant ausfällt.(40) Die Minderung des Krebsrisikos zeigt sich deutlicher bei Menachinonen aus Milchprodukten als bei Menachinonen aus Fleisch. Eine Beziehung zwischen dem Krebsrisiko und dem Vitamin-K1-Konsum wurde dagegen nicht festgestellt.
  3. Vitamin K2 in der Krebstherapie kontraindiziert
    Mediziner setzen Vitamin K2 normalerweise nicht zur ergänzenden Therapie von Krebserkrankungen ein. Krebspatienten weisen aufgrund ihrer Erkrankung ein erhöhtes Risiko für eine Venenthrombose auf – gerinnungsfördernde Mittel sind bei ihnen deshalb kontraindiziert.(41)

Vitamin K2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Während die durch Vitamin K2 induzierte Carboxylierung von Osteocalcin dafür sorgt, dass Calcium in die Knochensubstanz eingelagert wird, verhält es sich im Falle der Matrix-Gla-Proteine andersherum. Sie verhindern nach der durch Vitamin K2 ausgelösten Carboxylierung, dass Calcium innerhalb der extrazellulären Matrix im Weichteilgewebe, z.B. innerhalb der Arterienwände, abgelagert wird. Aus dieser Tatsache leiten Wissenschaftler ab, dass eine Unterversorgung mit Vitamin K2 zu verstärkten Kalkablagerungen innerhalb des Gefäß-Systems führt und auf diese Weise das Arteriosklerose-Risiko erhöht.(42) Diese These wird auch durch das Phänomen einer verstärkten Gefäßverkalkung unter der Einnahme von Gerinnungshemmern (Vitamin-K-Antagonisten) gestützt.

  1. Hoher Vitamin-K2-Konsum schützt vor Arteriosklerose
    Durch Analyse der Ernährungsgewohnheiten von Studienteilnehmern ermittelten Wissenschaftler einen möglichen Zusammenhang zwischen der durchschnittlichen täglichen Vitamin-K-Aufnahme und der Entwicklung von Arteriosklerose. Bei einer Studie an 564 postmenopausalen Frauen wurde eine Assoziation von hohem Vitamin-K2-Konsum und dem verminderten Risiko einer Arteriosklerose-Entwicklung deutlich. Vitamin K1 schien hingegen keinen Einfluss auf arteriosklerotische Prozesse zu besitzen.(43)Die an 4807 Personen durchgeführte Rotterdam-Studie ergab, dass ein Vitamin-K2-Konsum im mittleren und oberen Drittel der Gesamtspanne das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben, deutlich verringerte. Auch die Gesamtsterblichkeit und das Risiko einer schweren Arteriosklerose zeigten sich für die betreffenden Personen gemindert. Auch in dieser Studie waren die Positiveffekte allein den Menachinonen vorbehalten – Phyllochinon (Vitamin K1) konnte die untersuchten Risiken nicht beeinflussen.(44)

    Die Analyse der Daten der Prospect-EPIC-Kohortenstudie erbrachte einen Zusammenhang zwischen Vitamin-K2-Konsum und dem Schutz vor koronaren Herzerkrankungen. Demnach sank das Erkrankungsrisiko der Teilnehmer pro 10 Mikrogramm an täglich zusätzlich aufgenommenem Vitamin K2 um 9 Prozent. Die dokumentierte Aufnahmemenge lag im Mittel bei 29,1 Mikrogramm. Obgleich die Menge an über die Nahrung zugeführtem Vitamin K1 wesentlich größer ausfiel – im Durchschnitt 211,7 Mikrogramm – zeigte sich in ihrem Fall keine Assoziation mit Krankheitsrisiken. Dies ist gerade unter dem Gesichtspunkt interessant, dass der menschliche Körper Vitamin K1 zur Synthese von Menachinon (MK-4) nutzen kann. Die stärkste protektive Wirkung gegen Herzerkrankungen führen die Forscher allerdings auf die Menachinone MK-7, MK-8 und MK-9 zurück.(45)

  2. Ernährungs-Selbstauskünfte sind bezüglich verschiedener Menachinone kaum verifizierbar
    Anders als Phyllochinon lassen sich Menachinone nicht im Serum nachweisen, es sei denn, man verabreicht sie in hohen Dosen.(46) MK-4 ist sogar in hohen Dosen von 420 Mikrogramm zu keinem Zeitpunkt im Serum nachweisbar. Daraus leiten Wissenschaftler eine schlechtere Bioverfügbarkeit beziehungsweise eine kürzere Halbwertszeit für MK-4 gegenüber MK-7 ab.(47) Selbstauskünfte bezüglich der Ernährungsgewohnheiten können vor diesem Hintergrund schwer überprüft werden. Die Messung von den durch Vitamin K carboxylierten Proteinen gibt zwar Auskunft über den Gesamtkonsum an Vitamin K2, jedoch nicht über den Beitrag der verschiedenen Menachinone im Einzelnen.

 

Vitamin K2 und Diabetes

Eine ausreichende Aufnahme von Vitamin K2 kann unter Umständen der Entwicklung von Insulinresistenzen oder Diabetes vorbeugen. Verantwortlich für diesen Effekt ist mutmaßlich das Osteocalcin, welches neben der Knochendichte auch die Insulinempfindlichkeit erhöht und die Insulinproduktion im Körper reguliert.

  1. Hoher Vitamin-K2-Konsum senkt das Diabetes-Risiko
    Innerhalb einer Kohortenstudie an 38.094 niederländischen Männern und Frauen im Alter zwischen 20 und 70 Jahren konnten Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen hohem Vitamin-K2-Konsum und einem verringerten Typ-2-Diabetes-Risiko im Verlauf von 10 Jahren feststellen. Pro 10 Mikrogramm Vitamin-K2-Aufnahme pro Tag über dem Durchschnitt von 31 Mikrogramm, verringerte sich die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, um 7 Prozent.(48) Als sie einer Gruppe von Männern mit einem Durchschnittsalter von 29 Jahren über 4 Wochen lang täglich 30 mg Menatetrenon (MK-4) verabreichten, stellten die Forscher an ihren Probanden zudem eine deutlich gesteigerte Insulinempfindlichkeit fest.(49)
  2. Vitamin K2 steigert die Knochengesundheit bei Diabetikern
    Eine Vitamin-K2-Supplementierung könnte Diabetikern bezüglich der Gesundheit ihrer Knochen zugutekommen. Obgleich ihre Knochendichte meist der Norm entspricht, haben Diabetiker aufgrund der gestörten Kollagen- und Parathormonsynthese ein höheres Risiko für Knochenbrüche. Zumindest im Tiermodell bewies Vitamin K2 in diesem Fall positive Effekte auf die Knochenstruktur.(50)

Vitamin-K2-Aufnahme und Gerinnungshemmer

Die γ-Carboxylierung von Gerinnungsfaktoren und Proteinen unter Einwirkung von Vitamin K2 ist essenziell für die Blutgerinnung. Sogenannte Vitamin-K-Antagonisten (Cumarine) hemmen diesen Prozess. Präparate wie Wafarin und Acenocumarol werden häufig zur Thrombose-Prophylaxe verschrieben und können unter Umständen von einer Vitamin-K2-Supplementierung oder einer hohen Vitamin-K2-Aufnahme mit der Nahrung in ihrer Wirkweise beeinflusst werden.(51)

Hierbei erwiesen sich die Menachinone deutlich potenter als Vitamin K1. Untersuchungen zeigten, dass eine tägliche Dosis von 95 Mikrogramm ausreichte, um die Wirksamkeit einer gerinnungshemmenden Therapie messbar herabzusetzen.(52) In einer anderen Studie dokumentierten Wissenschaftler, dass durchschnittlich 45 Mikrogramm MK-7 pro Tag die Produktion von Gerinnungsfaktoren deutlich anhob. Die Studienleiter schlossen daraus, dass im individuellen Fall sogar niedrige Dosen von 10 Mikrogramm pro Tag genügen könnten, um eine Anti-Gerinnungs-Therapie zu stören bzw. eine Dosisanpassung nötig zu machen.(53)

Hierbei erwiesen sich die Menachinone deutlich potenter als Vitamin K1. Untersuchungen zeigten, dass eine tägliche Dosis von 95 Mikrogramm ausreichte, um die Wirksamkeit einer gerinnungshemmenden Therapie messbar herabzusetzen.(52) In einer anderen Studie dokumentierten Wissenschaftler, dass durchschnittlich 45 Mikrogramm MK-7 pro Tag die Produktion von Gerinnungsfaktoren deutlich anhob. Die Studienleiter schlossen daraus, dass im individuellen Fall sogar niedrige Dosen von 10 Mikrogramm pro Tag genügen könnten, um eine Anti-Gerinnungs-Therapie zu stören bzw. eine Dosisanpassung nötig zu machen.(53)

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